DE99459C - - Google Patents

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DE99459C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H3/00Spinning or twisting machines in which the product is wound-up intermittently, e.g. mules
    • D01H3/02Details
    • D01H3/12Package-shaping motions; Faller arrangements
    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H2700/00Spinning or twisting machines; Drafting devices
    • D01H2700/22Winding devices for spinning mules

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Selfactor.
Bei der gewöhnlichen Anordnung der Betriebseinrichtungen am Selfactor, wo . die Hervorbringung der langsamen Rückdrehung der Spindeln beim sogenannten Anschlagen auf der Hauptwelle des Headstockes erzeugt wird, diese Rückdrehung also auch erst durch die Trommelleine auf die Spindeltrommelwelle übertragen wird, erleidet die Trommelleine durch den Drehungswechsel einen Spannungswechsel, welcher viele Unannehmlichkeiten im Gefolge hat.
Dieser Uebelstand ist erkannt und mit der Einrichtung des Patentes Nr. 85653 sucht man denselben wohl zu beseitigen, allerdings in einer sehr unvollkommenen Weise, denn statt einer Trommelleine werden deren zwei benutzt, und da also diese beiden Leinen abwechselnd in Wirkung treten, besteht immer noch eine schädliche Entspannung beider Seile und von einer Kraftersparnifs ist keine Rede, denn das Abschlagseil mufs während des ganzen Wagenauszuges' unthätig mitgeschleppt werden. Die Ausführung des Patentes (s. z. B. schweizerische Patentschrift Nr. 8099) zeigt auch, dafs die Hauptwelle im Triebstock keineswegs von der üblichen Abschlagbremse befreit und von einer Vereinfachung des Selfactormechanismus daher nichts zu merken^ ist. Diese Vereinfachung zu erreichen und damit an Kraft zu sparen, wie auch den grofsen Seilverschleifs zu vermindern und ArbeitsVerluste durch Vermeidung von Betriebsstillständen (bei Seilbruch u. s. w.) zu beseitigen, ist der Zweck der vorliegenden Erfindung, bei welcher die Triebeinrichtung für die Abschlagbewegung auf der Spindeltrommelwelle selbst angeordnet ist, wobei letztere nur einen Antrieb erhält, welcher ständig fortläuft.
Auf der Spindeltrommelwelle ist ein ausrückbares Wendegetriebe angeordnet, bei welchem der langsame Rückgang durch ein Umlaufgetriebe bewirkt wird.
Die Aus- und Einschaltung dieses Getriebes erfolgt mit Hülfe von Reibungskuppelungen zusammen Zwangläufig und mit der zur schonenden Aufeinanderfolge der entgegengesetzten Bewegungen nöthigen Pause gegen einander, der sogenannten Moderation. Die Anordnung des neuen Getriebes auf der Spindeltrommelwelle ist auf der beiliegenden Zeichnung in den zwei Stellungen für den Spindelbetrieb während der Drahtgebung (Fig. 1) und während des Abschlagens (Fig. 2) dargestellt.
Auf der Spindeltrommelwelle n> läuft zwischen deren Lager / und dem Stellringe 5 lose die Doppelseilscheibe 5, welche den einen Antrieb von . der Selfäctorhauptwelle aus erhält und auf dem losen Bolzen 0 die darauf festsitzenden Stirnräder c und d trägt, deren Gewicht für die schnelle Drehung der Scheibe S durch die stellbar zu befestigenden Gewichtsbacken m genau ausgeglichen ist, so dafs ein ruhiger Lauf der Scheibe S gesichert ist. Das Rad c greift in das Hohlrad a, welches lose dreh- und verschiebbar auf der Lagerbüchse / sitzt und von dem Hebel h zur Verschiebung geführt wird. Bei einer Verschiebung des Rades a, welches am äufseren kegelförmigen Umfang mit Leder belegt ist, gegen die Scheibe S zu trifft das Rad aufsen an den mit dem Lager / verbundenen festen
Backen^/ und wird dadurch gegen eine Drehung festgehalten. Das zweite Hohlrad b ist mit Keil und Nuth auf der Welle n> verschiebbar und wird von einem am freien Ende zur Gabel g ausgebildeten Hebel geführt, welcher mit dem Führungshebel h des Rades α durch die Stange i verbunden ist. Die Gabel g umfafst das Steuerexcenter e, durch dessen Drehung um je i8o° die Räder α und b gleichzeitig verschoben werden. Das Rad b ist am äufseren Umfange ebenfalls kegelförmig und mit Leder bezogen und kann dadurch mit der Scheibe S gekuppelt werden, wozu letztere einen entsprechenden Hohlkegelrand r besitzt.
