DE972291C - Verfahren zur Herstellung von Monocarbonsaeuren aus Olefinen, Kohlenoxyd und Wasser - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Monocarbonsaeuren aus Olefinen, Kohlenoxyd und Wasser

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DE972291C
DE972291C DEST8190A DEST008190A DE972291C DE 972291 C DE972291 C DE 972291C DE ST8190 A DEST8190 A DE ST8190A DE ST008190 A DEST008190 A DE ST008190A DE 972291 C DE972291 C DE 972291C
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/10Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by reaction with carbon monoxide
    • C07C51/14Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by reaction with carbon monoxide on a carbon-to-carbon unsaturated bond in organic compounds

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Monocarbonsäuren aus Olefinen, Kohlenoxyd und Wasser Gegenstand der Patentanmeldung St 46ig IVd/i2o ist es, Carbonsäuren aus Olefinen und Kohlenoxyd in Gegenwart von Katalysatoren, wie Schwefelsäure oder Fluorwasserstoff, herzustellen, wobei die Umsetzung zunächst ohne Zusatz von Wasser in Gegenwart von wenig Wasser enthaltenden, gegebenenfalls sogar wasserfreien Katalysatoren, insbesondere mindestens go''/iger Schwefelsäure, wasserfreiem Fluorwasserstoff allein oder unter Zusatz von Borfluorid in flüssiger Phase durchgeführt und das Umsetzungsprodukt dann in Wasser aufgenommen und in bekannter Weise aufgearbeitet wird.
  • Nach dieser Arbeitsweise muß man zur Umsetzung von i Mol Olefin mindestens 3 Mol Schwefelsäure und zur Erzielung besonders guter Ausbeuten an Carbonsäure sogar 5 bis zo Mol Schwefelsäure anwenden. Diese Angaben gelten für die Verwendung normaler, nicht verzweigter-Olefine, z. B. Propen, die beiden n-Butene, die beiden n-Pentene und andere. Bei den verzweigten Olefinen, beispielsweise beim iso-Buten, liegen die Verhältnisse etwas günstiger, d. h. man kommt mit weniger Schwefelsäure aus.
  • Beim Arbeiten mit Schwefelsäure ist es jedoch erforderlich, nach beendeter Umsetzung stark mit Wasser zu verdünnen, um die entstandene Carbonsaure aus ihrer Mischung mit der Schwefelsäure abzuscheiden. Hierdurch ist. es notwendig, große Mengen verdünnter Schwefelsäure laufend wieder aufzü- konzentrieren. Dieses Aufkonzentrieren der Schwefelsäure wird dadurch erschwert bzw. ganz unmöglich gemacht, daß neben der Carbonsäuresynthese als Nebenreaktion in mehr oder weniger großem Umfang die Bildung von Oxysulfonsäuren erfolgt. Diese lassen sich auf einfache Weise nicht von der Schwefelsaure trennen und bewirken beim Eindampfen der Schwefelsäure von einer gewissen Konzentration an ein Verkohlen bzw. Verteeren der Saure unter Schwefeldioxydentwicklung. Statt eines einfachen Aufkonzentrierens muß man also'gegebenenfalls eine völlige Regenerierung der Schwefelsäure ins Auge fassen, wofür es bereits technisch bewährte Prozesse gibt.
  • Aber auch durch diese Prozesse läßt sich eine erhebliche Erhöhung der Verfahrenskosten nicht vermeiden.
  • Es sind zahlreiche Versuche durchgeführt worden mit dem Ziel, die störende Bildung von Oxysulfonsäuren zu unterbinden. Hierbei ist es gelungen, die Oxysulfonsäurebildung insbesondere durch Anwendung niedriger Reaktionstemperaturen, etwa-io° und tiefer, weitgehend auszuschalten. Dennoch bedingen die auch weiterhin entstehenden geringen Mengen an Oxysulfonsäure ein Verkohlen der Schwefelsäure beim Wiederaufkonzentrieren.
