DE97002C - - Google Patents
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- DE97002C DE97002C DENDAT97002D DE97002DA DE97002C DE 97002 C DE97002 C DE 97002C DE NDAT97002 D DENDAT97002 D DE NDAT97002D DE 97002D A DE97002D A DE 97002DA DE 97002 C DE97002 C DE 97002C
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- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05C—EMBROIDERING; TUFTING
- D05C7/00—Special-purpose or automatic embroidering machines
- D05C7/08—Special-purpose or automatic embroidering machines for attaching cords, tapes, bands, or the like
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Sewing Machines And Sewing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 52: Nähmaschinen.
Festonvorrichtung für Schiffchenstickmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. Oktober 1895 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Vorrichtung zur Bildung von Festonstichen
auf Schiffchenstickmaschinen, wobei die Nadel abwechselnd Stiche in einem inneren und
einem äufseren Bogen bildet, und der Faden von einem an einem besonderen und besonders
bewegten Rahmen sitzenden Häkchen jedesmal kurz vor Ausführung des inneren Stiches erfafst
und nach dem Zurückgehen der Nadel durch Senken des Stickrahmens . zu einer Schlinge ausgezogen wird, durch welche dann
der ä'ufsere Stich erfolgt, wobei der Faden gleichzeitig mit dem Einstechen der Nadel von
dem Häkchen freigegeben wird.
Die Bildung der Festonstiche erfolgt also in der Weise, dafs ein Häkchen vor dem Einstechen
der Nadel im inneren Bogen den Faden erfafst, welcher durch das Senken des Stoffrahmens
zur Ausführung des Stiches im äufseren Bogen von dem in seiner Lage verharrenden
Häkchen zu einer Schlinge ausgezogen wird, durch welche dann der Stich erfolgt.
Es sind bereits Verfahren und Apparate zur Herstellung von Festonstichen mit doppelten
Fadenlagen bekannt, jedoch erfolgt bei diesen die Bildung und das Ausziehen der Schlinge
nicht durch die Bewegung des Stoffrahmens, sondern lediglich durch besondere Schlingenbilder.
Infolge dieser Einrichtung sind sowohl die nothwendigen Apparate, als auch die Stichbildung
selbst ziemlich cpmplicirt, und es eignen sich derartige Einrichtungen nur zur Ausführung
von verhältnifsmäfsig grofsen Festons, während gemäfs vorliegender Erfindung nur
sehr einfache Apparate erforderlich sind und aufserdem die Bildung auch der kleinsten Stiche
möglich ist.
Mit vorliegender Vorrichtung sollen Festonstiche nur auf Schiffchenstickmaschinen hergestellt
werden, bei welchen also der Nadelfaden auf der Vorderseite des Stoffes doppelt liegt; theoretisch wäre die Vorrichtung auch
bei Handstickmaschinen zu verwenden. Dies empfiehlt sich jedoch nicht, da hier die Fäden
nur lose in den Nadeln hängen und hauptsächlich bei Ausführung von steileren Bogen
die Häkchen die Fäden leicht verlieren. .
Auf beiliegender Zeichnung ist in den Fig. 1 bis 3 die Stichbildung, in den Fig. 4 und 5
eine Maschine mit der zur Ausführung des Verfahrens nöthigen Vorrichtung dargestellt.
An Hand der Fig. 1 bis 3 möge zunächst die Stichbildung erklärt werden. In Fig. 1 ist die
Stellung der Nadel η vor der Einstichstelle χ des inneren Bogens gezeigt. Dieselbe befindet
sich in einer gewissen Entfernung vom Stoff und das schon erwähnte Häkchen h steht links
oberhalb der Nadel. Bevor die Nadel den Stich ausführt, macht der Rahmen, welcher
die Häkchen h trägt, eine nach unten seitwärts gerichtete Bewegung, so dafs Häkchen h den
Faden ergreift. Im nächsten Augenblick geht Häkchen h wieder etwas seitlich nach rechts
in die Höhe und die Nadel sticht ein. Dieser Moment ist in Fig. 2 dargestellt, wo auch
deutlich zu erkennen ist, in welcher Weise das Häkchen unter den Faden fafst. Der gröfseren
Deutlichkeit wegen sind die Stellungen des Häkchens h bezw. dessen Entfernungen von
der Nadel übertrieben grofs dargestellt, während
in Wirklichkeit, um einen möglichst guten Fadenanzug zu sichern, der Faden nur so weit
ausgezogen wird, dafs die Nadel eben am Häkchen vorbeigehen kann.
