DEP0003603DA - Verfahren und Vorrichtung zum Umsetzen von Förderwagen in Grubenbetrieben von einem Gleis in das Nachbargleis - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Umsetzen von Förderwagen in Grubenbetrieben von einem Gleis in das NachbargleisInfo
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Description
Bei Ladestellen o.dgl. im Grubenbetrieb ist es vielfach erforderlich, dass die z.B. mittels einer Schüttelrutsche oder eines Förderbandes beladenen Förderwagen zum Zusammenstellen des Zuges auf das Nachbargleis umgestellt werden müssen, da auf der Ladestrecke der Förderwagenleerzug aufgestellt ist. Bisher hat man hierzu die beladenen Wagen entweder von Hand oder durch mechanische Antriebsmittel, wie Windwerke, endlose Seilzüge o.dgl., die oberhalb der Gleisanlagen meist angeordnet sind, vorgezogen und sie dann über eine Weiche in das Nachbargleis rollen lassen. Diese Art der Umsetzung der Förderwagen ist sehr umständlich, die mechanischen Verschiebeeinrichtungen beanspruchen zudem sehr viel Platz und behindern das Bedienungspersonal bei der Arbeit.
Um nun eine einfache Möglichkeit zu schaffen, leere oder beladene Förderwagen oder Förderwagengruppen von einem Gleis in das Nachbargleis umzusetzen, wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, dass die Förderwagen über eine Weiche auf ein durch einen Pressluftkolben schräg anhebbares Gleisstück fahren, dass nach dem Überfahren eines Steuerhebels durch den Wagen aufgehoben wird, sodass die Wagen abgebremst werden und in entgegengesetzter Richtung von diesem Gleisstück über die Weiche in das Nachbargleis zurückrollen. Hiermit wird erreicht, dass für das ganze Umsetzen der Förderwagen keinerlei Bedienungspersonal notwendig ist, sofern die Wagen von den Abbaufördermitteln (Rutsche oder Förderwand) selbsttätig dem Hubgleisstück zugeführt wurden. Dies kann z.B. dadurch geschehen, dass das Gleis von dem Ende der Rutsche aus nach dem Hubgleisstück zu abfällt, sodass die Wagen durch ihr eigenes Gewicht dem anhebbaren Gleisstück zurollen. Es kann aber auch an der Ladestelle eine Stromvorrichtung o.dgl. vorgesehen sein, durch die die
Wagen nach dem Hubgleisstück gedrückt werden. Für das eigentliche Umsetzen ist ebenfalls keinerlei Bedienungspersonal notwendig, da das Anheben und Senken des Gleisstückes durch die Förderwagen selbst gesteuert werden kann. Vor allem hat diese Einrichtung den großen Vorteil, dass keinerlei Einbauten innerhalb oder über den Förderwagengleisen vorhanden sind. Vorteilhaft kann der unter dem anhebbaren Gleisstück angeordnete Hubzylinder durch einen Vierwegehahn gesteuert werden, der von zwei durch die Förderwagenräder betätigten Anschlaghebeln geschaltet wird.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens schematisch dargestellt, und zwar zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht des HUbgleisstückes,
Fig. 2 eine Draufsicht,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 1 und
Fig. 4 ein Schema einer Ladestelle.
An einer Ladestelle in einem Grubenbetrieb mündest beispielsweise das Ende einer Schüttelrutsche 1 an einem Gleis 2, auf dem von links her die leeren Förderwagen zugeführt werden. Nach dem Füllen eines Wagens rollt dieser entweder durch das Gefälle der Gleisanlage oder durch irgendeine Stoßvorrichtung über die Weiche 3 auf das Hubgleisstück 4. Dieses Hubgleisstück ist um das linke Ende drehbar, während das rechte Ende durch einen Hubkolben 5, der sich in einem Zylinder 6 befindet, durch Pressluft o.dgl. angehoben werden kann. Der Zylinder 6 ist mit seinem Fuß um einen Bolzen 7schwenkbar, während die Kolbenstange 8 mittels eines Bolzens 9 gelenkig an dem Gleisstück 4 befestigt ist. Mit dem Gleisstück 4 ist in der Mitte ein Gehäuse 10 eines Vierwegehahns verbunden, dessen Hebel 11 über nachstellbare Gestänge 12 mit zwei Anschlaghebeln 13 und 14 verbunden ist. Rollt z.B. ein Förderwagen von links auf dieses Hubgleisstück auf, so überfährt er ohne Betätigung den Anschlaghebel 13, während der Anschlaghebel 14 in der Bahn des Radkranzes 15 hineinragt und durch diesen Radkranz nach unten gedrückt wird. Hierdurch
wird der Vierwegehahn 10 betätigt, sodass Druckluft unter den Kolben 5 strömt, wodurch das Gleisstück 4 angehoben wird. Der aufrollende Wagen wird hierdurch abgebremst und zum Stillstand gebracht und rollt dann durch die schräge Lage des Gleisstückes von rechts nach links von diesem Gleisstück 4 ab, unter Betätigung des Anschlages 13 durch den abrollenden Wagen und dadurch erfolgende Umstellung des Hahnes 10. Durch Umlegen der Weiche 3, die aber auch durch Federn in dieser Lage gehalten sein kann, rollt der Wagen nunmehr in das Gleis 16 (Fig. 4) und kann hier an einen Zug angekuppelt oder auf andere Weise weiter gebracht werden.
Selbstverständlich kann man auch die leeren Wagen nach diesem Verfahren umsetzen, um sie dann erst nach dem Umsetzen zu beladen. In diesem Falle würden also, nach Fig. 4,
beispielsweise die leeren Wagen aus dem Gleis 16 über die Weiche 3 dem Hubgleisstück zugeführt und von diesem zurück über die Weiche 3 in das Gleis 2 geleitet werden. In diesem Gleis 2 würde dann das Beladen und das Zusammenstellen zu einem Zug erfolgen.
Claims (2)
1. Verfahren zum Umsetzen von Förderwagen in Grubenbetrieben von einem Gleis in das Nachbargleis, dadurch gekennzeichnet, dass die Wagen über eine Weiche (3) auf ein durch einen Pressluftkolben (5) o.dgl. einseitig anhebbares Gleisstück (4) fahren, das nach dem Überfahren eines Steuerhebels durch den Wagen so angehoben wird, dass die auf diesem Gleisstück abgebremsten Wagen in entgegengesetzter Richtung von dem angehobenen Gleisstück (4) über die Weiche (3) in das Nachbargleis (16) zurückrollen.
2. Vorrichtung zum Ausüben des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der unter dem anhebbaren Gleisstück (4) angeordnete Hubkolben (5) durch einen Vierwegehahn (10) gesteuert wird, der von zwei durch die Förderwagenräder betätigten Anschlaghebel (13, 14) geschaltet wird.
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