DE2016152C3 - Verfahren zum Herstellen von Reißverschlüssen - Google Patents
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Description
auf den zugeordneten Tragbändern 7. Während bei der Ausführungsfarm nach F i g. 1 die das Gewirke
bildenden Fransen-, Köper- und Schußfäden 4, 5, 6 gleiche Stärke aufweisen, sind bei der Ausführungsform nach F i g. 2 die an die Bandkanten 9 der Trag-
bänder? grenzenden Fransen-, Köper- und Schußfäden 4, 5, 6 verstärkt ausgeführt. Im Ausführungsbeispiel
sind dafür stärkere Fäden verwendet worden, was durch eine größere Strichstärke angedeutet worden
ist. Prinzipiell besteht aber auch die Möglichkeit, die Verstärkung durch Verdoppelung oder Vervielfachung
der Fäden zu erreichen. Mit der Verstärkung wird einerseits eine Verbesserung der Festigkeit- und
Elastizitätseigenschaften der Tragbänder 7 erreicht, andererseits aber auch eine Verdickung der Tragbänder
7 im Bereich der Bandkanten 9 erzielt, so daß die Dicke der Tragbänder 7 über die gesamte Breite
nahezu konstant ist. Eine über die Breite konstante Dicke läßt sich auch dadurch erzeugen, daß bei der
Erzeugung der Textilbahn 1 in der Mitte der Tragbänder 7 Schußfäden 6 ausgelassen werden, wie dies
in F i g. 6 dargestellt ist.
Bei der Erzeugung der Textilbahn 1 weiden die
einzelnen Fäden nach einem bestimmten Legeschema geführt, das in Fig.4 veranschaulicht ist. Der dabei
zur Kennzeichnung der Fadenführung verwendete Kode hat folgende Bedeutung- Die Zahlenkombination
gibt einen Rapport der jeweiligen Fadenführung an, der sich periodisch wiederholt. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel entspricht ein Rapport zwei Maschenreihen. Das vor dem Schrägstrich stehende
Zahlenpaar gibt an, wieviele Maschenstäbchen 3 der Faden in Querrichtung der Textilbahn 1 überfaßt,
und zwar bei Hin- bzw. Herbewegung innerhalb einer Maschenreihe; das hinter dem Schrägstrich stehende
Zahlenpaar gibt die entsprechende Fadenführung in der darauf folgenden Maschenreihe an, wobei
die Maschenreihen in Längsrichtung der Textilbahn 1 aneinandergereiht sind. Fig. 4 gibt auch das
Einzugsbilu für die Legeschienen an. Die gewirkten
Textiibahnen 1 werden vorzugsweise mit vier Legeschienen hergestellt. Dabei arbeitet die Legeschiene 1
in der Legung 4-4/0-0 und trägt den Schußfaden 6 ein, während die Legeschiene 2 in der Legung 2-2
0-0 arbeitet und den Verbindun«sfaden 8 einträgt. Die Legeschiene 3 arbeitet in dei Legung 2-0/0-2,
wodurch der Köperfaden 5 geführt ist und die l.egeschiene4 legt in der Legung0-1 Ί-0 den Fransenfaden
4. Variatiofismöglichkeiten der Legung der verschiedenen Fäden können den Fig. 1, 2, 3, 5, 6 entnommen
werden, wobei verstärkte Ausführungen jeweils durch stärkere Striche angedeutet worden sind.
Für die Führung der Verbindungsfäden 8 empfiehlt sich die Legung ?.-2/0-0 oder 4-4/0-0, weil dann die
Verbindungsfäden 8 sozusagen parallel zu den Schußfäden 4 laufen und sich ohne weiteres in cias
Gewirke einordnen. Es besteht aber auch die in Fig. 2 angedeutete Möglichkeit, die Verbindungsfäden
8 als maschenbildende Köperfäden auszubilden und sie in der Legung 2-0/0-2 zu führen.
