DE99040C - - Google Patents

Info

Publication number
DE99040C
DE99040C DENDAT99040D DE99040DA DE99040C DE 99040 C DE99040 C DE 99040C DE NDAT99040 D DENDAT99040 D DE NDAT99040D DE 99040D A DE99040D A DE 99040DA DE 99040 C DE99040 C DE 99040C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
naphthol
dyes
sulfonic acid
dye
amidoazo
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT99040D
Other languages
English (en)
Publication of DE99040C publication Critical patent/DE99040C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B43/00Preparation of azo dyes from other azo compounds
    • C09B43/08Preparation of azo dyes from other azo compounds by reduction
    • C09B43/10Preparation of azo dyes from other azo compounds by reduction with formation of a new azo or an azoxy bridge

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

ί-ιιην
Cliches
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 22: Farbstoffe, Firnisse, Lacke.
Amidoazofarbstoffen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. Mai 1897 ab.
In der Patentschrift Nr. 56456 ist ein Verfahren beschrieben zur Umwandlung der aus Nitraminen hergestellten Azofarbstoffe in Farbstoffe, welche sich von Azoxyaminen ableiten. Diese Umwandlung vollzieht sich im alkalischen Bade mit Reductionsmitteln, wie arsenige Säure, Traubenzucker, Zinkstaub.. Hierbei verlieren 2 Mol. des Azoderivates des Nitramins 3 Atome Sauerstoff und verbinden sich zu einem Molecül eines von Azoxyamin abgeleiteten Farbstoffes.
2 NO2 RN = NR1 + H6 = 3 H3Q +. O(
= ATJR1
1 .
^NRN — NR1
Das vorliegende Verfahren beruht auf der Condensation nitrirter Azofarbstoffe, in Gegenwart von ätzenden Alkalien, mit Amidoazo- oder Acetylamidoazofarbstoffen, wie in den folgenden Beispielen beschrieben ist.
Es ist bemerkenswerth, dafs der durch Vereinigung eines Nitroazokörpers mit dem entsprechenden Amidoazokörper entstandene Farbstoff.' verschieden ist von demjenigen, welchen man . durch Reduction desselben Nitroazokörpers mit arseniger Säure, Traubenzucker oder Zink erhalten würde; so führt die Reduction des Farbstoffes aus p-Nitranilin + R-SaIz nach dem Patent Nr. 56456 zu einem sehr violetten Blau, während nach dem vorliegenden Verfahren durch Paarung des genannten Farbstoffes mit dem entsprechenden Amidoazokörper ein reines Blau erzielt wird. Andererseits ist es möglich, gemischte und unsymmetrische Verbindungen herzustellen, indem man Nitroazoderivate mit Amidoazoderivaten anderer Ableitung verbindet, was nach dem Verfahren des Patentes Nr. 56456 nicht möglich ist.
Nachdem die vorliegende Erfindung hiermit sowohl in Bezug auf die Mittel, wie auf die Ergebnisse als neu gekennzeichnet ist, werden im Folgenden Ausführungsbeispiele gegeben.
I. 13,8 kg p-Nitranilin werden diazotirt und mit 30,4kg ß-Naphtoldisulfosäure (R-SaIz) vereinigt, die hieraus erhaltene nitrirte Azoverbindung wird nach den üblichen Verfahren in ein Amidoazoderivat übergeführt. Dies Amidoazoderivat wird zu einem Teig angerührt und mit dem Nitroazofarbstoff, der aus der Kuppelung von 27,6 kg p-Nitranilin mit 60,8 kg R-SaIz entstanden ist, combinirt. Man verdünnt diese Masse mit 5000 1 Wasser und 500 1 einer Natronlauge von 40° B., erwärmt 24 Stunden lang auf 75 bis 800C. und fällt den Farbstoff mit 5 pCt. Kochsalz aus. Man erhält ein bronzefarbiges Pulver, das in Wasser löslich ist und die Baumwolle ohne Beizen rein blau färbt.
Die Mutterlauge, aus der man den Farbstoff entfernt hat, enthält noch eine gewisse Menge eines Amidoazoderivates, welches, nach üblicher
Art diazotirt und mit R-SaIz gekuppelt, eine entsprechende Menge eines violettblauen Farbstoffes giebt.
II. Ersetzt man im Beispiel I das R-SaIz durch eine entsprechende Menge a-Naphtol-asulfosäure (Piria), so erhält man einen violetten Farbstoff.
III. Nach dem vorliegenden Verfahren lassen sich leicht gemischte Farbstoffe herstellen. Zu diesem Zwecke nimmt man den Amidoazofarbstoff des Beispiels I und lä'fst ihn auf den Nitroazofarbstoff des Beispiels II einwirken. Man erhält so einen violettblauen Farbstoff.
IV. Kuppelt man das Nitramin mit S1 ß3-Naphtolmonosulfosäure (Schaeffer) und benutzt als zweites Glied die Amidoazoverbindung des Beispiels I, so erhält man gleichfalls einen violettblauen Farbstoff.
V. Kuppelt man diazotirtes p-Nitranilin mit β-Naphtoldisulfosäure (R-SaIz) und condensirt diesen Körper mit dem Farbstoff aus diazotirtem Monoacetyl-p-phenylendiamin und ß-Naphtoldisulfosäure (R-SaIz) in alkalischer Flüssigkeit unter den im Beispiel I gegebenen Bedingungen, so erhält man denselben Farbstoff wie nach Beispiel I.

