DEP0002478DA - Insekten-Vertilgungsmittel - Google Patents
Insekten-VertilgungsmittelInfo
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Description
Die Eignung von Verbindungen der Formel
als Insektenvertilgungsmittel
worin X Chlor- oder Bromatome und Y und Z aliphatische, araliphatische, aromatische oder heterocyclische Radikale bedeuten und wobei Y und Z auch dem gleichen Radikal angehören können, ist aus der deutschen Patentschrift 741 661 bekannt geworden. Dort ist zwar bereits kurz erwähnt, daß die Anwendung des Mittels auch in Form wässriger Emulsionen erfolgen kann, jedoch finden sich keine weiteren Angaben über diese Anwendungsart. Im Gegenteil erfolgt dort allgemein die Verwendung des Mittels in Form von Lösungen in verdunstenden organischen Lösungsmitteln, wobei anscheinend durchweg etwa 5%ige Lösungen verwendet werden. Hieraus ist zu entnehmen, daß in üblicher Weise hergestellte wässrige Emulsionen der Verbindungen keine Vorteile gegenüber den bevorzugt angewendeten Lösungen aufzuweisen haben. Man kann ferner sogar aus der Bevorzugung der Lösungen schliessen, daß Emulsionen den Lösungen unterlegen sein müssen, weil sonst mehr Nachdruck auf die Anwendung des Mittels in Form wässriger Emulsionen gelegt worden wäre. Diese Bevorzugung von Lösungen gegenüber Emulsionen mag z.T. dadurch begründet worden sein, daß die Verbindungen leicht auskristallisieren und auch aus in üblicher Weise hergestellten Emulsionen leicht aufrahmen.
Es wurde nun gefunden, daß man mit einem kleinen Bruchteil der in den bisher üblichen Lösungen angewendeten Menge die Verbindungen bei der Insektenbekämpfung auskommt, wenn das Mittel in Form besonderer wässriger Emulsionen angewendet wird, welche obendrein die Nachteile der üblichen Emulsionen nicht aufweisen. Diese Emulsionen gemäss der Erfindung werden in der Weise erhalten, daß das Mittel zunächst in einen nicht verdunstenden Lösungsmittel gelöst und dann erst
emulgiert wird. Vorzugsweise dient als Lösungsmittel eine verseifbare, technische, natürliche oder synthetische Fettsäure, und die Emulsion wird dann am besten durch eine Teilverseifung dieser Fettsäure erhalten.
Als besonders geeignet haben sich als Lösungsmittel technische ungesättigte Fettsäuren und Oxyfettsäuren erwiesen, die bis zu 40% der Verbindungen bei 20° aufnehmen und auch bei teilweiser Verseifung mit Alkalien, vorzugsweise Ammoniak, in Lösung behalten. An Stelle oder zusammen mit einer Fettsäure können selbstverständlich auch Fette oder Öle oder ähnliche andere Körper, wie Harzsäuren, <Nicht lesbar> Naphtensäuren o.dgl. benutzt werden.
Die Emulgierung erfolgt nach der Verseifung durch weiteren Wasserzusatz ohne besondere mechanische Hilfsmittel, und die erhaltene Emulsion ist zwischen Temperaturen von plus 90° bis minus 20° beständig. Die Teilchengröße beträgt bei diesem Verfahren 0,5 bis 0,3 (My), während alle anderen im Handel befindlichen Präparate nach dem Verdunsten des Lösungsmittels oder nach Absorption der wässrigen Phase Teilchen von einer Größe über 1 (My) ausscheiden.
Als vorteilhaft hat sich ferner noch der Zusatz eines Schutzkolloids, z.B. von Stärke, erwiesen, wodurch die Teilchengröße noch weiter herabgesetzt und die Haltbarkeit der Emulsion vergrößert wird.
Durch das Insektenvertilgungsmittel gemäss der Erfindung wird die Wirkung erzielt, daß die Verbindungen in einer bisher noch nicht erreichten Teilchenfeinheit zur Anwendung gelangen. Die emulgierten Teilchen sind dabei kleiner als der Nervenporenquerschnitt der Insekten und werden dadurch besonders leicht von den Schädlingen aufgenommen. Ausserdem ist mit der Verwendung des nichtverdunstenden Lösungsmittels noch der Vorteil verbunden, daß die Kondensationsprodukte auch nach dem Verdunsten des Wassers noch in flüssiger Form vorliegen. Im flüssigen Zustand werden sie aber erheblich leichter als in fester Form von den Insekten aufge-
nommen, in welch letzterer Form sie beim Verdunsten der flüchtigen Lösungsmittel aus den bisher angewendeten Lösungen vorliegen.
Daher wird durch das Mittel gemäss der Erfindung eine ganz erhebliche und unerwartete Steigerung der Wirksamkeit der Verbindungen erzielt. Die gleichen Wirkungen, welche bisher mit 5%igen Lösungen in Alkohol oder Petroleum erreicht werden, treten jetzt bei Verwendung wässriger Emulsionen ein, welche nur 1/50% der Verbindungen enthalten. Die Wirkung ist also bei den Präparaten gemäss der Erfindung gegenüber den alten um das Hundertfache gesteigert.
Ausführungsbeispiel:
5 Teile Dichlor-diphenyl-trichloräthan werden in 10 Teilen Olein gelöst und mit 6 Teilen Amoniaklösung (8%ig) teilweise verseift. Durch Hinzufügen von 79 Teilen einer 1%igen Stärkelösung wird eine äusserst stabile Emulsion erhalten, welche zum Gebrauch als Schädlingsbekämpfungsmittel mit weiteren 4900 Teilen Wasser zu verdünnen ist.
Claims (4)
1.) Insektenvertilgungsmittel, enthaltend Verbindungen der Formel
worin X Chlor- oder Bromatome und Y und Z aliphatische, araliphatische, aromatische oder heterocyclische Radikale bedeuten, und wobei Y und Z auch dem gleichen Radikal angehören können, dadurch gekennzeichnet, daß es aus weniger als 1%, vorzugsweise weniger als 0,1% des wirksamen, in einem nichtverdunstenden Lösungsmittel gelösten Stoffe enthaltenden wässrigen Emulsionen besteht.
2.) Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Lösungsmittel verseifbare Fettsäuren, vorzugsweise ungesättigte Fettsäuren oder Oxyfettsäuren dienen und die Emulgierung durch eine Teilverseifung des Lösungsmittels bewirkt ist.
3.) Mittel nach den vorhergehenden Ansprüchen, gekennzeichnet durch den Zusatz von Schutzkolloiden.
4.) Mittel nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilchengröße des emulgierten Stoffs geringer als der Nervenporenquerschnitt der Insekten ist.
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