DEP0001234DA - Verfahren zur Herstellung eines wasserfeste Klebungen ergebenden Tierleimes - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines wasserfeste Klebungen ergebenden Tierleimes

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DEP0001234DA
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Carl Klingspor
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Description

Die Herstellung von Tierleim, wie auch seine Anwendung zur Herstellung von wasserfesten Verleimungen, ist bekannt.
Die Herstellung von wasserfesten Verleimungen hat nicht diejenigen Wasserfestigkeit erreicht, die synthetische Klebstoffe gewähren. Meist neigte die Klebung mit wasserfesten Tierleimen zum Quellen bei längerem Wässern oder Kochen, trotz Härten der Klebung durch Hitze oder Säuren.
Wenn eine wasserfeste Klebung durch Mischen von Tierleim mit Härtemitteln gelang, so musste diese Härtung der Tierleimauflage meist noch durch nachträgliches Überdecken der Tierleimauflage mit Härtemitteln, i Pulverform oder Lösung, geschehen, so z.B. in Form von Phenolformaldehydharzen, welche geeignet sind, Tierleim wasserfest zu machen, wenn sie später durch Säure oder Hitze gehärtet werden. Vor einigen Jahren gelang es auch, einen Leim herzustellen durch Zumischung von etwas Phenolformaldehydharz in Gallerteform, jedoch erlaubte die eigentliche Leimmasse nur einen beschränkten Zusatz von Phenolharz, etwa bis 10% härtender Zusätze, die aber auf die Leimmasse gerechnet zum Durchhärten nicht genügten. Da aber höhere Zumischungen den Leim zum Koagulieren brachten, konnte die so als wasserfester
Leim hergestellte Leimemulsion nicht wieder in Wärme und Wasser richtig gelöst werden, weil die Härtung vorzeitig eintrat.
Es wurde nun gefunden, dann man, wenn die Tierleimlösung unter Bereitung einer fein dispergierten Lösung mit härtenden Phenolformaldehydharzen gemischt wird, die Zumischung so hoch nehmen kann, dass eine Härtung des Tierleimes durch Hitze oder Säure erreicht werden kann und dass die Leimbrühe in Tafel- oder anderen Form wie gewöhnlicher Leim getrocknet und als solcher behandelt werden kann. Der so hergestellte Leim kann fein gemahlen werden und nimmt leicht Wasser auf und löst sich bei 50 - 65° wieder zu einer gut verstreichbaren Leimbrühe auf, deren angewandte Klebung durch vorheriges Zusetzen von Säuren oder späteres Erhitzen erhärtet und wasserfest wird.
Die Herstellung solcher Wasserfesten Leime kann aus den verschiedenen Arten von Tierleimen mit den verschiedenen härtenden Kunstharzen erfolgen. Es wird hier als Gegenstand der Erfindung eine Tierleimherstellung gekennzeichnet, bei welcher die härtenden Zumischungen in feinster Verteilung (Dispersion) in hochtourigen Emulsionsapparaten oder anderen Emulsionseinrichtungen mit dem Leim gemischt werden. Diese Mischung wird wie anderer Leim getrocknet, bei ihrer Anwendung mit Wasser gelöst und dann durch Säurezusätze oder Hitze gehärtet.
1.Beispiel:
Eine Leimlösung aus 40 Teilen Haut- oder Knochenleim wird mit 40 Teilen Wasser bei 70° im Emulsionsgefäß bewegt. Eine Lösung von 6 Teilen nicht härtenden Harzen wird in 3 Teilen Benzol gemischt und der Leimlösung beigegeben. Nach 5 Minuten Mischen werden 17 Teile Phenolformaldehyskunstharz in 8 Teilen Alkohol gelöst, auf 50° erwärmt, dann der
Leimlösung zugemischt und etwa 25 - 30 Minuten dispergiert. Der so erhaltene Leim wird als Körner- oder Tafelleim hergestellt, evtl. gemahlen. Die Klebungen werden durch Druck und Hitze oder Säure bei entsprechenden Harzen wasserfest.
2.Beispiel:
Ausgangsleimlösung wird auf die gleiche Weise wie in Beispiel 1 hergestellt und mit 2 Teilen Türkischrotöl oder Glyzerin gemischt. Eine Lösung von 80 Teilen Phenolformaldehydkunstharz in 16 Teilen Alkohol mit 2 Teilen Pyridinbase (Steinkohlenprodukt) wird auf 50° erwärmt und wie vorher beschrieben, langsam im Emulgator in der Leimlösung dispergiert.
3.Beispiel:
Ausgangslösung wird mit einer Lösung von 20 Teilen Alkylharz in 10 Teilen Toluol auf 50° erwärmt, wobei das Harz in gleicher Weise der Leimlösung wie vorher beschrieben zugemischt und in derselben dispergiert wird.
Menge und Art des zur Anwendung kommenden härtenden Harzes hängen davon ab, wie der Leim bei den einzelnen Verleimungsarten angewendet werden soll. Es besteht keine Schwierigkeit, beim Herstellen der Emulsion dem Tierleim mehr oder weniger Natur- und Kunstharze zuzumischen, die nichthärtend sind, welche nicht die Leimsubstanz, wie z.B. Phenolformaldehydharze, beim Zumischen leicht ausflocken, wenn auch die Ausflockung in der Emulsion der beschriebenen Art sehr wenig sichtbar ist. Es ist auch möglich, dem Leim Öle, Balsame, tierische oder pflanzliche, wasserunlösliche und lösliche Stoffe zuzumischen, die teils als Schutzkolloide oder als Emulgatoren wirken sollen.
Die Mischung durch Dispersion erlaubt es, Phenol- formaldehydharze oder sonstige künstliche oder natürliche Gummi- oder Kunstharzlösungen mit Tierleim soweit umzuformen, dass ein wasserlösliches härtendes Erzeugnis entsteht, bei welchem der Charakter des Leimes in den härtenden Kunstharzes übergeht.

Claims (3)

1. Verfahren zur Herstellung eines Tierleimes, mit dem bei Anwendung von Druck und Hitze oder Säure wasserfeste Klebungen erzielt werden, dadurch gekennzeichnet, dass einem Tierleim härtende Kunstharze unter feiner Dispersion zugesetzt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass weiterhin in dem Leim andere Harze, Öl, Balsame, pflanzliche Klebstoffe, Gummi, Kunstgummi, bzw. deren Emulsionen oder Weichmacher u.dgl. dispergiert werden, in solchem Maße, dass seine Eignung als wasserfester Leim erhalten bleibt.
3. Ausbildung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Leim in Tafel-, Körner-, Pulver- und dgl. Form durch Trocknen übergeführt wird.

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