DEP0009279DA - Spiegelreflex-Kamera - Google Patents
Spiegelreflex-KameraInfo
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Description
Benutzt man eine Kleinbild-Camera, so legt man den Film ein, klappt das Camera-Gehäuse zu und die Camera ist aufnahmebereit, wenn man nach dem Betrachten des Aufnahmegegenstandes die entsprechende Blende vorgewählt und die Belichtungszeit eingestellt hat. Nun setzt man die Camera je nach Ausbildung der Suchereinrichtung vor die Brust oder vor das Auge, blickt durch den Sucher auf den Gegenstand und betätigt dann, wenn man den Gegenstand so sieht, wie man ihn auf dem Bild betrachten möchte, den Auslöser. Alsdann setzt man die Camera wieder aus der Aufnahmelage ab, bewegt mittels eines Schaltorganes den Film um ein Bild weiter, spannt dabei den Verschluss, wählt gegebenenfalls eine andere Blendeneinstellung und eine andere Belichtungszeit und nimmt die Camera wieder vor die Brust oder das Auge. Man muss also die Camera nach jeder Aufnahme absetzen, einige Griffe tun, um die Camera aufnahmebereit zu machen und kann dann in der Belichtung fortfahren.
Der Gegenstand der Erfindung vermeidet den Nachteil des Absetzens der Camera nach einer Aufnahme und das Wieder-in-die-Aufnahmestellung-Bringen derselben dadurch, dass alle für die Aufnahmen jeglicher Art erforderlichen Elemente der Camera wie Verschluss, Blende, Sucher, Vorschaltfilter, Filmpatronen, Filmwechseleinrichtung und dergleichen innerhalb der Camera angeordnet und die zum Betätigen bzw. Einschalten notwendigen Bedienungsorgans am Camera-Gehäuse so festgelegt sind, dass sie in der Aufnahmelage der Camera vor dem Auge ohne Änderung der Arm-, Hand-, Camera- und Kopflage schaltbar sind. Neben den Vorteilen, die sich dadurch ergeben, dass man ein Bild nach dem anderen ohne Absetzen der Camera aufnehmen kann, was besonders dann vorteilhaft ist, wenn man bei Bewegungsvorgängen einmal diesen, dann einen anderen Gegenstand ohne grosse Verzögerung auf dem Film festhalten möchte, ergibt sich eine günstige Lage der Camera in der Hand. Besondere Vorteile ergeben sich dann, wenn man den Erfindungsgedanken auf eine Spiegelreflexcamera anwendet, da man das Cameragehäuse dann als einen,
im wesentlichen quaderähnlichen Körper gestalten kann, der sehr gut in der Hand des Aufnehmenden liegt, wenn die Camera entsprechend dem Einbau des Suchers so zwischen den beiden Händen des Aufnehmenden liegt, dass ihre Längsausdehnung in Richtung auf den aufzunehmenden Gegenstand zeigt.
Ein Ausführungsbeispiel ist in den Fig. 1 - 5 veranschaulicht. In dem Camera-Gehäuse 1, das man mit Hilfe der Schlaufen 2 bzw. 3 halten kann, befindet sich, wie es die Zeichnungen zeigen, das Objektiv 4 in herausgefahrenem Zustand. Dieses Herausfahren wird durch den Stift 5 gesteuert. Je weiter der Stift 5 aus dem Gehäuse 1 herausschaut, umso weiter ragt z.B. das Objektiv aus dem Gehäuse heraus. Man könnte die Anordnung aber auch leicht so treffen, dass der Stift während des Tragens der Camera im Gehäuse sitzt und durch einen Druck auf den Stift ein Herausspringen sowohl des Stiftes als auch des Objektives bewirkt wird.
Will man nun eine Aufnahme machen, so überlegt man, ob es eine Farbfilm- oder Schwarz-Weiss-Aufnahme werden soll. Wählt man den Farbfilm, so drückt man den Knopf 6 in die in der Fig. 4 gezeigte Lage hinein und zwar mit dem Daumen der linken Hand, wählt mit dem Daumen der rechten Hand durch Verschieben des Knopfes 7 die gewünschte Blende, deren Grösse neben den anderen für die Aufnahme wichtigen Einstellgrössen im oder neben dem Sucherbild für das durch die Camera sehende Auge sichtbar gemacht wird. Mit dem Zeigefinger der rechten Hand verschiebt man den Knopf 8 so, dass der Zeiger dieses Stiftes auf eine Marke einspielt, die die Belichtungszeit angibt.
