AT223931B - Optische Vorrichtung an photographischen oder kinematographischen Kameras zum Sichtbarmachen mindestens eines Einstellwertes - Google Patents

Optische Vorrichtung an photographischen oder kinematographischen Kameras zum Sichtbarmachen mindestens eines Einstellwertes

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AT223931B
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Leitz Ernst Gmbh
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Description


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  Optische Vorrichtung an photographischen oder kinematographischen
Kameras zum Sichtbarmachen mindestens eines Einstellwerte 
Die Erfindung betrifft optische Vorrichtungen an photographischen oder kinematographischen Kame- ras zum Sichtbarmachen mindestens eines   Einstellwertes - wie   der Entfernung, Belichtungszeit oder/und
Blendenöffnung od. dgL-in einem Kamerafenster, wie z. B. im Sucher. 



   Derartige Vorrichtungen werden beispielsweise zur gleichzeitigen Sichtbarmachung der Blenden- und
Zeitwerte einer photo graphischen oder kinematographischen Kamera in einem gehäusefesten Gesichtsfeld gebraucht-insbesondere in einem Gesichtsfeld des Suchers. 



   Es sind bereits Kameras bekannt, bei denen die Einstellung der Blende des Kameraobjektives zusam- men mit andern Einstellern in einem gemeinsamen Beobachtungsfenster oder im Sucher sichtbar gemacht werden ; hiezu ist der Blendeneinsteller mit einem ausserhalb des Objektives angebrachten Anzeiger ver- sehen, dessen Einstellung durch entsprechend angeordnete zusätzliche optische Hilfsmittel mit von derjenigen   des Aufnahmeobjektives unabhängiger Strahlenführung   im gemeinsamen Beobachtungsfenster oder
Sucher sichtbar gemacht wird ; bei diesen bekannten Vorrichtungen besteht auch bereits eine sogenannte optische Kupplung zwischen den im Fenster sichtbaren Einstellwerten. 



   Mit der Erfindung wird nun zur Sichtbarmachung solcher Einstellwerte ein anderer Weg vorgeschlagen, der im wesentlichen darauf beruht, dass der Anzeiger im Strahlengang sowie die zusätzlichen optischen Hilfsmittel in den bildseitigen Strahlengang des Kameraobjektives verlegt sind. 



   Nach der Erfindung wird dies bei optischen Vorrichtungen der eingangs beschriebenen Art an photographischen oder kinematographischen Kameras dadurch verwirklicht, dass im Strahlengang des Kameraobjektives in oder nahe seiner Blendenebene ein Anzeiger angeordnet und mit dem Einsteller des betreffenden Kennwertes getrieblich verbunden ist und dass im bildseitigen Strahlengang des Kameraobjektives eine-gegebenenfalls in denselben   einschalt- oder ausschaltbare - Hilfsoptik   angeordnet ist, welche den Anzeiger in das Kamerafenster abbildet ; hiedurch kann beispielsweise Einstellung und damit Grösse der Objektivblende sichtbar gemacht werden. 



   Dieser Anzeiger kann nun erfindungsgemäss auch vor dem Kameraobjektiv   angeordnet - vorzugswei-   se auf dessen Fassung   aufsteckbar-sein ; bei   einer andern   Ausftihrungsform   ist der Anzeiger hinter dem   Kameraobjektiv - vorzugsweise geh usefest - angeordnet : der   Anzeiger muss natürlich in jedem Falle so nahe   der Blendenebene des Kameraobjtktives   oder einer dieser konjugierten Ebene sein, dass die Abbildung nicht gestört wird. 



   Der Anzeiger selbst kann nun entweder als im Strahlengang des Objektives diametral angeordneter Kennfaden ausgebildet sein oder aber als glasklare Strichplatte mit einer entsprechenden diametralen Strichmarke bzw. mit einer an ihrem Umfang angeordneten - allenfalls bezifferten - Skala. 



   Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemässen Vorrichtung kann nun der Anzeiger jeweils entweder mit derEinstellfassung des Kameraobjektives oder auch mit dessen Irisblende gekuppelt sein, bei direkter Kupplung des Anzeigers mit der Irisblende eines optischen Systems kann ohne weiteres die Einstellung derselben unmittelbar sichtbar gemacht werden. 



