DE959966C - Fotoelektrischer Belichtungsregler - Google Patents
Fotoelektrischer BelichtungsreglerInfo
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Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 14. MÄRZ 1957
R 4412IX157 a
Die Erfindung bezieht sich auf einen Belichtungsregler für Kameras, insbesondere Spiegelreflexkameras,
dessen Meß- und Regelvorrichtung so ausgestaltet ist, daß sie bei verschiedenen Lichtmengen
stufenweise in Richtung der längeren Belichtungszeiten automatisch arretiert wird und erst
nach Lösen der Arretiervorrichtung auf die jeweils längere Belichtungszeit eingestellt werden kann. Dabei
sind erfindungsgemäß Zusatzvorrichtungen vorgesehen, mit denen der Regler selbsttätig beim
Übergang von einer Belichtungszeitzone zur anderen gekuppelt wird und die Widerstände im Meßkreis
derart aus- oder einschalten, daß die geänderte Charakteristik von Fotoelement und Anzeigeinstrument
auch in der anderen Zone mit den veränderlichen Widerständen oder sonstigen variablen
Organen im Einklang steht.
Weiterhin bezieht sich die Erfindung auf die Anbringung der Anzeigevorrichtung des Meßinstrumentes
; diese ist entweder von oben ablesbar neben ao der Verschluß- und Blendeneinstellung oder im
Sucher, jedoch außerhalb der Mattscheibe, angeordnet.
Ein weiteres Kennzeichen der Erfindung ist darin zu sehen, daß das ringförmig auf den Objektivtubus
aufgeschobene Fotoelement sein Licht von einem als Rotationsfläche ausgebildeten Spiegel erhält, der
zugleich als Bildwinkelbegrenzung dient. Dabei ist der das Licht zum Fotoelement reflektierende
Spiegel von einem axial verschiebbaren Kulissen-
ring umgeben, der beispielsweise mit dem Blendenring gekuppelt ist, um die auf das Fotoelement
fallende Lichtmenge entsprechend regeln zu können. Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der folgenden
Beschreibung von Ausführungsbeispielen zu entnehmen.
Gemäß den Abb. ι bis 8 besteht der zur richtigen
Einstellung von Blende und Belichtungszeit dienende Belichtungsregler aus dem Fotoelement 65
mit der als Gitter ausgebildeten Bildwinkelbegrenzung 66 und dem Drehspulgalvanometer (Magnet
67, Drehspule 68, Zeiger 69); ferner aus der durch das Fenster 70 sichtbaren hellen Grundplatte 71
und den Widerständen 72 bis 77.
Die prinzipielle Schaltung des Meßstromkreises ist in Abb. S dargestellt. Der Strom des Fotoelementes
65 wird durch den Widerstand 76 mittels des mit dem Einstellorgan 47 für die Belichtungszeit
verbundenen Gleitkontaktes 78, ferner durch
die Widerstände 72 und 73 mittels der mit dem Einstellorgan 48 für die Blende verbundenen Gleitkontakte
79 und 80 und schließlich durch die mittels der am Knopf 81 befestigten Gleitkontakte 82 und
83,- der Filmempfindlichkeit entsprechend gemäß der Skala 84 eingestellten Widerstände 74 und 75
derart beeinflußt, daß bei der der richtigen Belichtung entsprechenden Stellung der erwähnten drei
Veränderlichen der Zeiger 69 des Instrumentes gemäß Abb. 4 mit dem an der Grundplatte befindliehen
Index 85 koinzidiert.
Gemäß Abb. 6 muß der als Zeiger ausgebildete Arm 87 des Hebels 86 beim Verstellen von der
kürzestmöglichen Belichtungszeit bis zu etwa V25 Sekunde in seiner oberen Lage stehen, wie es in
.35 der Abbildung dargestellt ist. Statt des Grenzwertes V25 Sekunde könnte auch ein anderer Wert gewählt
werden, der einer kürzeren oder längeren Belichtungszeit entspricht.
