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Fungizide Zusammensetzung mit Aktivität gegen Oidium
Die Erfindung betrifft fungizide Zusammensetzungen, welche eine vorbeugende und heilende Aktivität gegen Fadenpilze zusammen mit einer vorbeugenden und heilenden Aktivität gegen fungusartige Endoparasiten besitzen.
Im Patent Nr. 23278 6 wurde die fungizide Aktivität sowohl in endophytotherapeutischer Hinsicht als auch zur Immunisierung und/oder die sporentötende Wirkung durch Kontakt und Verräuchern von Verbindungen beansprucht, welche zur nachstehenden allgemeinen Formel : A-CO-CH-CH-Y
2 2 gehören, worin A eine einfache oder substituierte Arylgruppe und Y eine einfache oder substituierte Aminogruppe oder das Salz einer Aminogruppe ist.
Es wurde nun gefunden, dass eine besondere Gruppe von Verbindungen der oberwähnten Klasse, nämlich die in Wasser kaum löslichen Salze der ss-Aminoaryläthylketone und insbesondere die Pikrate nicht nur eine allgemeine sporentötende und fungizide Wirkung bei Kontakt und Räucherung, sondern auch eine sehr hohe Aktivität gegen Fadenpilze zeigen.
Diese Tatsache ist überraschend, da es bekannt ist, dass Verbindungen mit Wirkung gegen Fadenpilze sehr spezifisch sind und keine der bekannten Verbindungen, welche gegen von Oidium verschiedenen Kryptogamen wirkt, auch gegen Fadenpilze wirksam ist.
Das unterschiedliche Verhalten der verschiedenen Arten von Fadenpilzen gegenüber den andern Kryp- togamen erklärt sich aus der Tatsache, dass die zwei Gruppen von Parasiten vom physiologischen Standpunkt zu grundsätzlich verschiedenen Arten gehören (die Fadenpilzarten sind Ectoparasiten, die andern hingegen Endoparasiten).
Darüber hinaus muss berücksichtigt werden, dass eine wirksame Bekämpfung von Pflanzenerkrankungen, welche durch Endoparasiten verursacht sind, in vorbeugender Weise sehr einfach durch eine sporentötende Wirkung erzielt werden kann, im Falle von Oidium hingegen nicht nur die Konidien, sondern auch das Mycel zerstört werden muss, um einen wirksamen Schutz zu erzielen.
Daher war es nicht vorhersehbar, dass eine Gruppe der neuen Schädlingsbekämpfungsmittel, welche in wirksamer Weise die meisten üblichen, durch Endoparasiten verursachten Pflanzenerkrankungen bekämpft (wie im Stammpatent gezeigt ist), auch gegen Fadenpilze wirksam sein könnte.
Es ist klar, dass sich ein grosser ökonomischer Vorteil (hinsichtlich der Einsparung von Produkten und Vereinfachung der Anwendungstechnik) aus der Tatsache ergibt, dass Verbindungen zur Bekämpfung verschiedener Pilzerkrankungen, welche durch die zwei oberwähnten Gruppen von Pathogenen verursacht werden, ident sind.
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Daher ist es beispielsweise möglich, mit einem einzigen Produkt den Mehltau der Reben (Plasmopara viticola), den Faden- (bzw. Schimmel-) pilz der Reben (Oidium tuceri), den Apfelschorf (venturia inaequalis) und den Apfelfadenpilz (Oidium farinosum) usw. zu bekämpfen.
In der nachfolgenden Tabelle wurden jene Verbindungen der genannten Gruppe aufgezählt, welche sich als besonders interessant erwiesen und die Bezeichnung, mit welchen sie im Nachstehenden angeführt werden, gleichfalls angegeben.
