DEM0014868MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 22< Juli 1952 Bekannitgemacht am 14. Juni 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Gärfuttersilos werden zum Zwecke der Grünfutterkonservierung
mit den verschiedensten Futterpflanzen gefüllt. Da die Luft der Feind jeglicher Konservierung ist, muß dieselbe aus den im Silo
von den Futterpflanzen gebildeten Hohlräumen entfernt werden, Dieses geschieht auf verschiedene
Arten, z, B, durch mechanische Pressen, durch Einfüllen yon Gasen mit größerem spezifischem Gewicht
als Luft, durch Treten der Pflanzen von Menschen oder Tieren usw. Während die untere
Hälfte des Futters durch dessen Eigengewicht schon weitgehend zusammengepreßt wird, ist es vor
allen Dingen die obere Hälfte, in der der Futterdruck zur Oberfläche hin bis ?um vollständigen
Druckschwund nachläßt, Es ist daher, um Fehlgärungen zu vermeiden, unter allen Umständen
notwendig, die im Silo eingebrachten Futterpflanzen nach der Füllung zu beschweren. Je nach
Größe des Silos sind Gewichte von mehreren Tonnen notwendig,
Zweck der Erfindung ist, diese Gewichtsmengen mühelos auf das Futter im Silo zu bringen, und
vor allen Dingen, wenn das Futter ina Silo und damit die Gewichte abgesackt sind, ebenso mühelos
aus dem Silo zu entfernen·
Die bisher gebräuchlichen Methoden haben große
Nachteile. Eine Druckpresse ist erstens in der Anschaffung sehr kostspielig und muß zweitens durch
dauernde Arbeitsaufwendung nachgestellt werden. Das Anbringen von Betondeckeln setzt das Vorhandensein
von Kettenzügen voraus und bedingt einen großen Verbrauch von Menschen oder
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Maschinenkraft. Das Einbringen einer Lehmdecke bedingt viel Transport und Menschenkraft, die
sich noch vervielfacht, wenn die Lehmdecke von dem abgesackten Futter im Silo aus der Tiefe
wieder herausgeschafft werden muß, abgesehen von der unvermeidbaren Verschmutzung von Silo und
Futter.
Es ist auch bekannt, auf die Oberfläche des Füllgutes dadurch einen Druck auszuüben, daß unter
ίο einem feststellbaren Deckel, der durch Kettenzüge
oder Gestänge gehalten wird, ein mit Luft oder Wasser gefüllter Blähkörper angebracht ist, der
sich oben gegen den Deckel abstützt und unter gleichzeitiger Abdichtung gegen die Silowand auf
der Oberfläche des" Füllgutes aufliegt. Diese Anordnung hat aber den Nachteil, daß zum öffnen
des Silos der feststellbar starre Deckel abgenommen werden muß und daß durch den vom Blähkörper
ausgeübten Abdichtungsdruck gegen die Innenwand des Silos ein freies Nachsinken der Deckelanordnung,
wie es zum Zwecke der Verdichtung des Gutes wünschenswert ist, verhindert wird.
Dasselbe gilt von einer bekannten Anordnung, bei der ein mit Wasser gefüllter Behälter aus
nachgiebigem Stoff ohne Abstützdeckel auf den Siloinhalt drückt, sich aber gleichzeitig für den
luftdichten Abschluß fest gegen die Innenwand
des Silos legt, so daß also ein freies Nachsinken gleichfalls nicht möglich ist.
Demgegenüber besteht die Erfindung darin, daß die Belastung des Silogutes ausschließlich durch
einen wassergefüllten Gummibehälter erfolgt, der sich unter stets voller Auswirkung seines Gewichtes
auf das ihn tragende Silogut in senkrechter Richtung frei im Siloraum bewegen und der Verdichtung
des Gutes widerstandslos folgen kann. Um das Abnehmen des Belastungsbehälters zu erleichtern,
wird die Anordnung zweckmäßig so getroffen, daß der Gummibehälter einen der Füllung
und Entleerung dienenden Anschlußschlauch besitzt, der unter das Füllungsniveau reicht, und dort
einen Dreiwegehahn enthält, der in der einen Stellung das Füllen des Behälters von einer Wasserleitung
aus und in der anderen Stellung das selbsttätige Entleeren nach dem Heberprinzip gestattet.
Der Gummibehälter kann an seiner obersten Stelle ein Schwimmerventil tragen, das beim Füllen die
Luft entweichen läßt, aber gegen Ende des Füllvorganges ein Entweichen des Wassers verhindert.
Der Absperrkonus des Schwimmerventils kann für Teilfüllung verstellbar sein, und das Ventil kann
außerdem eine Signalanlage zum Anzeigen der ■ vollendeten Füllung betätigen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an Hand der Zeichnung beschrieben. In dieser zeigt
Fig. ι ein Gärfuttersilo mit einem- Verdichtungsbehälter gemäß der Erfindung im schematischen
Schnitt; '
Fig. 2 zeigt ein vergrößertes Schnittbild eines Ventils des Belastungsbehälters.