  • "Es'wurde nun gefunden, daß im Gegensatz zu dem bei der Verwendung von konzentrierter Schwefelsäure nach dem Einbau des Kohlenoxyds erforderlichen Verdünnen des Reaktionsproduktes mit viel Wasser die aus Olefinen, vorzugsweise tertiären Olefinen, beispielsweise iso-Buten, 2-Methylpenten-i, 2-Äthylhexen-i und anderen an der Doppelbindung verzweigten Olefinen, mit sehr guter Ausbeute erhaltenen Carbonsäuren ohne Verdünnen mit Wasser glatt abgetrennt werden können, wenn man als Katalysatoren Monooxyfluorborsäure H (BF30H) oder deren komplexe Verbindungen mit anorganischen Säuren, z. B.
  • Phosphorsäure oder Schwefelsäure, verwendet. Die Umsetzung der Olefine verläuft dann außerordentlich glatt und schnell, und es genügt, wenn nach Ablauf der ersten Teilreaktion, d. h. des Kohlenoxydeinbaus, der ersten Teilreaktion, d. h. des Kohlenoxydeinbaus, nur die stöchiometrisch erforderliche Menge Wasser zugesetzt wird, um die Trennung der Carbonsäure vom wieder gebrauchsfähigen Katalysator zu bewirken.
  • Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zu verwendenden Komplexverbindungen aus Bortrifluorid und anorganischen Säuren wurden bereits als geeignete Katalysatoren für die Umsetzung von aliphatischen Alkoholen mit Kohlenoxyd zu organischen Säuren beschrieben. Hierbei werden jedoch sehr scharfe Arbeitsbedingungen angewendet und bei Temperaturen zwischen 150 und 400° und Drucken zwischen 25 und goo at gearbeitet. Es ist hierbei auch die Möglichkeit angegeben, statt der Alkohole Olefine einzusetzen. In diesem Falle ist es jedoch wesentlich, daß Wasserdampf zugegen ist, wenn Säuren hergestellt werden sollen.
  • Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren in Abwesenheit von Wasser oder in Gegenwart von wenig Wasser zu verwendenden Komplexverbindungen von Bortrifluorid mit anorganischen Säuren, z. B.
  • Phosphorsäure, gestatten bei der Umsetzung von vorzugsweise an der Doppelbindung verzweigten Olefinen mit Kohlenoxyd zu Carbonsäuren sehr milde Reaktionsbedingungen, wie Temperaturen vorzugsweise bei bzw. unterhalb Raumtemperattir und Drucke, die nicht über zoo at liegen.
  • Es kann nach dem erfindungsgemäßen Verfahren auch bei Temperaturen bis i : oo' gearbeitet werden. Der voriugsweise Druckbereich liegt zwischen 50 und zoo at.
  • Es ist möglich, zunächst nach den erfindungsgemäßen Verfahren ganz ohne Wasser zu arbeiten, obwohl die Anwesenheit von Wasser nach der allgemeinen Reaktionsgleichung RCH = CH R'+ CO + H20 = RCH2CHR'COOH unbedingt erforderlich ist. Wasser darf nach dem erfindungsgemäBen Verfahren erst nach der Reaktion mit dem Kohlenoxyd zugesetzt werden.
  • Es ist vorteilhaft, in bekannter Weise den Bortrifluorid-Phosphorsäurekatalysator bei erhöhter Temperatur, etwa bei 100°, herzustellen, d. h. Bortrifluorid bei ion'bis zur Sättigung in z. B. 85 °/oige Phosphorsaure einzuleiten.
  • In besonders glatter Weise lassen sich tertiäre Olefine, d. h. solche, die an der Doppelbindung verzweigt'sind, mit Bortrifluorid-Phosphorsäure als Katalysator umsetzen.
