DEC0008437MA - - Google Patents

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DEC0008437MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 11. November 1953 Bekanntgemadit am 25. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Für die Chemisch-Reinigung verwendet man in steigendem Umfang neben Benzin fast ausschließlich chlorierte Kohlenwasserstoffe, insbesondere Perchloräthylen, Tetrachlorkohlenstoff oder Trichloräthylen als Lösungsmittel, um die Brand-, gefahr weitgehend auszuschalten. ·:" ·
■ Zur Reinigung von. Bekleidungsstücken werden diese in einer geeigneten Maschine, z.B.' in einer Waschtrommel, mit dem Lösungsmittel· behandelt und das Lösungsmittel anschließend durch Abschleudern entfernt. Das gebrauchte Lösungsmittel wird durch Filtrieren oder durch Zentrifugieren von Schniützpartikeln befreit und kann auf diese Weise mehrmals für die Chemisch-Reinigung verv weridet werden. Übersteigen die gelösten, Schmutzstoffe, insbesondere die Fette, einen gewissen Prozentgehalt, so muß das Lösungsmittel durch Destillation gereinigt werden, um es für- die weitere ' Verwendung zu läutern.. : ; . . ■■--.;... ; ;
Für die Benzinwäsche verwendet man schon seit Jahrzehnten als Hilfsstoffe die sogenannten Benzinseifen. Diese sind Lösungen von. Natrium-, Kalium-, Ammonium- oder sonstigen Seifen und von freien Fettsäuren in Benzin. Diese .Benzinseifen sind in allen Konzentrationen klar im Waschbenzin löslich. Sie wurden ursprünglich; nur verwendet, um das Benzin leitend zu machen und daduretrdie statische Elektrizität abzuleiten, die zur Funkenbildung und
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zu Bränden Anlaß gibt. Später kam die Erkenntnis hinzu, daß durch den Zusatz der Benzinseifen, über den ursprünglichen Verwendungszweck hinaus
■ gleichzeitig ein besserer Reinigungseffekt erzielt , 5 ,wird. ...,.,
' Der "Zusatz von Benzinseifett zu den Lösungsmitteln hat jedoch den Nachteil, daß der Filterdruck bei einigen modernen Anlagen, während der Filtration der Lösungsmittel nach kurzem Gebrauch stark erhöht wird. Um dieses zu vermeiden, wurden an Stelle der Benzinseifen andere auf synthetischer Basis hergestellte Hilfsstoffe verwendet. Hierbei haben sich besonders Lösungen von Natriumalkylbenzolsulfaten und/oder nicht ionogenen Äthylenoxydkondensaten in Benzin und Perchloräthyleo, bewährt. Bei gleicher'-Wirkungsweise wie die der Benzinseifen erhöhen diese Hilfsstoffe' den Filterdruck jedoch nur unwesentlich selbst dann nur, wenn neben diesen Hilfsstoffen noch Salmiakgeist oder geringe Mengen -W.asser- .-zur Verbesserung des Reinigungseffektes zugesetzt werden.
Der Zusatz der für die Benzinwäsche genannten Hilfsstoffe ist auch bei der Chemisch-Reiriigung unter Verwendung von Chlorkohlenwasserstoffen aus gleichem Grund erforderlich, ihshesondere aber, um Naßwäschen weitgehend,.zu vermeiden.
Der Reinigungseffekt-'wird in der Praxis' zahlenmäßig durch den Prozentsatz Naßwäsche ange- geben, d. h. den Anteil an chemisch gereinigter Kleidung, der den Anforderungen nicht genügt ürwl·
" deren Schmutzstellen., z; B. Flecke, Schmutzränder der Kragen usw., durch nachträgliche Naßbehandlung entfernt werden müssen.· Die oben angeführ-
ten, auf synthetischer Basis" hergestellten Hilfsstoffe setzen die Naßwäsche durchschnittlich von, etwa 40 auf etwa 20°/o herab.
Von gleicher Wichtigkeit wie die Verbesserung des Reinigungseffekts durch die. zugesetzten. Hilfsstoffe ist auch die Korrosionsbeständigkeit von verzinktem Eisenblech und Kupfer gegenüber diesen Hilfsstoffen, da die Maschinen, Rohrleitungen, Filter und Destillationsanlagen in der Regel aus diesen Werkstoffen hergestellt werden. Benzinseifen greifen Zink zwar an, bilden, aber einen festen Belag, der die darunterliegende Schicht vor weiterem Angriff schützt. Die guten auf dem Markt befindlichen synthetischen Hilfsstoffe greifen Zink nur unwesentlich an, bilden aber im Gegensatz zu den Benzinseifen keine Schutzschicht. Der in der Praxis zur Erhöhung der Reinigungswirkung oft zugesetzte Salmiakgeist greift sowohl Zink als auch Kupfer an, besonders aber in' Verbindung mit synthetischen Hilfsstoffen.
