DEP0000074BA - Gelenkgetriebe für das Anlegen von Papierbogen bei Rotations-Bürodruckmaschinen - Google Patents

Gelenkgetriebe für das Anlegen von Papierbogen bei Rotations-Bürodruckmaschinen

Info

Publication number
DEP0000074BA
DEP0000074BA DEP0000074BA DE P0000074B A DEP0000074B A DE P0000074BA DE P0000074B A DEP0000074B A DE P0000074BA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
joint
drive
coupling
crank
articulated
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Otto Berlin Babst
Original Assignee
Rotaprint AG, Berlin
Publication date

Links

Description

Getriebe zur Erzeugung periodischer Bewegungen für Druck- und Tervielfält igungsmasch inen.
In zahlreichen Maschirenj die verschiedenartigen Zweckeni darunter beispie 1 sweise der "Vervielfältigung, dem Sortieren von MassenaufIagenj der Herstellung von Massen-Verpackungen dienen, also überall da, wo Werkstoff- und Papierblätter von Greifern erfasst werden, müssen einige ihrer Getriebeglieder sehr komplizierte periodische Bewegungen ausführen. Diese Bewegungen werden meist von einem sich drehenden Maschinenteil abgeleitet und mittels eines Kurventriebe s -verwirklicht. Solche Kurventriebe haben bei ihrer Herstellung bereits die Nachteile, dass die Erzeugung der Kurvenstücke besonders bei Formschluss teuer ist,dass bei Kraftschluss Pedern oder Gegengewichte erforderlieh werden und dann noch den weiteren Nachteil, einen unruhigen Lauf der Maschine zu verursachen.
Um diese Kachteile zu vermeiden, ist man äazu übergegangen, diese Kurventriebe durch Gelenkketten zu ersetzen, die auf ihrer Antriebsseite ein Kurbelgetriebe und auf ihrer Abtriebsseite einen Schwinghebel aufweisen,dessen Bewegungen durch ein Dreigelenkkoppelglied gesteuert werden,wobei auf der Antriebsseite eine Viergelenkkette gebildet wird. Die bekannten Gelenkgetriebe dieser Art haben aber bei grösseren Geschwindigkeiten versagt, da sie bei höheren Drehzahlen des Kurbelantriebs zu Eigenschwingungen neigen und dadurch einen sehr unruhigen Lauf haben.
Bei Gelenkgetrieben mit einer Antriebskurbel und einem den Abtrieb bildenden Schwinghebel sowie einem Dreigelenk-Koppelgliede, von dem das eine Gelenk über ein bewegliches Gelenkglied mit der Antriebskurbel und das andere Gelenk unmittelbar mit dem Sohwinghebel verbunden ist, während an dem dritten Gelenk ein Gelenkglied angreift,das um ein ortsfestes Gelenk schwingt, wird e r£L ndungsgemäss vorgeschlagen,dass das dritte Gelenk des Koppelgliedes mit
einem besonderen, ortsfesten Gelenk des Getriebegestelles verbunden ist, und dadurch antriebsseitig ein Gelenk-Fünfeck gebildet wird. Während bei den bekannten Gelenkgetrieben mit einer Yiergelenkkette auf der Antriebsseite jede Änderung auf der Antriebsseite sowohl konstruktiv als auch betriebsmässig grosse Änderungen auf der Abtriebsseite verursacht, hat sich durch die erfindungsgemässe Vermehrung der Gelenkigkeit der Kette auf der Antriebsseite gezeigt, dass feinstufigere Änderungen der Abtriebsseite ledchter Brzielbar Sindi dass auch im Betriebe Pehler oder Störungen der Antriebsseite sich auf der Abtriebsseite nicht so ungünstig auswirken und eine bessere Beherrschung der geforderten Bewegungen auf der Abtriebsseite möglich Ist8 Es hat sich auch gezeigt, dass das erfindungsgemässe Gelenkgetriebe erschütterungsfrei bei sehr hohen Drehzahlen arbeiten kann. Der ruhige Lauf des Gelenkgetriebes auch bei hohen Drehzahlen wird gemäss der Erfindung auch dadurch begünstigt, dass das ant r ieb sse it ige