DEM0020187MA - - Google Patents

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DEM0020187MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 25. September 1953 Bekanntgemacht am 15. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Im Bergbau werden die mit dem Fördergut gefüllten Förderwagen unter Tage in den Förderkorb geschoben, und dann wird mit dem Korb die Fahrt zur Hängebank ausgeführt. Die Abfahrtsignale werden dabei über die Schachtsignalanlage zum Fördermaschinenraum gegeben. Die Erfindung befaßt sich nun mit einer solchen Anlage zur Abgabe von Signalen von einer Anschlagstelle zum Fördermaschinenraum.
Die Förderkörbe sind zumeist nicht nur mit einer, sondern mit mehreren Etagen ausgerüstet. Es sind Fördereinrichtungen bekannt, bei denen sämtliche Etagen an Hängebank und Sohle gleichzeitig beschickt werden oder bei Seilfahrt gleichzeitig betreten werden können. Die Abgabe des Abfahrtsignales zum Fördermaschinisten erfolgt dabei auf die Art, daß an der Hängebank die einzelnen Etagen unabhängig voneinander ihre Fertigmeldung zum Anschläger geben. In entsprechender Weise geben auch die einzelnen Etagen auf der Sohle ihre Fertigmeldung zum dortigen Anschläger. Der Signalstromkreis für das Ausführungssignal, das der Anschläger der Hängebank zur Fördermaschine zu geben hat, bleibt durch ein Blockierungsrelais so lange gesperrt, bis sämtliche Etagen der Hängebank ihr Fertigzeichen abgegeben haben und außerdem auch das Verständigungssignal vom Anschläger der Sohle eingetroffen ist. Wenn der
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Fördermaschinist das Abfahrtsignal erhalten hat, kann er die Fahrt sofort ausführen.
In den meisten Fällen ist es aber nicht möglich, :wie bei der oben beschriebenen Anordnung sämt-
.5. liehe,..Etagen gleichzeitig , zu beschicken. Der Fördermaschinist muß dann den Förderkorb so vorsetzen, da:ß erst die eine Etage beschickt werden kann. Ist dies geschehen, so muß der Förderkorb umgesetzt werden, d. h., der Fördermaschinist erhält
ίο ein Signal, worauf er den Korb etwas höher zieht bzw. herunterläßt, so daß an Hängebank und Sohle jeweils die nächste Etage zum Beschicken bereitsteht. Die einzelnen Etagen werden also nacheinander beschickt. Hat ein Förderkorb beispielsweise vier Etagen, so muß also, dreimal.umgesetzt werden, bevor nach dem Beschicken der letzten Etage die eigentliche Fahrt ausgeführt wird.' Jedesmal, wenn der Beschickvorgang einer Etage beendet ist, wird vom Anschläger der Hängebank zum Fördermaschinisten dasselbe Signal übermittelt, z. B. zwei Schläge. Dieses Signal bedeutet also im einen Fall die Aufforderung zum Umsetzen des Förderkorbes und im andern Fall zum Abfahren.
In dem letztgenannten Umstand liegen aber Gefahren begründet. Eine eindeutige Signalgabe, die dem Fördermaschinisten klar zu erkennen gibt, ob »Umsetzen« oder »Abfahren« gefordert wird, ist bei der bekannten Anordnung nicht gewährleistet. Es sei angenommen, daß bei einem Förderkorb die vorletzte, z.B., die dritte Etage beschickt worden ist und dem Maschinisten das Schliagsignal »Auf« gegeben wird. Es kann nun vorkommen, daß der Fördermaschinist glaubt, das Umsetzen sei beendet und auf das erhaltene Signal hin irrtümlicherweise eine Fahrt ausführt, anstatt nochmals umzusetzen. Für gewöhnlich leitet der Anschläger beim Umsetzen den Beschickvorgang bereits ein, bevor der Förderkorb noch richtig zum Stillstand gekommen ist. Da in dem angenommenen Fall der Korb ja nicht mehr vorsteht, sondern !abgefahren ist, würden nach Einleitung des Beschickvorganges die Förderwagen in den Schacht gestoßen.
Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, diesen Fehler zu vermeiden. Dies, wird erfmdungsgemäß dadurch erreicht, daß Schaltmittel vorgesehen sind, die während das nacheinander erfolgenden Beschicken» der einzelnen Etagen des Förderkorbes in Abhängigkeit von der Stellung des Förderkorbes selbsttätig die Signaleinrichtuing derart umschalten, daß bei dem nach erfolgter Beschickung einer jeden Etage abzugebenden Signal durch Ausführen jeweils ein und derselben Maßnahme durch den Anschläger dem Fördermaschinisten· nach den ersten Beschickvorgängen ein Signal zum Umsetzen des Förderkoirbes und nach der Beschickung der letzten'Korbetage das Abfahrtsignal geigeben wird. Durch diese Anordnung wird mit einfachen Mitteln eine eindeutige Sdgnalgabe erreicht. Für'den Fördermaischinisten ist eine Verwechslung.ausgeschlossen, und die Gefahr, daß infolge falsch verstandener-Signale. Förderwagen, in den Schacht gestoßen werden und beim Abstürzen schwere Schaden hervorrufen, "ist beseitigt!' Die Wirkungsweise der Erfindung sei an HaM^" ~; der Zeichnung näher erläutert.