  • Am Beispiel der Umsetzung des iso-Butens oder 2-Methylpenten-1 mit dem Bortrifluorid-Phosphor= säure-Komplex als Katalysator wird die erfindungsgemäße Arbeitsweise besonders deutlich. Wird beispielsweise ein Katalysator eingesetzt, der aus 240 g 85°/Oiger H3PO4 durch Sättigen bei I00° mit 225g B F3 erhalten wurde und wahrscheinlich eine Verbindung von i Mol Monooxyfluorborsaure H (BF30H) und 2 Mol Orthophosphorsäure, komplex an BF3 gebunden, darstellt, so werden bei einer Temperatur von ungefähr 4 bis I0° und einem CO-Druck von 75 bis zo0 at 6 Mol 2-Methylpenten-i umgesetzt.
  • Hierbei ist es vorteilhaft, nach je 2 Mol Olefin etwa 1, 5 Mol. Wasser zuzupressen. Die Umsetzung verläuft außerordentlich schnell, der CO-Druck fällt also nicht weiter ab, nachdem das Olefin zugeführt ist.
  • Nach dem Entfernen des Reaktionsproduktes aus dem Autoklav wird noch die restliche, theoretisch erforderliche Menge Wasser zugegeben, so daß es insgesamt also ebenfalls 6 Mol sind. Man erhält dann sogleich, d. h. ohne weitere Wasserzugabe, eine glatte Trennung in die untere Katalysator-und die obere Carbonsäureschicht. Der Katalysator läßt sich für weitere Umsetzungen wieder verwenden. Im Gegensatz zum Arbeiten mit konzentrierter Schwefelsäure bedarf es also hier keines Regenerierens bzw. Aufkonzentrierens. Etwas Borfluorid geht allerdings immer in die organische Schicht hinein, läßt sich j edoch leicht mit etwas Wasser herauswaschen, wobei dieses Waschwasser bei dem nächsten Ansatz in den Autoklav eingeführt wird. Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erzielten Ausbeuten an Carbon- säure sind außerordentlich gut. Es werden ohne weiteres 85 °/0 Gesamtsäure erhalten, wovon wieder 80°/o aus der theoretisch zu erwartenden C7-Carbonsäure bestehen.
  • Für die Herstellung des Katalysators kann man auch andere Mischungsverhältnisse wählen, indem man beispielsweise von 50%iger Phosphorsäure ausgeht, die ebenfalls bei zoo° mit Bortrifluorid gesättigt wird. Es entfallen dann auf 1 Mol H3PO4-BF3 etwa 4 Mol Monooxyfluorborsäure H (BF30H). Auch mit dieser Mischung verläuft die Umsetzung von beispielsweise 2 Methylpenten-i mit Co ganz glatt.
  • Die Aufarbeitung wird, wie vorher beschrieben, vorgenommen.
  • Bei Verwendung von durch Sättigen von Wasser unter Eiskühlung mit Bortrifluorid hergestellter Monooxyfluorborsäure als Katalysator wurden gleichfalls befriedigende Ergebnisse erzielt. Konzentrierte Phosphorsäure, allein angewandt, erweist sich hingegen als völlig inaktiv.
  • Der Kombination Phosphorsäure-Monooxyfluorborsaure als Katalysator ist die Mischung von Schwefelsäure und Borfluorid als gleichwertig zu betrachten.
  • Bei der Umsetzung von 2-Methylpenten-i mit einem Katalysator, der durch Sättigen von 85 figer Schwefelsäure bei I00° mit Bortrifluorid hergestellt worden war, wurden unter schnellem Reaktionsablauf gleichfalls gute Ausbeuten an Carbonsäuren erhalten.
  • Es wurde derart gearbeitet, daß jeweils der aus dem vorherigenAnsatz wiedergewonnene Katalysator durch Zugabe einer kleinen Menge frischen Katalysators aktiviert wurde. Auf diese Weise konnten in insgesamt neun Ansätzen mit einef Gesamtkatalysatormenge von nur 7, 4 Mol H2SO4 (737 g) und 3, 5 Mol BF3 (241 g) nicht weniger als 45 Mol 2-Methylpenten-i (3800 g) mit einer durchschnittlichen Ausbeute an Carbonsäuren von 90 °/0 umgesetzt werden. Nach diesen neun Ansätzen wurde die Versuchsreihe abgebrochen, ohne daß sich irgendwelche Anzeichen für ein Nachlassen der Katalysatoraktivität zeigten.
  • Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren kann hinsichtlich der Katalysatorkosten besonders vorteilhaft gearbeitet werden, wenn ein Katalysator verwendet wird, der wegen der hohen Kosten für BF3 nicht aus Monooxyfluorborsäure allein besteht, sondern neben dem BF3 als zweite Komponente für die Komplexverbindung einen wohlfeileren Stoff enthält, beispielsweise Phosphorsäure oder Schwefelsäure. Hierbei ist es vorteilhaft, daß der Katalysator nur so viel BF3 enthält, wie es zur Herstellung eines aktiven H3PO4 -B F3 oder H2SO4-BF3-Komplexe notwendig ist.
  • Beispiel i In einen 51 fassenden V4A-Extra-Autoklav mit magnetischem Rührer wurde I 1 eines durch Einleiten von gasförmigem Bortrifluorid bei zoo° in 85 °/oige Phosphorsäure bis zur Sättigung erhaltenen Katalysators, der etwa die Zusammensetzung 2 (H3PO4-BF3) H (BF30H) besaß, eingefüllt. Nach dem Aufpressen von Kohlenoxyd bis zu einem Druck von ioo at wurden mit Hilfe einer Druckförderpumpe im Laufe von 5 Stunden 480 g Isobuten (entsprechend annähernd 8, 5 Mol) eingespritzt und dabei im Autoklav eine Reaktionstemperatur von 5 bis io° eingehalten.
  • Nach Zupressen von jeweils 2 Mol Isobuten wurde außerdem noch i Mol (18 g) Wasser eingespritzt.
  • Nach beendeter Kohlenoxydaufnahme wurde das Reaktionsprodukt ausgebracht und mit der restlichen theoretisch noch erforderlichen Wassermenge (etwa 4 Mol) versetzt. Dabei erfolgte eine Trennung in zwei Schichten, von denen die untere Katalysatorschicht wieder in den Autoklav zurückgegeben wurde, während die obenauf schwimmende Carbonsäure zusammen mit den Reaktionsprodukten der folgenden Ansätze aufgearbeitet wurde.
  • In der geschilderten Weise wurden in zehn Ansätzen aus insgesamt 4, 8 kg Isobuten 6, 8 kg eines Reaktionsproduktes erhalten, das nach Abtrennung über die Alkalisalze 6, 2 kg eines Carbonsäuregemisches neben 600 g Neutralöl lieferte. Das Carbonsäuregemisch wurde der fraktionierten Destillation im Vakuum unterworfen, wobei als Hauptbestandteil mit 72,5% Trimethylessigsäure (Kp20 = 76, 5°, F. = 35, @ neben i3"/o Cg-Säure und 14, 5% höhermolekularen Säuren gefunden wurde.
