DEP0009222DA - Nagelauszieher - Google Patents
NagelauszieherInfo
- Publication number
- DEP0009222DA DEP0009222DA DEP0009222DA DE P0009222D A DEP0009222D A DE P0009222DA DE P0009222D A DEP0009222D A DE P0009222DA
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- nail
- hand lever
- extractor according
- nail extractor
- forms
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Description
Gegenstand der Erfindung ist ein Nagelauszieher, wie er beispielsweise zum Öffnen von Kisten benutzt wird. Gegenüber bekannten Nagelausziehern bietet er den Vorteil großer Einfacheit in Bau und Handhabung, und er gewährleistet das Ausziehen ohne irgendwelche Beschädigung des Nagelträgers und ohne Krümmen der Nägel, die sofort wieder verwendbar sind. Zu seiner Bedienung, die selbst von ungeschickten Benutzern ohne umständliche Anlernung gefordert werden darf, ist kein zusätzliches Werkzeug, wie Hammer, erforderlich, da er selbst mit einfachen Mitteln zu einem Universalwerkzeug ausgebildet werden kann, das verschiedene Einzelwerkzeuge, die erfahrungsgemäß häufig verlegt oder verloren werden, wie Hammer, Zange, Meißel und Schere, ersetzt. Solche Universalwerkzeuge finden z.B. in den Verpackungsräumen der gesamten Industrie, Groß- und Kleinhandel und ähnlichen Betrieben beim Öffnen und Schließen von band- oder drahtumreiften Kisten, Verschlägen u.dgl. vorteilhafteste Verwendung.
Zwei lediglich als Beispiele anzusehende Ausführungen der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt.
Die Fig. 1-5 zeigen die erste,
die Fig. 6-12 die zweite Ausführung.
In den Fig. 1 und 2 ist im Aufriß und Grundriß ein Nagelauszieher dargestellt, den Fig. 3 in Gebrauchsstellung zeigt. Die Fig. 4 und 5 zeigen dazu vergrößert im Aufriß und Grundriß einen Nagelgreifer.
Ein beispielsweise stabförmiger Handhebel 1, der an seinem einen Ende einen mit Schneide 2 versehenen rechtwinklig abstehenden Dorn 3 trägt, besitzt an seinem anderen Ende einen Lagerkopf 4 für einen auswechselbaren Nagelgreifer 5. Im gezeichneten Beispiele bildet dieser Greifer, wie namentlich die Fig. 4 und 5 zeigen, einen am vorderen Ende geschlitzten Spieß, der aus einem walzenförmigen Stahlkörper 5 herausgearbeitet ist und nach dem Ende zu kurvenförmig ausläuft (siehe 13 in Fig. 4). Am anderen Ende besitzt dieser Nagelgreifer 5 einen Gewindezapfen 6 mit Mutter 7 zum leicht lösbaren Befestigen an dem Lagerkopfe 4.
Bei den bisherigen Nagelausziehern wird bei Bruch des Gabelspießes das ganze Gerät unbrauchbar, bei Erfindungsgegenstande hingegeben kann der Gabelspieß 5 ausgewechselt werden. Ein weiterer Vorteil dieses neuen Gabelspießes gegenüber den bekannten Spießen, die unter spitzem Winkel hinter den Nagelkopf greifen, und dabei in der Regel das Kistenbrett beschädigen, besteht darin, daß der Spieß nahezu parallel zur Kistenbrettfläche mit seiner geschlitzten Spitze unter den Nagelkopf geschoben wird, wodurch eine Beschädigung des Brettes vermieden wird.