Die Fig. 1 zeigt andeutungsweise einen Förderkorb F mit vier Etagen im Schacht ,S1. ,Für jeden Förderkorb ist ein Korbschalter KSi bzw. KS 2 vorgesehen. Diese Korbschalter sind als Magnetschalter ausgebildet und werden durch den am Förderkorb angebrachten Magneten M betätigt. Der Förderkorb ist in seiner AntfangsistellUng beim Vorfahren gezeichnet, d. h., es wird zunächst die erste Etage beschickt bzw. entladen. Die gestrichelt gezeichnete Stellung des Förderkorbes entspricht der Lage nach dem letzten Umsetzen, d. h. beim Beschicken, der vierten Etage und unmittelbar vor dem Ausführen der Fahrt.
. Die Fig. 2, 3 und 4 zeigen drei verschiedene Ausführungsbeispiele für die Ümsetzanzeige. Es sind nur die zum Verständnis der Wirkungsweise der Erfindung notwendigen Stromkreise eingezeichnet. ■. ■·■;
Im Beispiel der Fig. 2 ist angenommen, daß der Magnetschalter KS1 bzw. KS 2 nach seiner Be-. tätigung.in der eingenommenen Schaltstellung verbleibt. Fährt der Korb aus der Tiefe kommend an der Hängebank in die ausgezogen gezeichnete Stellung vor, so wird in dem Augenblick, in dem der an der vierten Etage des Korbes angebrachte Magnet M-. am Korbschalter KS1 vorbeifährt, ' dieser Schalter umgeschaltet. Der Magnetschalter KSi verbleibt in der eingenommenen Schaltstellung II. Wenn nun über den Fertigsignaletromkreis ein "Signal im Fördermaschinetirauim' eintrifft, so leuchtet die Lampe L 3 auf und zeigt dem Fördermaschinisten "an, daß ■ er auif das Signal nur umzusetzen hat. Nach dem dritten Umsetzen hat der Förderkorb die gestrichelt gezeichnete Lage eingenommen, und dabei wurde durch den Magneten M der Korbschalter KSi erneut betätigt. KSi ist jetzt wieder in seine Schaustellung I zurückgeführt. Trifft jetzt ein Signal über den Fertigsignalstromkreis ein, so leuchtet statt der Lampe L 3 die Lampe L 2 auf und kennzeichnet das Abfahrtsignal. Vom Anschläger werden dabei das Umsetz- bzw. Abfahrtsignal stets in derselben Weise gegeben, z. B. durch Schließen des Fertigsignalstromkreiises.
In der Fig. 3 ist eine Anordnung gezeigt, bei der die Korbschalter nach einer kurzzeitigen Betätigung wieder in ihre Ruhelage zurückkehren. Beim Vorfahren des Förderkorbes wird wieder der SchalterKS1 betätigt und dabei kurzzeitig in seine Schalt stellung II umgelegt. Hierbei spricht das Relais A an. Nachdem der Korbschalter in seine Ausgangslage I zurückgekehrt ist, hält sich das Relais A über seinen Kontakt αI weiter. Außer- ■ dem wird über diesen Kontakt das Relais B eingeschaltet. Der Kontakt all schaltet die Lampe L1 ein, die z.B.'als Leuchttableau ausgebildet sein kann und dem Fördermaschinisten anzeigt, daiß er auf das nächiste eintreffende Signal nur umzusetzen hat. Durch den Kontakt aiii ist in den Fertigsignalstromkreis die Lampe L 3 eingeschaltet, die das Umsetzsignal anzeigt. Beim letzten Umsetzen wird durch den Magneten M der Korbschalter KS1
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erneut kurzzeitig betätigt. Solange der Korbschalter in Schaltstellung II steht, hält sich das Relais B über seinen Kontakt b I weiter, während das Relais A durch Stromunterbrechung abfällt. Wenn der Korbschalter in seine Ausgangsistellung zurückkehrt, fällt auch das Relais B wieder ab. Das Leuchttableau »Umsetzen« (Lampe L ι) erlischt, und im Fertigsignalstromkreis leuchtet bei Abgabe eines Signals die normale Abfahrtlampe L 2 auf.