Tabelle 1
EMI2.1
<tb>
<tb> Bezeichnung <SEP> Chemischer <SEP> Name <SEP> Physikal. <SEP> Zustand
<tb> S. <SEP> 558 <SEP> ss-Dimethylamino-9-anthranyl-
<tb> äthylketon-picrat <SEP> kristallin
<tb> S. <SEP> 560 <SEP> ss- <SEP> Morpholino-4-chlor-l-naphthyl- <SEP>
<tb> äthylketon-picrat <SEP> kristallin
<tb> S. <SEP> 565 <SEP> 0-Dipropylamino-l-naphthyl-
<tb> äthylketon-picrat <SEP> kristallin
<tb> S. <SEP> 628 <SEP> ss- <SEP> Morpholino- <SEP> 9-anthranyl- <SEP>
<tb> äthylketon-picrat <SEP> kristallin
<tb>
Alle diese Produkte wurden durch Fällung mit Pikrinsäure aus Lösungen, welche das Hydrochlorid des entsprechenden Amins enthielten, hergestellt.
Im nachfolgenden sind die bei Anwendung einiger der in Frage stehenden Produkte bei Anwendung im freien Feld gegen verschiedene Spezies von Faden- bzw. Schimmelpilzen erhaltenen Ergebnisse wiedergegeben.
Die angeführten aktiven Substanzen wurden in einer einzigen Art von Mischung nachstehender Zusammensetzung verwendet :
Aktive Substanz 30tao
Esso 54/20 Mineralöl 605to
Emulgator 100/0
Die aktive Substanz wurde in Gegenwart des Öls und des Emulgators feinst verteilt. a) Oidium tuceri bei Weinreben.
Der im nachfolgenden wiedergegebene Versuch wurde ausgeführt, um die Aktivität gegen Fadenpilze von S. 560 zusammen mit dessen Aktivität gegen einen wichtigen Endoparasiten der Weinrebe, insbesondere den Mehltau des Weins (plasmopara viticola), aufzuzeigen, wobei Asphor (welches bekanntermassen eine hohe Aktivität gegen den Mehltau des Weins, jedoch nicht gegen Fadenpilze besitzt) als Vergleichssubstanz verwendet wurde.
Den Versuchen lagen folgende Voraussetzungen zugrunde : S. 5 60,"Asphor" und Kontrollprobe wurden wiederholten Behandlungen unterworfen (gemäss dem üblichen zur Bekämpfung von Mehltau der Weinrebe verwendeten Verfahren), wobei drei Weinstock-Reihen für jede Aufgabenstellung eingesetzt wurden (etwa 120 Pflanzen). Während des Versuches wurden 15 Behandlungen durchgeführt.
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Tabelle 2 Werte bestimmt nach der 9. Behandlung betreffend die Bekämpfung von Fadenpilz (Oidium) bei Weinreben (0)
EMI3.1
<tb>
<tb> Produkte <SEP> Dosis <SEP> Anzahl <SEP> unter- <SEP> Anzahl <SEP> der <SEP> Prozentanteil <SEP> befallener <SEP> Trauben,
<tb> suchter <SEP> Trauben <SEP> gesunden <SEP> Trauben <SEP> aufgeteilt <SEP> nach <SEP> Befallgrad <SEP> (00)
<tb> % <SEP> Nr. <SEP> % <SEP> 1 <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 4
<tb> Asphor <SEP> 2 <SEP> 227 <SEP> 70, <SEP> 1 <SEP> 19,4 <SEP> 8,8 <SEP> 1, <SEP> 3 <SEP> 0,4
<tb> Asphor <SEP> 1 <SEP> 227 <SEP> 56,0 <SEP> 28,2 <SEP> 10,6 <SEP> 4,4 <SEP> 0,8
<tb> S. <SEP> 560 <SEP> 2 <SEP> 185 <SEP> 100,0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> S.
