DEP0010165DA - Verfahren und Anordnung zur Herstellung von elektrischen Entladungsgefäßen - Google Patents
Verfahren und Anordnung zur Herstellung von elektrischen EntladungsgefäßenInfo
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Description
Siemens und Halske München,den 28βSeptember 1S48
Aktiengesellschaft B1,Nr0
PA 9/530 s 7 HO
Briefanschrift: München 1 Dienerstrasae lö/l6
Verfahren und Anordnung sur Herstellung von elektrischen Entladungegefäseen:
Die Erfindung bezieht sich auf die Heretellung von elektrischen Entladungsgefässen und hat insbesondere Bedeutung für- Elektronenröhren
für besonderη kleine Abmessungen., Bei der Herateilung von Klein- und Kleinst-rÖhren mit Glaskolben als Vakuunigofäss let die
Entgasung der Elektroden und der üystemt-eile nicht im gleichen Masse möglich, -wie es bei Verwendung von Stahlkolben der Fall ist.0
Da jedoch die Verarbeitung von Glas für Röhrenkolben im allgemeinen bei Röhren mit kleinsten Abmessungen leichter n'iclich 1st,wäre
en wünschenswert ,die Ent-gaeung der SjEtemteile auch bei Anwendung von Glaskolben so gut durchführen au körnen,wie hei Stahlröhrenc
Diese Aufgabe wird durch die Erfindung gelöst,. Die Erfindung besteht darin, dass die Entgasung der Elektroden und Systemteile
ausserhalB des Glaskolbeas vox dem EinschmelKen vorgenommen wird, Zu diesem Zweck kann eine aus zunderfestern Material bestehende
verschließsλ;are Patrone iJcrgesehen Eeiii1 die *ur Aufnahme der Elektroden
und Systemteile geeignet ist, Ee ist zweckmässig, eine solche Patrone als im wesentlichen zylindrisches Rohr auszubilden, das
an beiden Enden vakuumdicht abschltesshar 1st« Die Länge der Patrone beträgt zweckmässig eis Mehrfaches der Systemlangee Die Patrone
besitzt beispielsweise a^j einem Ende einen Pumpstengel, mit Hilfe dessen sie auf eine Hochvakuumpumpe aufgesetzt werden kann,
und ausserdem einen AbschlusBiiahnc, Am anderen Ende der Patrone kann
ebenfalls ein Vakuumabechluss vorgesehen sein, durch den sich das Elektrodenyystem in die Patrons einführen lässt.
Die Entgasung der Systemteile .innerhalb der Patrone kann derart erfrj.gen,dasii die mittlere &©ne der Patrone, in der sich das System
befindet, durch Erhitzen zum Glühen gebracht wird, während.die Endpn der Patrcie EjBodurcj Pressluft gekühlt werden. Dabei kann zum
Zwecke der gleichzeitigen Entgasang einer grösseren Anzahl von
Skn/SOhu0 3oP 9D40
SystemteilerL eine entsprecherde Zahl von Patronen miteinander vereinigt Werden0 Nach erfolgter Entgasung lässt sich dann die Patrone
über den Hahn am Pumpstengel mit Schutagas füllen, Unmittelbar vor dem Einschmelzen kann dann das entgaste System wieder aus der Patrone genommen -werden, wobei gegebenenfalls dafür Sorge getragen
sein kann, daes das System nicht mit Luft in Berührung kommt«
Anhand -der Zeichnung soll die Erfindung näher erläutert werden; Jn Figur 1 lot ein Ausfnhrungsbeispiel einer patrone mit darin befindlichem Elektrodensystem veranschaulichte Die Patrone besteht
aus dem im wesentlichen röhrtörmigen Körper 1, der im Jnnern die Elektroden und Systemteile 2 enthält,. Am unteren Endo der Patrone
befindet sich ein klappbarer Verschluss 5, der einen vakuuiadichten Abschluss gestattet,und gegebenenfalls mit einem Hahn und Puupstengel
4 versehen ist*. E/i sei im TJebrigen vermerkt, dane der Pumpstengel auch seitlich angebracht werden kann, was 2,„B„dann Vorteile
hat, wen-α das entlaste System an dieser Oeffnung Beim Einbringen in den Glaskolben herausgeführt werden b'11, Das andere Ende
der Patrone ist an der Stelle 5 konisch erweitert, sodass der Verßchluen-St?pfen
6 einen vakuumdichten Abschluss gestattete Der VerschlusE-Stopfen 6 ist noch mit ggeigneten Haltevorrichtungen, bei™
spielsweise einem Haken 7 verbunden, an dem das Ulektr'-densystern
befestigt ist, um während der Entgasung die Systemteile an definierter Ste-Ile innerhalb der Patrone ζυ wissen. Beim Entgasen wird
die mittlere S^ne der Patrone erhitzt And vorzugsweise zum Glühon gebrachte Dieso Glühzone iss mit 8 bezeichnet,, ^n. diese Glühz?ne schliessen