   Mit einer im wesentlichen gleichartigen Anordnung kann aber auch beispielsweise bei Polarisationseinrichtungen die gegenseitige Stellung der Glieder im optischen System kenntlich gemacht werden, wobei sowohl dem Analysator als auch dem Polarisator je ein solcher Kennfaden zugeordnet und deren 

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   Winkelstellung durch die zusätzlichen optischen Mittel kontrollierbar ist. 



  Für photographische Zwecke kann auf diese Weise sehr einfach die Stellung des Polarisationsfilters vor einem Objketiv im Gesichtsfeld des Suchers der Kamera sichtbar gemacht werden. 



  Diese Art der Anzeige ist gleichermassen auch zur Anzeige bzw. Sichtbarmachung anderer Einstell- ) grossen anwendbar-wie z. B. bei photographischen Kameras zur Kenntlichmachung der Belichtungszeiteinstellung oder im Falle eines eingebauten Belichtungsreglers zur Kenntlichmachung der Lichtwerteinstellung. Zu diesem Zwecke kann der Anzeiger sinngemäss mit dem Belichtungszeiteinsteller bzw. mit dem Lichtwerteinsteller gekuppelt sein ; diese Anzeiger können nun sowohl für den Blenden- als auch für den Zeitwert je für sich vorhanden sein-es kann aber auch ein einziger Anzeiger für den Lichtwert vorgesehen sein, dessen Aufteilung auf Blenden- und Zeitwert ausserhalb des Strahlenganges durch dafür bekannte mechanische Mittel-wie z. B. durch ein Differentialgetriebe - vorgenommen wird. 



  Bei Kameras mit eingebautem Belichtungsregler, mit einem photoelektrischen Lichtwertmessgerät zur halbautomatischen Einstellung von Blende-und Belichtungszeit, sind nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung die Anzeiger für Blende und Lichtwert in einem gemeinsamen Gesichtsfeld - z. B. dem Kamerasucher - sichtbar und miteinander nach dem Nachstellzeigerprinzip optisch gekuppelt. 



  Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung dieser letzten Ausführungsform ist der Anzeiger-des Lichtwertes oder derjenige der Zeiteinstellung als Gitterplatte ausgebildet, deren Gitterlinien gegenüber einer gedachten mittleren Zeigerstellung des Lichtwertmessgerätes einevon Lichtwert zu Lichtwert bzw. von Zeitwert zu Zeitwert zunehmende Neigung aufweisen, wobei die Messeinstellung durch Herbeiführen von Paralleltät zwischen Anzeiger und einer der Gitterlinien der Gitterplatte erfolgt. 



  Die Berücksichtigung einer weiterenEinstellgrösse kann nun nach einem andern Merkmal der Erfindung durch Verdrehung des Messwerkes des Lichtwertmessgerätes erfolgen, die durch Getriebe mit den Einstellern der Kamera für diese Grösse verbunden ist ; oder aber hiezu ist im Strahlengang der einen Anzeiger abbildenden optischen Elemente ein drehbares Dove- bzw. Abbe-Prisma vorgesehen, dessen Drehung mit den Einstellern der Kamera für diese Grösse durch Getriebe verbunden ist. 



  In der Zeichnung ist die erfindungsgemässe optische Vorrichtung zum Sichtbarmachen von Einstellwerten in mehreren Ausführungsbeispielen dargestellt ; es zeigen : Fig. 1 das Schema einer photographischen Kamera mit auswechselbarem Objektiv, dessen Blende mit einem im Strahlengang angeordneten Anzeiger versehen ist, der über zusätzliche optische Glieder in den Strahlengang des Kamerasuchers sichtbar gemacht ist ; Fig. 2 in seiner oberen Hälfte (Fig. 2a) das Gesichts- feld bei Ausführung des Anzeigers in Form einer diametral im Strahlengang angeordneten Strichmarke und in seiner unteren Hälfte (Fig. 2b) das Gesichtsfeld bei Ausbildung des Anzeigers in Form einer mit Blendenwerten versehenen Strichplatte, ablesbar an einer ortsfesten Marke ;

   Fig. 3 und 4 die Anwendung der Erfindung auf einen halbautomatischen Belichtungsregler nach dem Nachstellzeigerprinzip, wobei der Instrumentenzeiger mit einem den Lichtwert charakterisierenden Strichgitter versehen ist und die Berücksichtigung des Zeitwerte durch Verdrehen des Messinstruments mit dem Lichtwertgitter um die optische Achse des den Blendenwert anzeigenden Gesichtsfeldes in Abhängigkeit von der Betätigung der Kamerazeitsteller erfolgt ;