<SEP> 560 <SEP> 1 <SEP> 217 <SEP> 91, <SEP> 3 <SEP> 6, <SEP> 4 <SEP> 1, <SEP> 8 <SEP> 0, <SEP> 4 <SEP> 0
<tb> Kontrolle <SEP> 247 <SEP> 63,2 <SEP> 14,6 <SEP> 12,2 <SEP> 6, <SEP> 1 <SEP> 4, <SEP> 0
<tb>
(0) Die Bestimmung wurde nur an den Trauben durchgeführt, da zum Zeitpunkt des Versuches die
Blätter von den Kryptogamen noch nicht befallen waren.
(00) 1 = 1/4 der Trauben befallen
2 = 1/2 der Trauben befallen
3 = 3/4 der Trauben befallen
4 = Trauben vollständig vom Pilz befallen.
Tabelle 3
Werte bestimmt nach der 9. Behandlung betreffend die Bekämpfung von Mehltau bei Weinreben an Trauben und Blättern
EMI3.2
<tb>
<tb> Produkte <SEP> Dosis <SEP> Blätter
<tb> Anzahl <SEP> unter- <SEP> Prozentanteil <SEP> Prozentanteil <SEP> befallener <SEP> Blätter,
<tb> suchter <SEP> Blätter <SEP> gesunder <SEP> Blätter <SEP> aufgeteilt <SEP> nach <SEP> Befallgrad <SEP> (0)
<tb> 0/0 <SEP> 1 <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 4 <SEP>
<tb> Asphor <SEP> 2 <SEP> 1563 <SEP> 95, <SEP> 1 <SEP> 3,8 <SEP> 0,7 <SEP> 0,3 <SEP> 0,06
<tb> Asphor <SEP> 1 <SEP> 1530 <SEP> 89, <SEP> 6 <SEP> 7, <SEP> 2 <SEP> 2, <SEP> 1 <SEP> 0, <SEP> 8 <SEP> 0, <SEP> 19 <SEP>
<tb> S. <SEP> 560 <SEP> 2 <SEP> 1490 <SEP> 80,8 <SEP> 9,5 <SEP> 4,7 <SEP> 2,6 <SEP> 2,4
<tb> S.
<SEP> 560 <SEP> 1 <SEP> 1430 <SEP> 81,2 <SEP> 8,1 <SEP> 4,1 <SEP> 2,3 <SEP> 3,7
<tb> Kontrolle <SEP> 1752 <SEP> 29,7 <SEP> 6, <SEP> 6 <SEP> 12, <SEP> 1 <SEP> 10,8 <SEP> 40,8
<tb>
(0) 1 = Blätter mit nur einem Fleck
2 = Blätter mit zwei Flecken
3 = Blätter mit drei Flecken
4 = Blätter mit mehr als drei Flecken (00) 1 = 1/4 der Trauben befallen
2 = 1/2 der Trauben befallen
3 = 3/4 der Trauben befallen
4 = Trauben vollständig vom Pilz befallen
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Tabelle 3 (Fortsetzung)
EMI4.1
<tb>
<tb> Trauben
<tb> Anzahl <SEP> geprüfter <SEP> Prozentanteil <SEP> Prozentanteil <SEP> befallener <SEP> Trauben,
<tb> Trauben <SEP> gesunder <SEP> Trauben <SEP> aufgeteilt <SEP> nach <SEP> Befallgrad <SEP> (00)
<tb> 1 <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 4 <SEP>
<tb> 227 <SEP> 99,6 <SEP> 0, <SEP> 4 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> 227 <SEP> 99, <SEP> 2 <SEP> 0,
<SEP> 4 <SEP> 0, <SEP> 4 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> 185 <SEP> 99, <SEP> 5 <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> 217 <SEP> 91,7 <SEP> 6,0 <SEP> 1, <SEP> 4 <SEP> 0,9 <SEP> 0
