DEP0002405BA - Verfahren zum Färben bzw. Bedrucken von hochpolymeren linearen aromatischen Estern - Google Patents

Verfahren zum Färben bzw. Bedrucken von hochpolymeren linearen aromatischen Estern

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DEP0002405BA
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Germany
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Richard Hardwick
Edmund Waters
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Imperial Chemical Industries Ltd
Original Assignee
Imperial Chemical Industries Ltd
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Description

Die Erfindung betrifft das Färben von hochpolymeren linearen aromatischen Estern.
Die aromatischen Polyester, die die Erfindung betreffen, sind die hochpolymeren linearen Ester, welche durch Erwärmen von Glykolen des Typs HO(CH(sub)2(sub)nOH, worin n eine ganze Zahl, grösser als 1, jedoch nicht grösser als 10 ist, mit Terephthalsäure oder einem zur Esterbildung fähigen Derivat derselben, beispielsweise einem aliphatischen (einschliesslich cycloaliphatischen) oder Arylester oder Halbester, worin der Rest der aliphatischen oder Aryloxyverbindung durch Umsetzung mit dem Glykol abgespalten werden kann, und Säurehalogenid oder einem Ammonium- oder Aminsalz unter Bedingungen erhalten werden, wodurch die Ester in hochpolymerisiertem Zustand entstehen. Beispiele derartiger hochpolymerer linearer Ester sind solche, die von Terephthalsäure oder einem Ester bildenden Derivat derselben und Äthylglykol, Trimethylenglykol, Tetramethylenglykol, Hexemethylenglykol und Dekamethylglykol erhalten werden. Diese Polyester sind hochschmelzende, schwer lösliche, farblose oder im we- sentlichen farblose Stoffe, welche in die Form von Gespinsten gebracht werden können und die durch Ziehen in gut biegsame Fasern übergeführt werden können, welche, wie die charakteristischen Röntgenstrahlprüfungen ergeben, eine molekulare Orientierung entlang der Faserachse aufweisen. Von diesen Polyestern ist Polyäthylenterephthalat besonders brauchbar wegen seiner leichten Zugänglichkeit und seiner aussergewöhnlichen Brauchbarkeit als Textilstoff.
Im allgemeinen besitzen diese aromatischen Polyester eine geringe Affinität gegenüber Farbstoffen und sie absorbieren schwer wässrige Flüssigkeiten und infolgedessen bestehen Schwierigkeiten, sie in befriedigender Weise färben und bedrucken zu können, insbesondere wenn die Textilien in Form von weitgehend orientierten Fasern vorliegen.
Es wurde nun gefunden, dass die aromatischen Polyester in befriedigender Weise in echten Schattierungen mit Azofarbstoffen aus primären aromatischen Aminen und Kupplungskomponeten gefärbt werden können, die zunächst auf den Polyester aufgebracht werden, worauf dass das Amin diazoiert und die Kupplungskomponente in situ gekuppelt wird.
Die Erfindung schlägt also ein Verfahren zum Färben von aromatischen Polyestern der beschriebenen Art vor, das darin besteht, dass auf die Polyester zunächst ein primäres aromatisches Amin und eine Kupplungskompenente aufgebracht wird, und dann das primäre aromatische Amin diazotiert wird, und dieses mit der Kupplungskomponente in situ gekuppelt wird.
Die aromatischen Polyester können in Form von Gespinsten, Fasern, Borsten, Filmen, Geweben ähnlich geformten Gegenständen gefärbt werden, die ganz oder teilweise durch eine Kaltziehbehandlung orientiert sein können oder auch nicht.
Beim Färben von aromatischen Polyestern durch das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren werden das primäre aromatische Amin und die Kupplungskomponente zweckmässig auf die Polyester in Form einer wässrigen Lösung oder Dispersion aufgebracht. Die Polyester können in eine wässrige Lösung von salpetriger Säure eingetaucht werden, welche auf eine geeignete Temperatur gebracht wird, um die Diazotierung des Amins zu bewirken, worauf dann die Kupplung mit der Kupplungskomponente erfolgt.
Beim Drucken von aromatischen Polyestern durch das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren werden das Amin und die Kupplungskomponente in Form einer Druckpaste angewandt, welche mit den üblichen Verdickungsmitteln angerührt worden ist.
Geeignete aromatische Amine, welche für das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren gebraucht werden können, sind beispielsweise p-Nitroanilin und m-Nitro-p-anisidin und geeignete Kupplungskomponenten sind beispielsweise 2,3-Oxynaphthoesäure und (Beta)-Naphthol. Wie schon erwähnt, werden das Amin und die Kupplungskomponente auf den aromatischen Polyester in Form einer wässrigen Lösung oder Dispersion aufgebracht. Wenn die Kupplungskomponente eine phenolische oder saure Gruppe enthält, wird das freie Phenol oder die Säure selbst auf den aromatischen Polyester aufgebracht. Es kann aber auch so vorgegangen werden, dass auf den aromatischen Polyester des Phenol oder die Säure in Form eines Salzes oder einer alkalischen Lösung aufgebracht werden, wie es gewöhnlich beim Färben mit Azofarbstoffen üblich ist.
Das Amin und die Kupplungskomponente mögen eine gewisse geringe Quellwirkung auf die aromatischen Polyester ausüben, jedoch ist es durch das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren möglich, echte gleichmässige und tiefe Schattierungen auf aromatischen Polyestern zu erzeugen, ohne dass es nötig ist, weitere Quellmittel für die erwähnten Polyester anzuwenden.
In den folgenden Beispielen sind einige Ausführungsformen des den Gegenstand der Erfindung bildenden Verfahrens anzugeben, auf welche dieses jedoch nicht beschränkt ist. Die Teile sind Gewichtsteile.
Beispiel 1
100 Teile Polyäthylenterephthalatgarn werden 30 Minuten lang in ein Bad getaucht, bestehend aus 5000 Teilen Wasser, 5 Teilen 2,3-Oxynaphthoesäure und 5 Teilen p-Nitroanilin (Temperatur 85°). Das Garn wird dann aus dem Bad entfernt, mit kaltem Wasser gut gespült und in ein Bad eingetaucht, welches aus 5000 Teilen kaltem Wasser, 15 Teilen Natriumnitrit und 45 Teilen verdünnter Salzsäure (spez.Gew.1,17) besteht. Die Temperatur des Bades wird all-

