DEP0005719DA - Abstimmteil für Hochfrequenzkreise, insbesondere für Empfängerschaltungen - Google Patents

Abstimmteil für Hochfrequenzkreise, insbesondere für Empfängerschaltungen

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DEP0005719DA
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capacitor
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Expired
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English (en)
Inventor
Kurt Obernzell Kaschke
Hans Dr. h. c. Stockholm Vogt
Original Assignee
Vogt & Co. Fabrik für Metallpulver-Werkstoffe, Erlau
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Description

Die Erfindung betrifft ein Abstimmteil für Hochfrequenzkreise, insbesondere für Empfängerschaltungen, bestehend aus einem veränderlichen Kondensator und einer mit diesem mechanisch gekoppelten veränderlichen Eisenkernspule. Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass Kondensator und Spule so ausgebildet sind, dass die Bewegungsteile kongruente Bewegungsbahnen durchlaufen und unmittelbar mechanisch starr miteinander verbunden sind. Insbesondere sind bei der Ausbildung des Kondensators als Zylinderkondensator, Kondensator und Spulenbewegungsteil koaxial auf bzw. an einem gemeinsamen isolierenden Träger angeordnet. Gemäß einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung ist der Kondensator außen um die Spule herum angeordnet, derart, dass derselbe gleichzeitig als Abschirmung für die Spule wirkt.
Die Erfindung bietet gegenüber den bisher bekannten Abstimmanordnungen dieser Art wesentliche Vorteile. An Stelle einer besonderen Mechanik zur mechanischen Kopplung und Synchronisierung eines Drehkondensators mit einer veränderbaren Spule tritt eine unmittelbare starre mechanische Verbindung. Die bisherigen Kopplungsmechaniken waren teuer, kompliziert, störanfällig und nicht betriebssicher genug. Daher ist in der Praxis immer wieder auf Anordnungen zurückgegriffen worden, bei denen entweder ein Drehkondensator mit einer Festspule oder eine veränderbare Spule mit einem Festkondensator zu einem Schwingkreis vereinigt wurde. Die Erfindung beruht nun auf der Erkenntnis, dass an sich die Kombination von veränderbarer Spule und veränderbarem Kondensator trotzdem Vorteile bieten kann, vorausgesetzt, dass sie vorstehend gekennzeichneten Nachteile beheben werden. Zu diesem Zweck werden Kondensator und Spule derart ausgebildet, dass ihre Verstellbewegung in gleicher Weise erfolgt und bei starrer unmittelbarer Verbindung der Bewegungselemente von Kondensator und Spule der gewünschte verlauf der Abstimmkurve erzielt wird. Zu diesem Zwecke kann ein Drehkondensator mit einer nach Art eines Kreisstückes ausgebildeten Spule in Bezug auf die Schwenkachse koaxial angeordnet sein. Insbesondere aber kann in der oben gekennzeichneten Weise ein Zylinderkondensator mit einer geraden Zylinderspule kombiniert werden. Hierbei kann erforderlichenfalls durch die Form des relativ zur Spule beweglichen Eisenkerns und/oder durch entsprechende Ausschnitte des Zylinderkondensators die Abstimmkurve dem gewünschten Verlauf angepasst werden.
Es ergibt sich auf diese Weise z.B. die Möglichkeit, den üblichen Wellenlängenbereich von 1 : 3 zu überbrücken, indem einerseits der Kondensator, andererseits die Spule Änderungen ihrer Betriebsgröße von nur jeweils 1 : 3 auszuführen, gegenüber Änderungsverhältnissen 1 : 9 bzw. 1 : 10 bei den üblichen Abstimmkreisen, in denen nur die Kapazität oder nur die Selbstinduktion geändert wird.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise und schematisch veranschaulicht. Es bedeuten:
Abb. 1 Seitenansicht eines Variometers mit in Kreisrichtung bewegbarem Eisenkern.
Abb. 2 Axialschnitt einer Anordnung mit gerader Spule und Zylinderkondensator.
Abb. 3 Stirnansicht zu Abb. 2 von links gesehen.
Abb. 4 Ansicht des Bewegungsteiles zu Abb. 2 und 3.
Abb. 5 Axialschnitt einer anderen Ausführungsform.
Abb. 1 zeigt eine veränderbare Abstimmspule an sich bekannter Art, bestehend aus der auf einem verlustarmen Spulenkörper 1 angeordneten, vorzugsweise einlagigen langgestreckten Wicklung 2, einem kreisstückförmig ausgebildeten Eisenkern 3, der durch ein Halterungsteil 4 von einer Achse 5 aus geschwenkt werden kann, und einer in geeigneter Weise ausgebildeten Halterungsplatte 6, auf der der Spulenkörper 1 und die Lagerung 7 der Achse 5 befestigt ist. Der Kern 3 besteht hierbei zweckmäßig aus einem flach gepressten, auf ein spezifisches gewicht von etwa 6,1 verdichteten Carbonyl-Eisenmaterial mit sehr geringen Verlusten. Koaxial zu dieser Variometeranordnung, zweckmäßig auf der gleichen Achse 5 sitzend, ist dahinter ein nicht dargestellter Kondensator angeordnet, der mit dem Variometer zusammen den Abstimmkreis bildet. Das Änderungs- verhältnis von Kondensator und Spule kann je 1 : 3 betragen oder es kann, je nach Bedarfsfalle, das Änderungsverhältnis des Kondensators größer oder kleiner sein als das der Spule.
