DEP0002815DA - Verfahren zum Herstellen nahtloser Rohre - Google Patents

Verfahren zum Herstellen nahtloser Rohre

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DEP0002815DA
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seamless pipes
pipes
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English (en)
Inventor
Wilhelm Düsseldorf Martin
Erich Düsseldorf Olmesdahl
Adolf Düsseldorf Zimpel
Original Assignee
Stahl- und Röhrenwerk Reisholz AG, Düsseldorf
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Description

Bei den bekannten Verfahren zur Herstellung nahtloser Rohre, beispielsweise auf kontinuierlichen Rohrwalzwerken oder Stoßbanken, ist man bezüglich der erreichbaren Durchmesser begrenzt. Die hier vorgewalzten oder gestoßenen Rohre müssen deshalb auf zusätzlichen Einrichtungen auf kleinere Rohrabmessungen weiterverarbeitet werden. Beim Kaltziehverfahren geschieht das auf Kaltziehbänken, wo der Rohrdurchmesser in einem oder mehreren Zügen durch Ziehringe laufend verringert wird. Dabei kann man im allgemeinen mit Ziehgeschwindigkeiten 15 - 20 m/Min. arbeiten. Bisher wird allgemein die Ansicht vertreten, daß solche Ziehgeschwindigkeiten nur dann zulässig sind, nachdem die Rohre vor dem Ziehen sorgfältig entzundert wurden. Nach einem bekannten Verfahren wird die äußere Oxyd- und Zunderschicht der Rohre entfernt, und zwar durch Bondern und Aufbringen einer Phosphatschicht, die gleichzeitig als Schmiermittel wirken soll. In anderen Fällen schlägt man das Metallisieren des gereinigten Rohräußeren vor.
In umfangreichen Versuchen ergab sich nun, daß die Ent- fernung Oxyd- und Zunderschicht, die die Rohre aus der vorangegangenen Warmverarbeitung mitbringen, vor der weiteren Kaltverarbeitung nicht nur nicht erforderlich ist, sondern geradezu vorteilhaft auf die möglichen Ziehgeschwindigkeiten wirkt, sofern auf der Zunderschicht noch eine aus Fett, Graphit, Talkum, Schlemmkreide oder dergl. bestehende Paste aufgebracht wird. So beschaffene und vorbereitete Rohre ließen sich mit Ziehgeschwindigkeiten kaltziehen, die bis zum Zehnfachen der bisher möglichen Ziehgeschwindigkeiten reichten.
Wegen der bei diesen Ziehgeschwindigkeiten größeren Belastung der Ziehringe bestehen diese zweckmässigerweise aus Hartmetall, d.h.aus gesinterten Wolfram- oder dergl. Karbiden. Auch muß man die bisher verwendeten Kaltziehbänke dem erfindungsgemäßen Verfahren baulich anpassen, indem man sich nach Art der Erhardt`schen Stoßbank mit einem Zahnstangenantrieb für die Ziehvorrichtung ausstattet.
An der Zahnstange ist dann die Ziehstange befestigt oder der Ziehdorn, auf dem das Rohr durch die Ziehringe gestoßen wird. Beim Ziehen ist das Rohr bis zum Verlassen des Ziehringes zu führen und der Ziehring selbst zweckmässigerweise in einem Ziehring verschiebbaren Ziehringhalter anzuordnen.
Nach dem Verfahren nach dieser Erfindung wird die Leistung solcher Kaltziehbänke erheblich gesteigert. Die zum Teil sehr umfangreichen Anlagen für das Entzundern der Rohre kommen ganz in Fortfall.

Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung nahtloser Rohre durch Warmverformung und anschließendes Kaltziehen, dadurch gekennzeichnet, daß die aus der Warmverarbeitung stammende Oxyd- und Zunderschicht auf dem Rohr belassen und auf diese Oxyd- und Zunderschicht vor dem Kaltziehen ein Überzug aus Fett-, Graphit-, Talkum-, Schlemmkreide- oder dergl.- Paste aufgebracht wird.

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