DE99341C - - Google Patents

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DE99341C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 28: Gerberei.
Gerbverfahren.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. Juli 1896 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Umwandlung von Häuten in Leder, nach welchem der Leim in den Häuten in bekannter Weise durch Eintauchen der Häute in eine Gerbstofflösung unlöslich gemacht wird.
Nach zahlreichen Versuchen mit Häuten von verschiedenen T.hieren und von sehr verschiedener Stärke und verschiedenen Eigenschaften hat sich ergeben, dafs die condensirten Producte der trockenen Destillation des Holzes oder holziger Körper, wie Eichelnäpfe, Kokosnufsschalen und anderer Holzfasern, werthvolle gerbende Eigenschaften besitzen und zum Gerben der Häute vortheilhaft verwendet werden können.
Der Erfinder hat eine Gerbflüssigkeit hergestellt, indem er die aus der Blase kommenden rohen flüssigen Producte der trockenen Holzdestillation mit Kochsalz mischte. Das Kochsalz wurde vorher in Wasser gelöst, worauf eine gleiche Menge Salzlösung einer gleichen Menge der Destillationsproducte zugegeben und beide Flüssigkeiten durch Umrühren innig vermischt wurden. Die Flüssigkeit wird hierbei dunkel und trübe.
Eine andere Gerbflüssigkeit wurde wie folgt hergestellt: Es wurde die rohe Holzsäure des Handels mit Kochsalzlösungen von verschiedenem Salzgehalt gemischt. Die besten Erfolge erzielte man mit einer Gerbflüssigkeit, bestehend aus gleichen Mengen Holzsäure und einer ioproc. Kochsalzlösung.
Ferner ergab sich, dafs man eine wirksamere Gerbflüssigkeit erhält, wenn man in den rohen Producten der Holzdestillation, welche Holzessig, Kreosot, Harze und ölige Producte enthalten, iopCt. Kochsalz auflöst.
Die so vorbereitete Gerbflüssigkeit wird in einen geeigneten Behälter eingebracht und die vorbereitete Haut so lange in die Flüssigkeit eingetaucht, bis letztere genügend die Haut durchdrungen hat, worauf diese herausgenommen und zum Trocknen aufgehängt wird. Sobald die Haut etwas getrocknet ist, wird sie in eine gesättigte oder nahezu gesättigte Lösung von Kochsalz in Wasser eingetaucht und dann am besten in fliefsendem Wasser gewaschen.
Die Dauer des Eintauchens der Haut in die Gerbflüssigkeit hängt von der Dicke der Haut und von der Art des Gerbens ab. Für leichte Häute oder für nur oberflächlich zu gerbende schwerere Häute ist weniger Zeit erforderlich als für dicke, sorgfältig zu gerbende Häute. Die Dauer der Einwirkung schwankt zwischen 24 Stunden und weniger (für sehr leichte Häute) und 10 Tagen (für Sohlleder).
Die für das Eintauchen der Haut in die Kochsalzlösung erforderliche Zeit hängt von der Dicke der Haut ab und beträgt 1 bis 10 Stunden.
Das nach diesem Verfahren gegerbte und auf bekannte Art vervollständigte Leder ist durch seinen Geruch von anderem Leder leicht zu
unterscheiden und läfst sich auf den Gehalt an Kreosot, Harz und Theerproducten prüfen. Es ist dichter, stärker und dauerhafter und scheint mehr von der Festigkeit der rohen Haut zu behalten, da die Conservirung des Leimes und der Zellengewebe eine vollkommene ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Gerben von Häuten, dadurch gekennzeichnet, dafs diese in ein Bad getaucht' werden, welches aus den flüssigen Producten der trockenen Destillation des Holzes oder holziger Körper und in Wasser gelöstem Kochsalz besteht.
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