  • Beispiel 2 In einem 2-l-V4A-Extra-Autoklav mit magnetischer Rührung wurden 465 g des im Beispiel i beschriebenen Phosphorsäure-Monooxyfluorborsäure-Katalysators vorgelegt und ein Kohlenoxyddruck von 75 at aufrechterhalten. Bei einer Reaktionstemperatur von 5 bis i : o' wurden dann 500 g (etwa 6 Mol) 2-Methylpenten-i innerhalb von 3 Stunden eingespritzt, wobei nach Zugabe von jeweils 2 Mol Olefin I, 5 Mol Wasser zugeführt wurden. Sobald die Kohlenoxydaufnahme beendet war, wurde der Inhalt des Autoklav ausgetragen und durch Zugabe der restlichen noch theoretisch erforderlichen Wassermenge in die untere Katalysator-und obere Carbonsäureschicht zerlegt. Der abgetrennte Katalysator wurde für weitere vier Ansätze wiederverwandt, so daß insgesamt 3o Mol 2-Methylpenten-i umgesetzt wurden. Diese 2, 5 kg Olefin lieferten 3, 9 kg eines Rohproduktes, aus dem die Carbonsäuren mit Kalilauge ausgezogen und anschließend mit Salzsäure wieder in Freiheit gesetzt wurden. Die Ausbeute an Carbonsäuren betrug 3, kg nben ,o, 5 kg Neutralöl. Die fraktionierte Vakuumdestillation über eine Füllkörperkolonne ergab, da an der Zusammensetzung des erhaltenen Carbonsäuregemisches mit 75 °/o als Hauptbestandteil die a, α-Dimethylvaleriansäure (Kp20 = 111°, nD20 = 1, 4210) neben 5% niedrigermolekularen und 20"/o höhermolekularen Fettsäuren beteiligt war.
  • Beispiel 3 In einen 2-1-V4A-Extra-Autoklav mit magnetischer Rührung wurden 540 g eines Katalysators eingefüllt, der aus 50%iger Phosphorsäure durch Einleiten von Bortrifluorid bei ion'bis zur Sättigung hergestellt worden war. Die Zusammensetzung dieses Katalysators war ungefähr folgende : H3PO4 # BF3 + 4 H (BF30H) « Bei einem Kohlenoxyddruck von 8o at und einer Reaktionstemperatur von 5 bis 10° wurden im Laufe von 3 Stunden 500 g (6 Mol) 2-Methylpenten-i mit einer Druckförderpumpe zugespritzt, wobei nach Zugabe von jeweils 2 Mol Olefin 1, 5 Mol Wasser eingepreßt wurden. Nach Beendigung der Kohlenoxydaufnahme wurde das Reaktionsprodukt ausgetragen und in der in den Beispielen z und 2 beschriebenen Weise aufgearbeitet. Der dabei zurückgewonnene Katalysator wurde in drei weiteren Ansätzen angewandt, ohne daß eine Verminderung seiner Aktivität zu erkennen war.
  • Insgesamt wurden 2 kg (24 Mol) 2-Methylpenten-i eingesetzt, aus denen 2, 4 kg eines Fettsäuregemisches erhalten wurden. Es bestand zu 75°/0 aus a, a-Dimethylvaleriansãure (Kp2, = 111é, n-'Do = 1,4210), 5% niegrigermolekularen und 20% höhermolekularen Fettsäuren. Daneben fielen 0, 2 kg eines nicht näher untersuchten Neutralöls an.
  • Beispiel'4 Als Katalysator dienten 430 g Monooxyfluorborsäure, hergestellt durch Sättigen von go g Wasser (5 Mol) mit 340 g Bortrifluoiid (5 Mol) bei o°. In einen 2-1-V4A-Extra-Autoklav mit magnetischer Rührung wurden bei einem Kohlenoxyddruck von go at und einer Reaktionstemperatur von o bis 5° im Laufe von 3 Stunden 500 g (6 Mol) 2-Methylpenten-i eingespritzt, wobei nach Zugabe von jeweils 2 Mol Olefin z Mol Wasser zugeführt wurde. Nach beendeter Kohlenoxydaufnahme wurde das Reaktionsprodukt in der bereits mehrfach beschriebenen Weise aufgearbeitet und der abgeschiedene Katalysator für zwei weitere Ansätze verwandt.
  • Bei einem Gesamtumsatz von 1, 5 kg (18 Mol) 2-Methylpenten-i wurden 1, 8 kg Fettsäuren und o, 2 kg Neutralöl erhalten. Die Carbonsäuremischung setzte sich zu 70°/o aus a, a-Dimethylvaleriansäure (KP20 = ICI, nD = T, 4210), 8% aus niedermolekularen und 22% aus höhermolekularen Fettsäuren zusammen.
