DE670200C - Verfahren zum kontinuierlichen Gefrieren von Fluessigkeiten - Google Patents

Verfahren zum kontinuierlichen Gefrieren von Fluessigkeiten

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DE670200C
DE670200C DESCH112402D DESC112402D DE670200C DE 670200 C DE670200 C DE 670200C DE SCH112402 D DESCH112402 D DE SCH112402D DE SC112402 D DESC112402 D DE SC112402D DE 670200 C DE670200 C DE 670200C
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DE
Germany
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ice
tube
freezing
pressure
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Expired
Application number
DESCH112402D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Peter Schlumbohm
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PETER SCHLUMBOHM DR
Original Assignee
PETER SCHLUMBOHM DR
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Publication date
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Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F25REFRIGERATION OR COOLING; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS; MANUFACTURE OR STORAGE OF ICE; LIQUEFACTION SOLIDIFICATION OF GASES
    • F25CPRODUCING, WORKING OR HANDLING ICE
    • F25C1/00Producing ice
    • F25C1/04Producing ice by using stationary moulds
    • F25C1/06Producing ice by using stationary moulds open or openable at both ends

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)

Description

  • Verfahren zum kontinuierlichen Gefrieren von Flüssigkeiten Es ist bereits ein Verfahren zurr kontinuierlichen Gefrieren von Flüssigkeiten in einem von .außen gekühlten langgestreckten Ringraum bekannt, ,aus welchem das gebildete Eis unter dem Druck frischer, zu gefrierender Flüssigkeit verdrängt wird.
  • Bei diesem bekannten Verfahren wird der Ringraum durch die von ,außen gekühlte Wand eines Rohres und durch :eine konzentrisch in dem Rohr ,angeordnete massive Stange gebildet. Die Stange ist vorgesehen, um den Eisblock nicht ganz bis zu seiner geometrischen Achse durchzufrieren, was zu lange dauern würde, da bekanntlich das völlige Durchfrieren :eines Eisblockes durch die den zunächst flüssigen Kern des Blockes bildende Restsole :erschwert wird. Da die Restsole mengenmäßig nur :ein kleiner Teil der gesamten Menge des Gefrierwassers ist, genügt bei dem bekannten Verfahren eine relativ dünne Stange innerhalb eines relativ weiten Gefrierraumrohres, um den genannten begrenzten Zweck zu :erfüllen. Das nach dem bekannten Verfahren gefrorene Eis hatte dementsprechend die Form eines Eiszylinders mit einer durch die dünne Stange verursachten geringen Bohrung von, ungefähr einem Fünftel des Durchmessers des. Eiszylinders. Es wurde also ein Eis von großer Schichtdicke gefroren, welches langsam aus dem freien Ende des gekühlten Rohres austrat.
  • Die Erfindung verbessert das bekannte Verfahren in, mehreren. Punkten. Sie beruht auf der Erkenntnis, daß zur Ausnutzung :der Plastizität des Eises beim. kontinuierlichen Herauspressen des Eises aus dem Gefrierraum eine relativ hohe Vorschubgescliwin:digkeit erwünscht ist, die nur durch kurze D@urchfrierzeiten ermöglicht wird. Ferner wird erkannt, daß der hydraulische Druck der Flüs; sigkeit nur dann wirksam ist, wenn ein Eispfropfen von einheitlicher Festigkeit und ohne schwache Stellen, die :einen Durchbruch dies Preßwassers ermöglichen würden, gefroren wird. Schließlich wird erkannt, daß die Übergangsfläche Flüssigkeit-Eis im Schnitt vorzugsweise parab.elförmig gestaltet wird, um das Herauspressen des gebildeten Eises zu begünstigen.
  • Gemäß der Erfindung wird nicht nur die Außenwand des langgestreckten Ringraumes gekühlt, wie bei dem bekannten Verfahren, sondern es wird auch die Innenhand gekühlt, und das im Ringraum befindliche Pr; ßwass-er wird .also von beiden Seiten zugleich gefroren.
  • Ferner wird gemäß der Erfindung der Ringraum so gebaut, daß nicht Blockeis großer Schichtdicke, sondern ein. Dünnschichteis gefroren wird, dessen Wandstärke in der Größenordnung von 1/1o des Eisrohrdurchmessers liegt.
  • Während bei dem einseitigen Gefrieren nach dem bekannten Verfahren ein Eispfropfen entsteht, dessen Festigkeit linear im Abstand von der kalten Rohrwand verschieden ist, entsteht bei dem neuen Verfahren des beiderseitigen Gefrierens, vor :allem wenn in dünner Schicht gefroren wird, ein Eispfropfen von einheitlicher und großer Festigkeit. Als Schnittbild der Übergangsfläche Flüssigkeit-Eis ergibt sich ein Parabelbogen, der günstige Druck- und Zugbedingungen für den Vorschub der Eismasse schafft.
  • Statt wie bei dem bekannten Verfahren das Gefrierrohr mit waagerechter Achse anzuordnen, wird gemäß, der Erfindung der Ri!ugraum mit senkrechter Achse und mit seinem freien Ende nach-oben gebaut. Die senkrechte Aufstellung schafft gleiche symmetrische Schwerkraftwirkungen (Konvektionsströme, Sedimentierung o. dgl.) im Gefrierringraum und begünstigt daher die symmetrische Formung des ,austretenden Eises. Die Anordnung des, freien Endes nach ohen ermöglichtes, das austretende Eisrohr unter dem hydraulischen Druck der Frischflüssigkeit an einem höher gelegenen Vorratsbehälter zu fördern, von dem aus das Eis :als Schüttgut einem Transportwagen zugeführt werden kann. Die Gefriermaschine kann dabei in er«vnschter Weise auf dem Grundflur montiert werden.
  • Gemäß der Erfindung wird das :erzeugte Eisrohr in Rohrstücke zerschnitten., deren Länge dem Durchmesser des Rohres gleicht. Diese Rohrstücke können als sehr -wirksame Rieselkörper (Raschigringe) verwandt werden., insbesondere zum Kühlen und Waschen von Luft in Klimaanlagen. Da das Eisrohr kontinuierlich entsteht, wird gemäß der Erfindung das Zerschneiden des Rohres durch eine in gleicher Richtung und mit gleicher Geschwindigkeit mitgeführte Sägeeinrichtung ausgeführt, der gegenüber sich das Eisrohr in Ruhe befindet.
  • Für die Ausnutzung der Plastizität beim Auspressen des Eisrohres ist ein gleichmäßiger Druck des Preßwassers von. Bedeutung. Gemäß der Erfindung wird zwischen der Druckpumpe für die Frischflüssigkeitunddem Gefrierringraum ein Druckausgleichbehälter eingeschaltet.
  • Die Erfindung eignet sich insbesondere zur Erzeugung von. Scherb.eneis mit gleichmäßig gekrümmter Oberfläche. Es wird ein Eisrohr gefroren, dessen Radius dem für das Scherbeneis erwünschten Krümmungsradius gleicht, und das Eisrohr wird dann zertrümmert. Bei den bekannten Verfahren zur Erzeugung von Scherbeneis, z. B. von 5 mm Wandstärke und einem Krümmungsradius von z. B. 5o cm, taucht eine innengekühlte Trommel teilweise in Wasser ein, und im Verlaufe einer Umdrehung der Trommel, die etwa i Minute dauert, wird eine Eisschicht gefroren, die mit sehr komplizierten Vorrichtungen, z. B. durch Verformen der Trommelwand, abgelöst -wird. Überschlagsweise ist das neue Verfahren bereits auf Grund des beiderseitigen Gefrierens dem bekannten Verfahren i oo o/o überlegen. Dabei ist die maschinelle Einrichtung einfacher und ohne bewegliche Teile oder Materialverformung.
  • Die für das neue Verfahren erforderliche Einrichtung ist in der Zeichnung .an einem Ausführungsbeispiel schematisch teils im Schnitt und teils in Ansicht dargestellt.
  • Das Eisrohr i wächst aus dem Gefrierspalt 2 heraus, der durch die Außenwand 3 und durch die Innemvand 4 gebildet und gekühlt wird. Das Rohr 3 ist von einem Mantel 5 umgeben und durch ein Kühlmittel 6 gekühlt. Die Wand 4 ist durch ein Kühlmittel 6a gekühlt. Die Zuleitungen 7 und die Ableitungen S für das Kühlmittel sind in üblicher Weise an eine Kältemaschine angeschlossen.
  • Der Gefrierspalt z ist an seinem einen Ende durch eine Bodenplatte 9 abgeschlossen. Der Gefrierspalt wird durch :die Zuleitung zo mit Frischflüssigkeit gespeist, welche unter dem durch die Pumpe i i erzeugten Druck steht. Zwischen Pumpe i i und Gefrierspalt z ist in die Zuleitung io ein Druckausgleichbehälter 12 eingeschaltet.
  • Die Ausrüstung wird durch automatische Steuervorrichtungen und Regler ergänzt. Beispielsweise wird die Speisepumpe i i zweckmäßig automatisch in Abhängigkeit von dem auf der Druckseite herrschenden Druck gesteuert, derart, daß bei mangelhafter Bildung eines Eispfropfens i und dem sich ergebenden Druckabfall die Speisepumpe aussetzt, bis ein neuer Eispfropfen gefroren ist, wofür ein empirischer Wert eingesetzt werden kann.

