DEM0001537MA - Anordnung zur Verminderung des Fernnebensprechens bei trägerfrequent betriebenen Fernkabeln mit mehreren Sternvierern - Google Patents

Anordnung zur Verminderung des Fernnebensprechens bei trägerfrequent betriebenen Fernkabeln mit mehreren Sternvierern

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Publication number
DEM0001537MA
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DE
Germany
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ropes
lengths
cable
long
crossing
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Erwin Dr. Korntal Widl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Mix und Genest AG
Original Assignee
Mix und Genest AG
Publication date

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Description

Zur Verminderung des Fernnebensprechens bei trägerfrequenzbetriebenen Fernkabeln werden bekanntlich die Kopplungsvektoren in der komplexen Ebene mittels Kopplungsmesser bestimmt und durch Einschaltung geeigneter Ausgleichsmittel zum Verschwinden gebracht, bzw. auf ein zulässiges Maß herabgesetzt. Der Durchführung dieses Ausgleiches setzen sich insofern Schwierigkeiten entgegen, als die Kopplungsvektoren im Falle, daß Leitung 1 Leitung 2 stört, im allgemeinen wesentlich verschieden sind von jenen des Falles, daß Leitung 2 Leitung 1 stört. Dieser sogen. "Tauscheffekt" kann durch zwei verschiedene Ursachen bewirkt werden:
a) Beim Fernnebensprechen zwischen Übertragungskreisen gleichen Phasenmaßes durch Nebensprechen über dritte Kreise und
b) beim Fernnebensprechen zwischen Übertragungskreisen ungleichen Phasenmaßes durch die Phasendifferenzen.
Beide Effekte treten bei sternverseilten Fernkabeln gleichzeitig auf.
Der zuerst erwähnte Effekt (gleiches Phasenmaß) kann in bekannter Weise dadurch verringert werden, daß man innerhalb der Sternviererseile systematische Kreuzungen vornimmt, so daß sich die Wirkungen der dritten Kreise aufheben.
Der an zweiter Stelle erwähnte Effekt (ungleiches Phasenmaß) wird nach anderen Vorschlägen dadurch beseitigt, daß man die Viererseile verschiedener Längen derart zusammenschaltet, daß jeder Stromkreis durch Kreuzungen zwischen verschiedenen Vierern sämtliche Viererseile je in gleicher Länge durchläuft, so daß praktisch zwischen den einzelnen Stromkreisen keinerlei Phasendifferenzen vorhanden sind.
Beide Schaltungsarten genügen jedoch, je für sich angewandt, insbesondere bei sehr hohen Betriebsfrequenzen nicht allen Ansprüchen. Durch die Erfindung wird eine Anordnung zur Verminderung des Fernnebensprechens bei trägerfrequent betriebenen Fernkabeln mit mehreren Sternvierern angegeben, welche die genannten Probleme einwandfrei löst. Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß je zwei gleichartige, aneinander anschließende Kabellängen derart miteinander verbunden werden, daß innerhalb gleichartiger Viererseile eine systematische Kreuzung der Adern und nach jeder zweiten Kabellänge systematische Kreuzungen zwischen verschiedenartigen Viererseilen vorgenommen werden.
Es werden also je zwei gleichartige, benachbart liegende Kabellängen derart zusammengespleißt, daß stets gleichartige Viererseile zusammengeschaltet werden, wobei durch systematische Kreuzungen innerhalb dieser Viererseile die Wirkung des Nebensprechens über dritte Kreise vermieden wird. Die auf diese Weise erhaltenen Doppellängen werden ihrerseits derart miteinander verbunden, daß jeder Stromkreis sämtliche voneinander verschiedenen Viererseile des Kabelquerschnittes je in gleicher Länge durchläuft. Das bedeutet, daß bei einem Kabel mit a Viererkreisen jeder Stromkreis nach Durchlaufen von 2 n Kabellängen wieder seinen alten Platz im Kabel erreicht. Ist die Gesamtzahl der Kabellängen 2 n oder ein ganzes Vielfaches davon, so werden die gesamten Tauscheffekte vollständig beseitigt.
Ein Ausführungsbeispiel für eine Anordnung gemäß der Erfindung ist in der beigefügten Abbildung schematisch dargestellt. Gezeigt sind drei Viererseile eines sternverseilten Fernkabels und deren Verbindungen über 6 Kabellängen hinweg. Die Vierer sind mit römischen Ziffern, die Kabellängen mit arabischen Ziffern bezeichnet. Wie ersichtlich, haben dabei die geradzahligen Viererseile Stamm 1 glatt, Stamm 2 gekreuzt zwischen den Kabellängen 1/2, 3/4, 5/6 usw. geschaltet. Bei den ungeradzahligen Viererzahlen ist es umgekehrt. Es muß dabei allerdings darauf geachtet werden, daß stets der Anfang (A) einer Kabellänge mit dem Ende (E) der anderen Kabellänge zusammengeschaltet wird. Diese Kreuzungs- und Glattschaltungen können natürlich auch in umgekehrter Reihenfolge durchgeführt werden.
Das Zusammenschalten der Doppellängen erfolgt derart, daß die Viererseile einer Doppellänge - bestehend aus je zwei Einzellängen -
1/2, 3/4, 5/6 usw. - jeweils auf die in der Reihenfolge nächsten Viererseile der darauffolgenden Doppellänge geschaltet werden. Die Zählrichtung der Viererseile kann dabei beliebig gewählt werden. Außer dem in der Abbildung gezeigten Schaltschema gibt es naturgemäß noch viele andere Schaltmöglichkeiten, die den gleichen, durch die Erfindung angegebenen Bedingungen genügen und damit auch den gleichen Erfolg zeitigen.

Claims (5)

1) Anordnung zur Verminderung des Fernnebensprechens bei trägerfrequent betriebenen Fernkabeln mit mehreren Sternvierern, dadurch gekennzeichnet, daß je zwei gleichartige, aneinander anschließende Kabellängen derart miteinander verbunden werden, daß innerhalb gleichartiger Viererseile eine systematische Kreuzung der Adern und nach jeder zweiten Kabellänge systematische Kreuzungen zwischen verschiedenartigen Viererseilen vorgenommen werden.
2) Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Zusammenschalten der Doppelkabellängen durch systematisches Kreuzen zwischen n verschiedenartigen Viererseilen jeder Stromkreis sämtliche dieser n Viererseile je in gleicher Länge durchläuft, sodaß Phasendifferenzen zwischen den einzelnen Stromkreisen nach Durchlaufen von 2 n Längen ausgeglichen sind.
3) Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der Längen derart gewählt ist, daß sie gleich 2 n oder ein ganzzahliges Vielfaches davon ist.
4) Anordnung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Glattschaltung der Stämme 1 und Kreuzung der Stämme 2 bei den geradzahligen Viererseilen, eine Glattschaltung der Stämme 2 und Kreuzung der Stämme 1 bei den ungeradzahligen Viererseilen oder umgekehrt.
5) Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Viererseile einer Doppellänge jeweils auf die in der Reihenfolge nächsten Viererseile der darauffolgenden Doppelkabellänge geschaltet werden, wobei die Zählrichtung der Viererseile im Kabelquerschnitt beliebig wählbar sind.

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