Gemäß Abb. 2, 3 und 4 ist ein Hochfrequenzeisenkern 8 mit einem Isolierkörper 9, zweckmäßig bestehend aus verlustarmen Isoliermaterial, verbunden, der gleichzeitig Träger des inneren, beweglichen Teiles 10 eines Zylinderkondensators 10, 11 ist. Die äußere Belegung 11 des Kondensators ist auf der Innenseite eines Isolierrohres 12 aus verlustarmen Isoliermaterial, wie Polystyrol, angebracht, während die Wicklung 13 auf der Außenseite dieses Isolierkörpers und am anderen Ende desselben sitzt. Wicklung und äußere Kondensatorbelegung 11 sind durch eine kurze Verbindungsleitung 14 zu einem Schwingkreis verbunden, dessen freie Enden über das andere Ende der Wicklung 13 und die Innenbelegung 10 des Kondensators an Klemmen 15, 16 gehen. Am rechten Ende des Isolierrohres 12 ist dieses mit einem Gehäuse 17 verbunden oder einstückig ausgebildet, in dem eine Rolle 18 sitzt, um die ein steifes Antriebsband oder ein Antriebsdraht 19 gewickelt ist, der gegebenenfalls in Nuten 20 der Rolle 18 aufgenommen werden kann und durch Drehen der Achse 21 auf- oder abgerollt werden kann, wodurch das Bewegungsteil 8, 9, 10 hin- und herbewegt und damit der Schwingkreis abgestimmt wird. Wie Abb. 3 in punktierter Form zeigt, können mehrere derartige Abstimmaggregate nebeneinander angeordnet und durch eine gemeinsame Welle 21 betätigt werden. Die gegenseitige Justierung der Aggregate kann durch entsprechende Einstellung der Rolle 18 auf der Welle 21 mittels einer Madenschraube 22 erfolgen, derart, dass Gleichlauf erzielt wird.
Abb. 5 zeigt eine Ausführungsform, bei welcher der Magnetkern topfartig ausgebildet ist und die Kondensatorbelegung gleichzeitig als Abschirmung für die Spule wirkt. Der Magnetkern 23 ist an einem Isolierrohr 26 befestigt, welches Innengewinde trägt und durch eine steilgängige Schraube 25, die durch einen Abstimmknopf 31 betätigt werden kann, in axialer Richtung bewegbar ist. Die Schraube 25 ist in einem Isolierkörper 28 drehbar und unverschiebbar gelagert, der seinerseits in an sich bekannter Weise durch Einlochbefestigung in einer Wandung 30 des
Gerätes mittels einer Mutter 29 befestigbar ist. In dem Isolierteil 28 ist eine Isolierbuchse 35 durch Flansch und Nietung befestigt, welche die Wicklung 36 trägt und gegebenenfalls durch eine Schraubenfeder 37 federnd gegenüber dem Kern 23 distanziert werden kann, um toten Gang im Gewinde zu vermeiden. Zwischen den Flanschen der Teile 28 und 35 ist ein Innenflansch der äußeren Belegung 32 des Zylinderkondensators mit befestigt, während dessen Innenbelegung 24 am Kern 23, gegebenenfalls über verlustarme Isolierzwischenanlagen befestigt ist. Durch Drehung des Knopfes 31 wird nun das Bewegungsteil 23, 26, 24 hin- und herbewegt und hierbei Selbstinduktion und kapazität gleichzeitig geändert, unter äußerer Abschirmbecher wirkenden Teilen 24, 32. Die Führung erfolgt zwischen den Teilen 26 und 35 bzw. auch dem Innenteil des Kernes 23 und dem Isolierrohr 35, wobei zweckmäßig durch Ineinandergreifen der Teile 26 und 35 nach dem Nut- und Federprinzip eine Drehung des Bewegungsteiles beim Drehen der Schraube 25 verhindert wird. Gegebenenfalls können weitere derartige Abstimmeinheiten koaxial zu den Teilen 23, 24 vorgesehen und mit der dargestellten Einheit mechanisch verbunden werden, zwecks Gleichlaufbetätigung. Eine Abgleichung kann durch gegenseitiges Verschieben in der Achslage oder durch Einschrauben eines zusätzlichen Abstimmkernes in den inneren Teil des magnetischen Körpers 23 bewirkt werden.

Claims (4)

1. Abstimmteil für Hochfrequenzkreise, insbesondere für Empfängerschaltungen, bestehend aus einem veränderlichen Kondensator und einer mit diesem mechanisch gekoppelten veränderlichen Eisenkernspule, dadurch gekennzeichnet, dass Kondensator und Spule so ausgebildet sind, dass ihre Bewegungsteile kongruente Bewegungsbahnen durchlaufen und unmittelbar mechanisch starr miteinander verbunden sind.
2. Abstimmteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Ausbildung des Kondensators als Drehkondensator und der Spule als Kreisstück mit kreisförmiger Bewegungsbahn des Bewegungsteiles die beiden Bewegungsteile um eine gemeinsame Achse schwenkbar sind.
3. Abstimmteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Ausbildung des Kondensators als Zylinderkondensator Kondensator- und Spulenbewegungsteil koaxial auf bzw. an einem gemeinsamen isolierenden Träger angeordnet sind.
4. Abstimmteil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kondensator außen um die Spule herum angeordnet ist, derart, dass derselbe gleichzeitig als Abschirmung für die Spule wirkt.

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