<tb> 247 <SEP> 35,2 <SEP> 10,9 <SEP> 12,9 <SEP> 13,4 <SEP> 27,6
<tb>
Tabelle 4 Werte bestimmt nach der 13. Behandlung betreffend die Bekämpfung von Fadenpilz (Oidium) und Mehltau an Trauben
EMI4.2
<tb>
<tb> Produkte <SEP> Dosis <SEP> Anzahl <SEP> unter- <SEP> Anzahl <SEP> völlig <SEP> Fadenpilz
<tb> suchter <SEP> Trauben <SEP> gesunder <SEP> Trauben
<tb> Gesunde <SEP> Prozentanteil <SEP> befallener <SEP> Trauben,
<tb> Trauben <SEP> aufgereilt <SEP> nach <SEP> Befallgrad <SEP> ( )
<tb> % <SEP> 1 <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 4
<tb> Asphor <SEP> 2 <SEP> 227 <SEP> 32,1 <SEP> 34, <SEP> 4 <SEP> 18, <SEP> 1 <SEP> J6, <SEP> 8 <SEP> 13,7 <SEP> 17, <SEP> 1 <SEP>
<tb> Asphor <SEP> l <SEP> 227 <SEP> 25,6 <SEP> 25,
6 <SEP> 26,0 <SEP> 18,1 <SEP> 18, <SEP> 8 <SEP> 11, <SEP> 4 <SEP>
<tb> S. <SEP> 560 <SEP> 2 <SEP> 185 <SEP> 76,3 <SEP> 80, <SEP> 5 <SEP> 18, <SEP> 4 <SEP> 1,08 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> S. <SEP> 560 <SEP> 1 <SEP> 219 <SEP> 69, <SEP> 3 <SEP> 81, <SEP> 5 <SEP> 15,7 <SEP> 2,7 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> Kontrolle <SEP> 247 <SEP> 4, <SEP> 8 <SEP> 37, <SEP> 7 <SEP> 23,1 <SEP> 15, <SEP> 4 <SEP> 11,8 <SEP> 21, <SEP> 1 <SEP>
<tb>
(0) 1 = 1/4 der Trauben befallen
2 = 1/2 der Trauben befallen
3 = 3/4 der Trauben befallen
4 = Trauben vollständig vom Pilz befallen Tabelle 4 (Fortsetzung)
EMI4.3
<tb>
<tb> Trockene <SEP> Mehltau <SEP> der <SEP> Weinrebe
<tb> Trauben <SEP> Gesunde <SEP> Prozentanteil <SEP> befallener <SEP> Trauben, <SEP> Trockene
<tb> Trauben <SEP> aufgeteilt <SEP> nach <SEP> Befallgrad <SEP> (0)
<SEP> Trauben
<tb> 0/0 <SEP> % <SEP> 1 <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 4 <SEP> 0/0 <SEP>
<tb> 0, <SEP> 8 <SEP> 96, <SEP> 5 <SEP> 9,7 <SEP> 0, <SEP> 4 <SEP> 0 <SEP> 0, <SEP> 4 <SEP> 0, <SEP> 4 <SEP>
<tb> 0 <SEP> 96, <SEP> 5 <SEP> 2, <SEP> 7 <SEP> 0, <SEP> 8 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> 0 <SEP> 93, <SEP> 1 <SEP> 5, <SEP> 9 <SEP> 1, <SEP> 08 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> 0 <SEP> 85, <SEP> 5 <SEP> 11, <SEP> 0 <SEP> 1, <SEP> 3 <SEP> 0, <SEP> 9 <SEP> 1, <SEP> 3 <SEP> 0, <SEP> 4 <SEP>
<tb> 0, <SEP> 8 <SEP> 19, <SEP> 7 <SEP> 19, <SEP> 1 <SEP> 17, <SEP> 0 <SEP> 6, <SEP> 9 <SEP> 37, <SEP> 3 <SEP> 27, <SEP> 2 <SEP>
<tb>
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Tabelle 5 Werte bestimmt nach der 15.