Mit dem Lagerkopfende des Handhebels 1 ist durch einen Zapfen 8, der z.B. eine eingedrehte Stiftschraube sein kann, das umgebogene Ende 9 eines zweiten Hebels, 10, gelenkig (zangenartig) verbunden. Dieses umgebogene Hebelende 9 ist, wie Fig. 2 im Grundrisse zeigt, derart gegabelt, daß die beiden Hebel 1 und 10 zangenartig gegeneinander gelegt und geöffnet werden können, wie das die Fig. 1 und 3 andeuten. Hierbei bewegt sich der Nagelgreifer 5 durch die Gabel 9 hindurch, d.h. erhebt sich bei der Handhabung des Gerätes gemäß Fig. 3 von der Unterlag x ab, auf der die Gabel 9 nach Art eines Exzenters, sich um den Zapfen 8 drehend, gleitet. Damit ist bereits die Wirkung des neuen Nagelausziehers angedeutet, der folgendermaßen gehandhabt wird:
Bei geschlossenem Gerät nach Fig. 1 wird der Nagelgreifer 5, indem er im wesentlichen parallel zur Oberfläche des Brettes x verschoben wird, mit seiner Spitze 11 unter den Kopf des beispielsweise aus dem Kistenbrette x herauszuziehenden Nagels y gezwängt und darauf wird das mit dem Lager 4 auf das Brett x gesenkte Gerät bis zum Anschlagen der Schneide 2 an das Brett x herabgedrückt. Wird alsdann der Handhebel 10 von dem mit einer Hand festgehaltenen Hebel 1 angehoben, also in Richtung des Pfeiles z um den Zapfen 8 gedreht, dann hebt die exzentrische wirkende Gabel 9 den Greifer 5 vom Brette x ab und zieht den Nagel y aus dem Brette x gerade heraus (Fig. 3). Wesentlich ist dabei, daß diese Herausziehen infolge günstiger Hebelverhältnisse nur geringen Kraftaufwand beansprucht, weil eine große Hebelübersetzung vorliegt, und daß der Nagelgreifer 5 um die Schneide 2 auf großem Bogen schwingt, also praktisch geradlinig in Richtung der Nagelachse wandert. Deshalb wird auch beim Herausziehen weder das Brett x beschädigt, noch der Nagel krumm gebogen.
Der Nagelgreifer 5, der zweckmäßigerweise in mehreren Größen entsprechend den gängigen Nagelgrößen zu jedem Gerät vorrätig gehalten wird und deshalb auch leicht auswechselbar gestaltet ist (das Lösen und Wiederanziehen der Mutter 7 ist dazu erforderlich), wird praktischerweise gegen Drehung in seinem Lager 4 gesichert, z.B. durch Anfräsungen 12 nach den Fig. 4 und 5. Anstelle der Mutter 7 könnte beispielsweise auch ein am Nagelgreiferdorn 6 oder am Lager 4 angeordneter federnder Schnepper treten, der beim Einschieben des Dornes 6 in das Lager 4 hinter einen entsprechenden Ansatz des Lagers 4 oder des Dornes 6 schnappt und so den Greifer 5 am Lager 4 verriegelt. Das Auswechseln kann dadurch erheblich vereinfacht und beschleunigt werden.
Der Dorn 3 mit seiner Meißelschneide 2 eignet sich zum Aufbrechen oder Lockern von Kistendeckeln u.dgl.
Auch kann er notfalls als Schraubenzieher Verwendung finden.
Die Ausführung nach den Fig. 6-8 unterscheidet sich von der nach den Fig. 1-5 im wesentlichen dadurch, daß die durch den Handhebel 10 zu bewegende Gabel 9 (Fig. 1-3) zu zwei geschlossenen Ringen 14 umgewandelt ist, deren Bedienungshebel 15 rinnenförmig gestaltet ist und sich bei geschlossenem Gerät (Fig. 6) auf nahezu seiner ganzen Länge sattelartig über den Handhebel 1 legt. Die geschlossenen Ringe 14, die mit ihrem Handhebel 15 aus einem Stücke bestehen oder mit ihm verschraubt, vernietet oder verschweißt sein können, besitzen erheblich größere Festigkeit als die offene Gabel 9 (Fig. 1-3), und der an den Handhebel 1 herangeführte Hebel 15 ist infolge seiner größeren äußeren Mantelfläche für die auszuübende Hand besser zu großer Druckäußerung geeignet als der verhältnismäßig dünne Hebel 10 nach Fig. 1. Das zeigt am besten Fig. 8, die ein Schnitt nach der Linie 8-8 in Fig. 6 ist. Außerdem ist durch das Heranführen des Hebels 15 an den Gegenhebel 1 ein sehr handliches, bequemer als das Gerät nach Fig. 1 mit der Hand zu umspannendes Gerät geschaffen. Auch der Handhebel 10 nach der Fig. 1-3 kann wesensgleich dem Handhebel 15 gestaltet sein.
