DEP0006318DA - Verfahren zur Herstellung von Langlöchern, insbesondere Keillöchern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Langlöchern, insbesondere KeillöchernInfo
- Publication number
- DEP0006318DA DEP0006318DA DEP0006318DA DE P0006318D A DEP0006318D A DE P0006318DA DE P0006318D A DEP0006318D A DE P0006318DA
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- hole
- holes
- elongated
- production
- section
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title claims description 10
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 7
- 238000005520 cutting process Methods 0.000 description 7
- 238000003801 milling Methods 0.000 description 5
- 238000003754 machining Methods 0.000 description 3
- 238000009825 accumulation Methods 0.000 description 2
- 238000005553 drilling Methods 0.000 description 2
- 238000005242 forging Methods 0.000 description 2
- 238000003825 pressing Methods 0.000 description 2
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 1
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 1
- 230000001771 impaired effect Effects 0.000 description 1
- 230000002787 reinforcement Effects 0.000 description 1
Description
Verfahren zur Herstellung von Langlöcharn insbesondere Keillöchern.
Die Herstellung von Langlöchern, wie z*B« Keillöchern, erfolgte "bislang grundsätzlich auf zwei Arten und zwar entweder durch rein
spanabhebende Bearbeitung ( Fräsen oder Ausstossen) oder durch spanlose Verformung, an die sich eine spanabhebende Verformung anschliesste
Die rein spanabhebende Verformung ist bei kleineren Abmessungen, insbesondere bei geringer Lochtiefe, ohne weiteres anwendbar
und hat im allgemeinen auch genügt. Mit grosser werdenden Abmessungen treten jedoch ganz erhebliche Schwierigkeiten auf, die
insbesondere mit wachsender Lochtiefe in besonders starkem Maße ansteigen» Bei der rein spanabhebenden Bearbeitung wird entweder
ein Loch vorgebohrt, von dem ausgehend in der Längsachse des Langloches mit einem Fingerfräser weiter gefräst wird oder man bohrt
mehrere unmittelbar nebeneinanderliegende Löcher vor und fräst mit einem Fingerfräser die stehengebliebenen Zwickel ab oder arbeitet
sie mit einem Stossmeissel weg. Mit wachsender Lochtiefe wird die Führung des Fräsers oder des Meisseis immer schwieriger und ein
Verlaufen des Werkzeuges kann nicht mehr vermieden werden. Hinzu kommen beim Arbeiten mit Fingerfräsern die bekannten Schwierigkeiten
in der Abführung der Späne und di e durch geringen Vorschub bedingten hohen fiearbeitungszeiten, durch die die Wirtschaftlichkeit
in vielen Fällen vollkommen in Frage gestellt wird.
Die LociLung durch spanlosee Verformung, die insbesondere dann angewendet würde, wenn das Werkstück selbst spanlos geformt
wird, hat ebenfalls schwerwiegende Fachteile. Die spanlose Lochung erfolgt in der Weise , dass das Langloch von seinem beiden Snden
her vorgedornt und die stehenbleibende Wand ausgestossen wird.
— 2 —
Das so gebildete Loch muss nachgefräst werden, da es von beiden Enden her allseitig konisch verengt sein muss, um die Dorrte zurückziehen
und die stehenbleibende land ausstossen zu können. Wenn auch das Ausfräsen in diesem Falle nicht mehr die Schwierigkeiten
bereitet, wie bei der rein spanabhebenden Herstellung, so sind die Schwierigkeiten doch nicht ganz behoben, insbesondere
wird die Wirtschaftlichkeit durch das $achfräsem i& annähernd gleichem Maße beeinträchtigt. Wenn die Lochachse senkrecht zu
der Schlagrichtung für das gesamte Werkstück liegt, so sind für die spanlose Verlochung auch besondere Arbeitsgänge notwendig.
