DE976622C - Verfahren zur Herstellung von 7-ª‰-Oxypropyltheophyllin - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 7-ª‰-Oxypropyltheophyllin

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DE976622C DEG11869A DEG0011869A DE976622C DE 976622 C DE976622 C DE 976622C DE G11869 A DEG11869 A DE G11869A DE G0011869 A DEG0011869 A DE G0011869A DE 976622 C DE976622 C DE 976622C
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D473/00Heterocyclic compounds containing purine ring systems
    • C07D473/02Heterocyclic compounds containing purine ring systems with oxygen, sulphur, or nitrogen atoms directly attached in positions 2 and 6
    • C07D473/04Heterocyclic compounds containing purine ring systems with oxygen, sulphur, or nitrogen atoms directly attached in positions 2 and 6 two oxygen atoms
    • C07D473/06Heterocyclic compounds containing purine ring systems with oxygen, sulphur, or nitrogen atoms directly attached in positions 2 and 6 two oxygen atoms with radicals containing only hydrogen and carbon atoms, attached in position 1 or 3
    • C07D473/08Heterocyclic compounds containing purine ring systems with oxygen, sulphur, or nitrogen atoms directly attached in positions 2 and 6 two oxygen atoms with radicals containing only hydrogen and carbon atoms, attached in position 1 or 3 with methyl radicals in positions 1 and 3, e.g. theophylline

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von 7 Oxypropyltheophyllin Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines neuen Theophyllinderivates, das die wertvollen therapeutischen Eigenschaften von Theophyllin und den zur Zeit viel verwendeten Theophyllinderivaten, wie Aminophyllin und Theophyllin mit Natriumglycinat, besitzt und diesen bekannten Produkten überlegen ist, da es sowohl beständig und neutral als auch hervorragend wasserlöslich ist. Es ist daher für die orale oder parenterale Anwendung geeignet.
  • Das neue Theophyllinderivat ist das 7-p-Oxypropyltheophyllin. Es hat im Vergleich zu Theophyllin und den im allgemeinen Gebrauch befindlichen Theophyllinpräparaten überraschendeVorteile. Einer der hervorstechendsten Vorteile des 7-ß-Oxypropyltheophyllins ist seine Fähigkeit, hochkonzentrierte wäßrige Lösungen zu bilden, die bei Zimmertemperatur und auch bei erhöhten Temperaturen, die bei Heißsterilisationsverfahren angewandt werden, beständig sind. Lösungen von mindestens 5o°/oiger Konzentration in Wasser können hergestellt werden, und diese Lösungen besitzen im wesentlichen neutrale Reaktionen mit pH-Werten von 5, 5 bis 7.
  • Die Löslichkeiten von Theophyllin und einigen seiner Salze und Derivate sind vergleichsweise in Tabelle I wiedergegeben. Die Löslichkeit ist ausgedrückt als ungefähres Wasservolumen in ccm, das erforderlich ist, um i g des Theophyllinpräparates zu lösen.
  • Tabelle I Zusammensetzung ccm Wasser, um i g zu lösen Theophyllin.................... 120 Theophyllin und Natriumacetat... 25 Theophyllin und Natriumglycinat. 6 Aminophyllin................... 5 7-Oxyäthyltheophyllin io 7-Dioxypropyltheophyllin........ 3 7-p-Oxypropyltheophyllin........ z Die Einführung des Dioxypropylrestes erhöht die Löslichkeit des Theophyllins nur um das Vierzigfache, während der ß-Oxypropylrest die Löslichkeit um das Hundertzwanzigfache erhöht. Aus der vorstehenden Tabelle geht die ausgeprägte höhere Löslichkeit des ß-Oxypropyltheophyllins gegenüber Theophyllin, Theophyllin-Molekülverbindungen mit Lösungsvermittlern und anderen bekannten 7-Oxyalkyltheophyllinderivaten eindeutig hervor.
