DE98531C - - Google Patents

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DE98531C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H1/00Spinning or twisting machines in which the product is wound-up continuously
    • D01H1/08Spinning or twisting machines in which the product is wound-up continuously cup, pot or disc type, in which annular masses of yarn are formed by centrifugal action

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vereinfachung des Antrieb- und Ausrückmechanismus der einzelnen Spindel der sogenannten Topf- oder Schüsselspinn- und Spulmaschine .{System .Michalot).
Der Antrieb der Schüssel- oder .Topfspindel erfolgte bisher mittelst Riemen oder Schnur von einer Haupttrommel aus auf eine zwischen Hals- und Fufslager der Spindel sitzende Rolle mit Frictions- oder Klauenkuppelung, während die gebräuchliche Spulspindel durch ein an ihrer Mitnehmerhülse sitzendes Rad mit Klauen-,kuppelung angetrieben wurde. Diese Schüsseloder Topfspindel mit zugehöriger Spulspindel werden beide gleichzeitig durch einen Mechanismus aufser Betrieb gesetzt, wobei die Frictions- oder Klauenkuppelungen gleichzeitig ausgehoben werden. Dieser Mechanismus macht aber die Maschine complicrt, die angewendeten Kuppelungen sind grofser Abnutzung unterworfen und erfordern viel Reparatur.
Zur Beseitigung dieses Üebelstandes und zur Vereinfachung der Maschine dient der vorliegende Ein- und Ausrückmechanismus der Topf- und Spulspindel. Die beiden Kuppelungen der Schüsselspinn - und Spulspindel kommen bei dieser Verbesserung in Wegfall und es kann eine einfachere coritinuirliche, in OeL laufende »Schüssel- oder Topfspindel« in Anwendung gebracht werden.
Beiliegende Zeichnung stellt den Antrieb- und Ausrückmechanismus in Fig. 1 im Querschnitt und in Fig. 2 in der Vorderansicht dar. Fig. 3 zeigt die Ansicht eines Spindellagerpaares von oben gesehen.
Die Einrichtung und Wirkungsweise des Antrieb- und Ausrückmechanismus ist folgende:
Die Schüsselspindel S ist in einem zur Hauptantriebstrommel T hin- und herschwingbaren Lager L gelagert, während die Spulspindel H mit einem auslösbaren Antriebrad versehen ist.
Der zwischen diesen beiden Schüssel- und Spulspindeln angeordnete Ausrückhebel A wirkt bei seiner Bethätigung auf diese beiden Spindeln zum gleichzeitigen Ein- und Ausrücken derselben ein.
Ist der Ausrückhebelarm A (linke Stellung in Fig. 1) angehoben, dann wird der schwingbare Lagerhalter L1 der Schüsselspindel durch eine Rolle A1 des Hebelarmes A abgedrängt und von der Hauptantriebtrommel entfernt, so dafs die Treibschnur gespannt und die Schüsselspindel angetrieben wird.
Beim Niederbewegen des Hebelarmes (rechtsseitige Stellung Fig. 1) gleitet die Rolle von der Keilfläche des Lagerarmes ab und letztere wird durch den Druck einer Feder F der Antriebtrommel genähert, wobei die Treibschnur sich lockert und durch eine Klemme ν As festgehalten wird, während sich behufs sofortigen Stillstandes der Schüsselspindel die Schüssel gegen eine feste Bremse B anlegt.
Gleichzeitig mit dem Auf- und Niederbewegen des Hebelarmes A bezw. mit dem Aus- und Einrücken der Schüsselspindel wird auch die Spulspindel ein- und ausgerückt, und zwar in der Weise, dafs mit dem Heben des Hebelarmes A sich der Hebelarm A^ zwangläufig nach unten bewegt und die auf der Spulspindel befindliche Mitnehmerhülse nach
unten verschiebt, wodurch das Spulspindeltriebrad mit dem Antriebrad in Eingriff kommt und somit die- Spulspindel ihren Antrieb erhält.
