DE377429C - Verfahren zur Bekaempfung der Reblaus - Google Patents
Verfahren zur Bekaempfung der ReblausInfo
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
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- A01N—PRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
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Description
- Verfahren zur Bekämpfung der Reblaus.' Es ist bekannt, zur Bekämpf Ling von Pflanzenschädlingen Schwefel, Kalk, Sabadillsamen, Essig, Benzoepech u. dgl. zu verwenden. Die bisher bekannt gewordenen Mischungen und Zusammensetzungen dieser Stoffe sind aber für die Bekämpfung der Reblaus wenig oder gar nicht geeignet, da sie meistens nur di der entwickelten Schädlinge am RebZL###, nicht die Vernichtung der Larven und Eier bewirkten. Geschah jedoch dieses, so erlitt die Pflanze dadurch derartigen Schaden, daß sie einging. Alle die bekannten Mittel nehmen anf die eigenartige Entwicklung besonders der europäischen Reblausarten nicht genügend Rücksicht. Während eine meist in Amerika auftretende Reblausart, die Phyloxera aphidina, fast nur oberirdisch auftritt, lebt die in Europa vorkommende Phyloxera vastatrix (Planch) oberirdisch und unterirdisch, so daß die Bekiimpfung sich auf beide Gebiete erstrecken muß, wenn diese Schädlinge der Weinrebe wirklich ausgerottet werden sollen. Eine solche gänzliche Ausrottung ist aber erforderlich, wenn dem Cbel dauernd abgeholfen werden soll, zumal aus einem einzigen Muttertiere sich im Laufe des Sommers eine Generation von mehreren Millionen Läusen entwickelt. Es war bisher nicht gelungen, ein Mittel zu schaffen, welches dieser Entwicklung gewachsen war und sowohl die entwickelten Tiere als auch die Larven und Eier abzutöten vermochte. Größtenteils wirkten die Mittel nur oberirdisch, hafteten nicht, so daß beim ersten Regen die Wirkung vorbei war, oder sie drangen nicht tief genug in den Erdboden, um die dort an den Wurzeln sitzenden Rebläuse zu treffen. Die bis jetzt bekannten Mittel zur Anwendung für die --Wurzel helfen nur sehr schwach oder gar nicht, da sie nicht genügend eindringen, und machen infolge ihrer leichten Flüchtigkeit eine häufigere Anwendung nötig. Daher wurde bislier als einziges wirksames Mittel ein jahrelanges Brachliegen des von der Reblaus befallenen Geländes angesehen. Dieses Mittel ist aber wirtschaftlich nicht nur von großem Nachteil, sondern führt auch oft zu größeren Schäden in den benachbarten Geländen, da infolge Wanderung, Übertragung durch Menschen, Tiere, Geräte o. dgl. leicht ein Verschleppen der Läuse, Eier oder Larven in nicht verseuchte Gegenden erfolgen kann.
- Die Herstellung des vorliegenden Mittels nimmt auf alle Eigenschaften der Reblaus Rücksicht, und es ist damit ein Mittel geschaffen, welches die Reblaus, gleichgültig in welchem Entwicklungsstadium sie sich befindet, abtötet oder ihr die Lebensbedingung nimmt, ein Ab- wandern oder Zuwandern der Tiere verhindert und gleichzeitig heilend auf die Wunden, welche durch die Reblaus dem Rebsto&e beigebracht sind, einwirkt. Es ist dieses Mittel also nicht nur geeignet, den Rebstock von den Schädlingen zu befreien, sondern schützt ihn auch vor weiterem Zuzuge und kräftigt ihn wieder so weit, daß seine Tragfähigkeit erhalten bleibt.
- Das Wesen der Erfindung liegt in der Verwendung zwei verschiedener Mischungen, und zwar ist das eine Mittel zur Behandlung der oberirdischen Teile des Rebstockes bestimmt, während die andere Mischung für die Behandlung des Wurzelballens und des darumliegenden Erdreiches dient. I Die HersteUung der MischurIg zur Behandlung des Stammes, der Zweige und Blätter des Rebstockes geschieht wie folgt: ioo Teile Schwefelblume, So Teile ungebrann ter Kalk und 3co Teile Wasser werden gemischt. Neben dieser Mischung wird eine zweite Mischung vorgenommen, und zwar werden ro Teile Sabadillsamen durch i#o Teile Wein- oäe#r Bieressig aufgeschlossen u#'d sodann mit :zo .s Teilen Benzoepech, welches in Alkohol aufgelo* t ist, vermengt.
- Die beiden Mischungen werden zusammengeschüttet und hierzu kurz vor Gebrauch noch So Teile Gips zugesetzt.
- Dieses Mittel wird in üblicher Weise auf die Blätter und auf die von den Läusen befallenen Stellen am Stamm mit einem Pinsel aufgetragen oder mit einer Spritze aufgespritzt.
- Die Bestandteile des für die Behandlung der Wurzeln bestimmten Mittels sind im wesentlichen dieselben, nur kommt nicht Schwefelblume, sondern Kaliumsulfat in Anwendung. Außerdem wird hier noch Leim zür besseren Bindefähigkeit hinzugesetzt.
- Die Zusammensetzung dieses für die Wurzeln bestimmten Mittels geschieht wie folgt: Zoo Teile Kaliumsulfat und ioo Teile chlorsaures Kali werden in etwas heißem Wasser aufgelöst und dieser LÖSUng 2(,'o Teile in Wasser gelösten Leimes zugefügt. Außerdem werden ,gooo Teile Wasser mit 2co Teilen Benzoepech, aufgelöst in Alkohol, und 20o Teilen Sabadillsamen vermischt, welcher vorher durch Beigabe von 6oo Teilen Wein- oder Bieressig aufgeschlossen wurde. Dann wird diese Mischung mit der anderen Mischung zusammengegossen. Kurz vor der Anwendung des Mittels werden noch 5oo Teile Gips zugesetzt und sodann die Flüssigkeit mit der zwanzigfachen Menge Wasser verdünnt.
- Diese Mischung wird dann rings um den Rebstock gegossen, wozu bei einzeln stehenden Pflanzen in etwa 2o cm Abstand vom Stamm ein kleiner Wall geschaufelt wird. Bei in Reihen gepflanzten Rebstöcken können die Wälle zur Eindämmung des Aufgusses gleich für ganze Reihen vorgesehen sein,
Claims (1)
- PATEXT-ANSPRUCH: Verfahren zur Bekämpfung der Reblaus, gekennzeichnet durch die gleichzeitige Verwendung von zwei Mischungen, wovon die eine auf die Teile der Pflanze über der Erde zur Einwirkung gebracht wird und aus ,3co Teilen Wasser, iGo Teilen Schwefelblume, ,5o Teilen ungebranntem Kalk, So Teilen Sabadillsamen, igo Teilen Essig, So Teilen Benzoepech, in Alkohol gelöst, und go Teilen Gips besteht, während die andere Mischung in zwanzigfacher Verdünnung mit Wasser zur Einwirkung auf den Erdboden und den N#,»urzelballen gelangt und aus 5ooo Teilen Wasser, 5("o Teilen Kaliumsulfat, ioo Teilen chlorsaurem Kali, 2oo Teilen Leim, 2oo Teilen Benzoepech, in Spiritus gelöst, 20o Teilen Sabadillsamen, 6oo Teilen Essig und 5oo Teilen Gips zusammengesetzt ist.
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| DE377429C true DE377429C (de) | 1923-06-19 |
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- 1921-05-08 DE DEE26589D patent/DE377429C/de not_active Expired
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