  • Die Fähigkeit des 7-ß-Oxypropyltheophyllins, hochkonzentrierte, stabile und neutrale wäßrige Lösungen zu bilden, macht es besonders geeignet für die Herstellung von Lösungen für subkutane Injektionen, da das Volumen der zu injizierenden Lösung gering gehalten werden kann. Diese Lösungen können sterilisiert werden, ohne daß eine Zersetzung eintritt. Der neutrale Charakter der Lösungen verringert ganz wesentlich die Möglichkeit des Entstehens schmerzhafter lokaler Reizung und Gewebenekrosen als Folge subkutaner Injektion. Das 7-ß-Oxypropyltheophyllin kann in seinen wäßrigen neutralen Lösungen mit solchen anderen pharmakologisch wirksamen Verbindungen kombiniert verwendet werden, die nur in neutraler Lösung beständig sind. Beispielsweise sind wäßrige Lösungen von 7-ß-Oxypropyltheophyllin, die Strophantin oder Rutin enthalten, stabil, während diese Verbindungen sich in Lösungen alkalisch reagierender Theophyllinverbindungen zersetzen. Neutrale wäßrige Lösungen von 7-ß-Oxypropyltheophyllin können auch durch Inhalation in Form einer Zerstäubung angewendet werden. Viele andere Theophyllinpräparate sind für diese Anwendungsart nicht genügend löslich oder werden vom Körper nicht vertragen, da sie stark alkalische Reaktion aufweisen.
  • 7-ß Oxypropyltheophyllin wird aus wäßriger Lösung im Gegensatz zu den weniger löslichen Theophyllinverbindungen durch Säuren oder Magensaft nicht ausgefällt. Bei oraler Anwendung, z. B. in Form von Tabletten oder in Kapseln, löst es sich in dem Magensaft auf und wird rasch in den Blutstrom aufgenommen.
  • Die außerordentlich hohe Löslichkeit des erfindungsgemäß hergestellten 7-ß-Oxypropyltheophyllins war im Hinblick auf das bisher Bekannte völlig unerwartet.
  • Das bekannte 7-Oxyäthyltheophyllin ist in Wasser betrachtlich löslicher als Theophyllin, und es können Lösungen mit Konzentrationen von etwa Io°/o hergestellt werden. Das bekannte 7-I) ioxypropyltheophyllin mit einer weiteren Oxygruppe und einem weiteren Kohlenstoffatom im Oxyalkylrest in 7-Stellung ist entschieden löslicher in Wasser als die Oxyäthylverbindung, und man kann Lösungen von 30-bis 35"/piger Konzentration herstellen. Hieraus könnte man schließen, daß allein die Einführung einer zweiten Oxygruppe in den in 7-Stellung befindlichen Alkylrest die Wasserlöslichkeit wesentlich erhöht. Durch die Erfindung wird jedoch gezeigt, daß durch die Einführung eines Propylrestes mit nur einer Oxygruppe in ß-Stellung eine noch größere Wasserlöslichkeit gegenüber derjenigen von 7-Oxyäthyl-oder 7-Dioxypropyltheophyllin erreicht werden kann.
  • Erfindungsgemäß wurde gefunden, daß die Stellung der Oxygruppe in dem Propylrest in 7-Stellung des Theophyllinringsystems von Bedeutung ist für die Wasserlöslichkeit des entsprechenden Theophyllinderivats.
  • Zur Herstellung bekannter 7-Oxyalkyltheophylline wurde eine Anzahl von Verfahren beschrieben, und die erzielten Ausbeuten variieren in beträchtlichem Maße in Abhängigkeit von den verwendeten Lösungsmitteln, den bei der Durchführung der Reaktion angewandten Bedingungen und der Methode der Isolierung des Reaktionsproduktes. Mit der Erfindung wurde nun auch ein Verfahren zur Herstellung des neuen 7-ß-Oxypropylderivats des Theophyllins gefunden, bei dem man bessere Ausbeuten an reiner Verbindung erzielt als beidenVerfahren, diezurHerstellung bekannter 7-Oxyalkyltheophyllinverbindungen fiihren.
  • 7-Oxyalkyltheophyllinverbindungen, z. B. y-j8-0xyäthyltheophyllin, werden im allgemeinen durch Reaktion eines Alkalisalzes des Theophyllins mit einem entsprechenden halogenierten einwertigen oder mehrwertigen Alkohol hergestellt.
  • Wie aus den deutschen Patentschriften 193 7gg und igi io6 hervorgeht, kann man anstatt des Halogenhydrins auch direkt Athylenoxyd mit Theophyllin umsetzen ; die Umsetzung kann ohne Lösungsmittel oder in Gegenwart von Lösungsmitteln, z. B. Athylalkohol oder Wasser durchgeführt werden, wobei die Reaktionspartner in äquimolekularen Verhältnissen eingesetzt werden.