   Fig. 5 - 7 die Anwendung der Erfindung auf einen halbautomatischen Belichtungsregler, bei dem die Lichtwertanzeige wieder durch eine mit dem Instrumentenzeiger verbundene Gitterplatte erfolgt, die Berücksichtigung des Zeitwertes dagegen auf optischem Wege durchDrehverstellung eines im Strahlengang der Gitterbeobachtung angeordnetes Prisma nach Dove oder Abbe erfolgt, deren Verstellung in Abhängigkeit von der Einstellung der Kamerazeitsteller erfolgt ; Fig. 8 die Anwendung der Erfindung auf einen halbautomatischen Belichtungsregler, bei dem die Lichtwertanzeige durch ein Instrument erfolgt, dessen Instrumentencharakteristik linearisiert ist ; und schliesslich Fig. 9 zwei Ausfuhr ! 1ngsbeispiele des Gesichtsfeldes, wenn das in der Darstellung gemäss Fig. 7 erläuterte Messwerk mit linearer Charakteristik verwendet wird. 



  Gemäss Fig. 1 ist das mit einem Gehäuse 1 auswechselbar verbundene Objektiv 2 einer photographischen Kamera mit einem mit Einsteller 3 fest verbundenen Anzeiger 4 versehen ; dieser Anzeiger 4 kann entweder in Form eines diametral im Strahlengang angeordneten Fadens oder in Form einer mit dem Einsteller 3 drehbaien Strichplatte ausgebildet sein ; in dembildseitigenStiahlengang des Objektives ist an geeigneter Stelle ein gegebenenfalls in Abhängigkeit von der Verschlussauslösung aus dem Strahlengang ausschwenkbarer Umlenkspiegel 5 vorgesehen, der über eine Hilfsoptik 6 und einen optischen Strahlenteiler 7 die Stellung des Anzeigers 4 im Strahlengang des Bildsuchers 8 der Kamera sichtbar macht.

   Die Hilfsoptik 6-gegebenenfalls in Verbindung mit einem zusätzlichen Glaskörper 6a-ist so gewählt, dass ein Bild des Anzeigers 4 in oder in der Nähe der an dem Glaskörper 6a befindlichen Gesichtsfeldblende -9 entsteht, das über den optischen Strahlenteiler 7 mittels des Sucherokulares im Suchergesichtsfeld be-   

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 EMI3.1 
 

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Lage des Bildes   4'des   Anzeigers 4 im Gesichtsfeld der Beobachtungseinrichtung - z.

   B. die senkrechte
Lage - zugeordnet ist, zum Zwecke einer sinnfälligen Handhabung der Kamera ist es dann erforderlich,   i dass   bei einem mittleren Zeigerausschlag und der mittleren der einstellbaren Belichtungsstufen die Git- terlinien im Gesichtsfeld parallel zum Blendenanzeiger 4-d. h. also auch senkrecht-verlaufen, wie in Fig. 4 dargestellt ; um eine gleichmässige Verteilung der Gitterlinien auf dem   Segment'mter   Vermei- dung von Linienkreuzungen zu erzielen, sollen diejenigen Linien, die in der Mitte des Segmentes ver- laufen und daher bei einem mittleren Instrumentenausschlag im Gesichtsfeld erscheinen, die Richtung eines gedachten Zeigers in Mittelstellung haben.

   Alle Lichtwertstufen erhalten dann Gitterlinien zuge- ordnet, die jeweils um einen bestimmten Winkel gegenüber dieser Mittellinie 25 geneigt sind, u. zw. entspricht die Grösse dieses Neigungswinkels dem Stellwinkel eines   Blenden- oder Zeitintervallesjwird,   wie im Beispiel, von der Mittelstellung des Instrumentes ausgegangen, wobei die dieser Stellung zuge- ordnete Gitterlinie praktisch die Richtung eines gedachten Zeigers in der mittleren Ausschlagstellung an- gibt, dann weichen die links davon befindlichen Gitterlinien je Lichtwertintervall um den Blenden-oder   Zeitstellwinkel ct,   nach rechts geneigt, von einer durch das Lichtwertintervall gedachten Zeigerlinie 26   ab ;

