DEC0007962MA - - Google Patents

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DEC0007962MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 29. Juli 1953 Bekanntgemacht am 12. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Salzen der ^Anilino-anilin-Ni-sulfonsäure mit stickstoffhaltigen Basen der allgemeinen Formel
R
N —R'
XR"
in welcher R, R' und R" ein Wasserstoffatom oder eine Alkyl-, Oxyalkyl-, Alkoxyalkyl- oder Aminoalkylgruppe darstellen, wobei R undR' unter sich durch eine andere Bindung gebunden werden können, so daß sie einen Heterocyclus bilden. Diese Salze können zur Bildung von Oxydationsfarbstoffen auf Fasern und sonstigen Gegenständen verwendet werden.
Die verschiedenen Salze der 4-Anilino-anilin-N1-sulfonsäure mit den vorerwähnten stickstoffhaltigen Basen können gemäß der Erfindung erhalten werden, indem man auf die freie Säure die genannten Basen oder die Salze dieser Basen mit flüchtigen oder schwachen Säuren einwirken läßt.
Die Herstellung der Salze der 4-Anilino-anilin-N1-sulfonsäure kann auch in den Lösungen und Pasten, die zum Färben der Fasern oder sonstigen Gegenstände bestimmt sind, erfolgen, und zwar durch einfaches Auflösen der freien Säure unter
509 704/386
C 7962 IVb/12 q
Zusatz der stickstoffhaltigen Basen. Diese Herstellung ist besonders vorteilhaft, wenn die Base, welche man mit der 4-Anilino-anilin-N1-sulfonsäure umsetzt,.Ammoniak;oder eine sonstige flüchtige Base ist. Unter den stickstoffhaltigen Basen wären anzuführen 'das·. Ammoniak, Mono-, Di- und Trimethylamin, Mono-, Di- und Triäthylamin und ganz allgemein die verschiedenen Alkylamine, Morpholin, Mono-, Di- oder Triäthanolamin, Diäthylaminoäthanol, i, 2-Diamino-äthan und i-Amino-2-methoxy-äthan.
Die Salze aus 4-Anilino-anilin-N1-sulfonsäure und den stickstoffhaltigen Basen können zur Bildung von Oxydationsfarbstoffen auf Fasern und sonstigen Gegenständen verwendet werden. Sie besitzen den Vorzug, daß sie in den zur Färbung der Fasern bestimmten Pasten und Lösungen sehr viel löslicher sind als das Natrium-4-anilino-anilin-N1-sulfonat.
Die Unterschiede der Löslichkeit in Wasser (bei 20°) des Natriumsalzes der 4~Anilino-anilin-Ni-sulfonsäure und der Salze aus dieser Säure mit stickstoffhaltigen Basen gehen aus der nachstehenden Tabelle hervor:
2^ Natriumsalz . ; 6,3 °/o
Ammoniumsalz 40,0%
Äthylaminsalz 50,0%
Morpholinsalz 29,0%
Beispiel
Man löst in 500 Teilen warmen Wassers ein· technisches Gemisch aus 32,5 Teilen Natrium-4-anilino-anilin-N1-sulfonat und 17,5 Teilen minerauschen Natriumsalzen. Man kühlt die Lösung auf 50 und fügt allmählich 25 Raumteile einer Lösung von konzentrierter Salzsäure von 420 g je Liter hinzu. Der Niederschlag des Natriumsalzes löst sich zunächst wieder auf, worauf die freie Säure langsam ausgefällt wird. Nach i5minutigem Stehenlassen bei der vorher angegebenen Temperatur filtriert man diese Säure ab und wäscht sie mit Wasser bei einer Temperatur von 150. Die Ausbeute an freier Säure überschreitet 90%. Das erhaltene Produkt, im Vakuum kalt getrocknet, ergibt ein hellgraues, in Wasser sehr wenig lösliches Pulver.
Man trägt 100 Teile 4-Anilino-anilin-N1-sulfonsäure in 32,2 Raumteile einer mit 50 Teilen Wasser verdünnten 20%igen Ammoniaklösung ein. Die erhaltene Lösung, welche sich spontan erwärmt, kristallisiert beim Abkühlen aus. Durch Filtrieren kann man einen Teil des Ämmoniumsalzes abtrennen. Aus den Mutterlaugen gewinnt man durch Verdampfen im Vakuum bei gewöhnlicher Temperatur den Rest. Man kann den Rest aus den Mutterlaugen auch mittels Ammoniumchlorid ausfällen. Das erhaltene SaJz bildet farblose Blättchen, welche in Wasser und in Methylalkohol sehr leicht löslich sind. Aus Äthylalkohol kristallisiert es durch Abkühlen in großen farblosen Blättern aus.
Die Lösungen der Salze von Monomethylamin, Dimethylamin, Äthylamin, Monoäthanamin werden auf die gleiche Weise hergestellt, indem man das Ammoniak durch äquivalente Mengen dieser Basen ersetzt. Man verwendet beziehungsweise 42 Teile einer 28°/oigen Lösung von Monomethylamin, 55 Teile einer 55°/oigen Lösung von Dimethylamin, 35,5 Teile einer 48°/oigen Lösung von Äthylamin und 23,1 Teile Monoäthanolamin, wobei man dann 50 Teile Wasser hinzusetzt. Um die festen Salze zu erhalten, verdampft man die erhaltenen Lösungen unter vermindertem Druck bei gewöhnlicher Temperatur.
Alle diese Salze sind wenig gefärbt und hygroskopisch; sie sind in Wasser löslich; das Monoäthanolaminsalz kristallisiert durch Abkühlen aus seiner wässerigen Lösung aus.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zur Herstellung von für die Bildung von Oxydationsfarbstoffen verwendbaren Salzen der 4-Anilino-anilin-N1-sulfonsäure, dadurch gekennzeichnet, daß man auf 4-Anilinoanilin-N1-sulfonsäure Basen der allgemeinen Formel
    ,R
    N-
    R'
    R"
    einwirken läßt, in welcher Formel R, R' und R" Wasserstoff oder eine Alkyl-, Oxyalkyl-, Alkoxyalkyl- oder Aminoal'kylgruppe darstellen, wobei R und R' unter sich durch eine andere Bindung gebunden werden können, so daß ein Heterocyclus gebildet wird.
    © 509 704/386 4. 56

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