In der Fig.7 ist eine Vorrichtung zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens angegeben, die im wesentlichen aus Zuführungseinrichtung 10
für die auf ein- und derselben Web- oder Wirkmaschine erzeugten und mittels trennbarer Verbindungs-Fäden
8 vereinigten Tragbänder 7 sowie für die Verschlußgliederreihen 2, einer Befestigungsvorrichtung
11 und einer Abzugsvorrichtung 12 besteht. Die Befestigungsvorrichtung
11 ist bei dem Ausführungsbeispiel als Nähmaschine 13 ausgeführt. Im übrigen ist
die Anordnung so getroffen, daß vier miteinander durch Verbindungsfäden 8 vereinigte Tragbänder 7
gemeinsam von der Zuführungseinrichtung 10 der Nähmaschine 13 zugeführt werde·, wobei allerdings
die aus vier Tragbändern 7 bestehend: Textilbahn I vor der Nähmaschine 13 durch eine Trennvorrichtung
14 in zwei voneinander unabhängige Textilbahnen 1 zerlegt wird. Das ist erforderlich, um nachteilige
Auswirkungen von Fertigungsschwankungen in der Breite der Tragbänder 7 zu vermeiden. Es werden
also bei der dargestellten Vorrichtung jeweils zwei miteinander vereinigte Tragbänder 7 zusammen
mit zugeordneten gekuppelten Verschlußgliederreihen2
der Nähmaschine 13 zugeführt und miteinander vernäht. Nach dem Nähprozeß werden die die
Tragbänder 7 vereinigenden Verbindungsfäden 8 aufgetrennt und dadurch die beiden Tragbänder 7 des
hergestellten Reißverschlusses separiert.
Einen Querschnitt durch einen Reißverschluß, bei dem die Verschlußgliederreihen 2 mittels Nähnahtbefestigung
auf einem gewirkten Tragband 7 befestigt sind, zeigt F i g. 8. Dabei ist in der F i g. 8 die profilartige
Struktur des gewirkten Tragbandes 7 angedeutet, bei dem die einzelnen Maschenstäbchen 3 durch
Staochenrillen 15 voneinander getrennt sind. Die Nähnaht ist durch die an die Bandkante 9 grenzende
Stäbchenrille 15 geführt. Dabei sind die die Bandkante 9 bildenden Maschenstäbchen 3 bereits bei der
Erzeugung des Tragbandes 7 auf einer Wirkmaschine durch erhöhte Spannung der Verbindungsfäden 8 so
verbreitert, daß eine hinreichende Eingriffsbreite für eine in die Stäbchenrille 15 stechende Nähnadel entstanden
ist. Nach dem Nähprozeß ist die Nähnaht 16 gleichsam berührungsfrei in die Stäbchenrille 15 eingebettet.
Nach dem Auftrennen der Verbindungsfäden 8 dehnen sich die die Bandkante 9 bildenden
Mas-!iinstäbchen 3 aus, so daß die Nähnaht 16 zumindest
teilweise überdeckt und geschützt ist.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- η ι\J XPatentanspruch:Verfahren zum Herstellen von Reißverschlüssen durch Anbringen von Verschlußgliederreihen an Tragbändern, wobei zwei durch einen Verbindungsfaden vereinigte Tragbänder gemeinsam erzeugt und dann zwei Verschlußgliederreihen gleichzeitig an den Tragbändern befestigt sowie dabei oder danach die Tragbänder separiert werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragbänder als aus Franse, Köper und Schuß bestehende Wirkware erzeugt werden und dabei der Verbindungsfaden stärker als die übrigen Tragbandfäden gespannt und um die an den einander zugekehrten Tragbandkanten angeordneten Maschenstäbchen geführt wird, um die an diese Maschenstäbchen sich jeweils anschließende Stäbchenrille zu verbreitern, und daß zur Befestigung der Verschlußgliederreihen an den Tragbändern jeweils in der verbreiterten Siäbchenriiie Nähstiche einer Nähnahtverbindung geführt werden.Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von Reißverschlüssen durch Anbringen von Verschlußgliederreihen an Tragbändern, wobei zwei durch einen Verbindungsfaden vereinigte Tragbänder gemeinsam erzeugt und dann zwei Verschlußgliedeneihcn gleichzeitig an d---i Tragbändern befestig! sowie dabei oder danach die Tragbänder separiert werden. — Im Zuge des H' rstellens von Reißverschlüssen arbeitet man bekanntlich gern in der bcschriebenen Weise, um sicherzustellen, daß die beiden Tragbänder eines Reißverschlusses (bis auf zu vernachlässigende Toleranzen) genau gleiches mechanisches Verhallen aufweisen, weil sie zur gleichen Zeit, am gleichen Ort auf der gleichen Maschine hergestellt worden sind. Bei einem bekannten Verfahren der beschriebenen Gattung (USA.