': Es würde nun gefunden," daß man sowohl für die Reinigung in Benzin als auch in Perchloräthylen u. dgl. vorteilhaft Hilfsstoffe in Form konzentrierter kolloidaler Lösungen öder Emulsionen vom W-O-Typ verwenden kann, deren Dispersiönsmittel aus für die chemische Reinigung gebräuchlichen 'Lösungsmitteln, deren disperse Phasen aus wäßrigen- Lösungen nicht kristallisierender, polymerer Phosphate sowie Diäthanolämin und deren Emulgatoren aus-Fettsäurediäthanolarniden, sowie gegebenenfalls aus Diäthanolaminsalzen' grenz-" flächenaktiver Stoffe und/oder anionaktiven oder nicht ionogenen grenzflächenaktiven Stoffen bestehen. ;. ■
Die für die Herstellung der Hilfsstoffe geeigneten Phosphate dürfen in konzentrierter wäßriger Lösung nicht kristallisieren, da sicli im Reinigungsgut sonst leicht Kfistallnester; bilden/AüsJ diesem Grunde kommen Alkaliortho- und -pyrophosphate, trotz sonst günstiger Eigenschaften, hierfür nicht in Frage, sondern nur diejenigen polymeren Phosphate, die wasserärmer sind als Pyrophosphat und nach dem Eindunsten ihrer wäßrigen Lösungen glasige Filme oder sirupöse Rückstände bilden, beispielsweise Hexanatriumtetrapolyphosphat.
■ "Als" Emulgatoren eignen--sich Kondensationsprodukte, die man in bekannter Weise aus 1 Mol Fettsäure und mehr als 1 Mol, vorzugsweise 2 bis J-MqI,,-Diäthanolämin erhält. Die günstigste Wirkung wird' mit einem Kondensat erzielt, das aus' -i i/Mol .Kokösfettsäurediäthanolamid . und 1,4 Mol Diäthanolämin besteht. Ein Überschuß an Diäthanolämin ist notwendig, sofern die Kondensation durch Erhitzen der' Komponenten bewirkt wird, da sich nur dann in befriedigender Ausbeute - das erwünschte Fettsäureamid und nicht ein unerwünschter'"Fettsäureester 'bildet. Das für die Umsetzung nicht benötigte überschüssige freie Diäthanolämin kann in dem Produkt verbleiben und "wirkt sich sogar noch vorteilhaft auf den Reinigüngseffekt aus. Hierdurch wird die korrosions- ™ verhindernde Wirkung der Hilfsstoffe trotz des alkalischen pH-Wertes nur unbeachtlich verschlechtert. Empfehlenswert ist'jedoch, das Diäthanolämin mit geeigneten sauren Stoffen ganz oder teilweise zu neutralisieren, z. B. mit Kokosfettsäure, Olein, Dodecylbenzolsulfonsäure.Dibutylnaphthalinsulfonsäure, Sulfonaphthensäure, Mineralsulfonsäure, Öleylalkoholsülfat, Kokosfettalkoholsulfat, sulfatiertem Ricinusöl, sulfatierter Ölsäure u. dgl.
Es ist auch möglich, einen Teil des Fettsäurediäthanolamids durch andere Emulgatoren zu ersetzen, ohne die besonderen Effekte zu schmälern. Hierfür sind besonders geeignet: nicht ionogene grenzflächenaktive Kondensate, beispielsweise aus Äthylenoxyd u. dgl. mit Fettalkoholen, Fettsäuren, Alkylphenolen usw., ferner anionaktive Stoffe, wie Salze der Dodecylbenzolsulfonsäure, Dibutyln'aphthalinsulfonsäure, ' Alkylsulfonsäuren nach Reed-Reaktion, Fettalkoholsulfonäte, Oxystearylsulfat usw. . "
:Die erfindungsgemäßen Hilfsstoffe zeichnen sich durch mehrere Effekte vor den bisher gebrauch- :. liehen Hilfsstoffen aus. Der Anteil an Naßwäsche beträgt selbst dann, wenn stark verschmutzte ■Berufswäsche gereinigt werden muß, höchstens 15 °/o. Es ist darum nicht mehr notwendig, zur Verbesserung des Reinigungseffekteis, wie bisher üblich, den stark korrodierend wirkenden Salmiakgeist zuzusetzen. Der Filterdruck wird durch Zu-.safz der neuen Hilfsmittel nur unwesentlich erhöht, so daß ohne zeitraubende und. kostspielige Reihi-
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gung das gleiche Filter wesentlich länger benutzt werden kann als bisher. Die erfindungsgemäßen Hilfsstoffe greifen darüber hinaus die Maschinenteile fast nicht an und bilden beispielsweise über dem Zink einen Schmutzüberzug, ähnlich wie es Benzinseifen gleichermaßen tun. Schließlich gelingt es sehr leicht, die neuen Hilfsstoffe in die Form einer lagerbeständigen, nicht nachdickenden dosierbaren flüssigen Emulsion, zu bringen.
