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Mittel zur Bekämpfung von Schadinsekten
Die Erfindung betrifft Mittel zur Bekämpfung schädlicher Insekten auf der Basis B, ss, 8-Trichlor-ci- - oxyäthylphosphonsäure-dialkylestern oder 8, ss-Dichlorvinyl-phosphorsäure-dialkylestern. Die Insektizide
Wirkung der beiden Ester ist recht unterschiedlich. Während der B, B-Dichlorvinylester eine gute Initialwirkung besitzt, zeigt der 8, 8, 8-Trichlorester eine sehr langsam ansteigende Wirkung, und er erreicht eine völlige Abtötung der Insekten erst nach längerer Zeit.
Man kann nun diese Startwirkung des 8, B, ss- - Trichlor-phosphonsi1ureesters durch Mischen mit dem Vinylester zu verbessern suchen, aber es sind noch keine genauen Angaben bekanntgeworden, in welcher Weise das Mischungsverhältnis der beiden genannten Schädlingsbekämpfungsmittel aufdie insektizide Wirkung des Gemisches gegenüber derjenigen der reinen Komponenten Einfluss nimmt.
Es wird öfters die Ansicht geäussert, dass sich bei Mischung zweier verschiedener Schädlingsbekämp- fungsmittel deren Eigenschaften voraussehbar ergänzen. Diese Ansicht entspricht jedoch keineswegs den Tatsachen und wird auch von den Fachleuten der chemischen, vor allem aber der biologischen Seite entschieden abgelehnt. Es kann vorkommen, dass ein Schädlingsbekämpfungsmittelgemisch nicht die erwarteten Eigenschaften zeigt oder sogar fast überhaupt versagt. Es muss somit als Erfindung und besonderer Fortschritt angesehen werden, eine Mischung mit überraschend hohen Werten zu ermitteln.
Unsere bisherigen Versuche. Mischungen von ss,ss,ss-Trichlor-α-oxyäthyl-phosphonsäure-dialkylestern und ss, S-Dichlorvinyl-phosphorsäure-dialkylester als Schädlingsbekämpfungsmittel zu verwenden, betrafen die Verbesserung der Startwirkung des erstgenannten Esters und die Herabsetzung der Toxizität des letzteren Esters. Es bestand somit noch die Aufgabe, die möglicherweise eintretende Verbesserung der insektiziden Wirksamkeit aufzuklären und eine technisch brauchbare Lehre zu entwickeln.
Eswurde nun gefunden, dass Mischungen von ss,ss,ss-Trichlor-α-oxyäthyl-phosphonsäure-dialkylestern und ti, ss-Dichlorvinyl-phosphorsaure-dralkylestern erne @sektizide Wirkung besitzen, die weit Über dem vermutbaren arithmetischen Mittelwert beider Komponenten liegt. Beispielsweise vermag der Trichlorester bei einer bestimmten Konzentration Fliegen binnen 120 Minuten zu töten, während der Vinylester bei gleicher Konzentration bereits nach 5 Minuten seine tödliche Wirkung entfaltet hat. Ein Gemisch beider Ester zu gleichen Teilen könnte die tödliche Wirkung nach 62,5 Minuten besitzen. Überraschenderweise wurde aber gedulden, dass dieses Gemisch seine volle abtötende Wirkung bereits nach 5, 5 Minuten erreicht hat.
Die Steigerung der insektiziden Wirkung über das rein mathematisch zu vermutende Mass hinaus ist derartig hoch, dass sie einen unerwarteten Effekt darstellt. Erfindungsgemäss hat man es durch Auswahl des Mischungsverhältnisses nunmehr in der Hand, Mischungen der beiden genannten Phosphorester mit jedem gewünschten Grad an Insektizidität herzustellen und zur Anwendung zu bringen. Es wurde jedoch gefunden, dass der P, ss-Dichlorvinyl-phosphorsäure-dialkylester die insektizide Wirksamkeit des Gemisches so stark beeinflusst, dass nur ein geringer Anteil im Gemisch genügt, um eine genügend hohe Wirkung zu erreichen.
Es wurde weiter gefunden, dass ein geringer Anteil von B, B, ss-Trichlor-α-oxyäthyl-phosphonsäure- -dialkylester im Gemisch dessen insektizide Wirksamkeit über die jenige der stärksten insektiziden Kompo-
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ss-Dichlorvinyl-phosphorsäure-dialkylesters,- Trichlorester eine bessere Initialwirkung auf Fliegen als der Vinylester allein. Diese Wirkung kann durch Verschiebung des Mischungsverhältnisses in Richtung der Senkung des Anteiles an ss, ss, ss-Trichlorester noch erhöht werden. Bei Anwendung des Gemisches auf Kornkäfer erfolgt bei bestimmter Konzentration die Erhöhung der insektiziden Wirkung, z.
