DE9772C - Emaille-Glüh- und Brennofen - Google Patents
Emaille-Glüh- und BrennofenInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C23—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
- C23D—ENAMELLING OF, OR APPLYING A VITREOUS LAYER TO, METALS
- C23D9/00—Ovens specially adapted for firing enamels
-
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- C23D9/02—Non-electric muffle furnaces
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Description
1879.
Klasse 48.
EISENHÜTTENWERK THALE, Actien - Gesellschaft in THALE a. Harz.
Email-Glüh- und Brennofen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22, November 1879 ab.
Der vorliegende Ofen ist zum Erhitzen von Gegenständen bestimmt, die auf einer Blechplatte
frei oder bedeckt mit einer Gufseisen- oder Thonmuffel durch Koks- oder Gasfeuer
erhitzt werden sollen. Es wird dabei durch Drehung der Brennplatte den Objecten eine
gleichmäfsige, sich allmälig steigernde Glühhitze gegeben. ...
Der Ofen besteht, wie die Zeichnungen veranschaulichen, aus einem auf Rädern in den
Ofen einfahrbaren Feuerteller T zur Aufnahme des Brennmaterials, welcher zum Heben und
Senken eingerichtet ist.
Der nach unten umgebogene Rand des Tellers T1 T1 , Fig. 5 und 6, greift bis an den
Flantsch υ in eine mit dem Mauerwerk verbundene U-förmige Sandzarge Z, Fig. 1 und 2,
zum dichten Abschlufs ein. Zwischen der Tellerwand und der Zarge bleibt ein dem Rande T1 T1 entsprechender Hohlraum., Beim
Flantsch ν ist dieser Hohlraum aber vorn offen und findet hier seinen Anschlufs an einem vorn
im Tellerrande T1 T2 befindlichen Hohlräume 0
(in Fig. 5 schwarz angedeutet).
So ist also ein den Feuerteller kreisförmig umgebender Hohlraum gebildet; dieser communicirt
nun einestheils durch die in Fig. 1 und 2 sichtbaren Hauptdüsen D D mit der
äufseren Luft- oder Windleitung, anderenteils durch die in Fig. 6 im Grundrifs angegebenen
sechs oder mehr kleineren Düsen mit dem auf dem Teller befindlichen, Feuerraum, so dafs
die zuströmende Verbrennungsluft nicht nur die Wände des Feuertellers vor Zerstörung schützt,
sondern sich auch stark vorwärmt.
Der Feuerteller T hat auf seiner unteren Seite einen hohlen, unten in einen Schraubengang
endigenden cylindrischen Ansatz a, Fig. 1 und 5, welcher auf einem entsprechend geformten,
auf dem Wagen W drehbar gelagerten . Fufs »S1 ruht, Fig. 1, 3 und fs. Wird der Fufs S
gedreht, so wird der Teller, der sich wegen des Flantsches ν nicht drehen kann, gehoben oder
gesenkt.
Durch den Teller T, den cylindrischen Ansatz α und den Drehfufs S geht eine Welle w
hindurch, welche am oberen Ende die Brennplatte trägt.
Auf der Welle ist eine Nuth der Länge nach eingearbeitet, in welche die Feder k, Fig. 3,
eines in dem Drehfufs .S befindlichen Zahn rades r eingreift; dieses Zahnrad kann sich
also auf der Welle w verschieben. In das Zahnrad r greift eine Schraube ohne Ende ein,
welche in einem Seitenarm des Drehfufses S gelagert ist und deren Drehaxe e, Fig. 3 und 5,
auf irgend eine Weise (in der Zeichnung schematisch durch die Kurbel K angedeutet)
gedreht werden kann. Durch Drehen der Kurbel K wird die Platte ζ gedreht.
