DEP0008658DA - Dauermagnetisches Greifwerkzeug - Google Patents

Dauermagnetisches Greifwerkzeug

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DEP0008658DA
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DE
Germany
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gripping tool
magnet
permanent magnetic
short
magnetic gripping
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Herbert Closset
Heinrich Mohr
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Deutsche Edelstahlwerke AG
Original Assignee
Deutsche Edelstahlwerke AG
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Description

Mit Dauermagneten ausgerüstetes Greifwerkzeug zum Aufnehmen von Kleinteilen sind an sich bekannt. Abgesehen davon, daß solche Greifwerkzeuge infolge unzweckmäßiger Anordnung des Magneten nicht in der Lage sind, ein einzelnes Teil aus einer Anhäufung von Teilen herauszugreifen, haben sie den Nachteil, daß es schwer fällt, die einmal aufgenommenen Teile vom Greifer zu lösen. Im allgemeinen wird der Benutzer die Hand zu Hilfe nehmen müssen oder aber das Greifwerkzeug an irgend einem Gegenstand abstreifen bezw. anschlagen müssen, um den gegriffenen Gegenstand wieder zu entfernen, mit dem Ergebnis, daß stets zusätzliche Handbewegungen erforderlich sind und der gegriffene Gegenstand nie mit Sicherheit dort abgesetzt werden kann, wo er gebracht wird, wenn dies unter ausschließlicher Benutzung des Greifwerkzeuges geschehen soll. Die bekannten Greifwerkzeuge, deren Greiffläche vom Magneten selbst gebildet wird, fassen vor allem großflächige Gegenstände wie Scheiben, Platten u.dgl. schlecht und sind daher fast ausschließlich gedacht für das Greifen von Schrauben, Nieten, Bolzen u.dgl.
Beim dauermagnetischen Greifwerkzeug gemäß der Erfindung sind diese Nachteile beseitigt. Es können mit ihm auch großflächige Gegenstände leicht aufgenommen und alle gegriffenen Gegenstände mit Sicherheit dort abgesetzt werden, wo sie für ihre weitere Verwendung gebraucht werden. Erreicht wird dies dadurch, daß das Greifwerkzeug ein- und ausschaltbar ist und dadurch, daß magnetische Greiffinger vorgesehen sind. Für die Außerbetriebstellung des beweglichen Dauermagneten ist ein Kurzschlußbügel angeordnet, und mit diesem Bügel sind durch nichtmagnetische Zwischenstücke Greiffinger verbunden, zwischen die der Dauermagnet in der Betriebstellung eingeschoben wird. Die Finger lassen sich leicht der Form des zu greifenden Gegenstandes bezw. den gegebenen Arbeitsbedingungen anpassen, so daß ein vollkommen sicheres Greifen und Absetzen gewährleistet werden kann.
Am Bügel wird der Stiel des Greifwerkzeuges angebracht. Er kann sowohl waagerecht als auch senkrecht vorgesehen werden. Bei waagerechter Anordnung ist der Magnet zweckmäßigerweise an einem Hebel befestigt, der in dem Stiel gegen Federdruck verschwenkbar ist. Hiermit wird der Magnet in Außer- und Inbetriebstellung gebracht. Bei senkrecht angesetztem Stiel wird zum gleichen Zweck eine gegen Federdruck zu verschiebende Stange vorgesehen.
Im nachfolgenden wird die Erfindung an einem in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiel näher erläutert.
Abb. 1 ist eine Ansicht,
Abb. 2 eine Aufsicht und
Abb. 3 eine Vorderansicht eines Greifwerkzeuges gemäß der Erfindung mit waagerechtem Stiel und Greiffingern, die insbesondere zum Aufheben von Blechscheiben geeignet sind.
Am Stiel 1 ist am vorderen Ende ein Kurzschlußbügel 2 vorgesehen. Dieser Bügel wird vorzugsweise aus Weicheisen hergestellt und ist so geformt, daß er den Dauermagneten 3 umschließt. Der Dauermagnet selbst sitzt auf dem Ende eines Hebels 4, der in dem Stiel 1 um die Achse 5 verschwenkbar ist. Am hinteren Ende des Hebels 4 ist ein Handgriff 6 zum Bewegen des Hebels gegen den Druck der Feder 7 vorgesehen, die für gewöhnlich den Magneten in der bei 3 (Abb. 3) gezeigten Außerbetriebstellung festhält. Die vom Magneten ausgehenden magnetischen Kraftlinien sind in dieser Stellung durch den Bügel 2 kurzgeschlossen.
An dem Kurzschlußbügel 2 ist rechts und links je ein nichtmagnetisches Zwischenstück 8, beispielsweise aus Preßspan, Kunstharzpreßstoff o.dgl., vorgesehen. An diesen Zwischenstücken sind die aus magnetischem Werkstoff hergestellten Greiffinger 9 befestigt. Sollen die Greiffinger in Tätigkeit treten, so wird der Handgriff 6 eingedrückt und damit der Hebel 4 sowie der Magnet 3 aus der Außerbetriebstellung in die gestrichelt angedeutete Stellung gebracht, in der dem Greiffingerpaar 9 Nord- bezw. Südmagnetismus induziert wird, so daß nunmehr in den Bereich der Finger 9 geratende ferromagnetische Gegenstände angezogen werden, während die Finger bei Außerbetriebstellung des Magneten keinerlei Haftwirkung zeigen.
Die in den Abbildungen als Beispiel dargestellte Ausführungsform ist für die Arbeit an einer Stanze gedacht, der zu stanzende Plättchen zuzuführen sind, die von einem Haufen oder Stapel mittels des Greifwerkzeuges abgenommen und in die Matrize gelegt werden.
Sollte infolge besonderer Bedingungen der ergriffene Gegenstand in Ausschaltstellung nicht sofort abfallen, so ist es zweckmäßig, die Finger bei 10 mit einem dünnen Überzug aus nichtferromagnetischem Stoff, etwa Lack, Farbe o.dgl., zu versehen.
Es ist unter Umständen zweckmäßig, die Finger 9 auswechselbar zu gestalten, so daß je nach dem zu greifenden Gut besonders geformte Finger angesetzt werden können.
Der Stiel ist im Ausführungsbeispiel waagerecht am Bügel 2 angesetzt. Abgesehen davon, daß er, wie bereits erwähnt, auch senkrecht am Bügel angesetzt sein könnte, besteht auch die Möglichkeit, den Stiel mit beliebigem Winkel zwischen 0° und 90° anzusetzen. Der Stiel kann auch durch Verschraubung in einzelne Winkellagen verstellbar angebracht sein.

Claims (3)

1. Dauermagnetisches Greifwerkzeug, gekennzeichnet durch einen Kurzschlußbügel für die Außerbetriebstellung des beweglichen Dauermagneten und durch mit dem Kurzschlußbügel mittels nichtmagnetischer Zwischenstücke verbundene Greiferfinger, zwischen die der Dauermagnet bei Betrieb eingeschoben wird.
2. Dauermagnetisches Greifwerkzeug nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen am Kurzschlußbügel rechtwinklig zu den Greiferfingern angesetzten Stiel, in welchem ein den Magneten tragender Hebel gegen Federdruck verschwenkbar gelagert ist.
3. Dauermagnetisches Greifwerkzeug nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch einen am Kurzschlußbügel in Richtung der rückwärtigen Verlängerung der Greiferfinger angesetzten Stiel, in welchem eine gegen Federdruck bewegliche, den Magneten in Außer- und Inbetriebstellung bringende Stange geführt ist.

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