In diesem Beispiel wird also durch den Korbschalter eine Taktschaltung gesteuert, die die Anzeigevorrichtung im FördermaSichinenraum auf Betriebszustand »Umsetzen« bz<w. »Abfahren« periodisch umschaltet.
In Fig. 4 sind zwei Magnetschalter je Korb vorgesehen, die von einem am Korb befindlichen Magneten M betätigt werden. Dabei werden die Korbschalter KS1 und KS 3 zusammen durch den einen Förderkorb betätigt, während die Korbschalter KS2 und KS4 zum Gegenkorb gehören. Die Korbschalter sind in solchem Abstand im Schacht angebracht, daß der Magnet M beim Vorfahren des Förderkorbes in die ausgezogen gezeichnete Stellung zunächst kurz den Korbschalter KS 3 und dann den Korbschalter KS1 betätigt. Der Koorbschalter KS 3 bleibt dabei wirkungslos, während durch den Schalter KS1 das Relais U erregt wird. Dieses Relais hält sich über seinen Kontakt u I und die Kontakte der Korbschalter KS 3 und KS 4 weiter, auch wenn der Korbschalter KSi in seine Ruhelage zurückgekehrt ist. Der Kontakt μ II nimmt analog zum oben beschriebenen Ausführungsbeispiel die Umschaltung des Fertigsignalstromkreises vor. Beim letzten Umsetzen betätigt der Magnet M wieder den Korbschalter KS3. Hierdurch wird der Haltestromkreis des Relais U unterbrochen und der Fertigsignalstromkreis wieder auf die Abfahrtlampe L 2 umgeschaltet.
Selbstverständlich ist die Erfindung nicht nur auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. Bs können an Stelle der Magnetschalter auch andere Schaltelemente und in abgeänderter Anordnung verwendet werden, um dem Fördermaschinisten die Signale zum Umsetzen bzw. zum Abfahren verschieden anzuzeigen, obgleich diese Signale vom Anschläger stets in ein und derselben Weise abgegeben werden.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Signalanlage für Schachtförderanlagen mit mehrstöckigen Förderkörben zur Übermittlung von Signalen zum Fördermaschinenraum, dadurch gekennzeichnet, daß Schaltmittel (KSi, KS 2) vorgesehen sind, die während des nacheinander erfolgenden Beschickens der einzelnen Etagen des Förderkorbes (F) in Abhängigkeit von der Stellung des Förderkorbes selbsttätig die Signaleinrichtung derart umschalten, daß bei dem nach erfolgter Beschickung einer jeden Etage abzugebenden Signal durch Ausführen jeweils ein und derselben Maßnahme durch den Anschläger dem Fördermaschinisten, nach den ersten Beseh-ickvorgängen ein Signal zum Umsetzen des Förderkorbes und nach der Be-Schickung der letzten Korbetage dais Abfahrtsignal gegeben wird.
  2. 2. Schachtsignalanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in Abhängigkeit von der Stellung des Förderkorbes (F) ein Magnetschalter (KS 1, KS 2) gesteuert und dadurch eine Umschaltung in der Signaleinrichtung vorgenommen wird.
  3. 3. Schachtsignalanlage nach Ansprach 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Schacht (S) ein Magnetschalter (KSi, KS2) und am Förderkorb (F) ein Magnet (M) derart angebracht sind, daß der Magnetschalter beim Vorfahren des Förderkorbes betätigt wird und sodann in seiner Stellung verbleibt und die Signaleinrichtung zur Anzeige des Umsetzsignals (L 3) so lange vorbereitet, bis durch das letzte Umsetzen der Magnetschalter wieder in seinen ursprünglichen Schaltzustand zurückgeführt und die Signaleinrichtung zur Anzeige des Abfahrtsignals (L 2) vorbereitet wird.
  4. 4. Schachtsignalanlage nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der im Schacht befindliche und durch den am Förderkorb (F) angebrachten Magneten (M) beim 9» Vorfahren des Förderkorbes und beim letzten Umsetzen jeweils kurzzeitig betätigte Magnetschalter (KSi, KS 2) eine Taktschaltung (A, B) steuert, über die ein Umschalten der Anzeigevorrichtung auf Umisetz- (L 3) bzw. Abfahrtsignal (L 2) erfolgt.
  5. 5. Schachtsignalanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch den Förderkorb (F) beim Vorfahren ein erster Magnetschalter (KSi, KS 2) betätigt wird, der eine Umschaltung der Signaleinrichtung bewirkt, und daß beim letzten Umsetzen des Förderkorbes durch einen zweiten . Magnetschalter (KS 3, KS4) diese Umschaltung wieder rückgängig gemacht wird.
    Angezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschrift Nr. 254627.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 509 697/180 3.56

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