Die senkrecht verschiebbare Welle w ruht unten auf dem Hebel h, der mit Gegengewicht g
versehen ist. Durch eine entsprechende Einstellung desselben kann die Brennplatte i zur
Brennstoffschicht in jeder gewünschten Entfernung eingestellt bezw. deren Höhenlage der
Höhe der Brennstoffschicht angepafst werden.
Die Gegenstände werden auf Rosten mittelst einer Gabel eingebracht. Es werden meist vier
quadrantenförmige Roste verwendet. Die Roste sind entweder mit Füfsen oder mit einem aufrechtstehenden
Stift versehen, damit sie durch das Sinken der Platte i unter dem Tellerrand
bei niedriger Brennmaterialschicht mit der Gabel noch gefafst werden können.
Der Kreislauf in der Fabrikation erfolgt nun in der Weise, dafs ein Rostquädrant mit fertiggebrannten
Gegenständen herausgenommen und ein anderer mit neuer Waare an dessen Stelle eingefahren wird.
>
Die Brennplatte ist auf der Welle so befestigt, dafs sie sich zwar nicht drehen, aber abheben
läfst.
Bei einer Unterbrechung des Processes oder bei erforderlichem Nachfüllen des Brennmaterials
verbleibt die Brennplatte. zur besseren Conservirung der Wärme und zum Schutz vor Zerstörung
durch Abkühlung oder Transport im Ofen. Dieselbe wird in diesem Falle durch den Hebel h hochgestellt und von drei Keilen
ttt, Fig. ι und 2, die von aufsen eingetrieben
und möglichst dicht durch im Mauerwerk liegende Aussparungen gehen, festgehalten.
Man senkt dann die Welle w und kann den Feuerteller aus dem Ofen führen.
Der Ofen ist, wie in der Zeichnung angegeben, nach einer Kugelcalotte als Cylinder
mit flacher Decke ausgeführt. Fig. 1 und 2
zeigen ihn senkrecht durchschnitten; man sieht aus den Figuren, wie die Arbeitsthür G in dem
Ofen liegt, wie der Schornstein s und der Verschlufs
für den Teller angeordnet ist.
Fig. 3 zeigt den Grundrifs mit dem Verschlufs bei eingefahrenem Wagen mit Feuerteller und
Brennplatte, wobei die Flügelthüren' F zum Ausfahren
des Wagens und die untere überwölbte Oeffnung, Fig. ι und 2, zum Durchgang der
Drehaxe e sichtbar sind.
Fig. 5 zeigt den ausgefahrenen Wagen in der Seitenansicht mit einer aufgesetzten Muffel.
Fig. 6 zeigt den Wagen von oben mit abgenommener Muffel.
Die Muffel, Fig. 7 und 8, ist mit Arbeitsöffnung G' versehen; sie legt sich an der Thür G
gegen einen rings um die entsprechende Oeffnung im Mauerwerk des Ofens angebrachten
Gurt und verhindert dadurch die Gase, in die Thüröffnung einzutreten. Sie wird im Ofen
durch unter entsprechende Nasen greifende verschiebbare Keile,. welche den Keilen t analog
angeordnet' sind, getragen. Sie greift mit ihrem unteren Rande über die Platte z, so dafs diese
in ' der · freien Drehung nicht behindert wird. Die Muffel wird von unten in den Ofen gebracht.
Fig. 9 zeigt noch eine Ansicht des Ofens von der Vorderseite, und
Fig. 4 zeigt eine obere Ansicht desselben.
Je nach dem Zweck würde man die Form der Muffel modificiren und dieselbe aus einem
oder mehreren Stücken herstellen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Ofen mit fahrbarem Feuerteller und erhitzter Verbrennungsluft, mit im Feuer drehbarer und vertical beweglicher. Platte zur Aufnahme der Brennobjecte, wie beschrieben und gezeichnet.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9772C true DE9772C (de) |
Family
ID=287105
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT9772D Active DE9772C (de) | Emaille-Glüh- und Brennofen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE9772C (de) |
-
0
- DE DENDAT9772D patent/DE9772C/de active Active
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