-
Einrichtung zum Steuern von Umfüllvorrichtungen Bei Gefäßförderanlagen
ist es erforderlich, daß die Gefäße zum Beladen und Entladen genau in die Haltestellen
eingefahren werden und innerhalb eines bestimmten kleinen Bereiches zur Ruhe kommen,
daniit die Füll-oder Entladeorgane den Aufnahmeräumen, entweder dem Gefäß oder der
Eutladetasche, richtig gegenüberstehen. Die Umladung des Schüttgutes darf nur in
diesem eng begrenzten Bereich vorgenommen werden, wenn die ordnungsmäßige Abwicklung
der Förderung sichergestellt werden soll.
-
Das Patent 6oi 63o betrifft eine Einrichtung zum Steuern von Umfüllvorrichtungen,
bei der auf mechanisch-elektrische Weise die Gewähr dafür gegeben werden soll, daß
ein Umfüllen des Gutes nur in dem hierzu vorgesehenen Bereich vor sich gehen kann.
Nach dem Patent gibt ein am Schacht angeordnetes, vom Schachtfördermittel bewegtes
Schaltglied innerhalb bestimmter Bewegungsgrenzen Kontakt. Das Umfüllen wird durch
diese Ausbildung des. Schaltgliedes nur dann durchgeführt, wenn das Schachtfördermittel
in dem hierzu vorgesehenen Bereich tatsächlich zum Stillstand kommt.
-
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, die Anordnung nach dem
Patent zu vereinfachen und zu verbessern. Nach der Erfindung wird dies dadurch erreicht,
daß das nur innerhalb bestimmter Bewegungsgrenzen Kontakt gebende Schaltglied als
lichtelektrische Einrichtung ausgebildet ist und daß diese lichtelektrische Einrichtung
gleichzeitig zum Überwachen der vorzugsweise handbedienten Steuervorrichtung der
Fülleinrichtung durch eine Verriegelungseinrichtung o. dgl. dient. Durch die Anordnung
nach der Erfindung wird eine Mehrzahl von Schaltgliedern der Anordnung nach dein
Hauptpatent in der lichtelektrischen Einrichtung zusammengefaßt. Es wird auf -diese
Weise eine wesentliche Vereinfachung dieser Anordnung erzielt. Die Anordnung nach
der Erfindung ist in erster Linie für halbselbsttätige Steuerungen bestimmt, d.
h. solche Anlagen, bei denen der eigentliche Füllvorgang durch den Anschläger oder
einen anderen Bedienungsmann durchgeführt wird. In solchem Fall ist es gerade besonders
'wichtig, daß durch eine Überwachungseinrichtung die Füllvorrichtungen verriegelt
werden, solange das Gefäß sich nicht in der zum Füllen geeigneten Stellung befindet.
Im Gegensatz zu weiteren bekannten Anordnungen, bei denen die Einleitung der Bewegung
der Fördermaschinen und der Hilfsmaschinen von Zeitmeßvorrichtungen abhängig gemacht
ist, gibt
die Anordnung nach der Erfindung die Gewähr für eine schnelle
und ordnungsmäßige Abwicklung der Förderung, die bei einer zeitabhängigen Steuerung
infolge der bei den einzelnen Förderzügen ständig schwankenden Betriebsgrößen nicht
gegeben ist.
-
Gegenüber den Einrichtungen, bei denen die Steuerung durch mechanische
oder mechanisch-elektrische Vorrichtungen durchgeführt ist, wird die Betriebssicherheit
der Erfindung dadurch erhöht, daß bei ihr keinerlei Steuerglieder in das Fahrtrum
hineinragen, also auch keine Beschädigungen derartiger Teile auftreten können.
-
Die Zeichnung gibt ein Ausführungsbeispiel für die Erfindung. Das
im Schacht abwärts gefahrene Fördergefäß i befindet sich in der dargestellten Lage
in seiner richtigen Stellung zu der Fülleinrichtung z; es kann innerhalb der durch
den Doppelpfeil 3 angegebenen Grenzen von der dargestellten Lage abweichen. Nur
innerhalb dieses Bereiches darf die Füllung erfolgen. Dieser Bereich wird durch
eine lichtelektrische Einrichtung überwacht, die nachstehend beschrieben ist.