     die rechts von der Mittellinie 25 angeordneten Gitterlinien haben dagegen eine entsprechende Links- neigung um ganzzahlige Vielfache von   oje     Lichtwertinterval1j   es ergibt sich hiedurch für die Instrumen- tenausschläge eine Gitterlinienschar, deren Einzellinien sich auf dem Segment nicht überschneiden ; wür- de man-was an sich ebenfalls möglich ist-den Anfang oder das Ende der Gitterlinienschar als Ausgangs- punkt mit einer besonders sinnfälligen Richtung der Gitterlinie beginnen, dann wurden sich für die gröss- ten Ausschläge so starke Neigungen der Gitterlinien ergeben, dass diese sich in einem grossen Ausschlag- bereich überschneiden ;

   die Zwischenräume zwischen den den einzelnen Lichtwerten entsprechenden Git- terlinien können durch weitere Hilfslinien von sinngemäss gleicher Neigung unterteilt sein, um die Ein- stellung von Zwischenwerten zu erleichtern. 



   Die Ablesung bzw. Sichtbarmachung der Stellung des vorbeschriebenen Liniengitters erfolgt eben- falls mittels des Sucherokulares über die optischen Spiegelelement 13,   13'und   13", u. zw. zusammen mit der Beobachtung des Anzeigers 4 für die Blendeneinstellung ; bei einer gegebenen Blendeneinstellung und einer vorhandenen Helligkeit ist dann im Suchergesichtsfeld eine Linienschar der Gitterplatte 14 sichtbar, die mehr oder weniger stark geneigt von dem die Blendenstellung charakterisierenden Bild   4'des  
Anzeigers 4 geschnitten ist ;

   da jedoch das gesamte Messinstrument 16 in jeder Ausschlagstellung der Git- terplatte 14 um die optische Achse der Zwischenabbildungsebene der Beobachtungseinrichtung gedreht werden kann und diese Drehung mit dem Zeiteinstellknopf 21 der Kamera gekuppelt ist, kann durch ent- sprechende Verstellung des Zeiteinstellknopfes 21 die Gitterplatte 14 so weit gedreht werden, dass die im Gesichtsfeld der Beobachtungseinrichtung erscheinenden Strichlinien parallel zu dem Bild   4'des   die
Blendenstellung charakterisierenden Anzeigers 4 zu liegen kommt ;

   berücksichtigt man, dass der Zeitein- stellknopf 21 der Kamera mit der Drehung des Messwerkes 16 so gekoppelt ist, dass bei Einstellung längerer
Zeiten sich die im Gesichtsfeld zu beobachtende Linienschar der Gitterplatte 14 nach rechts dreht, wäh- rend sie sich bei Einstellung kürzerer Zeiten nach links dreht und das Bild   4'des   die Blendenstellung charakterisierenden Anzeigers 4 sich nach rechts dreht, je kleiner die zugeordnete Blendenöffnung und sich nach links dreht, je grösser die zugeordnete Blendenöffnung ist, so lässt sich bei entsprechender Justierung erreichen, dass nach herbeigeführter Parallelstellung des der Blende zugeordneten Anzeigerbildes 4' und der dem Lichtwert zugeordneten Gitterlinienschar auch immer eine richtige Kombination von Blen- den-und Verschlusszeitwerten gegeben ist. 



   Bei demAusführungsbeispiel gemäss Fig. 5 ist anstelle derDrehverstellbarkeit desDrehspulinstrumentes 16 zur Berücksichtigung der Zeitwerte eine optische Nachführung des Gitterplattenausschlages des ortsfesten Messinstrumentes 16 auf das Bild   4'des   den Blendenwert charakterisierenden Anzeigers 4 vorgesehen ; dabei ist diese   optische Nachführung   ihrerseits mit den Zeitstellmitteln der Kamera getrieblich verbunden ; gemäss Fig. 5 wird der Anzeiger 4 über den aus dem Strahlengang in Abhängigkeit von der Verschlussbetätigung ausschwenkbaren   Hilfsspiegell1. die   Umkehrprismen 30,31 und das zwischen ihnen angeordnete Objektiv 32 in einer Zwischenabbildungsebene 33a abgebildet und dort mittels des Sucherokulares in der schon vorher geschilderten Weise betrachtet.

