AT221870B - Mittel zur Bekämpfung von Schadinsekten - Google Patents

Mittel zur Bekämpfung von Schadinsekten

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AT221870B
AT221870B AT508960A AT508960A AT221870B AT 221870 B AT221870 B AT 221870B AT 508960 A AT508960 A AT 508960A AT 508960 A AT508960 A AT 508960A AT 221870 B AT221870 B AT 221870B
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Werner Faatz
Wilfried Dr Kramer
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Wolfen Filmfab Veb
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Mittel zur Bekämpfung von Schadinsekten 
Die Erfindung betrifft Mittel zur Bekämpfung schädlicher Insekten auf der Basis   B,   ss,   8-Trichlor-ci-     - oxyäthylphosphonsäure-dialkylestern   oder 8,   ss-Dichlorvinyl-phosphorsäure-dialkylestern. Die Insektizide  
Wirkung der beiden Ester ist recht unterschiedlich. Während der   B,     B-Dichlorvinylester   eine gute Initialwirkung besitzt, zeigt der 8, 8,   8-Trichlorester   eine sehr langsam ansteigende Wirkung, und er erreicht eine völlige Abtötung der Insekten erst nach längerer Zeit.

   Man kann nun diese   Startwirkung   des 8,   B,   ss-   - Trichlor-phosphonsi1ureesters   durch Mischen mit dem Vinylester zu verbessern suchen, aber es sind noch keine genauen Angaben bekanntgeworden, in welcher Weise das Mischungsverhältnis der beiden genannten Schädlingsbekämpfungsmittel aufdie insektizide Wirkung des Gemisches gegenüber derjenigen der reinen Komponenten Einfluss nimmt. 



   Es wird öfters die Ansicht geäussert, dass sich bei Mischung zweier verschiedener   Schädlingsbekämp-   fungsmittel deren Eigenschaften voraussehbar ergänzen. Diese Ansicht entspricht jedoch keineswegs den Tatsachen und wird auch von den Fachleuten der chemischen, vor allem aber der biologischen Seite entschieden abgelehnt. Es kann vorkommen, dass ein Schädlingsbekämpfungsmittelgemisch nicht die erwarteten Eigenschaften zeigt oder sogar fast überhaupt versagt. Es muss somit als Erfindung und besonderer Fortschritt angesehen werden, eine Mischung mit überraschend hohen Werten zu ermitteln. 



   Unsere bisherigen   Versuche. Mischungen von ss,ss,ss-Trichlor-&alpha;-oxyäthyl-phosphonsäure-dialkylestern   und ss,   S-Dichlorvinyl-phosphorsäure-dialkylester   als   Schädlingsbekämpfungsmittel   zu verwenden, betrafen die Verbesserung der Startwirkung des erstgenannten Esters und die Herabsetzung der Toxizität des letzteren Esters. Es bestand somit noch die Aufgabe, die möglicherweise eintretende Verbesserung der insektiziden Wirksamkeit   aufzuklären und   eine technisch brauchbare Lehre zu entwickeln. 



     Eswurde nun gefunden, dass Mischungen von ss,ss,ss-Trichlor-&alpha;-oxyäthyl-phosphonsäure-dialkylestern   und   ti,     ss-Dichlorvinyl-phosphorsaure-dralkylestern erne @sektizide Wirkung besitzen,   die weit Über dem vermutbaren arithmetischen Mittelwert beider Komponenten liegt. Beispielsweise vermag der Trichlorester bei einer bestimmten Konzentration Fliegen binnen 120 Minuten zu töten, während der Vinylester bei gleicher Konzentration bereits nach 5 Minuten seine tödliche Wirkung entfaltet hat. Ein Gemisch beider Ester zu gleichen Teilen könnte die tödliche Wirkung nach 62,5 Minuten besitzen.   Überraschenderweise   wurde aber   gedulden,   dass dieses Gemisch seine volle abtötende Wirkung bereits nach 5, 5 Minuten erreicht hat. 



