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Photographische Kamera mit nach Massgabe eines
Belichtungswertmessers gesteuerter Blende
Die Erfindung betrifft eine photographische Kamera mit nach Massgabe eines Belichtungswertmessers gesteuerter Blende, die bei Blitzlichtaufnahmen für das Einstellen wenigstens grosser Blendenöffnungen gesperrt ist.
Um das bisher übliche Abschalten der automatischen Blendensteuerung und dafür Einstellen der Blende \on Handbei Blitzlichtaufnahmen zuvermeiden, ist ein Schalthebel zur Wahl von Tageslicht- und Blitzlichtaufnahmen vorgeschlagen worden, der mit einer das Einstellen grosser Blendenöffnungen, beispielsweise grö- sser als "8" verhindernden Sperre zusammenarbeitet. Zur Bedienung ist eine besondere Schalthandhabe vorgesehen, was die zusätzliche Anordnung von Bauteilen erfordert. Beim durch den Kabelstecker erfolgenden Betätigen des Schalthebels bereitet das Festhalten des Schalthebels in der für Blitzlichtaufnahmen bestimmten Schaltstellung Schwierigkeiten, was wieder zusätzliche Sicherungsmittel notwendig werden lässt.
Aufgabe der Erfindung ist das Vermeiden vorstehender Nachteile durch Schaffung einer keine zusätzlichen Mittel erfordernden Schalthandhabe für das Umschalten auf"Blitzaufnahme".
Erfindungsgemäss wird das dadurch erreicht, dass ein die wahlweise Benutzung eines Vorlaufwerkes gestattender Schaltring in eine neben den Lagen "mit Vorlauf" und "ohne Vorlauf" mögliche Lage "Blitz- lichtaufnahme" einstellbar ist und einen Sperrstift aufweist, welcher in der Stellung "Blitzlichtaufnahme'0 im Weg des ablaufenden Blendenringes liegt. Auf diese Weise wird eine ohnehin vorhandene Handhabe zugleich als Umschalter von Tageslicht- auf Blitzlichtaufnahmen verwendet. Vorzugsweise ist der Schaltring konzentrisch zur Objektivfassung und damit zum Blendenring angeordnet. Die Einzelheiten der Erfindung sind aus einem dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiel zu ersehen.
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die Blendensteuervorrichtung in Spannstellung.
In einem nicht besonders dargestellten Kameragehäuse 16 ist der Belichtungswertmesser 1 angeordnet, dessen Zeiger 2 vor der Stützschiene 8 pendelt. Die Stellfeder 3 ist bestrebt, den mit dem Einstellschieber 4 durch den Stift 5 gekuppelten Blendenring 6 im Sinne der Vergrösserung der Blendenöffnung zu drehen und die Steuerkurve 7 des Einstellschiebers 4 gegen den Zeiger 2 zu legen.
Der Blendenring 6 trägt die Treibstifte 9 der Blendenlamellen 10, während die Drehzapfen 11 im Verschlussgehäuse 22 angeordnet sind. Konzentrisch zum Blendenring 6 ist der Schaltring 12 drehbar gelagert, welcher in den Lagen "mit Vorlauf" (V), "ohne Vorlauf" (0) und "Blitzlichtaufnahme" (1) von der Rastfeder 13 gehalten wird. Der Schaltring 12 trägt den Sperrstift 20, welcher mit dem Arm 19 des Blendenringes 6 in Eingriff steht. Ferner ist konzentrisch zum Blendenring 6 der zu einem nicht besonders dargestellten Zentralverschluss bekannter Bauart gehörende Spannring 14 angeordnet, der den Lappen 15 aufweist. Der Verschlussauslöser 18 hält an der Nase 23 den Spannring 14 in der Spannstellung entgegen der Wirkung der Treibfeder 21.
Die Wirkungsweise ist folgende :
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Soll eine Blitzlichtaufnahme durchgeführt werden, so wird der Schaltring 12 auf die Marke (1) eingestellt. Dabei legt sich der Sperrstift 20 in den Weg des Armes 19 des Blendenringes 6 und bildet einen Anschlag für die von der Feder 3 einstellbare grösste Blendenöffnung.
Durch Drehen des Spannringes 14 im Uhrzeigersinn wird die Treibfeder 21 gespannt. Gegen Ende der Spannbewegung fällt der Verschlussauslöser 18 unter Wirkung der Feder 17 vor die Nase 23 und arretiert den Spannring 14. Bei dieser Spannbewegung hat der Lappen 15 des Spannringes 14 den Arm 19 erfasst und den Blendenring 6 sowie den Einstellschieber 4 entgegen der Wirkung der Feder 3 bewegt (vgl. Fig. 2).
Wenn der Verschlussauslöser 18 betätigt wird, läuft der Spannring 14 auf Grund der Treibfeder 21 ab.
Dabei entfernt sich der Lappen 15 vom Arm 19 des Blendenringes 6. Infolgedessen kann die Feder 3 wirksam werden und den Blendenring 6 sowie den Einstellschieber 4 bewegen, bis der. Arm 19 gegen den Sperrstift 20 stösst. Obwohl der Zeiger 2 des Belichtungswertmessers 1 den Wert 4 anzeigt, kann durch den Einstellschieber 4 beim vorliegenden Beispiel nur der Wert 8 als grösste Blendenöffnung eingestellt werden.
Lediglich kleinereals die vom Sperrstift 25 vorgegebenen Blendenöffnungen, wie sie beispielsweise bei Tageslichtaufnahmen unter gleichzeitiger Verwendung von Blitzlicht auftreten, werden von der Blendensteuermechanik eingestellt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Photographische Kamera mit nach Massgabe eines Belichtungswertmessers gesteuerten Blende, die bei Blitzlichtaufnahmen für das Einstellen wenigstens grosser Blendenöffnungen gesperrt ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein die wahlweise Benutzung eines Vorlaufwerkes gestattender Schaltring (12) in eine neben den Lagen "mit Vorlauf" (V) und (0)"ohne Vorlauf"mögliche Lage"Blitzlichtaufnahme" ( ) stellbar ist und einen Sperrstift (20) aufweist, welcher in der Stellung"Blitzlichtaufnahme"im Weg des ablaufenden Blendenringes (6) liegt.