Der Abstützdorn 3 nach den Fig. 1-3 ist gemäß Fig. 6 zu einer scherenartig wirkenden Abschneidevorrichtung mit zwei Schneidstellen ausgebildet, die in Fig. 9-12 vergrößert dargestellt und vorteilhaft z.B. durch Abschneiden des Bandeisens oder Drahtes von Kisten- und Ballenumreifungen geeignet sind. Zu diesem Zwecke ist der rechtwinklig vom Handhebel 1 abstehende in ihm mittels Vierkantes 16 und Mutter 17 befestigte Dorn 3 von der Schneide 2 ausgehend etwa auf halber Länge halbzylindrisch gestaltet (Fig. 10). Dadurch sind auf einem zylindrisch abgesetzten Teile des Dornes 3 Schneidkanten 18 erzeugt, die zusammen mit Kanten 19 einer umschließenden geschlitzten Hülse 20 zwei Scheren gebildet, die beim Hin- und Herdrehen der
Hülse 20 in Tätigkeit treten. Zum Hin- und Herdrehen dient im gezeichneten Beispiele ein mit dem Hülsenkopfe 21 verbundener Handhebel 22, der bei Ruhelage der Abschneidvorrichtung in einer in Fig. 6 ersichtlichen Mittelage steht, in der er z.B. in einer Rast 23 des Handhebels 1 festgehalten wird. Ein Bund 31 des Dornes 3 verhindert das axiale Verschieben der Schneidhülse 20 auf dem Dorne. Die Fig. 11 und 12 zeigen an je einer vergrößerten Ansicht von unten (Fig. 6) bei abgeschnittener Spitze des Dornes 3 gemäß der Linie 11-12 in Fig. 6 die Abschneidevorrichtung in Ruhe und in Tätigkeit. Beim Drehen des Hebels 22 z.B. in Richtung des Pfeiles 24 scheren die entsprechenden Kanten 18 und 19 von Dorn 3 und Hülse 20 das Band 26 ab, auf das die Schneidvorrichtung von der Seite (Pfeil 25 in Fig. 6) aufgeschoben ist. Das andere Scherenpaar 18, 19 kann dabei nicht in Wirkung treten, weil seine Schneidkante 19 sich von der Gegenkante 18 entfernt. Mithilfe der Schneide 2 kann das Band 26 oder ein das Aufschieben erschwerender oder verhindernder Nagel schnell und mühelos vor dem Aufschieben gelockert werden.
Wie die Fig. 6 und 7 in Seitenansicht und Grundriß andeuten, kann mit dem Handhebel 1 durch Schraube oder Niet 28 oder durch Schweißen ein Hammerkopf 29 verbunden sein, der das Werkzeug auch als Hammer verwendbar macht, das hat z.B. Bedeutung für solche Fälle, in denen beim Lösen einer Kisten- oder Ballenumreifung einige Schläge auf das Band oder einen sperrigen Nagel nötig werden.
Zweckmäßigerweise werden die beiden die Schneidkanten 19 ergebenden Schlitze 30 der Hülse 20 verjüngt gestaltet, wie das Fig. 6 andeutet, wodurch der günstige Scherenschnitt zustande kommt.
Claims (12)
1.) Nagelauszieher, gekennzeichnet durch zwei gelenkig (zangenartig) miteinander verbundene Handhebel (1, 10 bzw. 1, 15), von denen der eine (1) in Gelenknähe einen unter den Nagelkopf zu zwängenden Nagelgreifer (5) trägt und der andere (10 bzw. 15) eine vom Gelenk (8) ausgehende Krümmung (9 bzw. 14) bildet, welcher Teil zweckmäßigerweise gegabelt ist.
2.) Nagelauszieher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Nagelgreifer (5) auswechselbar ist.
3.) Nagelauszieher nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Handhebel (1) in Gelenknähe ein Lager (4) für einen Einsteckgewindezapfen (6) des Nagelgreifers (5) bildet oder trägt und der andere Handhebel (10 bzw. 15) an einem gekrümmten Teil (9 bzw. 14) eine beim Öffnen der Zange (1, 10) als Hubexzenter wirkende Gabel bildet, durch die sich der Nagelgreifer (5) hindurchbewegen kann.