  • Die Herstellung. von 7-Dioxypropyltheophyllin durch Umsetzung äquimolarer Mengen von Theophyllin, Alkalihydroxyd und i-Chlor-2, 3-dioxypropan in Wasser als Lösungsmittel wurde in der USA.-Patentschrift 2 575 344 beschrieben. Eine ähnliche Arbeitsweise wurde bei dem Verfahren der britischen Patentschrift 4250 (1907) zur Herstellung von 7-Oxyäthyltheophyllin aus äquimolaren Mengen von Theophyllin, Alkalihydroxyd und 2-Chloräthanol in wäßriger Lösung angewandt. Bei den bekannten Verfahren werden Endprodukte erhalten, die in beachtlicher Menge mit nicht umgesetztem Theophyllin verunreinigt sind. Überträgt man z. B. diese Verfahrensweise auf die Herstellung des neuen 7-ß-Oxypropyltheophyllins, so muß das nicht umgesetzte Theophyllin entfernt werden, indem man eine Lösung von Silbernitrat zu einer wäßrigen Lösung der zu befreienden Verbin dung in Gegenwart einer Spur von Ammoniak zugibt.
  • Das nicht umgesetzte Theophyllin wird dabei quantitativ als Silbertheophyllin ausgefällt, während das 7-jS-Oxypropyltheophyllin mit dem Silbernitrat nicht reagiert.
  • Das neue 7-ß-oxypropyltheophyllin wird durch Umsetzen von i Moläquivalent Theophyllin mit 1, 05 bis 1, 50 Moläquivalenten I-Halogen-2-propanol une 1,05 bis 1, 50 Moläquivalenten eines Alkalihydroxyds unter Verwendung von Wasser als Lösungsmittel bei Temperaturen zwischen 50 und 110°C erhalten, wonach man das Reaktionsprodukt durch Entfernung des Wassers und Umkristallisieren des Rückstandes aus einem wasserfreien einwertigen Alkohol mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen isoliert.
  • Das so hergestellte 7-ß-Oxypropyltheophyllin kann also durch eine einzige Kristallisation aus einem wasserfreien Alkohol, z. B. Äthylalkohol, gereinigt werden, während es im Gegensatz dazu notwendig ist, wenigstens 3 Kristallisationen aus diesem Lösungsmittel anzuwenden, wenn das ß-Oxypropylerungsverfahren mit den stöchiometrisch berechneten Mengen der Reaktionsteilnehmer durchgeführt wird.
  • Das Wasser wird aus der Reaktionsmischung vollständig durch Destillation unter vermindertem Druck entfernt, und der Rückstand wird mit einem siedenden wasserfreien Alkohol extrahiert. Die heiße Mischung g wird zur Entfernung des unlöslichen Alkalihalogenids filtriert, und das neue K-Oxypropyltheophyllin kristallisiert beim Abkühlen des Filtrats aus.
  • Die Versuche A und B wurden etwa entsprechen l den Angaben der USA.-Patentschrift 2 575 344 und der britischen Patentsclirift 425o (1907) durchgefiihrt, in denen die Herstellung des entsprechenden Dihydroxvpropyl-bzw. des ß-Hydroxyäthyltheophyllins beschrieben ist. Die Beispiele z, 2 und 3 zeigen die Überlegenheit des erfindungsgemäßen Verfahrens gegenüber der bisher üblichen Arbeitsweise zur Herstellung analoger Verbindungen.
  • Versuch A 270 g (1, 5 Mol) wasserfreies Theophyllin werden in 11 Wasser durch Erhitzen der Mischung zum Sieden gelöst. Eine Losung von 6o g (1, 5 Mol) Natriumhydroxyd in I80 ccm Wasser wird allmählich und unter Rühren zugesetzt. Die sich bildende Lösung wird mit 14 g (1, 5 Mol) i-Chlor-2-propanol behandelt, die in kleinen Anteilen innerhalb von etwa io Minuten zugesetzt werden. Die Lösung wird 4 Stunden unter Rückfluß erhitzt und das Wasser durch Destillation unter vermindertem Druck vollstandig entfernt. Der Rückstand wird extrahiert, indem man ihn mit 700 ccm wasserfreiem Athylalkohol kocht und zur Entfernung von Natriumchlorid filtriert. Das aus dem Filtrat beim Abkühlen kristallisierende Produkt wird abgesaugt, mit wasserfreiem Äthylalkohol gewaschen und aus wasserfreiem Äthylalkohol umkristallisiert, F. = 125 bis 128°C. Es waren drei weitere Kristallisationen aus Äthylalkohol erforderlich, um den Schmelzpunkt auf 135 bis 136° C zu bringen, d. h. den Schmelzpunkt des reinen 7-ß-Oxypropyltheophyllins. Die Ausbeute ist etwa die Hälfte derjenigen, welche durch das erfindungsgemäße Verfahren erhalten wird.
