DE27574C - Verfahren und Apparate zur Bewegung von Flüssigkeiten in geschlossenen Gefäfsen für Gerbereizwecke - Google Patents

Verfahren und Apparate zur Bewegung von Flüssigkeiten in geschlossenen Gefäfsen für Gerbereizwecke

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DE27574C
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piston
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vessel
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R. SPITTA SEN. in Brandenburg a. H
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14BMECHANICAL TREATMENT OR PROCESSING OF SKINS, HIDES OR LEATHER IN GENERAL; PELT-SHEARING MACHINES; INTESTINE-SPLITTING MACHINES
    • C14B1/00Manufacture of leather; Machines or devices therefor
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14BMECHANICAL TREATMENT OR PROCESSING OF SKINS, HIDES OR LEATHER IN GENERAL; PELT-SHEARING MACHINES; INTESTINE-SPLITTING MACHINES
    • C14B2700/00Mechanical treatment or processing of skins, hides or leather in general; Pelt-shearing machines; Making driving belts; Machines for splitting intestines
    • C14B2700/27Rotating drums for treating leather

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und Einrichtungen, durch welche bisher beim Gerben von Häuten und Fellen in Gruben (Gefäfsen) auftretende Uebelstände beseitigt werden sollen. Letztere bestehen hauptsächlich darin, dafs das Einsetzen der Häute in die Gruben (Gefäfse) und das Herausnehmen aus denselben zum Zweck des Erneuerns oder Umrührens der Gerb- oder Farbflüssigkeiten nach Mafsgabe des gröfseren oder kleineren Betriebes mit grofsen Opfern an Kraft und Zeit verknüpft war, welche durch die bisher angewendeten Mittel für die Abkürzung dieses oft zu wiederholenden Arbeitsprocesses in nur sehr unvollkommener Weise verringert wurden.
Für die Veränschaiilichung des zu beschreibenden neuen Verfahrens sind die hierzu nöthigen Apparate auf der beiliegenden Zeichnung in den Fig. 1 bis 6 an solchen Gruben (Gefäfsen) zur Darstellung gebracht, in welchen die bezw. Häute oder Felle hängend angeordnet werden.
Es ist hierbei ganz gleichgültig, ob diese Gefäfse aus Stein oder Holz, ob sie versenkt oder oberirdisch, von rundem oder eckigem Querschnitt sind.
Fig. ι und 2 stellen eine Doppelgrube von quadratischer Form im Verticalschnitt und im Grundrifs dar; das zu gerbende Material ist hierbei an Latten h in bekannter Weise aufgehängt, welche, dicht an dicht auf passenden Unterlagen ruhend, in die Grube eingesetzt werden. Das Herausnehmen einzelner oder mehrerer dieser Latten, welche meistens in grofser Anzahl vorhanden sind, zu dem Zweck, die Gerb- oder Farbflüssigkeit zu erneuern oder auch nur umzurühren, ist nun eine Arbeit, welche durch das öftere Wiederholen zu den oben angeführten Unzuträglichkeiten führt und die durch die vorliegende Erfindung in so gründlicher Weise beseitigt werden soll, dafs es nunmehr nicht nöthig ist, die zu behandelnden Häute oder Felle öfter als zwei Mal, d. h. zu Anfang und zu Ende des ganzen Arbeitsprocesses, zu bewegen.
Zu diesem Zweck ist der innere Raum D der Grube durch eine Scheidewand a, welche stabil oder auswechselbar sein kann, derart getheilt, dafs der Schacht R entsteht, in welchem ein Kolben b so auf- und niederbewegt werden kann, dafs er mit Hülfe der Oeffnungen c in der Wand α sowohl saugend als drückend auf die im Innern des Raumes D befindliche Flüssigkeit wirkt und die letztere in der Weise · in Bewegung versetzt wird, dafs sie, beim Niedergang des Kolbens vor demselben hergehend,, eine steigende Bewegung im Innern der Grube bis über die Latten h hinaus macht und beim Hinaufgehen des Kolbens, durch denselben angesaugt und gleichzeitig über ihm gedrückt, die umgekehrte Bewegung ausführt, wodurch nicht allein ein Absetzen der bezw. Flüssigkeit vermieden, sondern auch ein fortwährendes Benetzen der in ihr aufgehängten Häute u. s. w. auf ihrer ganzen Oberfläche mit stets neuer Flüssigkeit bewirkt wird.
Wenn es sich, wie bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführung, um eine Doppelgrube
handelt, so gilt dasselbe, was von einer einfachen Anordnung gesagt wurde, nur mufs alsdann für einen passenden Communicationskanal i Sorge getragen werden, der mittelst Schieber oder Klappen abgesperrt werden kann, um die beiden Abtheilungen D Dx unabhängig von einander füllen oder entleeren zu können, oder auch um in beiden Gruben verschiedene Füllungen zur Anwendung zu bringen.
Um in eine Grube kleinere Felle unter möglichst vollkommener Raumausnutzung einsetzen zu können, ordnet man die Latten h1 hl etagenförmig an, während im übrigen durch den Kolben b1 in dem Schacht E] und durch die Oefifnungen c1 im oberen und unteren Theil der Scheidewand al dieselben Wirkungen hervorgebracht werden, wie vorhin beschrieben.
Die Bewegung der beiden Kolben b und bx erfolgt entweder von Hand durch einen Druckhebel /, mit welchem dieselben durch die Kolbenstangen ddl verbunden sind und welcher auf einer passend angeordneten Säule g seinen Drehpunkt e hat, oder durch geeignete Transmissionsmittel von einer vorhandenen Kraftquelle aus in üblicher Weise.
In den Fig. 3 und 4 ist der Gegenstand der vorliegenden Erfindung an solchen Gefäfsen dargestellt, welche eine runde Form haben; im Ganzen gilt hier genau dasselbe, was von Gefäfsen mit eckiger Form gesagt wurde: die in dem Raum D radial angeordneten Latten h dienen zum Anhängen der Felle u. s. w., und die betreffende Gerb - und Farbflüssigkeit wird durch den Kolben b im Innern des mit Oeffnungen c versehenen Schachtes E bewegt und durch einander gerührt. Kolben b ist mittelst der Stange d an dem mit Handhabe k versehenen Druckhebeiy" befestigt, der an der Unterstützung g seinen Drehpunkt hat und von Hand oder Maschinenkraft bewegt wird.
Die Fig. 5 und 6 zeigen eine ganz aus Holz gefertigte, oberhalb der Erde angeordnete Grube, bei welcher die Gerbflüssigkeit durch zwei am Boden der Grube in entsprechenden Schächten E gleitende Kolben b in Bewegung versetzt wird.
In diesem Falle wird an den Enden der Schächte E je ein zweiter Schacht E1 angeordnet, in welchem die Gerbflüssigkeit von den beiden Kolben b abwechselnd hochgedrückt und nach unten gesaugt wird. Die Kolben b bewegen sich immer gleichzeitig nach derselben Richtung hin. Ihre Kolbenstangen gehen durch die Wände der Grube hindurch und sind dort durch Stopfbüchsen abgedichtet.
Es erübrigt nur noch, darauf hinzuweisen, dafs sich das beschriebene Verfahren und die dazu gehörigen Einrichtungen mit Vortheil auch beim Kalken und Enthaaren der Häute u. s. w. anwenden lassen, und dafs es ebensowohl auch für die Behandlung von Textilstofien zu Farb- und Appreturzwecken, wie für die Behandlung von Leder und ähnlichem Material Verwendung finden kann. Das Rohr m mit Verschraubung »21 dient zum Füllen und Entleeren der Gefäfse,