-
Auf der einen Seite der Schachtwand befindet sich eine Lichtquelle
4, deren Lichtstrahl 5 auf eine lichtelektrische Zelle 6, z. B. eine Selen- oder
Photozelle, geworfen wird. Die bei Belichtung auftretenden elektrischen Ströme werden
in bekannter Weise verstärkt und steuern ein Relais 7 mit Ruhekontakten B. Eine
gleichartige Anordnung 14, 151 16 befindet sich unterhalb der ersten Zelle 6 und
arbeitet auf ein Relais 17, das einen Arbeitskontakt 18 aufweist. Die Kontakte 8
und 18 sind in Reihe geschaltet; der Stromkreis führt außerdem über einen Verriegelungsmagneten
ig am Füllsteuerliebel 20.
-
Die Einrichtung wirkt so: Solange sich das Gefäß nicht am Füllort
befindet, werden beide lichtelektrischen Zellen 6 und 16 bestrahlt, so daß beide
Relais 7 und 17 angezogen sind. Dadurch ist der Verriegelungsstromkreis des Magneten
ig am Kontakt 8 unterbrochen, so daß der Kern des Magneten ig den Steuerhebel ao
verriegelt. Fährt jetzt das Gefäß in die Füllstelle ein, so unterbricht es den Lichtstrahl
5, das Relais; fällt ab, schließt den Kontakt 8, und der Magnet ig gibt den Steuerhebel
der Fülleinrichtung frei, so daß der Maschinist nunmehr das Gefäß ordnungsgemäß
füllen kann. Ist das Gefäß dagegen über den vorgeschriebenen Bereich hinausgefahren,
so unterbricht es auch den Lichtstrahl 15, der um den Betrag 13 entsprechend dem
Betrage 3 unterhalb des Lichtstrahles 5 angeordnet ist. Dann fällt das Relais 17
ab, und der Kontakt 18 wird unterbrochen, so daß die Verriegelung des Steuerhebels
aufrechterhalten bleibt. Der Maschinist kann das Gefäß also nicht mehr füllen.
-
Anstatt die Kontakte 8 und 18 in Reihe zu schalten, kann man sie auch
parallel schalten; sie werden dann im umgekehrten Sinne angeordnet, und der Magnet
ig arbeitet ebenfalls im umgekehrten Sinne.
-
Damit der Maschinist bei langsam einfahrendem, aber nicht rechtzeitig
zur Ruhe kommendem Gefäß die Steuervorrichtung nicht doch betätigen kann (in der
Zeit zwischen dem Unterbrechen des Lichtstrahles 5 und dem Unterbrechen des Lichtstrahles
15), kann erfindungsgemäß die erste der beiden lichtelektrischen Überwachungseinrichtungen
mit Verzögerung arbeitend ausgeführt werden.
-
Es ist nach der Erfindung auch möglich, mit einer einzigen lichtelektrischen
Zelle zur Steuerung der Verriegelungs- oder Steuervorrichtung der Fülleinrichtung
auszukommen; in diesem Falle wird mit dein Gefäß eine Blende bewegt, deren Länge
dein zulässigen Steuerbereich entspricht. So kann beispielsweise am unteren Querhaupt
oder auch an anderer geeigneter Stelle (z. B. an einer - Seitenwand des Gefäßes
oder äuch am Unterseil) eine Blende angebracht werden, die nur in einem bestimmten
Bereich einen Lichtstrahl unterbricht, wie es in der Abbildung für den Lichtstrahl
5 durch die Blende io veranschaulicht wird. Es muß dann nur dafür gesorgt werden,
daß der Lichtstrahl nicht durch andere Teile des Gefäßes unterbrochen werden kann,
damit der Bereich eindeutig festliegt. Auch bei dieser Anordnung ist es denkbar,
anstatt mit Ruhestrom mit Arbeitsstrom zu arbeiten; die Blende erhält eine bestimmte
Öffnung, die dem zulässigen Bereich entspricht. Da aber auch bei Abwesenheit des
Gefäßes der Lichtstrahl auf die Zelle gelangt, muß dafür gesorgt werden, daß während
der Fahrt die Verriegelungseinrichtung nichtgelöst werden kann. Dies läßt sich z.
B. dadurch erreichen, daß der V erriegelungsstromkreis über den Bremshebel der Fördermaschine
und gegebenenfalls noch über einen Fahrtrichtungsschalter geführt ist.
-
Anstatt von der Überwachungseinrichtung lediglich Verriegelungseinrichtungen
zu steuern, kann die Einrichtung auch dazu benutzt werden, die Anlage voll selbsttätig
zu gestalten, indem z. B. an Stelle des Magneten ig eine Anlaßvorrichtung für die
Bewegungsvorrichtung der Fülltasche 2 tritt.