Das Verfahren nach der Erfindung, das insbesondere für die Herstellung von Langlöchern grosser Tiefe und grossen Querschnittes
bei grösserer Stückzahl an Schmiedestücken, z.B. für die Herstellung der Keillöcher in den Schaftenden schwerer Zughaken von
Eisenbahnfahrzeugen gedacht ist, besteht grundsätzlich darin, dass ein Rundloch vorgebohrt wird, welches durch Zusammendrücken quer
zu längeren Langlochachse in das gewünschte Langloch umgeformt wird.
Zur Srläuterung der Einzelheiten des Verfahrens nach der Erfindung sei nachstehend die Herstellung eines Eeilloches im Schaftende
eines schweren Zughakens für Eisenbahnfahrzeuge beschrieben.
In den Abb\ldungeji 1 und^ ist ein Zughaken in einer Seitenansicht und einer Draufsicht dargestellt. In dem Schaftende 1 ist
das zur Aufnahme eines Keiles vorgesehene Langloch 2 zu erzeigen. Das Schaftende ist in Abb., _3>
in grösserem Maßstabe - gesehen in Lochrichtung - besonders herausgezeichnet. Das Schaftends, welches
einen annähernd rechteckigen Querschnitt aufweist, wird beim Schmieden bezw. Sehlagen des Zughakens mit vom rechteckigen Quer-
schnitt abweichendem mehr augenförmigen Querschnitt ausgeschmiedet. Abbildung 4 zeigt den augenformigen Querschnitt, in welchen
strichpunktiert der rechteckige Fertigquerschnitt, sowie das Bohrloch 3, das nach dem Zusammenschlagen des Keilloch 2 (strichpunktiert
eingetragen) ergibt, eingezeichnet sind.
Die eigentliche herstellung des ^eilloches 2 beginnt nun damit, dass ein kreisrundes Loch(vgl.Abb.4) gebohrt wird. Der
Querschnitt dieses Loches wird zweckmässig um ein gewisses Maß grosser gewählt als der Querschnitt des zu bildenden Langloches
und der Mittelpunkt auf der Mittellinie des Langloches um ein gewisses Maß t zum Schaft hin versetzt angeordnet.
Ss folgt nun die Verformung des kreisrunden Loches zum Langloch. Dieses geschieht zam durch Zusammendrücken des noch augenförmigen
Schaftendes durch Pressen in Richtung der beiden Pfeile A und B senkrecht zur Längsachse des ^eillochas. Durch dieses
seitliche Zusammendrücken erhält das Schaftende seinen etwa rechteckigen Querschnitt und das gebohrte imnde Loch 3 wird in ein
Langloch mit noch etwas "lockerer" Form umgeformt ( in Abb.7 gestrichelt eingetragen).
Die Fertigform des ^eilloches nach Abb.2 (in Abb.7 in glatten Linien eingetragen) wird durch Aufdornen erreicht.
Zu diesem Zweck wird ein an beiden 2nd en zugeschärfter in seinem mittleren Teil m die Keillochmasse enthaltener Dorn nach Abb.5
in das Langloch " lockerer Form" eingetrieben und das Schaftende im Sinne der Pfeile A und B der Abb.4 beigedrückt, wenn der Dorn
mit voller Tragfläche im Keilloch sitzt, wodurch sich die Seitenwanäungen des Langloches sauber anlegen.
Nach Austreiben des Teiles ist das Keilloch fertig.
Die Wahl eines gegenüber dem Fertigquerschnitt des Keilloches grösseren Querschnittes für das vorzubohrende kreisrunde Loch 3
dient dazu, die beim Zusammendrücken des Loches nach Abb.4 auftretande änderung der Werkstoffdichte des Materials der
Lochwandungen auszugleichen.
Die Versetzung des Mittelpunktes des kreisförmigen Loches um das laß t aus der Langlochmitte zum Schaftsnde hin berücksicht
das verschiedenartige Fliessen des Werkstoffes beim seitlichen Zusammendrücken, das dadurch bedingt ist, dass am
Schaft eine grössere Werkstoffanhäufung vorhanden ist als am rückwärtigen Ende der Endverstärkung des Zughakenschaftes. Burdi
diese ungleiche Werkstoffanhäufung ist der 'Verformungswiderstand an dem nach dem Schaft zu liegenden Snde des Langloches
grosser als an dem anderen Ende.