Gelenkglied kurz im Verhältnis zum Abstand zwischen dem antriebsseitigen und dem Abtriebsseitigen Gelenk des Koppelgliedes ist. Es ergibt sich dabei, dass der Schwerpunkt dieses Gliedes in gleichen Zeiten ziemlich gleiche Strecken, auf der von ihm gebildeten Koppelkurbe durchläuft und dadurch ein verhältnismässig ruhiger Lauf der antriebsseitigen Gelenkkette gewährleistet wird. Zweckmässigerweise sind die beiden Gelenke des Dreigelenk-Koppelgliedes,, die am weitesten voneinander entfernt sind, mit der Antriebs- bezw. Abtriebsseite des Gelenkgetriebes verbunden. Uach einem weiteren Merkmal der Erfindung liegen die Gelenke des Koppelgliedes nahezu auf einer Geraden. Weitere Merkmale der Erfindung ergebän sich aus der Beschreibung, in der an Hand der beiliegenden Zeichnung en die Erfindung beschrieben ist.
Fig. 1 zeigt das erfindungsgemässe Gelenkgetriebe in schematischer Darstellung,
Fige 2 zeigt das Gelenkgetriebe von Fig, 1, bei dem noch weitere Bewegungen von den Schwinggliedern des Getriebes abgeleitet sind.
In Pig» 1 sind am Maschinengestell 8 drei ortsfeste Gelenke 1,5 und 7 vorgesehen. Im Gelenk 2 der zwe!gelenkigen Kurbel 9 ist die zweigelenkige Kurbelstange 10 angeschlossen, von deren zweitem Gelenk 3 die dreigelenkige Koppel 11 des Gelenkvierecks 5,4,6,7 angetrieben wird,v?ährend die antriebsseitigen Gelenke 1,2,3,4,5 Teile eines Gelenkfünfecks bilden. Wie schon erwähnt, sind die Gelenke 5 und 7 ortsfest am Gestell. An den Gelenken 5 und 7 sitzen die Schwinghebel 12 und 13 und an deren kreisbogenförmig bewegten zweiten Gelenken 4 und 6 sitzt die dreigelenkige Koppel 11, Das schwingende Glied 13 ist das Abtriebsglied der sechsgliedrigen Siebengelenkkette. Koppelkurven führen die Glieder 10 und 11 aus, 11 als die Koppel des Gelenkvierecks 5,4,6,7, undi 10 äL s die Kurbelstange, die von der Kurbel 9 zur Koppel 11 führt. Die Kurbelstange 10 führt bezüglich dem Maschinengestell 8 geschlossene Koppelkurven aus, wobei der Schwerpunkt der Kurbelstange verhältnismässig nahe an der gleichförmig umlaufenden Kurbel 9 sitzt und keine .grossen Beschleunigungen und Verzögerungen auftreten. Damit ist die bisherige Laufunruhe der bisher üblichen Siebengelenkkette überwunden und auch die Versuche im Prüfstand zeigten, dass die bei dem neuen Getriebe erwarteten Erfolge sich einstellten. Schwierig herstellbare Scheibenkurbeln, hochbeanspruchte Gelenke und umständliche Schmierungen sind vermieden. Auch zeigte beim Lauf der Versuchseinrichtung das neue Getriebe eine merkliche Lärmminderung, die bei einer Büromaschine ein nicht zu unterschätzender Vorzug, ist.
In der Ausführungsform (Fig.l) ist zu den bisher besprochenen Gliedern und Gelenken noch das Glied 14 mit den Gelenken 1,11 hinzugefügt. Dabei gleitet das Gelenk II auf der dem Gestell 8 zugehörigen Gleitfläche 15. Dieses kann mit einem Greifer oder Sauger versehen werden, die bestimmte Arbeitsvorgänge wie das Anlegen von Papierbogen ausführen, wobei noch weitere Sonderbewegungen angeschlossen se in können.
In der Ausführungsform (Pig.2) ist ein Sauger gezeigt, der eine Sohwenkbewegung zum Trennen des oberen Bogens von einem Papier stapel ausführt.
Solohe Sonderbewegungen können von schon vorhandenen Gliedern abgeleitet werden. So ist hier beispielsweise der Schwinghebel 12 mit e inem w eiteren Gelenkpunkt 16 versehen, Yon diesem wird über die Glieder 17,18 und 19 hinweg das Schwenken des dargestellten Saugers bewirkt. Natürlich können dieBe Aufgaben auch andere Getriebe übernehmen.