B. im Zeitraum von 24 Stunden, über die Wirkungderbesten Insektiziden Komponente hinaus bereits bei einem Mischungsverhältnis von l : l und steigt noch im vorher dargelegten Sinne weiter an. Durch Zumischen des ss, B-Dichlorvinyl-phosphorsäure-dimethylesters zum ss, ss,ss-Trichlor-α-oxyäthyl-phosphonsäure-dimethylesterkann man also dessen Wirksamkeit erheblich steigern. Bei 10% iger Zumischung steigt die Wirksamkeit um etwa 950/0, bei 25%iger Zumischung um
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In den nachfolgenden Beispielen werden die insektiziden Werte'einzelner Mischungen angegeben.
Selbstverständlich beschränkt sich die Erfindung nicht allein auf die beispielsweise angegebenen Verhältnisse, sondern beinhaltet Mischungsverhältnisse, in denen jeder der beiden Ester von 0,5 bis 99, 5% enthalten sein kann.
Beispiel1 :Fliegentest.
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In einem Erlenmeyerkolben von 100 ml Rauminhalt werden 0,3 ml einer 5% igen Acetonlösung der Wirkstoffe in 0, l% iger Stellung angewandt. Dabei werden folgende. Ergebnisse erhalten : (Fliegen flugunfähig nach Minuten).
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<tb>
<tb>
A <SEP> 5 <SEP> Minuten
<tb> B120,9 <SEP> Minuten
<tb> A+B <SEP> 10,2 <SEP> Minuten
<tb> 10 <SEP> : <SEP> 90
<tb> A+B <SEP> 7,3 <SEP> Minuten
<tb> 25:75
<tb> A+B <SEP> 5,5 <SEP> Minuten
<tb> 50:50
<tb> A+B <SEP> 4,8 <SEP> Miunten
<tb> 75:25
<tb> A+B <SEP> 3,9 <SEP> Minuten
<tb>
Beispiel 2 : Fliegentest.
Die Bezeichnung der Ester erfolgt wie in Beispiel l. In einem Erlenmeyerkolben von 100 ml Rauminhalt werden 0,3 ml einer Sigen Acetonlösung der Wirkstoffe in 0, Öliger Stellung angewandt. Dabei
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<tb>
<tb>
ErgebA <SEP> 12,1 <SEP> Minuten
<tb> B <SEP> nach <SEP> 24 <SEP> Stunden <SEP> erst <SEP> 83,6%
<tb> A+B <SEP> 38,6 <SEP> Minuten
<tb> 10:90
<tb> A+B <SEP> 24,1 <SEP> Minuten
<tb> 25:75
<tb> A+B <SEP> 14,7 <SEP> Minuten
<tb> 50:50
<tb>
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<tb>
<tb> A+B <SEP> 12,0 <SEP> Minuten
<tb> 75:25
<tb> A+B <SEP> 11,6 <SEP> Minuten
<tb> 90:10
<tb>
Bei s pi el 3 : Kornkäfertest.
Die Bezeichnung der Ester erfolgt wie in Beispiel 1. In Petrischalen werden Calandra granaria mit 0,8 ml einer gen Acetonlösung der Wirkstoffe in 0, I% iger Stellung in Berührung gebracht. Dabei werden folgende Ergebnisse erhalten : (Prozentuale Abtötung nach Stunden).
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<tb>
<tb>
3 <SEP> Stunden <SEP> 5 <SEP> Ttunden <SEP> 24 <SEP> Stunden
<tb> A <SEP> 75,2 <SEP> 78,8 <SEP> 84,2
<tb> B <SEP> 6,5 <SEP> 8,2 <SEP> 61,9
<tb> A+B <SEP> 67,7 <SEP> 76,2 <SEP> 81,7
<tb> 10 <SEP> :90
<tb> A+B <SEP> 75,0 <SEP> 78,5 <SEP> 83,1
<tb> 25:75
<tb> A+B <SEP> 75,8 <SEP> 80,8 <SEP> 87,3
<tb> 50:50
<tb> A+B <SEP> 76,5 <SEP> 84,2 <SEP> 89,5
<tb> 75 <SEP> :25
<tb> A+B <SEP> 77,0 <SEP> 85,7 <SEP> 92,0
<tb> 90:10
<tb> Steigerung <SEP> gegenuber <SEP> A <SEP> 1,8% <SEP> 6,9% <SEP> 7,8%
<tb>
Beispiel4 :Kornkäfertest.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.