   Das Drehspulinstrument 16 des Belichtungsmessers ist ortsfest angeordnet ; sein Zeiger 15 ist wieder mit einer Gitterplatte 14 versehen, die durch ein   Bele, uchtungsfenster   34 beleuchtet wird und über ein Umlenkprisma 35, ein Prisma 36 nach Dove   oder Abbe   und das Objektiv 37 in Zwischenabbildungsebene 33b abgebildet. Diese beiden Zwischenabbildungsebenen 33a, 33b werden über einen   Ringsspiegel   38 mit zentraler Durchlassöffnung 38a zu einem Gesichtsfeld 

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 mit konzentrisch zueinander   angeordneten Gesichtsfeldteilen kombiniert   und in dieser Form in das Sucher- gesichtsfeld eingespiegelt (Fig. 6). 



   Das Dove-Prisma 36 ist über die Zahnräder 40, 41,42, 43 getrieblich verbunden mit einem Zahn- rad 44, das seinerseits aber eine Friktionskupplung 45 mit   demZeitstellknopf46   der Kamera in Verbindung steht; der Zeitstellknopf 46 ist zur Berücksichtigung von Aufnahmekonstanten - wie Filmempfindlichkeit,
Filterfaktoren od. dgL-gegenüber dem Zahnrad 44 relativ verstellbar ; koaxial mit dem Zeitstellknopf ist der   Verschlussauslöser   47 angeordnet, dessen Schubstange 47a über ein Hebelgetriebe 48,49 mit dem
Träger 50 des Hilfsspiegels 11 derart verbunden   ist, dass   bei Betätigung des   Verschlussauslösers47   der Hilfs- spiegel aus dem Strahlengang des Objektives geschwenkt wird ;

   durch Einstellbetätigung des Zeitstell- ) knopfes wird liber die Getriebemittel 40-45 dem Prisma 36 eine Drehbewegung um seine Hauptachse er- teilt, die zufolge der Anordnung des Prismas im Strahlengang der Gitterplattenbeobachtung eine Drehung des Gitterbildes in seiner Ausschlagstellung bewirkt ; zur Einstellung der richtigen Belichtung wird bei ge- gebener Blendeneinstellung, charakterisiert durch die Lage des Bildes   4'des   Anzeigers 4 im Gesichtsfeld der Beobachtungseinrichtung das Bild der mit dem Drehspulinstrument verbundenen Gitterplatte 14 so weit i verdreht, bis die Gitterlinien des Strichgitters 14 in der gleichen Richtung verlaufen wie das Bild 4'des
Anzeigers 4 (Fig. 6). 



   Bei dieser Ausführungsform besteht in einfacher Weise die Möglichkeit, die Verschlusszeiten in ihrem numerischen Wert ebenfalls in dem Gitter- bzw. Strichmarkengesichtsfeld sichtbar zu machen ; dies wird beispielsweise erreicht durch Einstellung einer mit   entsprechendenverschlusszeiten markiertenstrichplatte   ) 51, die in oder in der Nähe der Zwischenabbildungsebene 33a angeordnet ist.

   Die Einstellung dieser Ver- schlusszeitenplatte 51 erfolgt über eine mit dem Zeitstellknopf verbundene Kurvenscheibe 52, die bei
Drehverstellung des Zeitstellknopfes über einen Abtasthebel 53 und eine Schubstange 54 die Verschiebung der Zeitwertplatte 51 bewirkt ; in gleicher Weise besteht die   Möglichkeit,   die numerischen Werte oder mindestens die einzelnen Blendenstufen dadurch im Gesichtsfeld der Suchereinrichtung sichtbar zu machen, indem entsprechende Blendenwertmarken in einer der Zwischenabbildungsebenen angebracht werden, u. zw. vorzugsweise entlang der Trennkante zwischen kreisförmigem Gesichtsfeld für den An- zeiger 4 der Blendenstellung und dem umgebenden ringförmigen Gesichtsfeld für die Gitterplatte 14. 