In derselben Zeit kann man mit dem Mittelfinger der linken Hand die Schärft einstellen und zwar dadurch, dass man mittels des Stiftes 5 das in der Unendlich-Stellung stehende Objektiv in die Stellung bewegt, die der richtigen Schärfe entspricht. Nun kann man mit dem Mittelfinger der rechten Hand den Auslöseknopf 9 betätigen. Während der Einleitung dieser Auslösebewegung wird die Blende auf den eingestellten Wert geschlossen, so dass man den Gegenstand auch bei der vorgewählten Blendengrösse betrachten kann, wenn man den Auslöseknopf sanft eindrückt. Soll die Aufnahme erfolgen, so drückt man den Auslöseknopf weiter durch, der Verschluss wird betätigt. Dabei bewegt sich bei der Spiegelreflex-
Camera der das Bild in die Suchereinrichtung ausspiegelnde Spiegel in der Ebene seiner Lage aus dem Strahlengang hinter dem Objektiv heraus, gestattet die Belichtung und kehrt in die Ausgangslage dann zurück, wenn der Film automatisch um ein Bild weiterbewegt wird. Die Belichtung wurde dabei durch einen zweiten, hinter dem ersten herlaufenden Spiegel beendet, der neben der Einleitung des Filmtransportes auch dafür sorgt, dass die Blende wieder auf volle Öffnung kommt. Man kann den Gegenstand also ständig im Auge behalten.
Will man nun bei einer Aufnahme die Strahlen durch ein bestimmtes Filter hindurchfallen lassen, um besondere Effekte auf dem Film zu erzeugen, so schaltet man, je nachdem man einen Farbfilm oder Schwarz-Weiss-Film an der dem Objektiv zugewandten Seite einer drehbaren Bildbühnenhalteeinrichtung angeordnet hat, entweder mit dem kleinen Finger der linken Hand den Knopf 10 in eine der Endlagen oder mit dem kleinen Finger der rechten Hand den Knopf 11 in die eine oder andere Stellung. Bei der Camera gemäss Fig. 5 sind nur zwei Filtereinstellungen möglich und zwar zwei für Farbfilm und zwei für Schwarz-Weiss-Film, da es im allgemeinen genügt, zwei Filter vorzusehen, um tonwertrichtige bzw. effektvolle Bilder zu erzielen. Selbstverständlich kann man auch mehrere Filter nacheinander oder gleichzeitig in den Strahlengang einschalten, insbesondere dann, wenn man von dem Gegenstand drei oder vier Aufnahmen machen will, aus denen man sich dann das für den jeweiligen Zweck günstigste Bild aussucht.
Um dem Aufnehmenden anzuzeigen, wenn die Filmpatronen belichtet sind, ist ein Knopf 12 vorgesehen, der vom Filmtransportrad gesteuert wird, aus der Gehäuseebene herausspringt und derart angeordnet ist, dass er beim Herausspringen einen Druck auf den Ringfinger der linken Hand ausübt. Es empfiehlt sich, den Knopf bereits herausspringen zu lassen, wenn noch zwei oder drei Aufnahmen belichtet werden können, damit sich der Aufnehmende entsprechend einrichten kann.
Claims (1)
- Rollfilm- oder Kleinbildcamera, insbesondere Spiegelreflexcamera, dadurch gekennzeichnet, dass alle für die Aufnahmen jeglicher Art erforderlichen Elemente der Camera wie Verschluss, Blende,Sucher, Vorschaltfilter, Objektivverschiebungsglieder, Filmpatronen, Filmwechseleinrichtung usw. innerhalb der Camera angeordnet und die zum Betätigen bzw. Einschalten notwendigen Bedienungsorgane am Cameragehäuse so festgelegt werden, dass sie in der Aufnahmelage der Camera vor dem Auge ohne Änderung der Arm-, Hand-, Camera- und Kopflage schaltbar sind.
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