DEP0008380DA - Wäschestärkemittel - Google Patents

Wäschestärkemittel

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DEP0008380DA
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DE
Germany
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starch
cellulose ether
finely
water
laundry
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Theodor A. Bündheim-Bad Harzburg Döring
Original Assignee
Fa. Theodor A. Döring, Herstellung ehem. techn. und kosm. Präparate, Bündheim-Bad Harzburg
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Description

Zum Stärken von Wäsche dienten bisher sowohl im Haushalt als auch in gewerblichen Waschanstalten Weizen-, Kartoffel- oder Reisstärken. Diese Produkte sollen jedoch nunmehr ausschließlich für Ernährungszwecke Verwendung finden. Die bekannten Stärkemittel müssen in kochendem Wasser aufgebrüht werden, außerdem sind sie nicht haltbar und können zum Zwecke mehrmaliger Verwendung nicht aufbewahrt werden. Der Erfindungsgedanke erstreckt sich auf ein Wäschestärkemittel, das sich jedoch in seinem Aufbau grundsätzlich von den bekannten Mittel dieser Art unterscheidet und gegenüber diesen erhebliche Vorteile aufweist.
Es hat sich nämlich gezeigt, dass Zelluloseäther ein Stärkemittel für Mischgewebe ist. Zelluloseäther sind bekanntlich aus der Rohzellulose gewonnene und entwickelte Derivate, die verschiedenen Zwecken dienen, z.B. als Verdickungsmittel in der Nahrungsmittelherstellung, zum Binden vieler Stoffe z.B. Farben, kosmetischer und pharmazeutischer Produkte und dergleichen.
Neue Seite 2 aus PA 582 449:
Erfindungsgemäß wird Zelluloseäther in feinschuppiger oder in feinpulvriger Form in einem bestimmten Verhältnis mit kaltem oder warmen Wasser aufgelöst und in die zum Stärken von Wäschestücken erforderlichen Konsistenz gebracht. Die Lösung ist schleimig. Ein wesentlicher Vorteil ist, dass die Auflösung in kaltem oder warmen Wasser erfolgen kann, und das kein Aufbrühen mehr erforderlich ist. Die Stärkewirkung des Zelluloseäthers kann durch Zumischung von Borax oder mehreren üblichen Wasserenthärtungsmitteln sowie Wachs oder Stearin, Paraffin, Bienenwachs, auch härtende Fette erhöht werden.
Da der Zelluloseäther ein Konservierungsmittel enthält, sind die Ansätze, also die Lösungen, lange Wochen haltbar. Im Gegensatz hierzu sind die aufgelösten Stärkemehle nicht ohne weiteres gährungsbeständig. Infolgedessen ergeben sich bei der Verwendung von Zelluloseäther als Stärkemittel auch materielle Ersparnisse gegenüber den früheren Stärken, da sowohl der Hausfrau als auch gewerbliche Betriebe die Zelluloseäther bis zum letzten Rest aufbrauchen können.
Die praktische Verwendung erfolgt in der Weise, dass Zelluloseäther, wie Zellulose-Glykolat, z.B. Zellulose-glykolsäure-Natrium, in feinschuppiger oder feinpulvriger Form in kaltem oder warmen Wasser aufgelöst wird, indem man das Wasser mit einem Rührholz oder einem ähnlichen Gegenstand in kreisende Bewegung setzt und das Pulver schnell einschüttet. Das Rühren hat solange zu erfolgen, bis der feinschuppige oder feinpulvrige Zelluloseäther vom Wasser gänzlich aufgenommen ist. Der Ansatz bleibt 1/2 - 1 Std. sich selbst überlassen, d.h. bis die Ausquellung erfolgt ist. Nach nochmaligem Durchrühren erfolgt ein weiterer Wasserzusatz in einem Umfang, der sich nach dem Stärkegrad richtet, der bei der Wäsche erreicht werden soll. Die Lösung ist technisch neutral und hat infolgedessen keinerlei nachteilige oder verderbliche Wirkung auf die Wäsche, auch wenn es sich um feinste und zartfarbige Gewebe handelt. Da Zelluloseäther leicht wasserlöslich ist, lässt sich die Stärke beim Waschen aus den Wäschestücken leicht und schnell wieder beseitigen.
Zelluloseäther hat, im Gegensatz zu den alten bekannten Stärkemehlen, auch noch eine verbesserte Reinigungskraft, da es sich infolge der leichten Quellbarkeit mit dem Schmutz beim Waschen verbindet und ihn dabei aufweicht.
Beispiel 1:
5 g feinschuppiger oder feinpulviger Zelluloseäther werden in 1 l kaltem oder warmem Wasser gelöst und die Lösung bis zur erforderlichen Konsistenz verdünnt.
Beispiel 2:
5 g feinschuppiger oder feinpulvriger Zelluloseäther, der mit 3% Borax gemischt wird, werden in 1 l kaltem oder warmem Wasser gelöst und die Lösung bis zur erforderlichen Konsistenz verdünnt.
Beispiel 3:
5 g feinschuppiger oder feinpulvriger Zelluloseäther, der mit 3% Borax und 2 - 3% Bienenwachs gemischt ist, werden in 1 l kaltem oder warmem Wasser gelöst und die Lösung bis zur erforderlichen Konsistenz verdünnt.

Claims (1)

  1. Neuer Patentanspruch PA 582 449
    Die zur Verwendung wasserlöslicher Zelluloseäther in feinschuppiger bzw. feinpulvriger Form als Wäschestärkemittel, gegebenenfalls unter Zumischung von Borax und bzw. oder Wachs.

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