Behandlung und unmittelbar vor der Ernte betreffend die Bekämpfung von Oidium an den Blättern
EMI5.1
<tb>
<tb> Produkte <SEP> Dosis <SEP> Untersuchte <SEP> Blätter <SEP> Befallene <SEP> Blätter
<tb> ni. <SEP> % <SEP>
<tb> Asphor <SEP> 2 <SEP> 1000 <SEP> 55,1
<tb> Asphor <SEP> 1 <SEP> 1000 <SEP> 64,6
<tb> S. <SEP> 560 <SEP> 2 <SEP> 1000 <SEP> 6,0
<tb> S. <SEP> 560 <SEP> 1 <SEP> 1000 <SEP> 18,0
<tb> Kontrolle <SEP> 500 <SEP> 90,4
<tb>
Tabelle 6 Erhaltene Trauben
EMI5.2
<tb>
<tb> Produkte <SEP> Dosis <SEP> Anzahl <SEP> Gesamtmenge <SEP> Gesunde <SEP> Befallene <SEP> Gesunde
<tb> untersuchter <SEP> geernteter <SEP> Trauben <SEP> Trauben <SEP> Trauben
<tb> Weinstöcke <SEP> Trauben
<tb> kg <SEP> kg <SEP> kg
<tb> Asphor <SEP> 2 <SEP> 72 <SEP> 61,2 <SEP> 22, <SEP> 0 <SEP> 39,2 <SEP> 35,9
<tb> Asphor <SEP> 1 <SEP> 72 <SEP> 44,8 <SEP> 17,0 <SEP> 27,8 <SEP> 37,9
<tb> S.
<SEP> 560 <SEP> 2 <SEP> 72 <SEP> 75,7 <SEP> 73, <SEP> 4 <SEP> 2, <SEP> 3 <SEP> 96, <SEP> 9 <SEP>
<tb> S. <SEP> 560 <SEP> 1 <SEP> 72 <SEP> 69, <SEP> 9 <SEP> 62, <SEP> 1 <SEP> 7, <SEP> 8 <SEP> 88, <SEP> 8 <SEP>
<tb> Kontrolle <SEP> 36 <SEP> 14,2 <SEP> 1, <SEP> 1 <SEP> 13, <SEP> 1 <SEP> 7,8
<tb>
Tabelle 7 Werte bestimmt nach der 15. Behandlung betreffend die Bekämpfung des spät kommenden Mehltaubefalles bei Weinreben
EMI5.3
<tb>
<tb> Produkte <SEP> Dosis <SEP> Anzahl <SEP> unter- <SEP> Befallene <SEP> Blätter
<tb> 0/0 <SEP> suchter <SEP> Blätter <SEP> %
<tb> Asphor <SEP> 2 <SEP> 1000 <SEP> 12,2
<tb> Asphor <SEP> 1 <SEP> 1000 <SEP> 11,0
<tb> S. <SEP> 560 <SEP> 2 <SEP> 1000 <SEP> 8,4
<tb> S. <SEP> 560 <SEP> 1 <SEP> 1000 <SEP> 14,2
<tb> Kontrolle <SEP> 500 <SEP> 86,2
<tb>
b) Oidium farinosum bei Apfelgewächsen.
Zwei im Topf im Freien gezogene Apfelpflanzen wurden mit je einem der nachstehenden Produkte behandelt : S. 565, S. 560, S. 558 und S. 628 in einer öligen Zusammensetzung.
Zum Zeitpunkt der Behandlung war ein Teil der Blätter der Versuchspflanzen bereits vom Fadenpilz befallen, und der Versuch wurde daher ausgeführt, um sowohl die heilende als auch die vorbeugende Aktivität aufzuzeigen.
Die Endwerte können als ein signifikantes Anzeichen für das Bestehen beider Aktivitäten und auch für die Dauerhaftigkeit der Anti-Fadenpilzwirkung angesehen werden, da ein verhältnismässig langer Zeitraum (50 Tage) zwischen der Behandlung und der Auswertung verstrich.
Um einen gegebenenfalls bestehenden Effekt der zur Herstellung der Zusammensetzung verwendeten Produkte (Öl und Emulgatoren) sowie des zum Versprühen verwendeten Wassers festzustellen, wurden einige Kontrollpflanzen mit den genannten Mischungsbestandteilen, einige mit Wasser behandelt und einige Pflanzen überhaupt keiner Behandlung unterworfen.