  • Versuch B In der im Beispiel i beschriebenen Apparatur wurden in z 1 destilliertem siedendem Wasser 27o g (1, 5 Mol) wasserfreies Theophyllin gelöst, und zu dieser Lösung wurden 6o g (1, 5 Mol) Natriumhydroxyd als jo°/oige Lösung zugefiigt. Ein Niederschlag entstand, der aus Natriumtheophyllin bestand, welches unter den Versuchsbedingungen nur teilweise löslich ist.
  • Zu diesem Gemisch wurden 156 g (1, 65 Mol oder z, i Moläquivalente) i-Chlor-2-propanol tropfenweise mit konstanter Geschwindigkeit während einer Zeitdauer von 41/2 Stunden zugesetzt, wobei gerührt und schwach unter Rückfluß erhitzt wurde. Nachdem das gesamte i-Chlor-2-propanol zugesetzt war, wurde die so erhaltene Lösung noch 2 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Dann wurde das Wasser durch Vakuumdestillation so vollständig wie möglich abdestilliert.
  • Der Rückstand wurde mit 750 ccm wasserfreiem Äthanol vermischt und erhitzt und dann zur Entfernung des Natriumchlorids filtriert und das Filtrat durch Vakuumdestillation vollständig zur Trockne eingedampft. Der so erhaltene wasserfreie Kuchen wurde in 750 ccm wasserfreiem Athanol gelöst, mit 5 g Aktivkohle behandelt und zur Entfernung der Kohle filtriert. Die Lösung wurde abgekühlt und zur Kristallisation über Nacht in den Eisschrank gestellt.
  • Die Kristallisation wurde durch Zugabe einer Spur reinen ß-Oxypropyltheophyllins in Gang gebracht.
  • Die gekühlte Mischung wurde durch Absaugen auf einem Buchnertrichter filtriert und der Filterkuchen mit 500 ccm eiskaltem, wasserfreiem Athanol gewaschen. Der Filterkuchen wurde 16 Stunden bei 6o bis 70° C getrocknet. Gewicht 276 g ; F. = 122 bis I24° C (korrigiert) ; Gehalt an nicht umgesetzten Theophyllin (durch Analyse, wie nachstehend beschrieben) 7,9%.
  • Das Produkt aus der ersten Kristallisation (270 g) wurde umkristallisiert durch Lösen in 3 Gewichtsteilen (810 g) von wasserfreiem Athanol unter Erwärmung. Es wurde mit 5 g Aktivkohle behandelt, filtriert und über Nacht im Eisschrank gekühlt. Der Niederschlag wurde auf einem Buchnertrichter gesammelt und 16 Stunden bei 6o bis 70° C getrocknet.
  • Gewicht 202 g ; F. = 123, 5 bis 126, 5° C (korrigiert) ; Gehalt an nicht umgesetzten Theophyllin 7, 85 O/o.
  • Die Mutterlauge dieser Kristallisation wurde auf ein kleines Volumen eingedampft und zur Kristallisation gekühlt. Das erhaltene Produkt wog 43 g, F. = 123 bis I25° C (korrigiert). Ein qualitativer Test auf nicht umgesetztes Theophyllin war ausgesprochen positiv.
  • Die Hauptfraktion (200 g) wurde zum dritten Male aus 600 g wasserfreiem Äthanol umkristallisiert und lieferte dabei 117 g eines Produktes mit F. = 128 bis 129° C (korrigiert). Gehalt an nicht umgesetztem Theophyllin 7,76%.
  • Eine vierte Kristallisation wurde mit 115 g der Hauptfraktion und 345 g wasserfreiem Äthanol ausgeführt. F. = 128 bis 129°C (korrigiert). Gehalt an nicht umgesetztem Theophyllin 7, 69 °/o. Ausbeute go g.