Der Arm 87 wird in der einer Belichtungszeit von V25 Sekunde entsprechenden oberen Lage durch
die Aussparung 89 des Verschlußringes 88 gesichert. Bei dieser Stellung des Hebels 86 befindet
sich der Schalter 90 in der in Abb. 5 dargestellten Lage, so daß das Anzeigeinstrument durch den
Widerstand 77 geshuntet ist; weiterhin sind im Meßstromkreis die Widerstände 72, 74 und 76 eingeschaltet.
Dabei ist der den Belichtungszeiten von V25 Sekunde bis ϊ Sekunde entsprechende Teil des
Widerstandes 76 kurzgeschlossen. Wird der Verschluß durch das Rad 48 in die einer
Belichtungszeit von V25 Sekunde entsprechende Lage verstellt, so schlägt der Verschlußring 88 am
Zapfen 91 des Hebels 86 an und kann nur dann weitergedreht werden, wenn der Zeiger 87 niedergedrückt
wird. Dann bewirkt aber der Arm 94 des um den festen Zapfen 93 verdrehbaren Hebels 86,
daß die aus Isolierstoff bestehende und den Schalter 90 betätigende Stange 95 eine Stellung einnimmt,
daß der Schalter 90 in die in Abb. 7 dargestellte Lage kommt.
Dadurch wird der Nebenschluß 77 vom Instrument 68 abgeschaltet, dessen Empfindlichkeit somit
-erhöht wird. Damit die auf diese Weise geänderte Charakteristik von Fotoelement und Anzeigeinstrument
auch weiterhin mit den im Stromkreis liegenden veränderlichen Bauelementen im Einklang
bleibt, werden vom Schalter 90 an Stelle der Widerstände 72 und 74 gleichzeitig die Widerstände 73
und 75 eingeschaltet und die Überbrückung des bisher kurzgeschlossenen, den Belichtungszeiten
von V25 Sekunde bis 1 Sekunde entsprechenden Teiles des Widerstandes 76 aufgehoben.
Wird das Rad 48 jetzt noch weitergedr,eht, so
schlägt der Verschlußring 88 bei Erreichen der der Belichtungszeit von 1 Sekunde entsprechenden Lage
wieder an, diesmal jedoch am Stift 97 des um den Zapfen 92 drehbaren Hebels 96, und kann durch das
Rad 48 erst dann weitergedreht werden, wenn der als Zeiger ausgebildete Arm 98 des Hebels 96 nach
oben gedrückt wird. Jetzt kann das Rad 48 noch bis zu seinem Anschlag gedreht werden, wodurch Belichtungszeiten
von mehr als 1 Sekunde eingestellt werden.
Gleichzeitig wirkt der Arm 99 des Hebels 96 derart auf die aus Isolierstoff bestehende, den
Schalter 100 betätigende Stange 101 ein, daß der
Schalter 100 die im Stromkreis liegenden Widerstände 73, 75 und 76 kurzschließt und somit das
Anzeigeinstrument auf höchste Empfindlichkeit bringt. Diese höchste Empfindlichkeit muß eingeschaltet
werden, wenn das Licht derart schwach ist, daß der Zeiger 69 den Index 85 nicht mehr erreicht.
Die richtige Belichtungszeit wird nun auf folgende Weise eingestellt: Der Knopf 102 wird so
lange gedreht, bis der am Zapfen 103 gelagerte Zeiger 104 mit dem Zeiger 69 des Instrumentes
koinzidiert. Dabei wird die Bewegung des Knopfes 102 über das Zahnrad 105 und das Zahnsegment
106 entsprechend übersetzt auf den Zeiger 104 übertragen.
Diese Einstellung wird vom Zahnrad 107 über nicht näher dargestellte Kupplungsmittel auf
das Triebwerk des Verschlusses übertragen. Vorher wird mit Hilfe des Knopfes 112, der gegen die Wirkung
einer unter ihm liegenden Feder nach innen gedrückt werden kann, die Filmempfindlichkeit eingestellt.
Durch das Hereindrücken des Knopfes 112 wird nämlich die konische Kupplung gelöst und die
Verbindung zwischen dem Zahnrad 107 und dem Zeiger 104 aufgehoben.