Beim Niederbewegen des Hebelarmes A dagegen hebt sich der Hebelarm A2 und verschiebt die Mitnehmerhülse der Spulspindel nach oben, wodurch das konische Triebrad aufser Eingriff mit dem Antriebrad und somit die Spulspindel zum Stillstand gebracht wird.
Das gleichzeitige Ausrücken der Spul- und Schüsselspindel geschieht selbstthä'tig.
Mit dem Wachsen des Kötzers wird eine auf der Spulspindelspitze an ihrem oberen Ende gestützte Zugstange Z nach und nach emporgehoben, bis bei erreichter Kötzergröfse ein am unteren Ende der Zugstange befindlicher Anschlag JV3 den Klinkarm N des Ausrückhebels gleichfalls emporhebt und die Nase N1 desselben mit einer correspondirenden Nase iV2 der Antriebwelle in Berührung bringt. Hierdurch erhält der -Ausrückhebel eine Drehbewegung und es erfolgt das Ausrücken beider Spindeln in der vorbeschriebenen Weise.
Fig. ι veranschaulicht den Theil einer Spinn- und Spulmaschine im Durchschnitt mit Topfoder Schüsselspindel und Spulspindel, und zwar stellt sie auf der linken Seite den eingerückten Arbeitszustand und auf der rechten Seite den ausgerückten oder Ruhezustand der Spindeln dar.
Die Schüsselspindel 5 ist mit ihrer Spindel in dem Lager L gelagert, welches sich an dem ä'ufseren Ende des Lagerhalters JL1 befindet. Dieser Lagerhalter hat in P seinen Drehzapfen und ist in Form eines Keiles ausgebildet, damit sich die Rolle A1 beim Einrücken der Spindel vom Lagerhalter leichter abdrängen läfst.
Die Hebelzusammensetzung A1 bis A*, Ausrückhebel genannt, hat in C ihren Drehzapfen und wirkt einerseits mittelst Rolle A1 gegen den keilförmigen Lagerhalter L1, andererseits auf die auf der Spulenspindel H verschiebbare Mitnehmerhülse mit fest daran sitzendem konischen Rad D ein, welches letztere wieder mit einem correspondirenden Rade D1 auf der Spulspindeltreibwelle in Eingriff steht.
Am unteren Ende des Ausrückhebels A befindet sich scharnierartig verbunden ein Klinkhebel N, dessen Nase N1 mit der Nase ΛΓ2 der Spultriebwelle correspondirt.
Am oberen Ende des Ausrückhebels befindet sich in As ein Klemmbacken zum Klemmen der Triebschnur.
Bewegt man nun den Ausrückhebel mit Handgriff A nach abwärts in die in der linksseitigen Stellung der Fig. ι punktirt gezeichnete Stellung, so gleitet die Rolle ^1 an der Keilfläche des Lagerhalters L1 abwärts und gestattet der Schüsselspindel, näher an die Haupttrommel T heranzutreten, wobei die am Riegelarm -R befestigte Feder F gegen -das bewegliche Schüsselspindellager prefst, so dafs dadurch die Schüssel gegen eine Bremse B angedrückt wird, was den augenblicklichen Stillstand der Schüssel verursacht.
Während dieses Vorganges lockert sich die Treibschnur M und übt keine Wirkung mehr auf die Schüsselspindel S aus.
Gleichzeitig hebt der Schenkel A'2 des Ausrückhebels sich nach oben,, und indem er mit seiner Nase in eine Rille des auf der Mitnehmerhülse sitzenden konischen Rades D eingreift, hebt er das letztere aufwärts, dadurch den Eingriff des Rades D mit dem treibenden Rad D1 aufhebend und den Stillstand der Spulspindel herbeiführend, während der Klemmbacken A3 am Ende des Hebels A die Schnur noch gegen eine Schiene V anprefst, damit dieselbe sich nicht mehr bewegen kann, sondern die Haupttrommel lose an derselben hingleiten läfst.