-Pater.1-schrift 2 380 939) sind die Tragbänder gewebte Bänder, die Verschlußglieder sind einzelne metallische Krampen, die an der Innenseite der beiden durch Verbindungsfäden vereinigten Tragbänder gereiht angebracht werden, nachdem zuvor ein Befestigungsstreifen für die Krampen aufgenäht isi. Dazu ist es offenbar erforderlich, daß kurz vor dem Aufsetzen der als metallische Krampen ausgeführten Ver-Schlußglieder die Verbindungsfäden aufgeschnitten werden. Wenn es sich darum handelt, die bei modernen Kunststoffreißverschlüssen üblichen kontinuierlichen Vcrschlußgliederreihen aus Kunststoffmonofilament an gewirkten Tragbändern (vgl. USA.-Patentschrift 2 652 705) mittels Nähnaht zu befestigen, treten zusätzliche Probleme auf, zu deren Lösung die bekannten Maßnahmen nichts beitragen. Im übrigen ist es bekannt (deutsche Patentschrift 1 126 334), zum Zwegke des Annähens an Tragbändern zwei Vcrschlußgliederreihen Im gekuppelten Zustand einer Nähmaschine zuzuführen Und gleichzeitig auf die separat zugeführten Tragbänder aufzunähen« Auch das hat jedoch die Probleme Um die Nähnahtbefesligung von kontinuierlichen Verschlußgliederreihen aus Kunststoflmonofilament an gewirkten Tragbändern nicht der LÖsUrig näher gebracht. Tatsächlich sind bei gewirkten Tragbändern die Maschen, die Stäbchen und die Stäbchenrillen verhältnismäßig klein, die einzustechenden Nähnadeln demgegenüber verhältnismäßig dick. Das beeinträchtigt in störendem Maße die Nähgeschwindigkeit.Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, anzugeben, wie bei Verwendung von gewirkten Tragbändern mit hoher Nähgeschwindigkeit kontinuierliche Verschlußgliederreihen aufgenäht werden körnen.Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung, daß die Tragbänder als aus Franse, Köper und Schuß bestehende Wirkware erzeugt werden und daß dabei der Verbindungsfaden stärker als die übrigen Tragbandfäden gespannt urd um die an den einander zugekehrten Tragbandkanten angeordneten Maschenstäbchen geführt wird, um die an diese Maschenstäbchen sich jeweils anschließende Stäbchenrille zu verbreitern, und daß zur Befestigung der Verschlußgliederreihen an den Tragbändern jeweils in der verbreiterten Stäbchenrille Nähstiche einer Nähnahtverbindung geführt werden.Die erreichten Vorteile sind darin zu sehen, daß bei Verwirklichung der beschriebenen Maßnahmen mit sehr großer Nähgeschwindigkeit Verschlußgliederreihen mit den Tragbändern verbunden werden können, weil die Nähnadeln in verbreiterte Stäbchenrillen einstechen.Im folgenden wird die Erfindung an Hand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung ausführlicher erläutert. Es zeigt in schematischer DarstellungFig. 1 die Fadenführung eines Textilbandes zur Herstellung eines Reißverschlusses nach dem erfindungsgemäßen Verfahren,F i g. 2 eine andere Ausführungsform des Gegenstandes nach Fig. I,Fig. 3 eine weitere Ausführungsform des Gegenstandes nach Fig. 1,F i g. 4 Einzeldarstellungen tier Fadenführungen des Gegenstandes nach Fig. 1,F i g. 5 eine weitere Ausführungsform des Gegenstandes nach Fig. 1, mil Verstärkungen im Bereich der Tragbandkantc,F i g. fi den Gegenstand nach F i g. 1 mit verminderter Anzahl von Schußfäden,Fig. 7 eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäljcn Verfahrens,F i g. 8 einen Querschnitt durch einen nach dem erfindungsgemaßen Verfahren hergestellten Reißverschluß mit gewirkten Tragbändern und Nahtverbindung.Die in den Figuren dargestellten Textilbahnen 1 werden im Rahmen der Herstellung von Reißverschlüssen erzeugt und dienen zum Befestigen von Verschlußgliederreihen 2 aus Kunststoffmonofilament. Sie sind in Form eines Gewirkes aus Maschenstäbchen 3 bildenden Fäden und Schußfäden aufgebaut und bestehen im wesentlichen aus Fransen-, Köper- und Schußfäden 4, 5, 6. Dabei besteht die Textilbahn 1 aus zumindest zwei den Verschlußgliederreihen 2 eines Reißverschlusses zugeordneten Tragbandern 7, die auf ein- Und derselben Wirkmaschine erzeugt Und dabei mittels trennbarer Verbindungsfäden 8 vereinigt sind, Durch Auftrennen der Verbindungsfäden 8 ist die Textilbahn 1 in selbständigCj kantenfeste Tragbänder 7 separierbar. Das Auftrennen der Verbindungsfaden 8 erfolgt im Rahmen des crfinduiigsgemäßcrt Verfahrens erst beim oder liacii dem Befestigen der Verschlußgli"ederrcihen2
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