DE6607289U - Fernmeldebuendelkabel - Google Patents

Fernmeldebuendelkabel

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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B11/00Communication cables or conductors
    • H01B11/02Cables with twisted pairs or quads
    • H01B11/04Cables with twisted pairs or quads with pairs or quads mutually positioned to reduce cross-talk

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  • Communication Cables (AREA)

Description

Fernmeldekabel, wie sie bevorzugt im Fernsprechortsnetz Verwendung finden, können derart hergestellt werden, dass eine Vielzahl von Verseilelementen, wie z.B. Vierer, zu einem Bündel zusammengefasst werden. Eine Mehrzahl solcher Bündel wird in einem weiteren Arbeitsgang miteinander zu einem Bauelement höherer Ordnung verseilt. Ein solches Bauelement wird entweder allein oder zusammen mit weiteren Bauelementen zu einem Kabel zusammengefasst. Dabei können die einzelnen Bündel wie üblich in ein oder mehreren Lagen übereinander aufgebracht werden. Zum Vermeiden von Nebensprechkopplungen werden in solchen Kabeln Bündel verwendet, die mit unterschiedlichen Schlaglängen verseilt sind. Dies erfordert eine gesonderte Herstellung der Bündel, von denen jedes sodann über seine ganze Länge gleiche Schlaglänge hat. Da es erforderlich ist, den Nachbarbündeln eine andere Schlaglänge zu erteilen, ergab sich die Notwendigkeit einer nach Schlaglängen gesonderten Lagerhaltung der Bündel. Es war auch bereits bekannt, die einzelnen Bündel mit reversierendem Schlag zu verseilen und gleichzeitig mehrere Bündel zu einem Bauelement höherer Ordnung untereinander zu verseilen. Dabei wurden die Verseilelemente durch die Löcher einer Lochscheibe geschickt, deren Achse mindestens parallel wenn nicht identisch mit der Kabelachse waren und die um diese Achse um einen zum Teil recht großen Wickel oszillierte, so dass die Verseilelemente auf der durch sie gebildeten Lage in einer Mäanderspur mit vorgegebenem Ausschlag verliefen. Auch die so hergestellten Bündel hatten aber über ihre ganze Länge die gleiche Schlaglänge.
Die Bündel werden mindestens innerhalb einer Bündellage mit Vorzug derart angeordnet, dass einander benachbarte Längenelemente benachbarter Bündel unterschiedliche Schlaglängen aufweisen. Jedoch wird es von Vorteil sein, diese Maßnahme allgemein für einander benachbarte Bündel anzuwenden. Sie lässt sich bei Bündeln, bei denen die Länge, über die sich die Schlaglänge alternierend zwischen zwei Grenzen einmal ändert, klein ist gegenüber der Bündellänge, prinzipiell auf zwei verschiedenen Wegen ausführen. Verwendet man Bündel, bei denen die Längen unterschiedlich sind, über die sich die Schlaglänge alternierend zwischen zwei Grenzwerten einmal ändert, so ergibt es sich von alleine, dass der angestrebte Zustand eintritt und in keiner Querschnittebene des Kabels benachbarte Bündel mit gleicher Schlaglänge auftreten. Mit besonderem Vorteil wird man aber Bündel verwenden, bei denen die Länge, über die sich die Schlaglänge alternierend zwischen zwei Grenzwerten einmal ändert, gleich ist. Derartige Bündel werden entlang der Bündelachse gegeneinander um etwa den halben Wert dieser Länge verschoben. Diese Ausführungsform hat den besonderen Vorteil, dass nur Bündel mit ein und demselben Schlaglängenwert hergestellt und verarbeitet werden müssen, und dass man allein durch Verschieben der Bündel gegeneinander bewirken kann, dass nirgendwo im gleichen Querschnitt die Schlaglängen einander benachbarter Bündel gleich sind. Daraus folgt, dass die Lagerhaltung und die Herstellung wesentlich vereinfacht wird. Darüber hinaus hat diese Ausführungsform den Vorteil, dass trotz Unterdrückung der Nebensprechkopplungen die elektrischen Längen aller Bündel des Kabels gleich sind.