  • Eine Probe des Produkts der vierten Kristallisation wurde in 250 ccm heißem destilliertem Wasser gelöst, mit 2 ccm konzentrierter Ammoniaklösung pro Analyse behandelt und dann mit einer Lösung von 5 g Silbernitrat in 50 ccm destilliertem Wasser. Die Mischung wurde wiederum im Vakuum zur Trockne eingedampft. Der Rückstand wurde in zoo g wasser- freiem Alkohol gelöst und abkühlen und auskristallisieren gelassen. Es wurde durch Absaugen filtriert und der Filterkuchen mit eiskaltem wasserfreiem Alkohol gewaschen. Nach zwölfstündiger Trocknung bei 6o bis 70° C besaß das Produkt einen F. = 135 bis 136° C (korrigiert). Gewicht 32 g. Ungefähr i kg wurde in io ccm destilliertem Wasser gelöst, mit zwei Tropfen konzentrierter Ammoniaklösung behandelt und dann mit 3 ccm der Silbernitrat-Testlösung. Die Lösung blieb klar, was die Abwesenheit von nicht umgesetztem Theophyllin anzeigte.
  • Analytische Bestimmung des nicht umgesetzten Theophyllins in Oxyalkyltheophyllinen Zur Prüfung auf etwa vorhandene Halogenionen, welche die Analyse auf nicht umgesetztes Theophyllin stören würden, wurde etwa i g der zu prüfenden Substanz in io ccm destilliertem Wasser gelöst. Zu dieser Lösung wurden 3 ccm konzentrierte Salpetersäure pro Analyse und 3 ccm n/10-Silbernitaralösung gegeben. Klarheit dieses Lösungsgemisches zeigt die Abwesenheit von Halogenionen an. Theophyllinsilber ist in verdünnter salpetersaurer Lösung löslich, so daß es in diesem Test auf Halogenionen nicht ausfält.
  • Zur Analyse wird eine genau abgewogene Probe von ungefähr einem Gramm des theophyllinhaltigen Oxyalkyltheophyllins in 50 ccm destilliertem Wasser gelöst, i ccm konzentrierte Ammoniaklösung pro Analyse zugesetzt und auf dem Dampfbad auf 80 bis 90°C erhitt. Ein Überschuß (etwa 20 cm) einer ungefähr n/Io-Silbernitratlösung wird zugefügt und das Erhitzen etwa io Minuten oder bis zur starken Koagulation des Niederschlages fortgesetzt. Es wird stark abgekühlt und durch einen Glasfrittentiegel filtriert. Das Filtrat soll klar sein.
  • Der Niederschlag wird im Glasfrittentrichter gewaschen, indem er mindestens zweimal mit 5 ccm kaltem destilliertem Wasser angeteigt wird. Das Filtrat und Waschwasser werden verworfen.
  • Der Theophyllinsilberniederschlag wird mit etwa zoo ccm siedendheißer lediger Salpetersäure pro Analyse vom Filter gelöst.
  • Das Filtrat wird abfekühlt, 2 ccm der Ferriammoniumsulfatlösung werden zugesetzt. Dann wird mit n/io-Ammoniumrhodanidlösung titriert.
  • Jeder Kubikzentimeter des n/io-Ammoniumrhodanids entspricht 18, 02 mg Theophyllin.
  • Beispiel i Eine Mischung aus 270 g (1, 5 Mol) wasserfreiem Theophyllin und 213 g (2, 25 Mol) I-Chloro-2-propanol in 750 ccm Wasser wird in einer Apparatur zum Sieden erhitzt, die mit einem mechanischen Rührer, einem Rückflußkühler, einem Thermometer und einem Tropftrichter versehen ist. Innerhalb von 2 Stunden wird eine 25"/ (, ige wäßrige Natriumhydroxydiösung, die go g (2, 25 Mol) Natriumhydroxyd enthält, zu der unter Rückfluß siedenden Mischung zugesetzt. Nachdem das gesamte Natriumhydroxyd zugefügt wurde, wird das Erhitzen unter Rückfluß noch i Stunde fortgesetzt. Dann wird das Wasser durch Destillation unter vermindertem Druck und Erwärmen auf siedendem Wasserbad möglichst vollständig entfernt. Der Rückstand, welcher aus einer zähen, harzigen Masse oder einer wißen, festen Substanz besteht, wird mit 700 ccm wasserfreiem Athylalkohol versetzt und erhitzt, bis die zurückbleibende unlösliche feste Substanz lose und körnig ist. Der feste Stoff wird durch Filtrieren der heißen Mischung abgetrennt.