Beispiel ι
Gleiche Teile destillierte Kokosfettsäure (SZ 260) und Diäthanolamin werden unter Rühren so lange auf 1700 C erhitzt, bis die Säurezahl des Reaktions-Produktes weniger als 10 beträgt, was nach etwa ι Stunde der Fall ist. Von dem so erhaltenen Gemisch aus ι Mol CFS-Diäthanolamid +1,1 Mol Diäthanolamin werden 10 kg mit 31 kg einer Lösung, die 13 kg Natriumdodecylbenzolsulfonat enthält, bei 500 C vermischt. Nach dem Abkühlen auf 20 bis 300 C gibt man hierzu unter ständigem Rühren in fünf Portionen 30,5 kg einer 45°/oigen wäßrigen Lösung von Hexanatriumtetrapolyphosphat. Zum Schluß verarbeitet man. das homogene Gemisch in mehreren Portionen mit 28,5 kg Perchloräthylen und erhält 100 kg einer Emulsion, die sich in Perchloräthylen kolloidal dispergiert,
Beispiel 2
In einer Wackermaschine E 6 werden 50 kg Oberkleidung mit Perchloräthylen bei einem Flottenverhältnis von 1:10 gereinigt. Das Lösungsmittel erhält einen Zusatz von 0,75 kg (= 1,5% vom Warengewicht) eines nach Beispiel 1 hergestellten Produktes. Man wäscht 5 Minuten, klärt anschließend 10 Minuten über ein Faudifilter, pumpt das Lösungsmittel ab, worauf die Ware geschleudert und getrocknet wird. Je nach dem Verschmutzungsgrad der Rohware beträgt die Naßwasche etwa 5 bis 15 °/o, Ein Teststreifen künstlich mit Straßenschmutz angeschmutzten Wollgewebes, der mit der Oberkleidung gewaschen wurde, zeigte eine Aufhellung des Weißgehaltes von 75 °/o. Arbeitet man in gleicher Weise, jedoch ohne Zusatz des erfindungsgemäßen Hilfsstoffes, dann erhält man nur eine Aufhellung von 48 °/o.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zur Chemisch-Reinigung von Wäsche mit Hilfsstoffen in. Form konzentrierter kolloidaler Lösungen oder Emulsionen, vom W-O-Typ, dadurch gekennzeichnet, daß das Waschgut in einer Flotte behandelt wird, in, der als Dispersionsmittel dieser Hilfsstoffe die für die Chemisch-Reinigung gebräuchlichen Lösungsmittel, wie Benzin, chlorierte Kohlenwasserstoffe, beispielsweise Perchlocäthylen, Tetrachlorkohlenstoff oder Trichloräthylen vorliegen, während als disperse Phasen wäßrige Lösungen nicht kristallisierender, polymerer Phosphate, wie Hexanatriumtetrapolyphosphate sowie gegebenenfalls Diäthanolamin eingesetzt werden und gleichzeitig als Emulgatoren Fettsäurediäthanolamide sowie gegebenenfalls Diäthanolaminsalze grenzflächenaktiver Stoffe und/oder anionenaktiver oder nicht ionogener grenzflächenaktiver Stoffe, wie Salze der Dodecylbenzolsulf onsäure, Dibutylnaphthalinsulfonsäure, Alkylsulfonsäuren, Fettalkoholsulfate, Oxystearylsulfat u. dgl. und Konden-. sation aus Äthylenoxyd u. dgl. mit Fettalkoholen, Fettsäuren, Alkylphenolen u. dgl. zur Anwendung kommen,.
    75
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Britische Patentschrift Nr. 453 523;
    USA.-Patentschrift Nr. 2 327 182.

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