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Grossbehälter zum Aufbewahren von Flüssigkeiten
Die Erfindung betrifft einen Grossbehälter zum Aufbewahren von Flüssigkeiten, der aus einer Stützwand und einer Auskleidung aus dichtem und biegsamem Werkstoff besteht.
Bei einem bekannten rossbehälter dieser Art wird die Auskleidung in der Weise vorgenommen, dass in den Behälter Streifenbahnsn aus Kunststoff eingebracht und im Innern des Behälters zu einem Ganzen zusammengeschweisst werden. Die dabei verwandten Streifen sind auf der der Behälterwand zugekehrten Saite so profiliert, dass zusammenhän- gende Hohlräume gebildet werden, so dass die Streifen durch Evakuierung der in den Hohlräumen befindlichen Luft fest an die Wand gepresst werden.
Das Einbringen und Zusammenschweissen der Streifen ist jedoch schwierig und fordert Facharbeiter. Die Auskleidung kann auch in manchen Fällen Falten bilden, die nach einiger Zeit Bruchstellen in der Auskleidung verursachen. Ferner kann die Evakuierung, der Hohlräume zwischen der Stützwand und der Auskleidung nur dann vorge- nommen werden, wenn die Stützwand aus luftun- durchlässigem Material ist.
Gemäss der Erfindung wird ein Grossbehälter zum Aufbewahren von Flüssigkeiten geschaffen, dem die geschilderten Nachteile nicht anhaften. Das Wesen der Erfindung liegt dabei darin, dass der Behälter auf seiner oberen Seite eine Einfüllöffnung aufweist, an welcher mittels eines Befestigungskra- gent dite als Blase ausgebildete, im ungehüllten Zustand kleiner ale der Innenraum des Behälters gehaltene Auskleidung aufgehängt ist.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, dass die äussere Stützwandung und die Blase eine aus einem unteren zylindrischen und einem
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Form bilden.Zwar ist eme solche form'bei Behältern bereits bekannt, sie vermittelt jedoch beim neuen Grossbehälter den bisher nicht erzielten Vorteil einer besonders einfachen Aufhängemöglichkeit für die Blase.
Endlich kann gemäss der Erfindung die Stütz- wandung aus mehreren ringförmigen, aus Beton gefertigten Einzelteilen zusammengesetzt sein. Auf diese Weise kann ein Grossbehälter zur Aufnahme von Flüssigkeiten erstmals ohne Zuhilfenahme von Fachkräften aus wirtschaftlich herzustellendem Material gefertigt sein, welches nicht dicht zu sein braucht. Bei den bisher üblichen Flüssigkeitsbehältern aus Stahl war dies nicht möglich. Zwar ist es bereits bekannt, einen Getreidesilo aus ringföimi- gen Betonteilen zusammenzusetzen, jedoch kommt es dlort auf die Dichtheit der Wände nicht an, so dass ein Problem gemäss der Erfindung nicht vorhanden ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel
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weist eine äussereStützwandung aus Stahlbetonmittels Absätzen und Bünden 4 ineinander zen- trisch verankert.
Das konische Kopfstück 3 weist eine Öffnung 5 auf. Auf dem Rande der öffnung liegt mittels einer
Schulter ein Haltering 6 aus Metall auf, welcher auf seiner oberen Seite Gewindebolzen 7 trägt.
Auf dem Haltering 6 ruht ein Befestigungskragen
8, der mit einer daran hängenden Blase 9 eine Einheit bildet. Die Blase 9 stimmt in ihrer Fortin mit der der äusseren Stützwandung überein, ist jedoch etwas kleiner als die letztere gehalten, so dass im ungefüllten Zustand, wie aus der Zeichnung ersichtlich, zwischen der Blase 9 und der Stützwandung überall ein Zwischenraum vorhanden ist.
Die Blase 9 ist aus elastischem Material, vorzugs-
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Überbolzen 7 mit dem Haltering 6 und dem dazwischen liegenden Befestigungskragen 8 verschraubt ist.
Das konische Kopfstück 3 der Stützwandung trägt weiterhin einen, einen Domschacht bildenden Ring 12, auf welchem eine kreisförmige Betonzarge 13 ruht, deren Öffnung durch einen Stahlblechdeckel 14 verschlossen ist.