Für sehr lange Belichtungszeiten, deren Ver-Schlußeinstellung an normalen Objektiwerschlüssen
mit T bezeichnet ist und bei denen der Verschluß 57 nach einmaligem Niederdrücken des Auslösers 120
offenbleibt und sich erst beim zweiten Drücken des Auslösers wieder schließt, ist der -Zeiger 98 aus
seiner vorherigen Lage nach oben zu drücken und das Rad 48 bis zum Anschlag zu drehen.
Die Zeiger 87 und 98 dürfen nur am Ende der eingestellten Belichtungszeitbereiche verstellt werden,
da sonst die Schalter 90 und 100 unrichtige Stromkreise wirksam machen würden. Die erforderliche
Blockierung der erwähnten Zeiger wird durch die Aussparungen 89 und 121 des Verschlußringes
88 gewährleistet.
Gemäß Abb. 8 erfolgt das öffnen des Sucher-Schachtes
154 durch Druck auf den Knopf 156.
Durch das Hochklappen des Deckels i6o wird gleichzeitig über die Übertragungsglieder 162, 163,
164 und 165 die Sperre 167 für den Deckel 155,Ί68
des Fotoelementes gelöst, der nun gleichzeitig mitgeöffnet wird.
Abb. 9 zeigt eine andere Ausführungsform der Erfindung. Bei dieser ist das Fotoelement 261 um
das Aufnahmeobjekt 262 derart angeordnet, daß es sein Licht von dem als Rotationsfläche ausgebildeten
Spiegel 263 erhält. Der Meridian dieses Spiegels ist derart bemessen und die Anordnung desselben in
der kreisförmigen öffnung 264 ist so getroffen, daß der Spiegel das Licht nur unter dem richtigen Bildwinkel
auf das Fotoelement werfen kann. Sowohl Fotoelement wie auch Spiegel können um das
Objektiv herum nicht nur dieses vollkommen umschließend, sondern auch segmentartig angeordnet
sein.
Das Fenster 265 schützt den Spiegel 263 und das Fotoelement 261 gegen Staub usw. -Dieses Fenster kann als planparalleles, linsenförmiges oder prismatisches Gebilde aus Glas oder einem anderen durchsichtigen Material hergestellt sein. Bei einem Linsenring mit entsprechend gewähltem Profil
Das Fenster 265 schützt den Spiegel 263 und das Fotoelement 261 gegen Staub usw. -Dieses Fenster kann als planparalleles, linsenförmiges oder prismatisches Gebilde aus Glas oder einem anderen durchsichtigen Material hergestellt sein. Bei einem Linsenring mit entsprechend gewähltem Profil
ag könnte der Spiegel 263 dementsprechend ausgebildet werden und daher auch eine ebene oder
kegelige Fläche aufweisen.
Der Deckring 266, in dessen Kulissen 267 der Stift 268 eingepaßt ist, wird durch den Fortsatz 269
um das Objektiv 262 verdreht; durch die Kulisse 267 führt der Deckring 266 auch zugleich eine Bewegung
in Richtung der Objektivachse aus. Während dieser Bewegung läßt derselbe einen größeren
oder kleineren Teil des vom Spiegel 263 kommenden Lichtes auf das Fotoelement 261 gelangen. Der
Fortsatz 269 wird durch den Stift 270 bewegt, der am Verschlußring 271 befestigt ist. (Der Stift 270
könnte statt dessen auch am Blendenring befestigt sein.) Dadurch kann durch Einstellen der Belichtungszeit
bzw. der Blende gleichzeitig auch der Strom des Fotoelementes beeinflußt werden.
Der Stift 268 ist entweder ortsfest oder, wie der Abb. 11 entnommen werden kann, am Ring 272 befestigt,
der durch den Einstellgriff 273 gemäß einem anderen Regelelement entlang einer Skala bewegt
wird. Dadurch wird der Einfluß des Deckringes 266 auf den Strom des Fotoelementes 261 auch für
dieses zweite Regelelement, beispielsweise die Filmempfindlichkeit, gesichert.