sich beiderseits zwei Uebergangsz'.nen 9 und 10 an,während die Enden 11 und lß in geeigneter Weise ,beispielsweise durch Zuführen
von Pressluft,nötigenfalle geki'hlt werden,
Jn Figur 2 ist die Vereinigung einer Jinzahl von Patronen zum Zwecke der gleichzeitigen Entgasung mehrerer Systamteile veranschaulichte
Jn dem Glühofen 13 sind die Patronen^J.4^nebeneinander angeordnet untergebracht und die Pumpstutzen Ib gemeinsam an ein mit der
Vak^Ltmpumpe in Verbindung stehendes R^hr 16 geführt»
Die Erfindung ergibt den Vorteil, dass die Entgasung bei wesentlich höheren Temperaturen stattfinden kana, als sie im Glaskolben möglich
wäre» Durch Verwendung vines GiiibofensiWce pi- in Eigur 2 schematiech
veranschaulfiit ist» in Verbindung mit einer Jasme!pumpe wird die zeitraubende Entgasung,wie sie sonst auf dem Pumpautomaten stattfindet,
vermieden und es ist auf diese Weise möglich, auf derrtAutomaten wesentlich ki'rse^p Pum^eiten zu erzielen» Mit Hilfe der Patronen
können bei Massenfertigung von Kleinströhren nötigenfalls auch grössere Mengen von Systemen vörentgast und für die 'Weiterverarbeitung
auf dem Pumptutomaten vorbereitet und gestapelt werden«"
Es let im Uebrigen auch möglich, das V^reni^aaungvsverf ahren mit dsm Einschmelzverfa.hr«n*\u verbinden,dass sich das EinschnielzveT'-fahren
unmittelbar an das Vorentgasungsverfahren ans-ciLliesst.Es kann dadurch vermieden werden,dasn · ~ das System nach ü-ax Vorentgasung noch einmal mit Luft in Berührung kommt,
D-ie Erfindung hat ausser für Kleinströhren auch für andere Röhren B deutung, bei denen die Konstruktioh des SyBtemaufbaues sich für
die Entgasung mit Hochfrequenz nicht £ner in nur geringem Masse eignet« Man erhält durch die Anwendung der Vorentgasung des Systems
in einer Patrone eine grössere Bewegungsfreiheit in der konstruktiven Formgebung des S^stemaufbaues und kann damit die Ausbildung
des SyJItems so vornehmen,wie sie mit Rücksicht auf elektrische Eigenschaft,Abstrahlungsverm-gen und leichte Montierharkeit des
Systems am günntigsten erscheint»
Anlagen; 2 Figuren
Q PatvAnspre
Claims (1)
- Patentans prücheaI9 Verfahren zur Herstellung von elektrischen Entladungsgefässen,insbesondere Elektronenröhren von. besonders kleinen Abmessungen,dadurch gekennzelohnet,dass die Entgasung der Elektroden und Systemteile ausserhalb des Glaskolbens vor dem Einschmelzen vorgenommen Wird02„ Anordnung zur Ausübung cine-s Verfahrens nach Anspruch. Ijge-* kennzeichnet duroh eine aus wfcrmebesüandIgem Material bestehende, zur Aufnahue der Elektroden und Systemteile dienende ,vers chliessbare Patronea3. Anordnung nach Anspruch 2,dadurch gekennzei Oinet,dass die Patrone als im weaenulichen zylindrisches Rohr ausgebildet ictjdae an beiden Enden vakuumdicht abschliessbar ist,4, Anordnung narrh Anspruch 2 oder !,dadurch gekennzeich.net ,dass die Länge der Patrone ein Mehrfaches der Länge des Systems beträgt«6. Anordnung nach Anspruch. 2 bis ^,dadurch gekennzeichnet ,das~> an dem einen Ende der Patrgne ein Pumpstengel zum Anschlußβ an eine Vakuumpumpe.sowie ein Absohlusshaim vergesehen ist und das? das andere Ende mit einer zum Eirjrvhren der ?u entgasenden Systemteile geeigneten vakuumdioht&a verschliessbaren Oeffnung versehen Iatj6, Anordnung nach Anspruch 2 bis 5,dadurch gekennzelehnet,dago Mittel vorgesehen sind,um bei &ei Entgasung den mittleren Teil der Patrone zu erhitzen und vorzugsweise zum Glühen zu brIngen,während die Enden der Patrone vorzugsweise durch Pressluft gekühlt werden*Iaordnuag nach Anspruch 2 bis 6,dadurch gekennzeichnet, dass eine Vielzahl von Patronen zum Zwecke der gleichzeitigen Entgasung einer entsprechenden Anzahl von Syeternte ilen miteinander vereinigt sind.Anordnung nach Anspruch 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet,das Mittel vorgesehen sind,um nach erfolgter Entgasung die Patrone mit einem Schutzgas zu füllen«
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