   Die Steigerung der insektiziden Wirkung über das rein mathematisch zu vermutende Mass hinaus ist derartig hoch, dass sie einen unerwarteten Effekt darstellt. Erfindungsgemäss hat man es durch Auswahl des Mischungsverhältnisses nunmehr in der Hand, Mischungen der beiden genannten Phosphorester mit jedem gewünschten Grad an Insektizidität herzustellen und zur Anwendung zu bringen. Es wurde jedoch gefunden, dass der   P,   ss-Dichlorvinyl-phosphorsäure-dialkylester die insektizide Wirksamkeit des Gemisches so stark   beeinflusst, dass   nur ein geringer Anteil im Gemisch genügt, um eine genügend hohe Wirkung zu erreichen. 



   Es wurde weiter gefunden, dass ein geringer Anteil von   B,   B,   ss-Trichlor-&alpha;-oxyäthyl-phosphonsäure-   -dialkylester im Gemisch dessen insektizide Wirksamkeit über die jenige der stärksten insektiziden   Kompo-   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 ss-Dichlorvinyl-phosphorsäure-dialkylesters,- Trichlorester eine bessere Initialwirkung auf Fliegen als der Vinylester   allein. Diese Wirkung   kann durch Verschiebung des Mischungsverhältnisses in Richtung der Senkung des Anteiles an ss, ss, ss-Trichlorester noch erhöht werden. Bei Anwendung des Gemisches auf Kornkäfer erfolgt bei bestimmter Konzentration die Erhöhung der insektiziden Wirkung,   z.

   B.   im Zeitraum von 24 Stunden, über die   Wirkungderbesten   Insektiziden Komponente hinaus bereits bei einem   Mischungsverhältnis   von   l : l   und steigt noch im vorher dargelegten Sinne weiter an. Durch   Zumischen des ss, B-Dichlorvinyl-phosphorsäure-dimethylesters   zum ss,   ss,ss-Trichlor-&alpha;-oxyäthyl-phosphonsäure-dimethylesterkann man   also dessen Wirksamkeit erheblich   steigern. Bei 10% iger Zumischung   steigt die Wirksamkeit um etwa   950/0,   bei 25%iger Zumischung um 
 EMI2.2 
 



   In den nachfolgenden Beispielen werden die insektiziden Werte'einzelner Mischungen angegeben. 



  Selbstverständlich beschränkt sich die Erfindung nicht allein auf die beispielsweise angegebenen Verhältnisse, sondern beinhaltet Mischungsverhältnisse, in denen jeder der beiden Ester von 0,5 bis 99, 5% enthalten sein kann. 



   Beispiel1 :Fliegentest. 
 EMI2.3 
 



   In einem Erlenmeyerkolben von 100 ml Rauminhalt werden 0,3 ml einer 5% igen Acetonlösung der Wirkstoffe in   0, l% iger   Stellung angewandt. Dabei werden folgende. Ergebnisse erhalten : (Fliegen flugunfähig nach Minuten). 
 EMI2.4 
 
<tb> 
<tb> 



  A <SEP> 5 <SEP> Minuten
<tb> B120,9 <SEP> Minuten
<tb> A+B <SEP> 10,2 <SEP> Minuten
<tb> 10 <SEP> : <SEP> 90
<tb> A+B <SEP> 7,3 <SEP> Minuten
<tb> 25:75
<tb> A+B <SEP> 5,5 <SEP> Minuten
<tb> 50:50
<tb> A+B <SEP> 4,8 <SEP> Miunten
<tb> 75:25
<tb> A+B <SEP> 3,9 <SEP> Minuten
<tb> 
   Beispiel 2 : Fliegentest.    