Die vorliegende Neuerung bezieht sich auf ein Fernmeldebündelkabel, bei dem jeweils eine Mehrzahl von Verseilelementen, wie z.B. von Paaren oder Vierern zu einem Bündel zusammengefasst sind, und bei denen zwei oder mehrere dieser Bündel zu einem Kabel verseilt sind. Das Fernmeldebündelkabel nach der Erfindung unterscheidet sich von den bisher bekannten dadurch, dass es ein oder mehrere Bündel aufweist, deren Schlaglänge sich entlang der Bündelachse verändert, vorzugsweise alternierend zwischen zwei Grenzwerten. Das Kabel nach der Neuerung weist also keine über seine ganze Länge vorhandene gleichmäßige Schlaglänge auf, sondern die Schlaglänge ändert sich, wobei jede denkbare Form der Änderung zulässig ist. Je nach Länge des Kabels kann die Schlaglänge von einem Ende bis zum anderen entweder gleichsinnig ansteigen oder abfallen. Dies kann kontinuierlich oder in Stufen vor sich gehen. Auch kann das Vorzeichen sowie der absolute Wert der Änderung in beiden Richtungen unterschiedlich sein. Es ist ersichtlich, dass sich mit einem entsprechenden Aufwand eine Vielzahl von Formen darstellen lassen. Zu besonders günstigen Ergebnissen gelangt man jedoch, wenn sich die Schlaglänge alternierend zwischen zwei Grenzwerten verändert. Das Kabel lässt sich sodann in seiner Länge in verschiedene Abschnitte einteilen, deren erster beispielsweise den Mindestwert der Schlaglänge aufweist. In einem zweiten Abschnitt steigt die Schlaglänge langsam bis auf einen Höchstwert an, den sie im dritten Abschnitt beibehält. Sodann sinkt in einem vierten Abschnitt die Schlaglänge wieder ab auf den Minimalwert. Mit besonderem Vorteil wird man die Änderungen der Schlaglänge so vornehmen, dass schon aufeinander folgende Schläge unterschiedliche Schlaglängen aufweisen.
In einer bevorzugten Ausführungsform wird die Schlaglängenänderung so stark gehalten, dass die Länge, über die sich die Schlaglänge innerhalb des einzelnen Bündels alternierend zwischen zwei Grenzwerten einmal ändert, klein ist gegenüber der Bündellänge. Das im vorhergehenden Absatz beschriebene Spiel der Schlaglängenänderung wird sich dann sehr häufig entlang der Bündelachse wiederholen.
Die Neuerung bezieht sich auch auf eine Vorrichtung zum Herstellen von Fernmeldebündelkabeln, in der jeweils eine Mehrzahl von Verseilelementen, wie z.B. von Paaren oder Vierern, zu einem Bündel zusammengefasst und zwei oder mehrere solcher Bündel im gleichen Arbeitsgang miteinander zu einem Bauelement höherer Ordnung, z.B. zu einem Bündelkabel, verseilt werden. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist insbesondere zum Herstellen von Bündelkabeln verwendbar, wie sie in den vorhergehenden Absätzen beschrieben sind. Sie unterscheiden sich von den bisher bekannten dadurch, dass Mittel vorgesehen sind, um bei der Verseilung in ein oder mehreren Bündeln die Länge der Schläge vorzugsweise von einem Schlag zum nächsten entlang der Bündelachse zu verändern, vorzugsweise alternierend zwischen zwei Grenzwerten zu verändern.
In einer bevorzugten Ausführungsform der neuerungsgemäßen Vorrichtung werden die Verseilelemente in einem Nippel zu einem Bündel zusammengefasst und neuerungsgemäß der Nippel entlang der Bündelachse verschiebbar ausgebildet. Der Verseilvorgang nimmt dabei folgenden Verlauf: Die Verseilelemente laufen in den Nippel ein und werden in diesem zusammengefasst. Das eine entstandene Bündel wird mit anderen Bündeln zusammen verseilt. Dies geschieht z.B. durch Führung in Rohren wie sie von Schnellverseilmaschinen her bekannt ist.