4.) Nagelauszieher nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß der Nagelgreifer (5) einen an seinem Ende (13) kurvenförmig auslaufenden geschlitzten Spieß bildet.
5.) Nagelauszieher nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß der den Nagelgreifer (5) tragende Handhebel (1) an seinem freien Ende einen zweckmäßigerweise rechtwinklig abstehenden Dorn (3) trägt, der beim Nagelausziehen das freie Handhebelende auf dem Nagelbrette (x) abstützt.
6.) Nagelauszieher nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Dorn (3) als Meißel oder Schraubenzieher (2) ausgebildet ist.
7.) Nagelauszieher nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß der gekrümmte Teil (9) des Handhebels einen geschlossenen Doppelring (14) bildet, der mit seinem Handhebel (15) aus einem Stücke besteht oder mit ihm durch Schrauben oder Nieten oder durch Schweißen verbunden ist.
8.) Nagelauszieher nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß der Handhebel (10 bzw. 15) U-förmiges Profil hat und sich bei geschlossenem Gerät (Fig. 1 und 6) auf nahezu seiner ganzen Länge sattelartig über den Gegenhebel (10) legt.
9.) Nagelauszieher nach einem der Ansprüche 5-8, dadurch gekennzeichnet, daß der Dorn (3) zu einer Abschneidvorrichtung für Draht oder Bandeisen ausgebildet ist, indem z.B. an ihm Schneidkanten (18) erzeugt sind, die mit entsprechenden Schneidkanten (19) einer auf dem Dorne (3) drehbaren Hülse (20) Scheren bildet.
10.) Nagelauszieher nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein zum Hin- und Herdrehen der Schneidhülse (20) dienender Handhebel (22) in seiner unwirksamen Mittellage an einer Rast (23) des Zangenhandhebels (1) festgehalten wird.
11.) Nagelauszieher nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Dorn (3) mit Mehrkantkopf (16) in einer entsprechenden Bohrung oder Aussparung des Handhebels (1) gelagert ist, in der er z.B. durch eine Mutter (17) festgehalten wird.
12.) Nagelauszieher nach einem der Ansprüche 1-11, dadurch gekennzeichnet, daß der Handhebel (1) einen amboßartigen Hammerkopf (29) bildet oder trägt.
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69826635T2 (de) | Werkzeugantriebadapter | |
| DE3049384A1 (de) | Schluesselhandgriff | |
| DE19902127A1 (de) | Kombinations-Handwerkzeug | |
| DE19621877C2 (de) | Preßzange | |
| DEP0009222DA (de) | Nagelauszieher | |
| DE1298956B (de) | Werkzeughalter | |
| DE200364C (de) | ||
| DE2536109C2 (de) | Mehrzweck-Schlauchzange | |
| EP0217740B1 (de) | Werkzeug zum Herausziehen von Heftlammern | |
| DE810496C (de) | Schraubenzieher mit Zangenvorrichtung zum Festhalten der Schrauben beim Ein- und Ausschrauben | |
| DE918088C (de) | Zange | |
| DE729389C (de) | Zangenartiges Handwerkzeug | |
| DE1988039U (de) | Werkzeug zum setzen von blindnieten. | |
| DE471179C (de) | Als Nietenzieher und Abschneidevorrichtung dienende Handzange | |
| CH608226A5 (en) | Pincer-like can opener | |
| DE1532547C (de) | Scherenartiger Dosenöffner | |
| DE387572C (de) | Zange zum Lochen und Spannen aufzunagelnder eiserner Kistenbaender | |
| DE803994C (de) | Vorrichtung zum Greifen von Rohren, insbesondere mit grossen Wandstaerken, beim Ziehen durch Ziehmatrizen | |
| DE528386C (de) | Elektromagnetischer Schlagkolben fuer Werkzeuge zu zahnaerztlichen, chirurgischen und aehnlichen Zwecken | |
| DE834610C (de) | Vorrichtung zur Erleichterung der Handhabung von langstieligen Werkzeugen und Arbeitsgeraeten | |
| DE102016125520B4 (de) | Handwerkzeug mit einer Ratschenfunktion | |
| DE83891C (de) | ||
| DE25872C (de) | Zerlegbarer Schraubenschlüssel | |
| DE1939600U (de) | Zangenfoermiges vielfachwerkzeug. | |
| DE113172C (de) |