Damit das Fotoelement 261 im Ruhezustand nicht belichtet wird, verschließt ein zweiter Deckring 274 dieses so lange, wie der Lichtschacht 275
geschlossen ist.
Abb. 10 zeigt, daß beim Drücken des Knopfes'276
der am Ende der Feder 277 befestigte Haken 278 den Deckel 275 des Lichtschachtes losläßt und auf
diese Weise die Feder 279 durch den um einen am Gestell der Kamera befestigten Zapfen 281 verdrehbaren
Hebelarm 280 den Deckring 274 aus seiner Ruhelage vor dem Fotoelement entfernt, so daß die
Kamera meß- und aufnahmebereit ist. Wird die Kamera nach der Aufnahme zusammengelegt, so
dreht der am Lichtschachtdeckel 275 befestigte Fortsatz 282 den Hebel 280 gegen die Feder 279
zurück, so daß der Deckring 274 die einfallenden Lichtstrahlen vom Fotoelement 261 fernhält.
Bei dieser Anordnung wird das Instrument 283 zweckmäßig in dem über dem Sucherobjektiv 284
befindlichen Raum im Innern der Kamera angeordnet. Der Zeiger 285 des Instrumentes kann
dabei entweder auf der Mattscheibe 286 beobachtet werden oder aber so angeordnet sein, daß er am
oberen Teil der Kamera durch ein außerhalb des Lichtschachtes liegendes Fenster sichtbar ist.
In den Abb. 12 und 13 ist eine weitere Ausführungsform
der Erfindung dargestellt, die sich von der vorhergehenden dadurch unterscheidet, daß das
Fotoelement 261' und die Bildwinkelbegrenzung 263' jetzt um das Sucherobjektiv 284 herum angeordnet
sind. Auf Grund dieser neuen Anordnung des Fotoelementes wird die Bewegung des Verschlußringes
271'des um das Aufnahmeobjektiv 262 angeordneten Verschlusses 288 durch den verzahnten
Teil 292 des Verscfahißringes 271' auf den
verzahnten Teil 293 des Deckringes 266' übertragen. Statt der Bewegung des Verschlußringes könnte
auch die Bewegung der Blende auf den Deckring 266' übertragen werden, der auf diese Weise stets
eine der jeweiligen Stellung des Verschlusses bzw. der Blende entsprechenden Lichtmenge auf das
Fotoelement 261' gelangen läßt.
Dabei ist es vorteilhaft, das Anzeigeinstrument 283' im hohlen Teil unter dem Spiegel anzuordnen.
Der Zeiger 285' ist entweder auf der Mattscheibe 286 sichtbar oder in einem Fenster, das außerhalb
des Suchers angeordnet ist.
Die ein Belichten des Fotoelementes nur bei offenem Lichtschacht zulassende Vorrichtung kann
ähnlich der sein, die in Abb. 10 dargestellt ist, nur mit dem Unterschied, daß die Abmessungen des
Hebels 280' geringer und die Anordnungen des Zapfens 281' und die Abmessungen des Deckringes
274' verschieden .sind und daß schließlich auch die Feder 279' andersartig ausgebildet sein kann.
Bei der in den Abb. 14 bis 16 dargestellten einäugigen
Spiegelreflexkamera erzeugt das Objekt 295 über die hinter ihm liegende Streulinse 296
oder über ein Streulinsensystem mittels des rechtwinkligen Spiegels 297 auf der Mattscheibe 298 ein
seitenrichtiges Bild. Die Streulinse 296 muß vor dem Spiegel angeordnet sein, um auf der Mattscheibe
ein größeres Bild zu erhalten, als der Bildgröße der Aufnahme entspricht. Während der Benutzung
des Suchers erhält der Film 299 kein Licht, da er durch den Schlitzverschluß 300 lichtdicht abgeschlossen
ist.
