DE892093C - Insektentötendes Mittel - Google Patents

Insektentötendes Mittel

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Publication number
DE892093C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
salts
compounds
parts
mixture
insecticide
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Expired
Application number
DENDAT892093D
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English (en)
Inventor
Berlin-Gharlottenburg Dr. Robert Ebert Hamiburg Dr. Karl Görnitz Berlin-Teltow und Dr. Fritz Wolff Berlin-Frohnau Dr. Herbert Schotte f
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer Pharma AG
Original Assignee
Schering AG
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Publication of DE892093C publication Critical patent/DE892093C/de
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Hard Magnetic Materials (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBENAM 5. OKTOBER 1953
Sch 7688 IVa/451
Schering A. G., Berlin
Insektentötendes Mittel
(Ges. v. 15. 7. 51}
Zur Vertilgung von Insekten wurden bereits mehrfach nitrierte, zum Teil auch gleichzeitig chlorierte Verbindungen vorgeschlagen, wie z. B. Dinitrokresol, Nitrochlorphenol, Nitrothiophen, Tetranitrodiphenyloxyd und andere. -Diese Verbindungen entsprachen jedoch entweder in ihrer Insektiziden Wirkung nicht den auf sie gesetzten Erwartungen oder zeigten andere Nachteile, wie Pflanzenschäden, starke Farlbeigenschaften, hohe Giftigkeit usw.
Ferner wurden auch chlorierte oder nitrierte Carbazole, wie 3-Chlorcarbazol, 3-Nitrocarbazol und o.-Benzoyl-3-nitro-carbazol, sowie die Salze organischer Basen, wie z. B. Carbazol mit Kieselfluorwasserstoffsäure, zur Bekämpfung -von Pflanzenschädlingen herangezogen. Derartige Carbazolderivate sind unter dem Gesichtswinkel untersucht worden, ob sie für die Bekämpfung von Pflanzenschädlingen geeignet sind. Dabei hat man sich der Moskitolarven als Testtiere bedient. Aus den Versuchen ergibt sich, -daß einige dieser Verbindungen, z. B. das 3-Chlorcarbazol, eine insektizide Wirksamkeit aufweisen.
Überraschenderweise wurde nun gefunden, daß gewisse halogeniert« Nitrocarbazole, · nämlich dihalogenierte Dinitrocarbazole bzw. deren Salze in ihrer Insektiziden Wirksamkeit den bekannten Verbindungen wesentlich überlegen sind und sogar das bisher für diese Zwecke fast ausschließlich verwendete Arsen übertreffen.
Für den praktischen Gebrauch bedient man sich ■des z. B. durch Nitrierung von Carbazol gemäß der Patentschrift 45 438 und durch Einführung von
2 Atomen Chlor in das zwischen 310 und 3500 schmelzende Dinitrocarbazolgemisch erhältlichen, bei etwa 2500 schmelzenden Gemisches isomerer Dichlordinitrocarbazole, das mit Füllkörpern, Netz- und/oder Haftmitteln oder anderen Insektiziden innig vermischt werden kann. Das Dichloridi'nitrocaribazol kann auch in Form seiner Salze, wie z. B. der Natrium-, Magnesium-, Calciumsalze, wie diese mittels der entsprechenden Metallhydroxyde erhalten werden, zur Anwendung gebracht werden. Man kann auch die in entsprechender Weise gewonnenen Dibromdinitrocaribazole verwenden, die man erhält, wenn man gemäß obiger Vorschrift mit Brom an Stelle von Chlor arbeitet.
Das Dihalogen-dinitrocarbazol zeigt gegen verschiedene Insektenarten eine gute Wirksamkeit. Eine etwa o,40/oige Aufschlämmung tötet die Raupen von iz. B. Liparis monacha, Liparis d'ispar, Clysia ambiguella sowie Melolontha vulgaris und anderen vollständig ab. In höheren Konzentrationen geht die Abtötung der Insekten überraschend schnell vor sich, meist schon innerhalb von 24 Stunden.
Pflaneenschäden, auch bei empfindlichen Gewächsen, treten bei Anwendung der erfindungsgemäßen Substanzen nicht auf. Letztere haben ferner den großen Vorteil, daß sie für Warmblüter praktisch ungiftig sind; ihre Giftigkeit liegt noch unter der der Salicylsäure.
Die Anwendungsform ist nicht auf Spritzlbrühen beschränkt, die Verbindungen können ebensogut
auch als Stäubemittel oder zur Herstellung von Ködern Verwendung finden.
Die insektizide Wirkung des beschriebenen Gemisches der dihalogenierten Dinitrocarbazole bzw. ihrer Salze ist um so überraschender, als eine große Reihe nahe verwandter Verbindungen dieser Gruppe ganz oder praktisch unwirksam sind.
Folgende Beispiele sollen die Erfindung erläutern, ohne diese jedoch darauf zu beschränken:
Beispiele
1. 25 Teile einer Mischung der Isomeren von Dichlordinitrocarbazol, wie· diese z. B. nach P. Zier sch, Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, Bd. 42, S. 3799 (1909), erhalten werden, werden mit 5 Teilen des Laurylalkoholsulfonatsalizes als Netzmittel und mit 70 Teilen Kaolin innig - vermischt. Die Mischung wird in i°/oiger Suspension in Wasser angewandt.
2. 10 Teile Dichlordinitrocarbazol werden mit 90 Teilen Talk gut vermischt und als Stäubemittel angewandt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Insektentötendes Mittel, gekennzeichnet durch einen Gehalt von dihalogenierten Dinitrocarbazolen oder ihren Salzen, gegebenenfalls in Verbindung mit anderen Insektiziden, Netz-, Haft- oder Füllmitteln.
    © 5443 9.53
DENDAT892093D 1940-05-10 Insektentötendes Mittel Expired DE892093C (de)

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DE220144X 1940-05-10

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DE892093C true DE892093C (de) 1953-08-20

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NL101307C (de)
CH220144A (de) 1942-03-31
FR872071A (fr) 1942-05-28

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