  • Beim Abkühlen des Filtrats scheidet sich eine weiße, kristalline Masse ab, welche abfiltriert und mit kaltem wasserfreiem Athylalkohol gewaschen wird. Die erhaltene Substanz wird durch Kristallisation aus wasserfreiem Athylalkohol gereinigt. Das gereinigte Produkt ist 7-ß-Oxypropyltheophyllin vom F. = 135 bis 136° C. Ausbeute 253 9 (entsprechend 71"/ der Theorie). Der pS-Wert einer 5°/oigen Lösung in destilliertem Wasser liegt in dem Bereich von 5, 5 bis 7. i g der erhaltenen Substanz löst sich in etwa i ccm Wasser von 20°C und in etwa 14 ccm wasserfreiem Äthylalkohol, In siedendem wasserfreinm Äthylalkohol ist sie beträchlich löslicher, Die erhaltene Verbindung war frei von nicht umgesetztem Theophyllin.
  • Beispiel 2 Eine Mischung von 180 g (i Mol) wasserfreiem Theophyllin und 105 g (I, 1 Mol) 1-Chlor-2-propanol in 500 ccm Wasser wird auf Rückflußtemperatur (etwa 90° C) in der im Beispiel i beschriebenen Apparatur erhitzt. Eine Lösung von 82, 5 g (1, 25 Mol) 85°/Oigem Kaliumhydroxyd in 225 ccm Wasser wird aus einem Tropftrichter während eines Zeitraums von 3 bis 4 Stunden zugesetzt. Nach weiterem einstündigem Erhitzen unter Rückfluß wird die Lösung unter vermindertem Druck eingedampft, bis das Wasser vollständig entfernt ist. Das 7-ß-Oxypropyltheophyllin wird, wie im Beispiel i beschrieben, isoliert und gereinigt, F. = 135 bis : 136' C. Ausbeute 185 g (entsprechend 78 der Theorie).
  • Die erhaltene Verbindung enthielt kein nicht umgesetztes Theophyllin.
  • Beispiel 3 Eine Mischung von 135 g (o, 75 Mol) wasserfreiem Theophyllin, 375 ccm Wasser und 125 g (0, 9 Mol) i-Brom-2-propanol wird in einer Apparatur zum Sieden erhitzt, die mit einem mechanischen Rührer und einem Rücknußkühler versehen ist. Man gibt eine Lösung von 36 g (o, g Mol) Natriumhydroxyd in go ccm Wasser innerhalb von 2 Stunden zu der siedenden Lösung und setzt das Erhitzen unter Rückfluß noch i Stunde fort. Das Wasser wird durch Eindampfen unter vermindertem Druck vollständig entfernt und der Rückstand mit siedendem wasserfreiem Isopropanol extrahiert. Die hekße Mischung wird zur Entfernung von Natriumbromid filtriert. Das 7-ß-Oxypropyltheophyllin, das beim Abkühlen auskristallisiert, wird abgesaugt und durch Umkristallisieren aus wasserfreiem Isopropanol gereinigt, F. = 135 bis I36°C.
  • Ausbeute 125 g (entsprechend 75 °/0 der Theorie).
  • Die erhaltene Verbindung war frei von nicht umgesetztem Theophyllin.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von 7-p-Oxypropyltheophyllin, dadurch gekennzeichnet, daß man i Moläquivalent Theophyllin mit 1, 05 bis 1, 50 Moläquivalenten eines i-Halogen-2-propanols und 1, 05 bis 1, 50 Moläquivalenten eines Alkalihydroxyds unter Verwendung von Wasser als Lösungsmittel bei Temperaturen zwischen 50 und 110°C umsetzt und das Reaktionsprodukt durch Entfernung des Wassers und Umkristallisieren des Rückstandes aus einem wasserfreien einwertigen Alkohol mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen isoliert.
    In Betracht gezogene Druckschriften : Deutsche Patentschriften Nr. igi 106, 193 799, 669 989 ; USA.-Patentschrift Nr. 2 575 344 ; britische Patentschrift Nr. 4250 (1097) ; Archiv der Pharmazie, Bd. 235 (1897), S. 471, und Bd. 268 (1930), S. 568 und 569 ; Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, Bd. 31 (1898), S. 1987, und Bd. 50 (1917), S. 820.
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