Die richtige Einstellung der Belichtung erfolgt durch den mit Verschluß und Blende gekuppelten
Belichtungsmesser, dessen Fotoelement 301 durch das rohrartige Fenster 302 und über die Linse 303
unter dem richtigen Bildwinkel ausgeleuchtet wird. Der Magnet 305 des Anzeigeinstrumentes 304 ist
um das Fotoelement 301 herum angeordnet. Der Zeiger 306 ist entweder durch die Mattscheibe 298
hindurch sichtbar oder aber durch ein außerhalb des **5
Lichtschachtes angeordnetes Fenster.
Damit durch das Fenster 302 nur das Fotoelement, nicht jedoch die Mattscheibe beleuchtet
wird, ist ein Deckel 309 vorgesehen, der das Objektiv gegen Gegenlicht schützt und in der gestrichelt
gezeichneten Stellung als Schutzkappe dient.
Bei der in den Abb. 14 bis 16 dargestellten Ausführungsform
können im Fenster 302 waagerechte Platten 201 bzw. ein aus solchen Platten bestehendes
Gitter vorgesehen sein. Da die Platten dieses Gitters mit ihren Kanten gegen das Fotoelement
gerichtet sind, wird durch sie von dem von vorn auf das Fotoelement einfallenden Licht beinahe
nichts zurückgehalten, sie verhindern hingegen, daß
die von vorn, jedoch schräg von unten, oder die von oben kommenden Lichtstrahlen auf die Mattscheibe
oder den Spiegel fallen und dadurch die Intensität und die klare Sichtbarkeit des auf der Mattscheibe
erscheinenden Bildes nachteilig beeinflussen. Bei Verwendung derartiger Platten .kann die Fassung
des Fensters 302 kürzer sein, und der Deckel 309 kann sich erübrigen. Die öffnung des Fensters 302
kann eine beliebige Form aufweisen. Der Deckel 309 erübrigt sich bei der Verwendung der Platten 201
as um so mehr, da das Fotoelement bei einer entsprechenden
Anordnung im Außergebrauchszusiand, also in der angehobenen Lage des Spiegels 297 und
der mit demselben verbundenen Teile, gegen jegliches Licht geschützt ist.
Die in Abb. 17 dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich von der vorhergehenden dadurch,
daß das Fotoelement 301'nicht an der rückwärtigen Innenwand der Kamera angebracht ist, sondern am
rückwärtigen Teil der öffnung 302 bzw. an dem die
Fortsetzung derselben bildenden Magneten 305 des Anzeigeinstrumentes. Das Fotoelement 301 wird
bei geöffnetem Deckel 319 von diesem gegen von
oben einfallendes Licht geschützt. Der Lichtschacht 307 und der Deckel 319 werden durch Druck auf
den Knopf 314 gleichzeitig geöffnet. Der Deckel 319
„kann auch angebaute Seitenwände aufweisen, die auch Seitenlicht vom Fotoelement 301 fernhalten
und die beim Schließen des Deckels in Randöffnungen des Fensters 302 eindringen.
Abb. 18 zeigt die gleiche Ausführungsform, jedoch mit dem Unterschied, daß vor dem Fotoelement
301" eine Sammellinse 320 zur richtigen Bildwinkelbegrenzung angebracht ist. Das Fotoelement
selbst befindet sich im Brennpunkt der Linse;.es könnte aber auch innerhalb oder außerhalb
der Brennweite angeordnet sein. Die Größe des Fotoelementes wird durch die Brennweite und die
Konstruktion der Linse bestimmt, wobei auch ein Fotoelement verwendet werden kann, das eine
geringere Oberfläche als die Linse, besitzt. Ein kleineres Fotoelement weist außer dem geringen
Raumbedarf noch den Vorteil auf, daß zwischen ihm und der Linse noch Vorrichtungen angebracht
werden können, die entweder mit dem Verschluß oder der Blende gekuppelt sind und die die auf das
Fotoelement fallende Lichtmenge regeln, andererseits auch das Fotoelement bei Nichtgebrauch der
Kamera vor unnötigem Lichteinfall schützen. Im vorliegenden Äusführungsbeispiel wird das durch
die Blende 321 erreicht. Dabei können das Fotoelement und die Linse eine ovale oder längliche
Form aufweisen.
