DEP0006318DA - Verfahren zur Herstellung von Langlöchern, insbesondere Keillöchern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Langlöchern, insbesondere Keillöchern

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DEP0006318DA
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Germany
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hole
holes
elongated
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Inventor
Ernst Naumann
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Siegener Eisenbahnbedarf AG
Original Assignee
Siegener Eisenbahnbedarf AG
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Description

Verfahren zur Herstellung von Langlöcharn insbesondere Keillöchern.
Die Herstellung von Langlöchern, wie z*B« Keillöchern, erfolgte "bislang grundsätzlich auf zwei Arten und zwar entweder durch rein spanabhebende Bearbeitung ( Fräsen oder Ausstossen) oder durch spanlose Verformung, an die sich eine spanabhebende Verformung anschliesste
Die rein spanabhebende Verformung ist bei kleineren Abmessungen, insbesondere bei geringer Lochtiefe, ohne weiteres anwendbar und hat im allgemeinen auch genügt. Mit grosser werdenden Abmessungen treten jedoch ganz erhebliche Schwierigkeiten auf, die insbesondere mit wachsender Lochtiefe in besonders starkem Maße ansteigen» Bei der rein spanabhebenden Bearbeitung wird entweder ein Loch vorgebohrt, von dem ausgehend in der Längsachse des Langloches mit einem Fingerfräser weiter gefräst wird oder man bohrt mehrere unmittelbar nebeneinanderliegende Löcher vor und fräst mit einem Fingerfräser die stehengebliebenen Zwickel ab oder arbeitet sie mit einem Stossmeissel weg. Mit wachsender Lochtiefe wird die Führung des Fräsers oder des Meisseis immer schwieriger und ein Verlaufen des Werkzeuges kann nicht mehr vermieden werden. Hinzu kommen beim Arbeiten mit Fingerfräsern die bekannten Schwierigkeiten in der Abführung der Späne und di e durch geringen Vorschub bedingten hohen fiearbeitungszeiten, durch die die Wirtschaftlichkeit in vielen Fällen vollkommen in Frage gestellt wird.
Die LociLung durch spanlosee Verformung, die insbesondere dann angewendet würde, wenn das Werkstück selbst spanlos geformt wird, hat ebenfalls schwerwiegende Fachteile. Die spanlose Lochung erfolgt in der Weise , dass das Langloch von seinem beiden Snden her vorgedornt und die stehenbleibende Wand ausgestossen wird.
— 2 —
Das so gebildete Loch muss nachgefräst werden, da es von beiden Enden her allseitig konisch verengt sein muss, um die Dorrte zurückziehen und die stehenbleibende land ausstossen zu können. Wenn auch das Ausfräsen in diesem Falle nicht mehr die Schwierigkeiten bereitet, wie bei der rein spanabhebenden Herstellung, so sind die Schwierigkeiten doch nicht ganz behoben, insbesondere wird die Wirtschaftlichkeit durch das $achfräsem i& annähernd gleichem Maße beeinträchtigt. Wenn die Lochachse senkrecht zu der Schlagrichtung für das gesamte Werkstück liegt, so sind für die spanlose Verlochung auch besondere Arbeitsgänge notwendig.
Das Verfahren nach der Erfindung, das insbesondere für die Herstellung von Langlöchern grosser Tiefe und grossen Querschnittes bei grösserer Stückzahl an Schmiedestücken, z.B. für die Herstellung der Keillöcher in den Schaftenden schwerer Zughaken von Eisenbahnfahrzeugen gedacht ist, besteht grundsätzlich darin, dass ein Rundloch vorgebohrt wird, welches durch Zusammendrücken quer zu längeren Langlochachse in das gewünschte Langloch umgeformt wird.
Zur Srläuterung der Einzelheiten des Verfahrens nach der Erfindung sei nachstehend die Herstellung eines Eeilloches im Schaftende eines schweren Zughakens für Eisenbahnfahrzeuge beschrieben.