   Da bei dieser Ausführungsform durch die optische Drehung des Gitterplattenbildes die Möglichkeit besteht, in zwei um 1800 zueinander versetzten Drehstellungen des Prismas einen Gleichlauf zwischen 
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 der Gitterplatte 14 vorgesehen, um die Stellung der Gitterplatte 14 zu charakterisieren ; gemäss Fig. 4 ist zu diesem Zweck die Gitterplatte 14 an ihrem unteren Rande mit einem konzentrisch verlaufenden Kontraststreifen 14a versehen, der bei richtiger Gebrauchsstellung des Dove-Prismas 36   als Kontrastfeld   14a'in einer bestimmten Lage gegenüber dem Bild 4'des den Blendenwert kennzeichnenden Anzeigers 4 erscheinen muss, wie in Fig. 7 angedeutet ; zur Erreichung des Gebrauches dieser Einrichtungen wird ausserdem zweckmässig eine sinnvolle Zuordnung der Drehrichtungen der Strichmarken zu den Drehrichtungen der ihnen zugeordneten Zeit- bzw.

   Blendenverstellorgane vorgesehen. 



   Da bei diesem Einstellprinzip immer wenigstens ein Einsteller im   Objektivstrahlengang   angeordnet und über eine ausserhalb des Dunkelraumes der Kamera angeordnete Beobachtungseinrichtung sichtbar ist, ist es erforderlich, für den Zeitpunkt der Aufnahme diese Durchbrechnungen des Dunkelraumes der Kamera abzuschliessen ; das kann beispielsweise in ähnlicher Weise geschehen wie bei einer Spiegelreflexkamera, indem der Umlenkspiegel der Umlenkeinrichtung in der Aufnahmestellung die Öffnung abdeckt, oder es kann ein besonderer Hilfsverschluss vorgesehen sein, der für den Zeitpunkt der Belichtung die Beobachtungsoffnung schliesst. Derartige Verschlusseinrichtungen sind an sich bekannt und daher in vorliegender Erfindung nicht besonders dargestellt. 



   Eine wesentliche Vereinfachung der Anzeige durch das Lichtwertmessgerät lässt sich erreichen, wenn ein Instrument verwendet wird, dessen Instrumentencharakteristik linear verläuft In Fig. 8 ist ein solches Ausführungsbeispiel dargestellt. 



   Der Blendenanzeiger 4 wird durch das Hilfsobjektiv 64 Über die Spiegelfläche 63a des optischen Mischgliedes 63 in das gemeinsame Gesichtsfeld eingespiegelt, sein Bild 4'ist dort als Diagonale in einer 
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 kann in diesem Falle z. B. ein einfacher Bügel 60 als Zeiger verwendet werden ; er spielt vor einem Spiegel 61, über den das Bild des Zeigers   60'durch   ein Hilfsobjektiv 62 und den optischen Strahlenteiler 63 zusammen   mit dem Bild 4'des Blendenanzeigers 4   in das gemeinsame Gesichtsfeld eingespiegelt werden. 



   Die übrigen Bauteile sind in sinngemäss gleicher Weise vorhanden wie in dem in Fig. 3 beschriebenen 

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 sichtsfeldes befindet sich vor dem optischen Strahlenteiler 63 noch eine Strichplatte 72 mit den numeri- schen Belichtungszeiten, deren Verstellung vom Zeitstellknopf 71 über die Kurve 73 und die Hebel 74, i 75 gesteuert wird, die mit dem Belichtungszeiteinsteller 71 gekoppelte Drehung des Bildes des Lichtwert- zeigers im gemeinsamen Gesichtsfeld lässt sich auch hier wahlweise entweder durch Drehung des gesam- ten Messwerkes 16 erreichen-wie in Fig. 3 und 8 dargestellt-oder durch Drehung eines in den Strahlen- gang zwischen Zeiger und optischen Strahlenteiler gebrachten Dove- oder Abbe-Prismas 36 wie in Fig, 5 dargestellt. 



  Durch geeignete Ausbildung des Zeigers   60'ergeben   sich mehrere Möglichkeiten, das Erscheinungs- bild der Messanzeiger im gemeinsamen Gesichtsfeld zu gestalten. In Fig. 9a und 9b sind zwei dieser Mög- lichkeiten dargestellt. 



   Fig. 9a zeigt ein Gesichtsfeld, wie es z. B. aussehen kann, wenn der Zeiger 60 in seinem oberen Teil als lange Gerade geformt ist. Er erscheint dann in Form von zwei Strichmarken 60a, 60a, die als Teile einer Geraden diagonal durch das   äussere kreisförmige   Gesichtsfeld laufen, während das Bild   4'des   Blen- denanzeigers 4 und die numerische Angabe der Belichtungszeit in dem inneren kreisförmigen Gesichtsfeld erscheint. 