Die Abb. 19 und 20 zeigen eine Spiegelreflexkamera, bei welcher der zum Abdecken des Fotoelementes
375 dienende Deckel 376 zugleich auch das im Meßstromkreis liegende Anzeigeinstrument
377 enthält. Am Deckel 376 sind durch das Fenster
378 hindurch der Zeiger 379 und auch der feste Index38o sichtbar. An Stelle des Index könnte
auch eine Skala vorhanden sein.
Die Abb. 21 und 22 veranschaulichen eine weitere
Variante, bei der das Anzeigeinstrument 377' im Deckel 382 des Lichtschachtes 381 angeordnet ist,
und zwar derart, daß der Zeiger 379' durch das Fenster 383 sichtbar ist. Durch das gleiche Fenster
ist auch ein fester Index 380' oder eine Skala sichtbar. Im dargestellten Beispiel befindet sich das
Anzeigeinstrument an der Vorderseite des Lichtschachtes; es könnte aber auch ebensogut an der
Rückseite desselben angebracht sein.
Die Abb. 23 und 24 zeigen Ausführungsformen einer in den Abb. 14 bis 16 dargestellten Vorrichtung.
Bei dieser schon behandelten Kamera wird das während der Belichtung von außen auf den
Spiegel 297 bzw. auf die Mattscheibe fallende go störende Nebenlicht durch die Platten 201 und den
im geöffneten Zustand waagerecht liegenden Deckel 309 aufgefangen.
Die Kanten der Platten 201 halten jedoch eine gewisse Lichtmenge von dem Fotoelement 301 zurück,
während der Deckel 309 die Abmessungen der Kamera vergrößert. Deshalb ist es zweckmäßig, die
Platten 201 bzw. den Deckel 309 durch eine Einrichtung zum Fernhalten des schädlichen Lichtes
vom Spiegel 297 bzw. der Mattscheibe zu ersetzen, die die von vorn einfallenden Lichtstrahlen vollständig
auf das Fotoelement gelangen läßt und dadurch die Anwendung der Platten 201 und der
Schutzplatte 309 unnötig macht.
Bei dieser Einrichtung wird in der Richtung der von der Linse 296 auf die Spiegel 297 und von dort
auf die Mattscheibe 298 geworfenen Lichtstrahlen eine Reihe senkrecht stehender, zur Ebene des Fotoelementes
301 etwa parallel liegender Platten 391 bzw. 393 vorgesehen. Die Platten sollen mit den
vom Spiegel auf die Mattscheibe geworfenen Lichtstrahlen möglichst parallel verlaufen. Da die auf
die Mattscheibe fallenden Strahlen nicht parallel sind,, sondern divergieren, d. h. der Einfallswinkel
der gegen den Rand der Mattscheibe fallenden Strahlen größer als der der anderen ist, müssen die
Platten 391 bzw. 393 nicht zueinander, sondern zu der Richtung der Strahlen parallel angeordnet werden.
Diese Platten liegen demnach untereinander nicht parallel und sind ferner auch nicht ganz ebenflächig,
da die Strahlen in einem kegelförmigen Bündel auf die Mattscheibe fallen.
Die Platten 391 werden für den unteren Teil des auf das Fotoelement fallenden Strahlenbündels ausgebildet,
während die Platten 393 über dem auf das Fotoelement von vorn einfallenden Lichtstrahlen-
bündel senkrecht unter der Mattscheibe angebracht werden. Es ist zweckmäßig, diese Platten von der
Mattscheibe in einem gewissen Abstand anzuordnen, da die allzu nahe Anordnung derselben zur
Mattscheibe eventuell auf das Betrachten des Bildes störend wirkt. Um Lichtverluste zu vermeiden, ist
die Verwendung von sehr dünnen, in ein das Licht brechende Mittel 392 und 394 eingebetteten Farbfiltern
zwackmäßig. Bei der Verwendung derartiger Filter können dieselben sehr dicht zueinander angeordnet
werden, so daß die Breite der Platten und gleichzeitig die Stärke des verwendeten, das Licht
brechenden Mittels sehr gering, z. B. 1 bis 2 mm, sein können. Die durch diese Einrichtung verursachten
Lichtverkiste sind gänzlich belanglos.