Fig. ι zeigt nun das kapselartige und dadurch gegen Staub und Schmutz geschützte Getriebe in der Stellung, wo die Welle w die der Seilscheibe S dauernd ertheilte schnelle Drehung erhält, und zwar dadurch, dafs diese Scheibe unmittelbar mit dem Rade b gekuppelt wird. Das Umlaufgetriebe ist also vollständig unwirksam und haben die Räder c und d nur die Rolle von Mitnehmern für die Hohlräder. Die Mitnahme des Rades α durch die Scheibe S wird noch unterstützt durch die kegelförmige, auf der Nabe von S befestigte Büchse n, welche bei der zurückgeschobenen Stellung des Rades α in die entsprechend hohlkegelförmig ausgedrehte Nabe desselben tritt und durch Reibung hier eine Kuppelung herstellt.
Bei der Stellung in Fig. 2 sind die Hohlräder α und b verschoben, die Scheibe 5 läuft nun lose, und indem das Rad α bei f festgehalten wird, tritt nun das Umlaufgetriebe in Wirksamkeit, so dafs dementsprechend das Hohlrad b und damit die Welle n> eine langsame Drehung in umgekehrter Richtung einhält.
Wird nun das Excenter e aus einer der Stellungen in den Fig. 1 oder 2 um nur 90 ° gedreht, so findet weder zwischen, r und b noch zwischen α und f Schlufs und Kuppelung statt, und da der von der Welle w ίά überwindende Widerstand gröfser ist als der Widerstand in den Umlaufrädern, so rollt sich das Rad d einfach im Rade b ab und das lose Rad α wird entsprechend auf der Lagerbüchse /, also die Welle w nicht beeinflussend, mitgeschleppt. Die Welle w erhält folglich von der Scheibe S aus keinerlei Drehung, wie es während der Periode der Aufwindung nöthig ist.
Dafs bei der Drehung des Excenters e die Hebel h aus der einen Kuppelstellung in die andere mit zu- und wieder abnehmender Geschwindigkeit gebracht werden, geht aus der Kreisbewegung des Excenters hervor. Durch diese Bewegung ist aber ein vollkommenes, stofsfreies Umschalten des Getriebes gesichert. Es wird dabei auch durch die Verbindung der beiden Kuppelhebel erzielt, dafs bei einer geeigneten Länge der Verbindungsstange die eine Kuppelung eher greift als die andere und so durch den im Umlaufgetriebe auftretenden Widerstand die schnelle Drehung verlangsamt wird, so dafs erst nach völligem Aufhören derselben die Bewegungsumkehrung stattfindet, um Stöfse und Kraftverluste zu vermeiden.
Gegenüber dem im Patent Nr. 94894 angegebenen elektrischen Antriebe sei bemerkt, dafs derselbe dem mechanischen Antriebe nicht gleich zu stellen ist, weil letzterem alle die Zufälligkeiten in der Energieübermittelung der ersteren fehlen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Selfactor, bei welchem zur Erzielung der langsamen Rückdrehung der Spindeltrommel zwecks Abschlagens der Fäden von den Spindeln auf der Spindeltrommelwelle ein ausrückbares Umlaufwendegetriebe mit Reibungskuppelungen angeordnet ist, wobei diese Kuppelungen zwangläufig von einem Steuerexcenter aus bewegt werden, so dafs die Hauptwelle des Selfactors von dem besonderen Rückdrehungsantrieb befreit ist und eine einzige zum Antrieb der Spindeltrommel dienende Trommelleine dauernd in gleicher Richtung laufen kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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