Die damit verbundene Verdrehung der Bündel gegeneinander wirkt zurück bis auf die Nippel, in denen die Verseilelemente zu Bündeln zusammengefasst werden. Der Punkt, an dem die Bündel miteinander verseilt werden, hat damit einen bestimmten Abstand von jedem der Nippel und die in dem ganzen System gleichmäßige Abzugsgeschwindigkeit bestimmt zusammen mit dieser Länge die Schlaglänge innerhalb der einzelnen Bündel. Es ist ersichtlich, dass bei gleichbleibender Abzugsgeschwindigkeit, die Schlaglänge in den Bündeln durch Verschieben der Nippel entlang der jeweiligen Bündelachse geändert werden kann. Selbstverständlich ist eine solche Änderung nur innerhalb gewisser Grenzen möglich, die durch die Maschinentechnik bestimmt werden, und ihr Maß ist weitgehend abhängig von der Dimensionierung der Maschinen.
In einer anderen Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der vorliegenden Neuerung wird von dem weiter oben beschriebenen Prinzip der Verseilung durch oszillierende Lochscheiben Gebrauch gemacht und neuerungsgemäß die Oszillationsfrequenz der Lochscheiben veränderbar gestaltet. Auf diese Art werden die entstehenden Mäanderzüge bei alternierender Änderung der Oszillationsfrequenz entlang der Kabelachse gestaucht bzw. gedehnt. Damit wird die gleiche Wirkung erzielt, wie bei einer Änderung der Schlaglängen herkömmlicher Art.
Mit besonderem Vorteil wird die Verschiebbarkeit des Verseilnippels oder die Änderung der Oszillationsfrequenz der Lochscheibe in ein vorzugsweise veränderbares Verhältnis zur Abzugsgeschwindigkeit gebracht. Es ist auf diese Art und Weise möglich, die Veränderungen der Schlaglängen in den einzelnen Bündeln so aufeinander abzustimmen, dass einander benachbarte Schläge benachbarter Bündel unterschiedliche Schlaglängen aufweisen. Auch dabei gelangt man wie weiter oben beschrieben zu Kabeln, bei denen die Nebensprechkopplung unterdrückt ist, während alle Bündel die gleiche elektrische Länge aufweisen.
Die vorliegende Neuerung wird an Hand der zum Teil schematisch gehaltenen Figuren erläutert. Dabei sind gleiche Gegenstände in beiden Figuren mit dem gleichen Bezugszeichen versehen.
Auf ruhenden Gestellen 1 sind Vorratstrommeln 2 angeordnet, von denen die Verseilelemente abgezogen werden. Die von einem Gestell herkommenden Verseilelemente werden nach Figur 1 in einem der Nippel 4 zu einem Bündel 11 zusammengefasst. Die Bündel werden in dem Verseilkopf 5 miteinander verseilt und durch eine Führung 6 über den Abzug 8 der Trommel 9 zugeführt. Der Abzug 8 und die Trommel 9 sind in einer Wiege 10 gelagert. Die durch die um die Wiege 10 rotierende Führung 6 verursacht in den einzelnen Bündeln eine Verdrehung der Verseilelemente gegeneinander, die durch den Verseilkopf 5 hindurch bis an die Nippel 4 wirkt. Die Geschwindigkeit des Abzuges 8 und der Abstand des Verseilkopfes 5 von den Nippeln 4 bestimmen die Schlaglänge innerhalb der einzelnen Bündel 11. Sind gemäß der Erfindung die Nippel 4, wie in Figur 1 durch die Doppelpfeile dargestellt, verschiebbar, so kann die Schlaglänge in jedem Bündel durch Verschieben der Nippel innerhalb ihrer Grenzlagen ständig zwischen zwei Grenzwerten verändert werden.
In Figur 2 werden die Verseilelemente 3 durch die Öffnungen oszillierender Lochscheiben 7 geführt. Die an sich zwischen den Lochscheiben 7 und dem Verseilkopf 5 vorhandenen Nippel sind in der Figur 2 der Übersichtlichkeit halber fortgelassen. Bei gleichbleibender Geschwindigkeit des Abzuges 8 bestimmt die Oszillationsfrequenz der Lochscheiben 7 die Schlaglänge in den einzelnen Mäanderzügen.
Die in den Figuren 1 und 2 dargestellten Prinzipien lassen sich variieren und miteinander kombinieren, ohne den Rahmen der Neuerung zu überschreiten.

