DE9787C - Vorrichtungen zum Einkochen von Konserven - Google Patents

Vorrichtungen zum Einkochen von Konserven

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J. BlGNONEAU in Nantes (Frankreich)
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Description

Paten τ-An Sprüche:
1. Ofen zum Einkochen von Conserven mit Gestell zum Einsetzen der Büchsen.
2. Schraube zum Zerstören des Vacuums an den benutzten Büchsen behufs Oeffnens derselben.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.

Claims (1)

1879.
Klasse 64.
J. BIGNONEAU in NANTES (Frankreich). Vorrichtungen zum Einkochen von Conserven.
Patentirt im Deutschen Reiche vom η. October 1879 ab.
Um die Büchsen im kochenden Wasserbade fest zu verschliefsen, verwendet man einen besonders construirten Ofen, der in Fig. 1 im Grundrifs und in Fig. 2 im Schnitt A-B dargestellt ist. Er besteht aus einem doppelwandigen Cylinder a, in welchem sieben röhrenförmige Kessel b eingesetzt sind, die unter einander in Verbindung stehen. Der mittlere ist etwas höher als die ihn umgebenden und am oberen Theil mit Löchern 0 versehen, die das Einsetzen des Hebels F gestatten. Der Cylinder α ist mit drei Füfsen und' einem Rost ausgestattet, die den Feuerraum G bilden. Als Basis dient ein Gefäfs H, das dadurch, dafs man es je nach Umständen mit Wasser anfüllt oder dasselbe ausschöpft, den Zug im Ofen regulirt.
Der Procefs des Einkochens der Conserven vollzieht sich in folgender Weise:
Man füllt die Büchse L mit den zu conservirenden Stoffen möglichst voll, legt dann auf . den Rand die Gummischeibe A und auf diese den Deckel B. Nun setzt man die so. präparirte Büchse in das in Fig. 3 dargestellte Gestell. Dieses besteht aus einem Rahmen O, der durch die Scheiben E und E1 gespreizt wird. Auf dem Boden liegt eine Holzplätte JSf und auf dieser eine ebensolche von Kork M. Auf diese kommt die Büchse zu stehen. Dann steckt man durch die Scheibe E ..die lange Schraube P, schraubt auf dieselbe die Mutter Q bis etwa 4 bis 5 cm von E hinauf, führt dieselbe durch die Oeffnung in E' bis auf den Deckel B, indem man noch eine Unterlegscheibe Z einfügt. Dann schiebt man den Rohrabschnitt .ST herunter, bis er in Verbindung mit der Scheibe E1 und der Korkplatte M die Conservebüchse völlig einschliefst und setzt hierauf die ganze Vorrichtung in einen der Kessel b, indem man Sorge trägt, dafs beim Hinunterlasset die Büchse L durch P in ihrer Lage gehalten wird. Hierauf hängt man den Hebel F mit einem Ende in das entsprechende Loch c, legt ihn über P weg und befestigt am anderen Ende das Gewicht Y.
Haben die Conserven lange genug gekocht dann hebt man das Gestell O etwas hoch und schraubt die Mutter Q fest bis an E hinauf. Anstatt der Mutter Q kann man auch einen entsprechend befestigten Schlüssel F1 anwenden.
Dann nimmt man die ganze Vorrichtung aus dem Kessel heraus, schiebt den Rohrabschnitt K wieder in. die Höhe und läfst die Conserven erkalten. Dadurch entsteht im Innern der Büchse L ein Vacuum, infolge dessen der Deckel B mit der Gummiplätte A durch den Druck der Atmosphäre fest auf den Rand der Büchse gedrückt und somit der bereits bekannte hermetische Verschlufs gebildet wird.
Um die Büchse wieder öffnen zu. können, ist durch ihren Deckel die Schraube C geführt, die unten durch die Mutter C gehalten wird.; eine unter ihren Kopf gelegte Gummischeibe D. schliefst die Oeffnung hermetisch zu. Man] dreht die Schraube auf und lüftet die Scheibe; dadurch wird das Vacuum zerstört und der Deckel B kann leicht entfernt werden.
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