DE97939C - - Google Patents

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DE97939C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14BMECHANICAL TREATMENT OR PROCESSING OF SKINS, HIDES OR LEATHER IN GENERAL; PELT-SHEARING MACHINES; INTESTINE-SPLITTING MACHINES
    • C14B1/00Manufacture of leather; Machines or devices therefor
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14BMECHANICAL TREATMENT OR PROCESSING OF SKINS, HIDES OR LEATHER IN GENERAL; PELT-SHEARING MACHINES; INTESTINE-SPLITTING MACHINES
    • C14B2700/00Mechanical treatment or processing of skins, hides or leather in general; Pelt-shearing machines; Making driving belts; Machines for splitting intestines
    • C14B2700/27Rotating drums for treating leather

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 28: "Gerberei.
Es giebt für die Schnellgerbung verschiedene Systeme, die mehr oder weniger auf schnellerer Bewegung der Brühen und Leder zugleich beruhen. Für Leder von besonderer Qualität aber, von denen man eine grofse Festigkeit verlangt, erweist es sich als allein richtig, eine geringere Bewegung der Brühen zu veranlassen, so dafs die ruhig hängenden Häute in denselben nicht bewegt werden.
Die zu diesem Zweck in der Patentschrift Nr. 27574 (Kl. 28) vorgeschlagene Einrichtung mit zwei Kolben, von welchen der eine in einem Schacht des Bottichs sich hochbewegt, wenn der zweite niedergeht, veranlassen nicht eine ruhige Bewegung der Flüssigkeit zwischen den eingehängten Häuten hindurch, sondern nur eine Bewegung der Brühe in der Nähe des Bodens und wesentlich parallel zu diesem.
Auch die weiter in der Patentschrift Nr. 36766 (Kl. 28) vorgeschlagene Verbindung solcher Kolben mit auf- und abklappbaren Winkelrahmen hat den gewünschten Erfolg nicht gehabt. Denn solche Winkelrahmen wirken nicht als Verdränger im Sinne eines Kolbens, sondern lediglich als Rührmittel, die das Verhalten der Flüssigkeit nur nachtheilig beeinflussen, da sie in derselben Strudel und schnelle Mischung erzeugen, was bei dem vorliegenden Apparat gerade vermieden werden soll.
Zu diesem Zweck werden die Häute in passenden Abständen von einander derart aufgehängt, dafs die Brühe ungehindert zwischen denselben aufwärts treiben kann, und zwar erfolgt die Bewegung mittelst eines von einer sehr langsam sich drehenden Transmissionswelle in Bewegung versetzten Klappenbodens, der in passendem Abstand über dem Boden der Grube liegt und durch abwechselndes Oeffnen und Schliefsen seiner Klappen eine Art Pumpwirkung ausübt.
Fig. ι zeigt in senkrechtem Schnitt zwei Gruben bezw. Bottiche mit Klappenboden und oberhalb der Bottiche gelagerter Transmissionswelle, und Fig. 2 die Oberansicht eines der Bottiche mit darauf angeordneten Schienen zum Aufhängen der Häute.
Auf dem Boden α des Bottichs A liegt ein Rahmen R, in welchem in passendem Abstand über dem Boden der Klappenboden B auf der Achse b gelagert ist. Letzterer steht durch die Stangen b1, welche an das eine bezw. andere Ende des Bodens B angelenkt sind, und die Schubstangen c in Verbindung mit den um i8o° versetzten Kurbeln der Transmissionswelle C, so dafs bei der Drehung der Welle C der Klappenboden B am einen Ende langsam abwärts, am anderen Ende langsam aufwärts geht. Die im aufwärtsgehenden Theil des Bodens B liegende Klappe b'2 schliefst sich hierbei, während die im abwärtsgehenden Theil liegende Klappe b2 sich öffnet.