Es sei noch erwähnt, dass der Deckel 10 aus Metall mit den üblichen Armaturen zum Füllen, Messen und Überwachen des Inhalts versehen sein kann. Soweit der neue Behälter in der Erde eingelassen sein soll, wird zunächst der'erforderliche Erdaushub erstellt und die Sohle der Baugrube waagerecht planiert. Nun kann das Bodenstück 1 in die Baugrube abgelassen und auf der Sohle gesetzt werden.
Dann folgen die Zwischenstücke 2
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des Behälters. Endlich wird das konische Kopf- stück 3 aufgesetzt und zweckmässigerweise die Fugen dabei mit Zementmörtel verstrichen. Im Anschluss daran wird der Haltering 6 auf den Rand der Öffnung 5 aufgesetzt und die Blase 9 mit ihrem Befestigungskragen 8 auf den Haltering 6 und dessen Gewindebolzen 7 gesetzt und anschliessend in den Behälter fallen gelassen.
Vorher kann noch der Domschaoht 12 mit der Betonzarge 13 aufgesetzt werden, die mit dem Erd- boden bündig abschliesst. Nach Aufbringen des Deckels 10 und Verschraubung desselben ist der Behalte ; fertig zum Füllen.
Vor dem Füllen kann die Blase 9 mittels Pressluft auf ihre Dichtheit untersucht werden. Danach wird z. B. mittels eines Schlauches und der auf dem Deckel 10 vorhandenen Armatur die Flüssigkeit in die Blase 9 eingebracht. Dieselbe dehnt sich beim Füllen solange aus, bis sie faltenlos an der Stützwandung anliegt.
Neben dem Vorzug einer einfachen und wirtschaftlichen Herstellung und eines erleichterten Transportes bei einer aus Einzelteilen zusammen- gesetzten Stützwandung weist der neue Behälter noch eins Reihe anderer Vorteile auf. So kann z. B. die Blase in leerem Zustand leicht herausgenommen und gereinigt werden. Auch eine Überprüfung auf Dichtheit und gegebenenfalls eine Reparatur, z. B. durch Schweissen der Kunststoffblase, ist ohne Schwierigkeit möglich. Ferner kann ds. r neue Be- hälter zeitlich hintereinander die verschiedensten Flüssigkeiten aufnhemen.
Die Stützwandung bleibt dabei stets dieselbe, es ist lediglich erforderlich, je- weils eine Blase einzuhängen, die zur Aufnahme der zu lagernden Flüssigkeit geeignet ist. Auch ist es ein leichtes, eine vielleicht nach langen Jahren unbrauchbar gewordene Blase durch eine neue zu
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wie im.fühcungsbeispiel, aus Stahlbetonteilen zusammengesetzt ist, kann der Behälter ohne Zuhilfenahme von Fachkräften errichtet werden. Die Dichtheit des Behälters bleibt auch bei Erschütterungen oder Gelände nkungen dabei mit Sicherheit erhalten.
Ein solcher zusammensetzbarer Behälter lässt sich sogar leicht in Grundwasser einbauen.
Die Form des Behälters kann grundsätzlich be- 1iebi, g sein. Es ist auch möglich, ihn als liegende Walze auszubilden. Auch kann die Stützwandung des Behälters einteilig sein, insbesondere bei Behältern mit nicht zu grossem Füllvermögen. So ist es z. B. denkbar, die bisher zum Transport von Säuren verwendeten grossen Tongefäss durch einen neuen Flüssigkeitsbehälter zu ersetzen, dessen Stützwandung einteilig aus Stahlbeton hergestellt ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Grossbehälter zum Aufbewahren von Flüssigkeiten, bestehend aus einer Stützwand und einer Auskleidung aus dichtem und biegsamem Werkstoff, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter auf seine : oberen Seite eine Einfüllöffnung aufweist, an welcher mittels eines Befestigungskragens (8) die als Blase (9) ausgebildete, im ungefüllten Zustand kleiner als der Innenraum des Behälters gehaltene Auskleidung aufgehängt ist.