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Das Verfahren, Flüssigkeiten in geschlossenen Gefäfsen mittels innerhalb der Gefäfse angeordneter, in entsprechenden Schächten E auf- und ab- bezw. hin- und hergehender Kolben b so in Bewegung zu setzen, dafs ein Absetzen der Flüssigkeit vermieden und sie mit allen Theilen der in ihr befindlichen Materialen (Felle) in gleichmäfsiger Weise in innige Berührung kommt.
  2. 2. An geschlossenen Gefäfsen, vornehmlich Gruben der Gerbereien, die in den Fig. 1 bis 4 dargestellte Anordnung eines durch Kanäle c unten und oben mit dem Aufhängeraum D für die Felle in Verbindung stehenden Schachtes E, in welchem ein Kolben b mittelst der Kolbenstange d von dem um e drehbaren Hebel f in auf- und abgehende Bewegung versetzt wird, so dafs der Kolben b sowohl saugend wie drückend auf die im Gefäfs D enthaltene Flüssigkeit wirkt und dieselbe in beständiger Circulation erhält.
  3. 3. An geschlossenen Gefäfsen, besonders Gruben der Gerbereien, die in Fig. 5 und 6 dargestellte Anordnung eines oder mehrerer Schächte E am Boden des Gefäfses, in denen Kolben b von durch die Seitenwände des Gefäfses gehenden Kolbenstangen d hin- und herbewegt werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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