   Die Bezeichnung der Ester erfolgt wie in Beispiel l. In einem Erlenmeyerkolben von 100 ml Rauminhalt werden 0,3 ml einer   Sigen Acetonlösung   der Wirkstoffe in 0,   Öliger   Stellung angewandt. Dabei 
 EMI2.5 
 
 EMI2.6 
 
<tb> 
<tb> 



  ErgebA <SEP> 12,1 <SEP> Minuten
<tb> B <SEP> nach <SEP> 24 <SEP> Stunden <SEP> erst <SEP> 83,6%
<tb> A+B <SEP> 38,6 <SEP> Minuten
<tb> 10:90
<tb> A+B <SEP> 24,1 <SEP> Minuten
<tb> 25:75
<tb> A+B <SEP> 14,7 <SEP> Minuten
<tb> 50:50
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> A+B <SEP> 12,0 <SEP> Minuten
<tb> 75:25
<tb> A+B <SEP> 11,6 <SEP> Minuten
<tb> 90:10
<tb> 
   Bei s pi el 3 : Kornkäfertest.    



   Die Bezeichnung der Ester erfolgt wie in Beispiel 1. In Petrischalen werden Calandra granaria mit 0,8 ml einer   gen   Acetonlösung der Wirkstoffe in 0,   I% iger Stellung   in Berührung gebracht. Dabei werden folgende Ergebnisse erhalten : (Prozentuale Abtötung nach Stunden). 
 EMI3.2 
 
<tb> 
<tb> 



  3 <SEP> Stunden <SEP> 5 <SEP> Ttunden <SEP> 24 <SEP> Stunden
<tb> A <SEP> 75,2 <SEP> 78,8 <SEP> 84,2
<tb> B <SEP> 6,5 <SEP> 8,2 <SEP> 61,9
<tb> A+B <SEP> 67,7 <SEP> 76,2 <SEP> 81,7
<tb> 10 <SEP> :90
<tb> A+B <SEP> 75,0 <SEP> 78,5 <SEP> 83,1
<tb> 25:75
<tb> A+B <SEP> 75,8 <SEP> 80,8 <SEP> 87,3
<tb> 50:50
<tb> A+B <SEP> 76,5 <SEP> 84,2 <SEP> 89,5
<tb> 75 <SEP> :25
<tb> A+B <SEP> 77,0 <SEP> 85,7 <SEP> 92,0
<tb> 90:10
<tb> Steigerung <SEP> gegenuber <SEP> A <SEP> 1,8% <SEP> 6,9% <SEP> 7,8%
<tb> 
 
Beispiel4 :Kornkäfertest. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. Anordnung und Ausführung wie in Beispiel 3, nur werden die Wirkstoffe in 0, Öliger Stellung angewandt. Die Ergebnisse (prozentuale Abtötung nach Stunden) : EMI3.3 <tb> <tb> 3 <SEP> Stunden <SEP> 5 <SEP> Stunden <SEP> 24 <SEP> Stunden <tb> A <SEP> 63,0 <SEP> 74,8 <SEP> 78,7 <tb> B <SEP> 0 <SEP> 1,0 <SEP> 8,8 <tb> A+B <SEP> 5,5 <SEP> 17,2 <SEP> 74,2 <tb> 10:90 <tb> A+B <SEP> 26,3 <SEP> 45,8 <SEP> 76,9 <tb> 25:75 <tb> A+B <SEP> 53,7 <SEP> 70,7 <SEP> 77,3 <tb> 50 <SEP> :50 <tb> A+B <SEP> 62,5 <SEP> 73,3 <SEP> 79,2 <tb> 75 <SEP> :25 <tb> A+B <SEP> 70,4 <SEP> 75,3 <SEP> 80,1 <tb> 90 <SEP> :10 <tb> Steigerung <SEP> gegenuber <SEP> A <SEP> 7,4% <SEP> 1,0% <SEP> 1,4% <tb> PATENTANSPRÜCHE :
    EMI3.4 <Desc/Clms Page number 4> gekennzeichnetestern, wobei jeder dieser Wirkstoffe zu 0, 5 -99,5% anwesend ist.
    2. Mittel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gemischanteil des B, 8-Dichlorvinyl-phosphor- säure-dialkylesters von 0,5 bis 10%.
AT508960A 1960-04-12 1960-07-02 Mittel zur Bekämpfung von Schadinsekten AT221870B (de)

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