Die in der Abb. 24 dargestellte Vorrichtung veranschaulicht eine Ausführungsform der Vorrichtung
gemäß Abb. 23, bei der die vom Spiegel 297 auf die Mattscheibe 298 fallenden Lichtstrahlen zwischen
den unterhalb des Fotoelementes 301'" angeordneten Platten 395 gehen. Die Platten 395 können in ein
das Licht brechendes Mittel 396 gebettet sein.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE:I. Belichitungsregler für fotografische Kameras, insbesondere Spiegelreflexkameras, bei dem die Meß- und Regelvorrichtung bei verschiedenen Lichtmengen stufenweise in Richtung der längeren Belichtungszeiten automatisch arretiert wird und erst nach Lösen der Arretiervorrichtung auf die jeweils längere Belichtungszeit eingestellt werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß entsprechend den einzelnen Zonen der Belichtungszeiten durch das Betätigen der an den Zonengrenzen vorgesehenen Arretier- bzw. Auslösevorrichtungen der Regler selbsttätig mit Zusatzvorrichtungen gekuppelt wird, durch die beim Zonenübergang Widerstände im Meßkreis derart aus- oder eingeschaltet werden, daß die geänderte Charakteristik von Fotoelement und Anzeigeinstrument auch in der anderen Zone mit den veränderlichen Widerständen oder sonstigen variablen Organen im Einklang stellt.
- 2. Belichtungisregler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigevorrichtung des Meßinstrumentes von oben ablesbar neben der Verschluß- und Blendeneinstellung angebracht ist.
- 3. Belichtungsregler nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigevorrichtung des Meßinstrumentes im Sucher, jedoch außerhalb der Mattscheibe, angebracht ist.
- 4. Belichtungsregler nach Anspruch 1 bis 3> dadurch gekennzeichnet, daß das ringförmig auf den Objektivtubus aufgeschobene Fotoelement (261) sein Licht von einem als Rotationsfläche ausgebildeten Spiegel (263) erhält, wobei letzterer zugleich als Bildwinkelbegrenzung dient.
- 5. Belichtungsregler nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der das Licht zum Fotoelement reflektierende Spiegel von einem axial verschiebbaren Kulissenring (266) umgeben ist, der beispielsweise mit dem Blendenring gekuppelt ist, um die auf das Fotoelement fallende Lichtmenge entsprechend regeln zu können.In Betracht gezogene Druckschrif ten:
Deutsche Patentschrift Nr. 640 188.Entgegengehaltene ältere Rechte:
Patent Nr. 746 436.Hierzu 5 Blatt Zeichnungen© 509597/226 11.55 (609 835 3. 57)
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER4412D DE959966C (de) | 1939-07-21 | 1939-07-21 | Fotoelektrischer Belichtungsregler |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DER4412D DE959966C (de) | 1939-07-21 | 1939-07-21 | Fotoelektrischer Belichtungsregler |
Publications (1)
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|---|---|
| DE959966C true DE959966C (de) | 1957-03-14 |
Family
ID=7396597
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER4412D Expired DE959966C (de) | 1939-07-21 | 1939-07-21 | Fotoelektrischer Belichtungsregler |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE959966C (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE640188C (de) * | 1934-03-13 | 1936-12-24 | Kodak Akt Ges | Photographische oder kinematographische Kamera mit Blendenregler |
| DE746436C (de) * | 1938-07-15 | 1944-08-05 | Zeiss Ikon Ag | Photographische oder kinematographische Kamera mit gekuppeltem photoelektrischem Belichtungsmesser |
-
1939
- 1939-07-21 DE DER4412D patent/DE959966C/de not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE640188C (de) * | 1934-03-13 | 1936-12-24 | Kodak Akt Ges | Photographische oder kinematographische Kamera mit Blendenregler |
| DE746436C (de) * | 1938-07-15 | 1944-08-05 | Zeiss Ikon Ag | Photographische oder kinematographische Kamera mit gekuppeltem photoelektrischem Belichtungsmesser |
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