  • Beispiel 5 435 g eines durch Einleiten von Bortrinuorid in 340 g 85 °/ ige Schwefelsäure bei zoo* bis zur Sättigung, wobei 95 g (1, 4 Mol) Bortrinuorid aufgenommen wurden, erhaltenen Katalysators wurden in einen 2-l-V4A-Extra-Autoklav mit magnetischer Rührung eingefüllt und bei einem Kohlenoxyddruck von 8o at im Laufe von 3 Stunden bei einer Temperatur von o bis 10° 5 Mol 2-Methylpenten-1 eingespritzt. Nach Zugabe von jeweils 2 Mol Olefin wurde r Mol Wasser eingepreßt. Sobald die Kohlenoxydaufnahme beendet war, wurde das Reaktionsprodukt ausgetragen und wie bei den vorhergehenden Beispielen aufgearbeitet. Der wiedergewonnene Katalysator wurde für weitere acht Ansätze verwendet, wobei zur Aufrechterhaltung einer gleichbleibenden Aktivität vor jedem neuen Ansatz eine Menge von go g frischen Katalysators zugesetzt und eine entsprechende Menge des gebrauchten Katalysators abgezogen wurde.
  • Aus insgesamt 45 Mol (3, 8 kg). 2-Methylpenten-1 wurden 4, 8 kg eines Carbonsäuregemisches erhalten, dessen Zusammensetzung durch fraktionierte Destillation im Vakuum ermittelt wurde. Hauptbestandteil war mit 70 0/, die a, a-Dimethylvaleriansäure (Kp2o = 111°, nD20 = 1,4210). Daneben fanden sich 5% niedrigermolekulare und 25% höhermolekulare Fettsäuren. Die Menge des Neutralöls betrug 150 g.
  • Beispiel 6 In einem 2-1-V4A-Extra-Autoklav wurden 460 g des Katalysators der Zusammensetzung 2 (H3PO4 B F3) + H (BF30H) vorgelegt und bei 5 bis 10° und einem Kohlenoxyddruck von 5o at im Laufe von 4 Stunden 4 Mol (450 g) 2-Athylhexen-i zugepreßt.
  • Nach jeweils 2 Mol Olefin wurde e 1 Mol Wasser eingespritzt. Bei der üblichen Aufarbeitung wurden 532 g Carbonsäuren und 55 g Neutralöl erhalten.
  • Wie die fraktionierte Destillation im Vakuum ergab, bestanden 62 °/0 des Carbonsäuregemisches aus C9-Säuren (KP10 = 125,5°, nD20 = 1,4334) neben 8 0/, niedermolekularen und 30 °/o höhermolekularen Fettsäuren.
  • Beispiel 7 Als Ausgangsmaterial diente ein durch Dimerisation von 2-Methylpenten-I gewonnenes Isododecen. Als Katalysator für diese Dimerisation wurde der gleiche Komplex aus Phosphorsäure und Monooxyfluorborsäure verwendet, mit dem anschließend auch die Kohlenoxydreaktion bewirkt wurde. Das Isododecen stellte ein Gemisch aus im wesentlichen drei isomeren Trimethylnonenen dar.
  • Die Umsetzung des Olefins mit Kohlenoxyd erfolgte in einem 2-l-V4A-Extra-Autoklav, der mit 46o g eines durch Sättigen von 85 °/oiger Phosphorsäure mit Bortrifluorid bei 100° erhaltenen Katalysators beschickt war. Während des Zupressens des Dodecens betrug der Kohlenoxyddruck 8o at, die Temperatur 5 bis io'. Insgesamt wurden je Ansatz 4 Mol (672 g) Olefin eingeführt und nach jeweils 2 Mol Olefin z Mol Wasser zugespritzt.
  • Die Aufarbeitung geschah wiein den vorhergehenden Beispielen. Der Katalysator wurde noch für weitere zwei Umsetzungen benutzt, ohne daß ein Nachlassen seiner Aktivität zu beobachten war.