Claims (8)

  1. ■ PATENTANWÄLTE
    :>r.-!nq. HAMS BUSCHKE
    ;.".!ipl.-ing.K.GRENT2ENr;"' *
    BCRLIN-UCHTiRFELDE-V'i:
    Kadettenwes 55
    den 8. 9. I95o
    ρ 74 Σ11/15 d B.
    Eotaprist Ä.-G.
    Ieue Patentansprüche
    I0) Gelenkgetriebt für das Anlegen von Papierbogec bei Sotatioiis-Biirodrackaasehinen mit einer Antriebskurlbel und einem Qea Abtrieb "bildenden Seiwingiiefcelj dessen Bewegungen durch ein Dreigelenk-Koppelglied, gesteuert werden, tos dexa das eine Gelenk über ein bewegliches Cfolenkglied ait der Antriebskurbel und das andere Gelenk unmittelbar mit dem Schwinghebel verbunden Istf während an dem dritten Selenk ein Gelenkglied angreift, das um ein ortsfestes Golenk schwingt,
    durch gekennceSchn^t, dass (lag örStte Celank (4) des Koppelgliedes (11) Eit eines besonderen, ortsfesten gelenk (5) des Getriebegestellee (18) verbunden ist und dadurch antriebsseitig ein Geleakftinfeck (1,2,3,4,5) gebildet wird.
  2. 2.) &elenkgetriebe nach Anspruch It dadurch gekennzeichnet, dass dss die Antriebskurbel (9) mit dem Koppelglied© (11) verbindende (antriebeeeitige) Gelenkglied (10) kure im Terhältale ea dem Abstand zwi sehen den antriebs-und abtriebessitigsn Gelenken (3 und 6} des Koppelgliedes ist«
  3. 3») Seleakgetriebe nach Aneprucfc 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet ^ dass die zwei Gelenke (3 und 6) de® Dreigelenk-Köppelgliedee, die aa weitesten voneinander entfernt sind, mit dea Ibtrleb &ü*dem Antrieb verbunden Siad8
  4. 4.) Selenkgetriebe nach Anspruch 1,2 oder 5, dadurch gekennzeichnet? dass θ as Kopp elglied (11) im wesentlichen die form, einer Strebe hat, an deren einem Bade das antriebsssitige Gelenk (3) und an deren andere« Snde das' abtriebgseitige Gelenk liegen.
  5. 5») Geleiikgetriebe nach Anspruch 4, dadurch gekenn-Eeichnstil dass die SeIeaice (6,4,3) as© dre igelest ig ea Eoppelgliedea (11) Im wessntllohe η auf einer Seradee liegea.
  6. 6.) <Je.lenkge triebe nach. Anspruch 1,3 oder 5g dadurch gekenaaelctoaet, öees die länge des Koppelgliedee im wesentlich© a der Entfernung arischen des ortsfesten G-eienk (7) des SGhitinghebels (13) und dexa Ereiistipf es (i) der Afi triebe kurbel en tspr icht.
  7. 7a) Gelenkgetriebe nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das ortsfeste Gelenk (5) des Gelenlcglied.es (IE)i das mit dem Gelenk (4) des Koppelgliedes (11) zwischen dem am schwinghebel angreifenden Selenk (6) und dem der Antrieb©- kurbel zugewandten Gelenk (5) verbunden Iati in der Nähe des Drehsapfess (1) der Antriebskurbel angeordnet ist«
  8. 8.) Grelenkgetriebe nach ^edeia der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass die Klppbewegungen der Sauger und die Scfaliesabewegungen der Torgre if er von den S chw ing gl ie dem der Gfelenkkette angetrieben werden.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP2660378A1 (de) Nähmaschine
DEP0000074BA (de) Gelenkgetriebe für das Anlegen von Papierbogen bei Rotations-Bürodruckmaschinen
DE821793C (de) Gelenkgetriebe fuer das Anlegen von Papierbogen bei Rotations-Buerodruckmaschinen
DE3225046C2 (de) Nähautomat mit einem Nähkopf und einer kontinuierlichen Werkstück-Vorschubvorrichtung
DE1685574B2 (de) Zangenmechanismus an einer Kämmmaschine
DE3307793C2 (de) Aufgabevorrichtung einer Reinigungsmaschine für Behälter, insbesondere für Flaschen
DE19537917C2 (de) Koppelgetriebeantrieb von Nadel- und Schieberbarre einer Kettenwirkmaschine
DE2648266C2 (de) Vorschubeinstellvorrichtung für Nähmaschinen
DE2757622C2 (de) Transportvorrichtung, insbesondere für den Werkstücktransport zwischen Bearbeitungsmaschinen
DE520578C (de) Kettenstich-Zickzack-Ziernaht-Naehmaschine mit seitlich schwingendem Nadelstangenrahmen
DE582888C (de) Dreifaden-UEberwendlich-Naehmaschine
DE283298C (de)
DE260575C (de)
DE443398C (de) Vorrichtung zum Bewegen der Druckzylindergreifer bei Druckmaschinen
DE430872C (de) Steuerung des Messerschlittens der Strangzigarettenmaschinen
DE415674C (de) Vorrichtung zur Steuerung des Geschwindigkeitswechsels der Nockenwelle von selbsttaetigen und halbselbsttaetigen Werkzeugmaschinen
AT138597B (de) Vorrichtung zum Herstellen und Füllen von papierbeutelähnlichen Packungen.
DE574331C (de) Selbsttaetige Kannenwechselvorrichtung
DE112700C (de)
DE700572C (de) Kartoffelpflanzvorrichtung
DE518260C (de) Vorrichtung zur schlagfreien Wegbegrenzung nachgiebig gekuppelter Maschinenteile
DE739276C (de) Greiferwindwerk mit Planetengetriebe und zwei Antriebsmotoren
DE326085C (de) Ziehpresse mit gemeinsamem Antrieb des Ziehstempels und des Werkzeughalters von der Kurbelwelle aus
DE339461C (de) Farbwalzenbewegung an Tiegeldruckpressen
DE843619C (de) Dreschmaschine