Die Transmissionswelle C dreht sich sehr langsam mit etwa fünf bis zehn Umgängen pro Minute. Die Häute H sind über die auf oberen Leisten d des Bottichs A liegenden Schienen d1 in etwa 5 cm Abstand von einander in die Brühe eingehängt.
Um bei der entsprechend langsamen Bewegung des Klappenbodens B innerhalb des Bodenrahmens R den nöthige'n Druck zum Aufwärtstreiben der Brühe durch die im ab-
wärtsgehenden Theil des Bodens B liegende Oeffnüng zu erzeugen, ist die Einrichtung so getroffen, dafs die in dem aufwä'rtsgehenden Theil des Bodens B liegende Klappe gegen den stets mehr oder minder starken Auftrieb der Brühe durch eine von der Aufwärtsbewegung der Stange b1 abgeleitete Kraft geschlossen wird, so dafs sie nach unten hin einen Druck auf die unter dem Klappenboden stehende Brühe ausübt. Ein entsprechender Theil der letzteren wird dabei durch die sich öffnende andere Klappe ruhig und regelmäfsig nach oben zwischen die auf den Schienen d1 aufgehängten Häute getrieben, so dafs durch Oeffnen und Schliefsen der Klappen eine Art Pumpwirkung entsteht.
Um dies gezwungene Schliefsen der Klappen herbeizuführen, ist für jede derselben am Boden des Bottichs eine Rolle e gelagert und eine zweite Rolle f befindet sich unterhalb der Klappe am Klappenboden B, während unter beide Rollen ein Seil bezw. ein Draht h hinweggeführt ist, der mit seinem einen Ende unten, und zwar möglichst vorn an die Klappe b2 und mit dem anderen Ende an den unteren Theil der an den Klappenboden B gelenkig angeschlossenen Stange bl angreift.
Will man einen Bottich ausschalten, so löst man die Verbindung zwischen den betreffenden Stangen bx und c durch Herausziehen der Gelenkbolzen c1.
Bei dieser Art der Brühbewegung mittelst gezwungen sich schliefsender Bodenklappen entsteht im Gegensatz zu den sonst vorgeschlagenen Bewegungsmethoden kein Strudel, keine schnelle Mischung, sondern eine stetige, langsam und sicher wirkende, zweckdienliche Bewegung, wie sie einer schnelleren Gerbung der Häute und schnellerer Ausbeutung der flüssigen Gerbeextracte zuträglich ist. An der Oberfläche der Brühe ist eine nur ganz unbedeutende Bewegung sichtbar. Die zum Betrieb erforderliche Kraft ist sehr gering. Ueberdies wird an Zeit, Gerbstoffen und Arbeitslöhnen gespart.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Vorrichtung zur Brühbewegung für beschleunigte Gerbung, gekennzeichnet durch einen in der Grube bezw. dem Bottich (A) in langsame Auf- und Abbewegung um eine mittlere Achse (b) versetzten Klappenboden (BJ, dessen jeweils im aufwärts bewegten Theil liegende Klappe (BP·) dem Auftrieb der Brühe entgegen durch eine von der Aufwärtsbewegung abgeleitete Kraft geschlossen wird, um den nöthigen Druck zum Aufwärtstreiben der Brühe durch die im abwärts bewegten Theil des Klappenbodens liegende Klappe (b2) zu erzeugen.
2. Eine Ausführungsform der zu i. bezeichneten Vorrichtung zur Brühbewegung, bei welcher zwecks gezwungenen Schliefsens der Klappen (b^J für jede derselben am Boden der Grube bezw. des Bottichs eine Rolle (e) gelagert ist und eine zweite Rolle (f) sich unterhalb der Klappe am Klappenboden (B) befindet, während unter beide Rollen ein Seil bezw. ein Draht (h) hinweggeführt ist, der mit seinem einen Ende unten, und zwar möglichst vorn an die Klappe und mit seinem anderen Ende an die den Klappenboden (B) auf- und abbewegende Stange (b1) angreift.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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