Bas richtige Maß t, wie auch der Querschnitt der kreisrunden Bohrung sind durch Versuch leicht zu bestimmen.
Claims (4)
1.) Verfahren zur Herstellung von Langlöchern, insbesondere Keillöchern, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst ein
kreisrundes Loch mit dem Langloch entsprechenden Querschnitt gebohrt wird, welches dann senkrecht zur Längsachse
des zu bildenden Langloches zusammengedrückt und das so gebildete Langloch anschliessend auf Maß aufgedornt
wird.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rundloch mit einem gegenüber dem Langloch grösseren
Querschnitt gebohrt wird.
3.) Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis Z zur Herstellung von unsymmetrisch im Werkstück liegenden Langlöchei?n,
dadurch gekennzeichnet, dass die Achse des Rundloches gegenüber der Achse des zu bildenden Langloehes in Sichtung
auf den grösseren Verformungswiderstand versetzt angeordnet ±s±x wird.
4.) Anwendung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3 auf die Herstellung von Keillöchern in den Schaftenden
von Zughaken für Eisenbahnfahrzeuge.
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE925746C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kopfbolzen u. dgl. mit Innenvielkant | |
| DE2064024B2 (de) | Bohrer | |
| DE3127740A1 (de) | Schlagwerkzeug mit einem zum schlagen und einem zum schneiden aktiven ende, sowie ein verfahren zu dessen herstellung | |
| DE2901059A1 (de) | Bohrschraube | |
| DE1602538A1 (de) | Vorrichtung zum Beschneiden von tiefgezogenen und anschliessend abstreckgezogenen Hohlkoerpern | |
| DD139535A1 (de) | Aufbohrkopf mit schneidmessern | |
| DEP0006318DA (de) | Verfahren zur Herstellung von Langlöchern, insbesondere Keillöchern | |
| DE815137C (de) | Verfahren zur Herstellung von Langloechern, insbesondere Keilloechern | |
| DE628595C (de) | Formfraeser fuer teils parallelwandige und teils pilzfoermige Nuten | |
| DE3626627C2 (de) | Befestiger | |
| DE1602677A1 (de) | Gewindewalzbacke mit einer dem Ausformen und Entfernen des ueberschuessigen Materials dienenden verdrallten Flaeche | |
| DE700015C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Hohlschaftnieten o. dgl. aus Vollstangenabschnitten | |
| DE550209C (de) | Verfahren zum Befestigen von mit sich kreuzenden Gewinderiefen versehenen Schaftkoepfen | |
| DE583046C (de) | Gesteinsbohrer | |
| CH277391A (de) | Verfahren zur Herstellung von Formkörpern mit erhöhter Festigkeit, wie Schrauben, Nieten usw., durch Kaltumformung und nach diesem Verfahren hergestellter Formkörper. | |
| DE459528C (de) | Einrichtung zum Kaltpressen von Hufnaegeln aus fortlaufendem Stangengut mittels einer Vierbackenpresse | |
| DE2015983A1 (de) | Stoßgewindebohrer | |
| DE355476C (de) | Matrizenhalter fuer Bolzen- u. dgl. Kaltpressen | |
| AT99891B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Nieten, Schrauben und anderen bolzenförmigen Werkstücken mit Kopf. | |
| DE547199C (de) | Verfahren zum Formen von Wasserkammern | |
| DE376759C (de) | Umformung von Pilgerkoepfen | |
| DE668709C (de) | Gewindeschneidyorrichtung zum Herstellen von Schraubenmuttern | |
| AT113294B (de) | Einrichtung und Verfahren zum Kaltpressen von Hufnägeln aus fortlaufendem Stangengut. | |
| DE585777C (de) | Herstellung von Schraubenmuttern aus einem Rundstab oder Runddraht | |
| DE926337C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Boizen mit angestauchtem Kopf, insbesondere Schraubenbolzen |