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Tabelle 8 Werte betreffend die Aktivität gegen Fadenpilz bei Apfelpflanzen
EMI6.1
<tb>
<tb> Produkte <SEP> Dosis <SEP> Gesamt-Befallene <SEP> Blätter <SEP> Gesamt-Gesamt-Zahl <SEP> der
<tb> anzahl <SEP> mit <SEP> einem) <SEP> mit <SEP> zwei) <SEP> mit <SEP> drei <SEP> anzahl <SEP> anzahl <SEP> an <SEP> Flecken
<tb> behandelter <SEP> Flecken <SEP> befallene <SEP> Oidium- <SEP> an <SEP>
<tb> % <SEP> Blätter <SEP> Blätter <SEP> Flecken <SEP> 100 <SEP> Blättern
<tb> S. <SEP> 565 <SEP> 2 <SEP> 57 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 1 <SEP> 9 <SEP> 15 <SEP> 26, <SEP> 3 <SEP>
<tb> S. <SEP> 560 <SEP> 2 <SEP> 96 <SEP> 5 <SEP> 2 <SEP> 1 <SEP> 8 <SEP> 12 <SEP> 12, <SEP> 5 <SEP>
<tb> S. <SEP> 558 <SEP> 2 <SEP> 143 <SEP> 12 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 12 <SEP> 12 <SEP> 8, <SEP> 4 <SEP>
<tb> S.
<SEP> 628 <SEP> 2 <SEP> 85 <SEP> 4 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 4 <SEP> 4 <SEP> 4,7
<tb> Kontrolle <SEP> 4 <SEP> 164 <SEP> 30 <SEP> 18 <SEP> 14 <SEP> 62 <SEP> 108 <SEP> 65,8
<tb> (Mischungbestandteile)
<tb> Kontrolle
<tb> (Wasser) <SEP> 125 <SEP> 31 <SEP> 12 <SEP> 6 <SEP> 49 <SEP> 73 <SEP> 58, <SEP> 4 <SEP>
<tb> Kontrolle <SEP> 216 <SEP> 49 <SEP> 25 <SEP> 9 <SEP> 83 <SEP> 126 <SEP> 58,3
<tb>
c) Oidium tabaci auf Kürbispflanzen.
Im freien Feld gewachsene Kürbispflanzen, welche einem schweren Fadenpilzbefall unterlagen, derart, dass die gesamte Blattoberfläche mit einem dicken Geflecht von Hyphen und reichlich Konidien überzogen war, wurden mit den nachstehenden Produkten behandelt : S. 558, S. 560, S. 565 und S. 628 in öliger Zusammensetzung. Auch in diesem Falle wurden zur Kontrolle mit den Bestandteilen der Zusammensetzung allein (Ölen und Emulgatoren) und mit Wasser allein behandelte Kürbispflanzen sowie Pflanzen, welche keinerlei Behandlung unterworfen wurden, verwendet.
Tabelle 9
Werte betreffend die Anti-oidiumaktivität an Kürbispflanzen, bestimmt durch mikroskopische Prüfung acht Tage nach der Behandlung
EMI6.2
<tb>
<tb> Produkte <SEP> Dosis <SEP> %. <SEP> Mycelium <SEP> (0) <SEP> Conidia <SEP> (00)
<tb> S. <SEP> 558 <SEP> 2 <SEP> *** <SEP> *** <SEP>
<tb> S. <SEP> 560 <SEP> 2 <SEP> *** <SEP> *** <SEP>
<tb> S. <SEP> 565 <SEP> 2 <SEP>
<tb> S. <SEP> 628 <SEP> 2 <SEP> **** <SEP> **** <SEP>
<tb> Kontrolle
<tb> (Mischungsbestandteile) <SEP> 4 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> Kontrolle
<tb> (Wasser) <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> Kontrolle <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP>
<tb>
( )****=völligvernichtet fast völlig vernichtet ** = teilweise vernichtet
0 = reichlich vorhanden und in sehr gutem vegetativem Zustand (00) *** < .