' - Fig. ι zeigt einen Gärfuttersilo gebräuchlicher
Form mit der Anbringung der Gewichtsbelastung durch den Gummibehälter. Das Material· des Behälters
kann auch aus sonstigen elastischen, wasserdichten Stoffen, wie z. B. aus Kunststoffen oder
imprägnierten Faserstoffen, bestehen.
Fig. 2 zeigt den Verschluß des Behälters mit einer Anordnung, welche die sich im Behälter
eventuell zusammenpressende Luft entweichen läßt, während das Entweichen des Wassers durch ein
Schwimmventil verhindert wird.
Das im Silo befindliche Pflanzenfutter 1 (Fig. 1)
ist zur Vermeidung von Oberflächenverschimmelung mit einer Schicht 2 Spreu bedeckt, worauf ein Holzdeckel 3 als Unterlage für den Gummibehälter 4
zur gleichmäßigen Gewichtsverteilung ruht. Der Gummibehälter 4 besitzt einen Schlauchanschluß 5,
der auf dem Boden des Gummibehälters fest angebracht ist und mittels einer Kupplung 6 beliebig
verlängert werden kann, wie z. B. mittels Schlauch 7. Dieser Schlauch 7 besitzt an seinem Ende einen
Dreiwegehahn 8,. der an jede beliebige Wasserleitung 9 angeschlossen werden kann. Wo keine
Wasserleitung vorhanden ist, kann das Wasser auch mittels Druckpumpe in den. Gummibehälter
gebracht werden.
Der Schraubverschluß 10 des Gummibehälters besitzt eine Bohrung 11, durch welche ein Rohr 12
führt, welches zum Entweichen sich etwa bildender Preßluft die Bohrungen 13 aufweist. Das Rohr 12 go
trägt an seinem unteren Ende einen Schwimmer 14, z. B. einen Gummiball, der durch das steigende
Wasser nach oben gedrückt wird und das Ventil 15 schließt, wenn der Gummibehälter mit Wasser
gefüllt ist. Der untere Konus 15 kann verstellbar angeordnet werden, um Teilfüllungen durchzuführen.
Das Ventil 15 kann mit einem Warnsignal, z. B. einer elektrischen Klingel, versehen werden,
um die vollendete Füllung anzuzeigen.
Zum Entleeren des Gummibehälters wird der Dreiwegehahn lediglich auf Entleerung gestellt, und das
Wasser im Gummibehälter fließt restlos aus, da die Wassersäule vom Drei wegehahn bis zum Gummibehälter
nicht unterbrochen ist und nach dem Gesetz des Atmosphärendrucks ablaufen muß.
Der Gummibehälter, der vor der Füllung mit Leichtigkeit in den Silo gebracht werden konnte,
ist nach dem Entleeren mit gleicher Leichtigkeit zu entfernen. Außer in Grünfuttersilos kann diese Erfindung
natürlich auch überall dort angebracht werden, wo ein Belastungsausgleich, wie z. B. bei
Zugmaschinen, erforderlich ist.
Claims (5)
1. Gärfuttersilo mit Druckbelastung der Oberfläche des eingefüllten Gutes durch einen
wassergefüllten Behälter aus nachgiebigem Stoff, dadurch gekennzeichnet, daß der Wasserbehälter
(4) mit genügend seitlichem Spiel im Siloraum gelagert ist, so daß er sich unter stets
voller Auswirkung seines Gewichtes auf das ihn tragende Silogut in senkrechter Richtung frei
• im Siloraum bewegen und der Verdichtung des Gutes widerstandslos folgen kann.
2. Gärfuttersilo nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,1
daß der Gummibehälter einen der.
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M14868 Uli45e
Füllung und Entleerung dienenden Anschlußschlauch (7) besitzt, der unter das Füllungsniveau reicht und dort einen Dreiwegehahn (S)
enthält, der'in der einen Stellung das Füllen des Behälters von einer Wasserleitung aus und in
der anderen Stellung das selbsttätige Entleeren nach dem Heberprinzip gestattet.
3. Gärfuttersilo nach Ansprüchen ι und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Gummibehälter an seiner obersten Stelle ein Schwimmerventil
(13-15) trägt, das beim. Füllen die Luft entweichen läßt, aber gegen Ende des Füllvorganges,
ein Entweichen des Wassers verhindert.
4. Gärfuttersilo nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Absperrkonus des
Schwimmerventils für Teilfüllung verstellbar ist.
5. Gärfuttersilo nach Anspruch 3, dadurch ge-. kennzeichnet, daß das Schwimmerventil eine
Signalanlage zur Anzeige der vollendeten Füllung betätigt.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 645773, 804495.
Deutsche Patentschriften Nr. 645773, 804495.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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