In den Abb\ldungeji 1 und^ ist ein Zughaken in einer Seitenansicht und einer Draufsicht dargestellt. In dem Schaftende 1 ist das zur Aufnahme eines Keiles vorgesehene Langloch 2 zu erzeigen. Das Schaftende ist in Abb., _3> in grösserem Maßstabe - gesehen in Lochrichtung - besonders herausgezeichnet. Das Schaftends, welches einen annähernd rechteckigen Querschnitt aufweist, wird beim Schmieden bezw. Sehlagen des Zughakens mit vom rechteckigen Quer-
schnitt abweichendem mehr augenförmigen Querschnitt ausgeschmiedet. Abbildung 4 zeigt den augenformigen Querschnitt, in welchen strichpunktiert der rechteckige Fertigquerschnitt, sowie das Bohrloch 3, das nach dem Zusammenschlagen des Keilloch 2 (strichpunktiert eingetragen) ergibt, eingezeichnet sind.
Die eigentliche herstellung des ^eilloches 2 beginnt nun damit, dass ein kreisrundes Loch(vgl.Abb.4) gebohrt wird. Der Querschnitt dieses Loches wird zweckmässig um ein gewisses Maß grosser gewählt als der Querschnitt des zu bildenden Langloches und der Mittelpunkt auf der Mittellinie des Langloches um ein gewisses Maß t zum Schaft hin versetzt angeordnet.
Ss folgt nun die Verformung des kreisrunden Loches zum Langloch. Dieses geschieht zam durch Zusammendrücken des noch augenförmigen Schaftendes durch Pressen in Richtung der beiden Pfeile A und B senkrecht zur Längsachse des ^eillochas. Durch dieses seitliche Zusammendrücken erhält das Schaftende seinen etwa rechteckigen Querschnitt und das gebohrte imnde Loch 3 wird in ein Langloch mit noch etwas "lockerer" Form umgeformt ( in Abb.7 gestrichelt eingetragen).
Die Fertigform des ^eilloches nach Abb.2 (in Abb.7 in glatten Linien eingetragen) wird durch Aufdornen erreicht. Zu diesem Zweck wird ein an beiden 2nd en zugeschärfter in seinem mittleren Teil m die Keillochmasse enthaltener Dorn nach Abb.5 in das Langloch " lockerer Form" eingetrieben und das Schaftende im Sinne der Pfeile A und B der Abb.4 beigedrückt, wenn der Dorn mit voller Tragfläche im Keilloch sitzt, wodurch sich die Seitenwanäungen des Langloches sauber anlegen.
Nach Austreiben des Teiles ist das Keilloch fertig.
Die Wahl eines gegenüber dem Fertigquerschnitt des Keilloches grösseren Querschnittes für das vorzubohrende kreisrunde Loch 3
dient dazu, die beim Zusammendrücken des Loches nach Abb.4 auftretande änderung der Werkstoffdichte des Materials der Lochwandungen auszugleichen.
Die Versetzung des Mittelpunktes des kreisförmigen Loches um das laß t aus der Langlochmitte zum Schaftsnde hin berücksicht das verschiedenartige Fliessen des Werkstoffes beim seitlichen Zusammendrücken, das dadurch bedingt ist, dass am Schaft eine grössere Werkstoffanhäufung vorhanden ist als am rückwärtigen Ende der Endverstärkung des Zughakenschaftes. Burdi diese ungleiche Werkstoffanhäufung ist der 'Verformungswiderstand an dem nach dem Schaft zu liegenden Snde des Langloches grosser als an dem anderen Ende.
Bas richtige Maß t, wie auch der Querschnitt der kreisrunden Bohrung sind durch Versuch leicht zu bestimmen.

Claims (4)

Patentansprüche %
1.) Verfahren zur Herstellung von Langlöchern, insbesondere Keillöchern, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst ein kreisrundes Loch mit dem Langloch entsprechenden Querschnitt gebohrt wird, welches dann senkrecht zur Längsachse des zu bildenden Langloches zusammengedrückt und das so gebildete Langloch anschliessend auf Maß aufgedornt wird.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rundloch mit einem gegenüber dem Langloch grösseren Querschnitt gebohrt wird.
3.) Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis Z zur Herstellung von unsymmetrisch im Werkstück liegenden Langlöchei?n, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse des Rundloches gegenüber der Achse des zu bildenden Langloehes in Sichtung auf den grösseren Verformungswiderstand versetzt angeordnet ±s±x wird.
4.) Anwendung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3 auf die Herstellung von Keillöchern in den Schaftenden von Zughaken für Eisenbahnfahrzeuge.

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