Claims (1)

  1. PATrNTANSPRÜCHE: i. Verfalhren zum kontinuierlichen Gefrieren von Flüssigkeiten in einem von außen gekühlten langgestreckten Ringraum, aus welchem das gebildete Eis unter dem Druck frischer zu gefrierender Flüssigkeit verdrängt wird, dadurch gekennzeichnet, daß auch die Innenwand (q.) des Ringraumes (a) gekühlt wird. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, d,aß das Eis (i) in einem Ringraum (z) .als Dünnschichteis rasch gefroren wird, dessen Stärke ganz ungefähr gleich 1/1o des Außendurchmessers des Ringraumes ist. _ 3. Verfahren nach Anspruch i oder Unteranspruch, gekennzeichnet durch die Erzeugung eines gleichmäßigen. hydraulischen Druckes unter Einschaltung eines Ausgleichbehälters (12) zum Vorschub des Eisrohres (i). q.. Verfahren nach Anspruch i oder Unteransprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringraum (a) mit seiner Achse senkrecht und mit seinem freien Ende nach oben angeordnet ist und daß: das ihn verlassende Eisrohr (i) unter dem hydraulischen Druck der Frischflüssigkeit an einen höher gelegenen Vorratsbehälter gefördert wird. 5. Raschigringe aus Eis, hergestellt nach dem Verfahren nach Anspruch i oder Unteransprüchen und nachfolgendes Zerschneiden eines Eisrohres ,auf Rohrstücke, deren Länge dem Durchmesser des Rohres ,entspricht. 6. Scherbeneis mit gleichmäßig gekrümmter Oberfläche, hergestellt durch Gefrieren eines Eisrohres (i), dessen Wandstärke ganz ungefähr gleich '/,o des Außendurchmessers des Eisrohres ist, nach dem Verfahren nach Anspruch i ,o-der Unteransprüchen und durch nachfolgendes Zertrümmern des Eisrohres (i).
DESCH112402D 1937-03-18 1937-03-18 Verfahren zum kontinuierlichen Gefrieren von Fluessigkeiten Expired DE670200C (de)

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