Claims (2)

Pa tent-An sp rüche:
1. Verfahren zur Darstellung von einfachen' oder gemischten Substantiven Farbstoffen, darin bestehend, dafs man Nitrobenzolazofarbstoffe in a'tzalkalischer Flüssigkeit mit Amidobenzolazo- oder Acetylamidobenzolazofarbstoffen condensirt.
2. Als besondere Ausführungsform des durch den Anspruch ι geschützten Verfahrens die Vereinigung der Nitroazoverbindungen aus p-Nitranilin und Naphtoldisulfosäure (R-SaIz), a-Naphtol-a-sulfosäure (Piria) oder Schaeffer'scher Naphtolsulfosäure' mit den entsprechenden Amidoazo- oder Acetylamidoazoverbindungen oder die Vereinigung der Nitroazoverbindung aus p-Nitranilin und Naphtoldisulfosäure (R-SaIz) und den Amidobenzolazo - oder Acetylamidobenzolazoverbindungen mit a-Naphtol-a-sulfosäure (Piria) oder Schaeffer'-scher Naphtolsulfosäure.
DENDAT99040D Active DE99040C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE99040C true DE99040C (de)

Family

ID=369950

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT99040D Active DE99040C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE99040C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE99040C (de)
DE2743066C3 (de) Farbstoffpräparationen
DE102532C (de)
DE622761C (de) Verfahren zur Darstellung von stabilen Reduktionsverbindungen substituierter Farbstoffe der Thioindigoreihe
DE734975C (de) Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Anthrachinonreihe
DE114974C (de)
DE2528063C2 (de) Stabile, flüssige, wasserhaltige Färbezubereitungen, die Dispersionsund Reaktivfarbstoffe enthalten
DE491224C (de) Verfahren zur Darstellung von Arylaminosubstitutionsprodukten von o-Aminoarylmercaptanen
DE114262C (de)
DE279549C (de)
DE193349C (de)
DE77226C (de) Verfahren zur Darstellung am Azinstickstoff alkylirter Induline
DE964084C (de) Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen
DE54921C (de) Verfahren zur Darstellung von Disazofarbstoffen aus Diamidobenzenylamidophenylmercaptan
DE79029C (de) Verfahren zur Darstellung eines Monoazofarbstoffs aus ai a^-Dioxynaphtalindisulfosäure G
DE755293C (de) Verfahren zur Herstellung von kupferhaltigen Stilbenazofarbstoffen
DE128361C (de)
DE77228C (de) Verfahren zur Darstellung eines am Azinstickstofi alkylirten Indulins
DE638833C (de) Verfahren zur Darstellung von wasserloeslichen Farbstoffen der Anthrachinonreihe
DE2454893C3 (de) Flüssige, wäßrige Färbepräparationen eines Reaktivfarbstoffes und deren Verwendung
DE560580C (de) Verfahren zur Herstellung haltbarer Loesungen von o-Oxycarbonsaeurearyliden cyclischer Verbindungen
DE951526C (de) Verfahren zur Herstellung von schwermetallhaltigen Azofarbstoffen
DE451980C (de) Verfahren zur Darstellung von Diarylaminen und deren Abkoemmlingen
DE169683C (de)
DE156477C (de)