= völlig vernichtet *** = fast völlig vernichtet ** = einige kräftige Konidien werden noch beobachtet
0 = zahlreich und kräftig d) Oidium erysiphoides an Windenpflanzen.
Stark mit Fadenpilz befallene Gruppen von Windenpflanzen wurden mit den nachstehenden Pro-
<Desc/Clms Page number 7>
duktenS. 558, S. 560, S. 565, S. 628 in öliger Zusammensetzung behandelt. Als Vergleichsprodukte wur- den "Carathan" und "Thiovit" verwendet. Auch in diesem Falle wurden, wie in den vorstehenden Beispielen, zur Kontrolle nur mit den Bestandteilen der Zusammensetzung (Öl und Emulgatoren), nur mit Wasser behandelte sowie unbehandelte Pflanzen eingesetzt.
Die Bestimmung der Ergebnisse wurde durch mikroskopische Prüfung fünf Tage nach der Behandlung durchgeführt.
Tabelle 10
Werte der Aktivität gegen Fadenpilz an Windenpflanzen, bestimmt durch mikroskopische Prüfung fünf Tage nach der Behandlung
EMI7.1
<tb>
<tb> Produkte <SEP> Dosis <SEP> % <SEP> o <SEP> der <SEP> aktiven <SEP> Wachstum <SEP> des
<tb> Substanzen <SEP> Pilzes <SEP> (0)
<tb> S. <SEP> 558 <SEP> 2 <SEP> *' <SEP>
<tb> S. <SEP> 558 <SEP> 1'" <SEP>
<tb> S. <SEP> 558 <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> 0 <SEP>
<tb> S. <SEP> 560 <SEP> 2 <SEP> **** <SEP>
<tb> 5. <SEP> 560 <SEP> 1 <SEP> **'" <SEP>
<tb> 5. <SEP> 560 <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> ** <SEP>
<tb> S. <SEP> 565 <SEP> 2 <SEP>
<tb> S. <SEP> 565 <SEP> 1 <SEP> *
<tb> S. <SEP> 565 <SEP> 0,5 <SEP> 0
<tb> S. <SEP> 628 <SEP> 2 <SEP> ****
<tb> S. <SEP> 628 <SEP> 1 <SEP> **** <SEP>
<tb> S.
<SEP> 628 <SEP> 0,5 <SEP> ***
<tb> Carathan <SEP> 2 <SEP> **** <SEP>
<tb> Carathan <SEP> 1 <SEP> ****
<tb> Carathan <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> *** <SEP>
<tb> Thiovit <SEP> 4 <SEP> ***
<tb> Thiovit <SEP> 2 <SEP> ** <SEP>
<tb> Thiovit <SEP> 1 <SEP> *
<tb> Kontrolle
<tb> (Mischungsbestandteile) <SEP> 4 <SEP> 0
<tb> Kontrolle
<tb> (Wasser) <SEP> 0
<tb> Kontrolle <SEP> 0
<tb>
( ) **** = volle Wirksamkeit *** = fast volle Wirksamkeit mittlere Wirksamkeit *=wenigWirksamkeit
0 = keine Wirksamkeit PATENT ANSPRÜCHE :
1.
Fungizide Zusammensetzung mit heilender und vorbeugender Aktivität gegen Faden- bzw. Schimmelpilze gemeinsam mit einer heilenden und vorbeugenden Aktivität gegen fungusartigeEndoparasiten nach Patent Nr. 232786, dadurch gekennzeichnet, dass sie als aktiven Wirkstoff zumindest ein wenig wasserlösliches Salz eines ss-Aminoaryläthylketons entweder allein oder in synergistischer Mischung mit bekannten Fungiziden enthalten.