Claims (5)

mählich uf 85° erhöht und hierbei 20 Minuten lang gehalten. Das Garn wird dann in kaltem Wasser gespült und 30 Minuten lang in einem 85° warmen Bad geseift, welches aus 5000 Teilen Wasser und 25 Teilen Seifenflocken besteht. Das Garn wird schliesslich gespült und getrocknet. Es wird eine tief scharlachrote Schattierung erhalten. Beispiel 2 100 Teile Polyäthylenterephthalatgarn werden 30 Minuten lang in ein Bad eingetaucht, welches eine Temperatur von 85° besitzt und aus 5000 Teilen Wasser, 5 Teilen 2,3-Oxynaphthoesäure und 5 Teilen m-Nitro-p-anisidin besteht. Das Garn wird aus dem Bad entfernt, in kaltem Wasser gut gespült und in ein Bad eingebracht, welches aus 5000 Teilen kaltem Wasser, 15 Teilen Natriumnitrit und 45 Teilen Salzsäurelösung (spez.Gew.1,16) besteht. Die Badtemperatur wird allmählich auf 85° erhöht und 20 Minuten lang auf dieser Temperatur gehalten. Das Garn wird dann aus dem Bad entfernt, in kaltem Wasser gespült und 30 Minuten lang in einem Bad geseift, welches eine Temperatur von 85° besitzt und 25 Teile Seifenflocken und 5000 Teile Wasser enthält. Das Garn wird schliesslich gespült und getrocknet. Es erhält eine tiefe granatfarbene Schattierung.
1.) Verfahren zum Färben bzw. Bedrucken von hochpolymeren linearen aromatischen Estern, dadurch gekennzeichnet, dass auf die Polyester ein primäres aromatisches Amin und eine Kupplungskomponente aufgebracht werden, worauf dann das primäre aromatische Amin diazotiert und mit der Kupplungskomponente in situ gekuppelt wird.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das primäre aromatische Amin und die Kupplungskomponente aus einer wässrigen Lösung oder Dispersion aufgebracht werden.
3.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das primäre aromatische Amin und die Kupplungskomponente in Form einer Druckpaste angewandt werden.
4.) Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Kupplungskomponente 2,3-Oxynaphthoesäure verwendet wird.
5.) Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Polyester Polyäthylenterephthalat verwendet wird.

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