Claims (10)

1. Fernmeldebündelkabel, bei dem jeweils eine Mehrzahl von Verseilelementen, wie z.B. von Paaren oder Vierern zu einem Bündel zusammengefasst sind und zwei oder mehrere dieser Bündel zu einem Kabel verseilt sind, d.g., dass es ein oder mehrere Bündel aufweist, deren Schlaglänge sich entlang der Bündelachse verändert, vorzugsweise alternierend zwischen zwei Grenzwerten verändert.
2. Fernmeldebündelkabel nach Anspruch 1, d.g., dass die Schlaglänge aufeinander folgender Schläge unterschiedlich ist.
3. Fernmeldebündelkabel nach Anspruch 1 oder 2, d.g., dass die Länge, über die sich die Schlaglänge innerhalb des einzelnen Bündels alternierend zwischen zwei Grenzwerten einmal ändert, klein ist gegenüber der Bündellänge.
4. Fernmeldebündelkabel nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, d.g., dass einander benachbarte Längenelemente benachbarter Bündel unterschiedliche Schlaglängen aufweisen, mindestens innerhalb einer Bündellage.
5. Fernmeldebündelkabel nach Anspruch 3 oder 4, d.g., dass bei benachbarten Bündeln die Längen, über die sich die Schlaglänge alternierend zwischen zwei Grenzwerten einmal ändert, unterschiedlich sind.
6. Fernmeldebündelkabel nach Anspruch 3 oder 4, d.g., dass einander benachbarte Bündel, bei denen die Länge, über die sich die Schlaglänge alternierend zwischen zwei Grenzwerten einmal ändert, gleich ist, entlang der Bündelachse gegeneinander um etwa den halben Wert dieser Länge verschoben sind.
7. Vorrichtung zum Herstellen von Fernmeldebündelkabeln, in der jeweils eine Mehrzahl von Verseilelementen, wie z.B. von Paaren oder Vierern, zu einem Bündel zusammengefasst und zwei oder mehrere solcher Bündel im gleichen Arbeitsgang miteinander zu einem Bauelement höherer Ordnung, z.B. zu einem Bündelkabel verseilt werden, insbesondere zum Herstellen von Bündelkabeln gemäß Anspruch 1 bis 6 oder einem derselben, d.g., dass Mittel vorgesehen sind, die bei der Verseilung in ein oder mehreren Bündeln die Länge der Schläge, vorzugsweise von einem Schlag zum nächsten entlang der Bündelachse verändern, vorzugsweise alternierend zwischen zwei Grenzwerten verändern.
8. Vorrichtung nach Anspruch 8, in der die Verseilelemente in einem Nippel zu einem Bündel zusammengefaßt werden, d.g., dass der Nippel entlang der Bündelachse verschiebbar ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, in der die Verseilelemente durch eine Lochscheibe geführt und durch Oszillation der Lochscheibe um ihre mit der Bündelachse mindestens parallele Achse mit reversierendem Schlag zu einem Bündel zusammengefasst werden, d.g., dass die Oszillationsfrequenz der Lochscheibe veränderbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, d.g., dass die Verschiebbarkeit des Verseilnippels oder die Änderung der Oszillationsfrequenz der Lochscheibe in einem vorzugsweise veränderbaren Verhältnis zur Abzugsgeschwindigkeit steht.
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