  • Aus insgesamt 12 Mol (2016 g) Dodecen wurden 2, 46 kg Carbonsäuren und zoo g Neutralöl erhalten.
  • Die fraktionierte Vakuumdestillation des Carbonsäuregemisches ergab eine Zusammensetzung, entsprechend 25°/o a, a-Dimethylvaleriansäure (Kp20 = III, n2D = 1, 4210) und 65% C13-Carbonsäure (Kpio = I63, nid = 1, 4515) sowie io°/o Säuren mit dazwischenliegender sowie auch mit höherer Kohlenstoffzahl.
  • Beispiel 8 In einem 21. fassenden V4A-Extra-Autoklav mit magnetischer Rührung wurden 460 g des Katalysators der Zusammensetzung 2 (H3PO4 # BF3) + H(BF3OH) vorgelegt und bei go bis 25° und einem Kohlenoxyddruck von 7o at im Laufe von 2 Stunden 2 Mol (336 g) n-Dodecen-i zugepreßt, nach. weiteren 2 Stunden wurde das Reaktionsgemisch mit 2 Mol (36 g) Wasser vermischt, wodurch eine Trennung in eine untere Katalysator-und eine obere Carbonsäureschicht erfolgte.
  • Aus dieser Carbonsäureschicht wurde die darin noch gelöste geringe Menge Borfluorid durch Waschen mit weiteren 2 Mol Wasser entfernt, worauf das Carbonsäuregemisch über seine Alkalisalze abgetrennt wird. Das Carbonsäuregemisch in einer Menge von 365 g, entsprechend einer Ausbeute von 8S °/0 der Theorie, wurden der fraktionierten Destillation im Vakuum unterworfen. Dabei gingen 92% im Siedebereich der C-Säuren über, während die restlichen 8% höhermolekulare Säuren darstellten.
  • Dem abgetrennten Katalysator wurde Borfluorid entsprechend der geringen, in die organische Schicht t übergegangenen Menge zugeführt, worauf er sich für weitere Umsetzungen unter Erzielung gleich guter Ausbeuten wieder verwenden ließ.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Monocarbonsäuren aus Olefinen, Kohlenoxyd und Wasser unter erhöhtem Druck und in Gegenwart von durch Umsetzung von Bortrifluorid mit Wasser bzw. mit anorganischen Säuren erhaltenen Katalysatoren, dadurch gekennzeichnet, daß Olefine mit mindestens 4 C-Atomen, vorzugsweise an der Doppelbindung verzweigte Olefine, zunächst mit Kohlenoxyd ohne Zusatz von Wasser in Gegenwart von Monooxyfluorborsäure oder deren kein freies Wasser enthaltenden komplexen Verbindungen mit Phosphorsäure oder Schwefelsäure in flüssiger Phase bei Temperaturen unterhalb 100° und Drücken bis ioo at umgesetzt und erst dann durch Zusatz nur der für die Umsetzung erforderlichen stöchiometrischen Menge Wasser, die Monocarbonsäuren durch Schichtentrennung abgeschieden werden, während der daneben in der unteren Schicht erhaltene, ohne weiteres gebrauchsfähige, kein freies Wasser enthaltende Katalysator unmittelbar wiederverwendet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Katalysatoren verwendet werden, die durch Einleiten von Bortrifluorid in z. B. 50-bis 85°/Oiger Phosphorsäure oder Schwefelsäure, gegebenenfalls unter Erwärmen auf 100°, bis zur Sättigung hergestellt wurden.
  3. In Betracht gezogene Druckschriften : Französische Patentschrift Nr. 809 175 ; USA.-Patentschriften Nr. 2 424 653, 2 217 650, 2 I62 459, I 940 675 ; britische Patentschriften Nr. 566 868, 478 o85 ; Ullmann"Enzyklopädie der technischen Chemin, 4-Auflage, Bd. 5, S. 137 : Houben-Weyl, xMethoden der organischen Chemien,
  4. 4. Auflage, Bd. 4 [1955], S. 375.
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