Behufs Anlassens^ der Spindel braucht man nur den Handgriff A des Ausrückhebels hochzudrücken. Sofort geben Klemmen A3 die Schnur frei, dieselbe spannt sich, ohne dabei auf die Schüssel einen Stofs auszuüben, während sich das Rad D senkt und dabei mit Rad D1 in Eingriff tritt.
Zwecks selbstthätigen Absteilens der Spulspindel bei erreichter Kötzerlänge wird durch den wachsenden Kötzer, wie in d.er rechtsseitigen Darstellung ersichtlich, die Zugstange Z mit Anschlag NB emporgehoben, bis sie gegen den Klinkhebel N stöfst und diesen langsam emporhebt, bis die Nase N1 desselben mit der correspondirenden Nase N'2 in der Spultriebwelle in Eingriff kommt.
Hierdurch wird der Klinkhebel von der Welle ein Stück in der durch Pfeil angedeuteten Richtung mit fortbewegt, damit zugleich der ganze Ausrückhebel nach abwärts gedreht und in die in der. linksseitigen Stellung punktirt, in rechtsseitiger Stellung in ausgezogenen Linien gezeichnete ausgerückte Stellung gebracht, so dafs das betreffende Spindelpaar sofort zum Stillstand kommt und der Kötzer abgezogen werden kann.
Fig. 2 zeigt in Vorderansicht zwei neben einander gelagerte Schüsselspindeln >S mit ihren Lagern L und schwingbaren Lagerhaltern L1, welche letztere auf ein und demselben Drehzapfen P angebracht sind. Am äufseren Theile der Drehzapfenlager R ist eine Flachfeder FF befestigt. Dieselbe drückt gegen die schwingbaren Lagerhalter L1 so dafs letztere nach Abgleiten der Rolle A1, also im ausgerückten Zustande der Spindel, mit ihrer Schüssel gegen die Bremse B angeprefst werden. Zum Schütze gegen etwaige Schwankungen der Spindellager in verticaler Richtung sind die Lager mit Warzen U und die Federn mit correspondiren-
den Schlitzen Ül versehen. Die links dargestellte Spulspindel trägt einen vollendeten Kötzer und zeigt, wie die Zugstange Z mit Anschlag N3 den Klinkhebel behufs Ausrückung an die Nase N- der Triebwelle hebt. Die rechts dargestellte Spindel befindet sich im eingerückten Zustande.
Fig. 3 zeigt die beiden Lagerhalter L1 von oben gesehen, von weichen derjenige, der linken Spindel im ausgerückten, derjenige der rechten Spindel im eingerückten Zustande dargestellt ist.
Die ganze Hebelzusammensetzung des sogenannten Ausrückhebels kann. in ihren einzelnen Theilen verschieden abweichend gerichtet und ausgeführt sein.
Die selbsttätige Ausrückung kann auch in Wegfall kommen, wenn die Spulspindel stets eine der Kötzergröfse angemessene Länge erhält.
Die Federn zum Anpressen können auch als Spiralfedern ausgeführt sein.
Zum Schütze der schwingbaren Lager gegen verticale Schwingungen können auch besondere Führungen vorgesehen werden.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Eine Ausrück -Vorrichtung für Schüsselspinn- und -Spulmaschinen, bei welcher eine Stillsetzung der Schüssel- und der Spulspindel dadurch herbeigeführt wird, dafs mittelst Bewegung eines Ausrückhebels (A) sowohl die Schüsselspindel unter Entspannung der sie antreibenden Schnur der Antriebstrommel genähert und ihre Schüssel gegen eine Bremse (B) geführt wird, als auch der Antrieb der Spulspindel durch Ausrückung der antreibenden Räder aufgehoben wird.
    Eine Ausrück-Vorrichtung der unter i. bezeichneten Art, bei welcher die selbsttätige Stillsetzung der Schüssel- und Spulspindel bei vollendetem Kötzer dadurch bewirkt wird, dafs letzterer mittelst Zugstange (Z) einen am Ausrückhebel (A) angeordneten Klinkhebel (N) mit einer umlaufenden Nase (N2) in Eingriff bringt und so die erforderliche Bewegung des Ausrückhebels veranlafst.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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