   InFig. 9b ist der Zeiger 60 verkürzt und erscheint nur als Strichmarke 60b am oberen Rand des kreis- förmigen Gesichtsfeldes ; am unteren Rand könnte dann z. B. die numerische Angabe der Belichtungszeit eingespiegelt sein. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
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 - in einem Kamerafenster, wie z. B. im Sucher, dadurch gekennzeichnet, dass im Strahlengang des Ka-   meraobjektives   (2) in oder nahe seiner Blendenebene ein Anzeiger (4) angeordnet und mit dem Einsteller (3) des betreffenden Kennwertes getrieblich verbunden ist und dass im bildseitigen Strahlengang des Kameraobjektives eine-gegebenenfalls in demselben   einschalt- oder ausschaltbare - Hilfsoptik   (5 bzw.   5 - 6)   angeordnet ist, welche den Anzeiger in das Kamerafenster (8b bzw. 9) abbildet.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Anzeiger (4) vor dem Kameraobjektiv (2) angeordnet und vorzugsweise auf dessen Fassung aufsteckbar ist.
    3. Vorrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der Anzeiger (4) hinter dem Kameraobjektiv (2)-vorzugsweise gehäusefest-angeordnet ist.
    4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Anzeiger (4) als im Strahlengang des Kameraobjektives (2) diametral angeordneter Kennfaden ausgebildet ist.
    5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Anzeiger (4) als glasklare Strichplatte mit einer entsprechenden diametralen Strichmarke bzw. mit einer an ihrem Umfang angeordneten - allenfalls bezifferten - Skala ausgebildet ist.
    6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5. dadurch gekennzeichnet, dass der Anzeiger (4) mit der Einstellfassung des Kameraobjektives (2) gekuppelt ist.
    7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Anzeiger (4) mit dem Einsteller (3) der Irisblende des Kameraobjektives (2) gekuppelt ist.
    8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Anzeiger (4) mit dem Belichtungszeiteinsteller der Kamera gekuppelt ist.
    9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, für Kameras mit Lichtwerteinstellung, dadurch gekennzeichnet, dass der Anzeiger (4) mit dem Lichtwerteinsteller gekuppelt ist.
    10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, für Kameras mit eingebautem Belichtungsregler, mit einem photoelektrischen Lichtwertmessgerät zur halbautomatischen Einstellung von Blende und Belichtungszeit, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeiger (4 bzw. 15) für Blende und Lichtwert in einem gemeinsamen Gesichtsfeld - z. B. dem Kamerasucher - sichtbar und miteinander nach den ; Nachstellzeigerprinzip optisch gekuppelt sind.
    11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der-Anzeiger (15) des Lichtwertes oder derjenige derZeiteinstellung als Gitterplatte (14) ausgebildet ist, deren Gitterlinien gegenüber einer gedachten mittleren Zeigerstellung des Lichtwertmessgerätes eine von Lichtwert zu Lichtwert bzw. von Zeitwert zu Zeitwert zunehmende Neigung aufweisen, wobei die Messeinstellung durch Herbeiführen von <Desc/Clms Page number 7> Parallelität zwischen Anzeiger (4) und einer der Gitterlinien der Gitterplatte (14) erfolgt.
    12. Vorrichtung nach Anspruch 10oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Berücksichtigung einer weiteren Einstellgrösse durch Verdrehung des Messwerkes des Lichtwertmessgerätes erfolgt, die durch Getriebe mit den Einstellem (21 bzw. 46 bzw. 71) der Kamera für diese Grösse verbunden ist.
    13. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass zur Berücksichtigung einer weiteren Einstellgrösse im Strahlengang der einen Anzeiger (14,15) abbildenden optischen Elemente ein drehbares Dove- bzw. Abbe-Prisma (36) vorgesehen ist, dessen Drehung mit den Einstellern (46) der Kamera für diese Grösse durch Getriebe verbunden ist 14. Vorrichtung nach Anspruch 13. dadurch gekennzeichnet, dass die Gitterplatte (14) mit einem Kontraststreifen (14a) versehen ist, der das eine Ende der Gitterlinie und dadurch die gebrauchsrichtige Stellung des Dove-oder Abbe-Prismas kenntlich macht.
AT664659A 1958-09-15 1959-09-11 Optische Vorrichtung an photographischen oder kinematographischen Kameras zum Sichtbarmachen mindestens eines Einstellwertes AT223931B (de)

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