Zur Ausführung des Stiches im äufseren Bogen senkt sich jetzt der Stickrahmen, so dafs
die Einstichstelleyx vor die Nadelspitze gelangt,
während das Häkchen in seiner Stellung verbleibt. Hierdurch wird die Schleife des Fadens
so erweitert, dafs die Nadel ungehindert durch dieselbe hindurchstechen kann. Beim Einstich
der Nadel giebt das Häkchen den Faden frei; derselbe wird angezogen, so dafs sich die in
Fig. 3 dargestellte Schlingenbildung ergiebt und das Spiel von neuem beginnen kann. Es mag
noch erwähnt werden , dafs auf der Rückseite des Stoffes die Bindung des Nadelfadens in
bekannter Weise durch den Schiffchenfaden erfolgt.
Die wesentlichen Theile der in den Fig. 4 und 5 dargestellten Maschine sind der Stickrahmen
jR, auf welchem der Stoff in bekannter Weise aufgespannt ist, und ein Rahmen
B B\ welcher die Häkchen h trägt. Letzlerer
liegt direct vor dem Stickrahmen auf der Nadelseite. Beide Rahmen sind in dem Gestell
M beweglich gelagert, welches zugleich die die Sticknadeln tragenden Lineale c, die
Schiffchenführungen u und die Antriebswelle a trägt. Der Häkchenrahmen B B1 wird durch
Führungen f parallel zum Stickrahmen gehalten und wird mittelst der Zugstangen w4
und der Hebel n3 mit der Welle w verbunden.
Die Bewegung, welche dem Rahmen B B1 zu ertheilen ist, um die Häkchen h h h für die
Bildung der Feston - (Bogen-) stiche, wie oben
beschrieben, einwirken zu lassen, geht von zwei Excentern E1E2 aus, welche ihre Bewegung,
durch Zahnradvorgelege R1R'* im
Verhältnifs von 1 :i übersetzt, von der Antriebswelle
a, aus erhalten. Am Excenter E1 läuft die an dem auf der Welle n>
befestigten Hebel nl sitzende Rolle η und bewirkt die
Verdrehung der W'elle w und damit das Heben und Senken des Rahmens B B1 bezw. der
Häkchen h h. Am Excenter E2 läuft die auf
dem Hebel Wi1 sitzende Rolle m und veranlafst
durch die am Seitentheil B des Rahmens B B1 angreifende Zugstange m2 die horizontalen
Verschiebungen des Rahmens B B1 bezw. der Häkchen h h. Die Bewegungen des Stickrahmens
R, der Nadeln und der Schiffchen erfolgen in bekannter Weise.
Durch die oben beschriebene Vorrichtung wird die Bildung der Festonstiche gegenüber
allen bekannten Ausführungsweisen wesentlich vereinfacht und gleichzeitig der gewünschte
Effect mit Sicherheit erzielt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Festonvorrichtung für Schiffchenstickmaschinen, bei welcher zwecks möglichster Vereinfachung der Stichbildung und insbesondere des Fadenanzuges der Nadelfaden vor Bildung des Stiches im inneren Bogen von einem hakenartigen Greifer (h) erfafst wird, und der Nadelfaden durch die Senkung des Stoffrahmens gegen den Greifer eine Ablenkung erfährt, innerhalb welcher die Nadel einsticht, ohne dafs der vom inneren Stich nach der Nadel führende Faden vom Greifer mit erfafst wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE97002C true DE97002C (de) |
Family
ID=368086
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT97002D Active DE97002C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE97002C (de) |
-
0
- DE DENDAT97002D patent/DE97002C/de active Active
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