DE58616C - Verfahren und Maschine zum Zusammennähen zweier an einander stofsender Stoffstücke - Google Patents

Verfahren und Maschine zum Zusammennähen zweier an einander stofsender Stoffstücke

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DE58616C
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Germany
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DENDAT58616D
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C. O. MÜLLER in Burgstädt
Publication of DE58616C publication Critical patent/DE58616C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B5/00Sewing machines for temporarily connecting articles, e.g. pairs of socks

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE S2: Nähmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. November 1890 ab.
Bisher hat man die Kanten regulärer Strumpfwaaren stumpf zusammengenäht, indem man die Fäden bezw. Fadenschlingen auf beiden Seiten des Stoffes quer über die Verbindungsstelle legte, was man dadurch erreicht, dafs man auf einer Ueberwendlichnähmaschine die beiden auf einander liegenden Stofftheile gleichzeitig durchsticht und dann die auf der einen Seite der Nadel abgenommene Schlinge über die beiden nach oben stehenden Stoffkanten hinweglegt.
Hierbei zeigen sich die Uebelstände, dafs die Gleichmä'fsigkeit der Naht, sehr von der Geschicklichkeit der bedienenden Person abhängt und die beiden Stoffkanten leicht zu einer aufwerfenden Wulst zusammengezogen werden. '
Zur Beseitigung dieser Uebelstände soll nun vorliegende Naht dienen, bei welcher die auf der einen Seite der Stofffläche der Nadel abgenommenen Fadenschlingen zwischen den zu verbindenden Stoffkanten hindurchgezogen und auf der anderen Seite von der Nadel aufgenäht werden (Fig. 9 und 10).
Das Zusammenspiel der Werkzeuge bei Herstellung dieser Naht ist folgendes:
Die abwechselnd neben der einen und der anderen Kante in den Stoff stechende Nadel η wirft eine Schleife, in welche der aus zwei durch Scharnier y mit einander verbundenen Theilen Ci1 α2 , Fig. 4, 5 . und 6, bestehende Fänger eingreift, welcher, indem er mit seinem über den Drehpunkt χ hinausreichenden Fortsatz antrifft, zwischen den vom V-förmigen Blechwinkel Z2 aus einander gehaltenen Stoffkanten hindurchdringt (Fig. 10 b) und die auf ihm hängende Schlinge v, nachdem der Stoff um eine Stichlänge weitergerückt ist, der wiederkehrenden Nadel η darbietet, so dafs dieselbe hindurchsticht. Ein entsprechend geformter und begrenzter Fadenleger / erweitert die Schlinge nach der Seite, wo die Nadel einsticht (Fig. 9 und 10).
Um das Heraustreten des Fängers äx aus der Schlinge zu erleichtern, wird derselbe von der durch die Feder /3 ihm entgegengehaltenen Nase c an seinen Daumen zurückgehalten und unter Anspannung der Feder f2 das Einknicken des Scharnieresj" veranlafst (Fig. 8).
Damit der Fänger ax a2 a3 die in Fig. 6 ersichtliche Stellung wieder einnimmt, ist auf die Achse eine Feder aufgewunden (Fig. 4 und 5), welche stets eine Linksdrehung (Fig. 8) des Fängers um χ anstrebt. Diese Feder kann jedoch auch durch eine zwangläufige Curvenführung entbehrlich werden.
Da die Nadel, wie bereits oben erwähnt, abwechselnd in den einen und den anderen Stofftheil sticht, wird dem Fänger Ci1 d2 und ag auch eine Wendung in einer der Stofffläche parallelen horizontalen Ebene ertheilt und dies dadurch erreicht, dafs von den beiden den Fänger verschiebenden Stäben bx Z>2 der eine (Fig. 4) oder andere (Fig. 5) ein wenig voreilt.
Wenn man den Fänger αΎ nicht zwisehen den Stoffkanten hindurchgehen lassen will, kann man die Schlinge..: auch dadurch nach oben bringen, dafs man vom Fadenleger I die Schlinge dem Fänger abnehmen und nach oben bringen läfst.
Die Nähmaschine, welche das oben beschriebene Spiel der Nähwerkzeuge bewirkt,
ist in Fig. ι in der Vorderansicht, in Fig. 2 in der Seitenansicht mit theilweisem Schnitt und in Fig. 3 im Grundrifs mit durchschnittenem Cylinder dargestellt.
Die Hauptwelle dx der Maschine bewirkt durch das Excenter ex unter Vermittelung der Zugstange h3 und des um h schwingenden Hebels H1 h2 die Auf- und Abwärtsbewegung der Nadelstange JV und durch die beiden Excenter e4 e5 die Bewegung des aus einem Stück bestehenden, auf dem Stift u verschiebbaren und drehbaren Stoffschiebers ρ und die . Verschiebung des Stoffes S.
Durch die Zahnräder r1 r2 wird der Welle d2 bei je zwei Umdrehungen der Hauptwelle dx eine Umdrehung ertheilt, welche alle die Bewegungen zu bewirken hat, die nach je zwei Stichen der Nadel sich wiederholen; das sind: die Drehung der Nadelstange, die Seitwärtsbewegung des Fadenlegers / und die Bewegung des Fängers ax a2 a3.
Die Drehung der Nadelstange IV wird vom Excenter e2 bewirkt, das vermittelst des um g0 schwingenden Hebels g1 g% eine hin- und hergehende Bewegung der Zahnstange Zx veranlafst, welche mit ihren Zähnen in den oberen, als Trieb geformten Theil der Nadelstange eingreift und dadurch die excentrisch in letzteren eingesetzte Nadel η in die in Fig. 4, 5, 9 und ioa gezeichneten Stellungen bringt.
Eine ebenfalls am Hebel von g2 befestigte Zugstange Z„ ist verkuppelt mit dem um w schwingenden Hebel Z1, der mit seinem unteren Arm z2, indem er bei 0 angreift, den auf den Stoffdrücker t lose aufgesteckten Muff Z1 derart um seine verticale Achse dreht, dafs der an ihm befestigte Fadenleger / der Seitwärtsbewegung der Nadel folgt (Fig. 1, 2, 9 und ioa). Die Bewegung des Fängers ax a% a% wird von den beiden Doppelhubexcentern es e3 x bewirkt; diese ertheilen den durch Federnft nach rechts gehaltenen Stangen b2 x bx x eine hin- und hergehende Bewegung, wodurch auch durch Vermittelung eines um m0 mo x drehbaren Hebels Jw1 mom2 Wi1* mo x m2 x die Stäbe bx und b2 eine derartige Längsverschiebung erhalten, dafs sie dem Fänger ax α 2 a3 die bereits oben beschriebene Bewegung ertheilen.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Ein Verfahren zum Zusammennähen zweier an einander stofsender Stoffstücke mittelst des Kettenstiches, dadurch gekennzeichnet, dafs die auf der einen Seite der Stofffläche von der Nadel gebildeten Fadenschlingen zwischen den beiden Stoff kanten hindurchgeführt und abwechselnd auf dem einen und dem anderen Stofftheile festgenäht werden.
  2. 2. Zur Ausführung des unter 1. gekennzeichneten Verfahrens eine Kettenstichnähmaschine , deren Nadel abwechselnd in das ·εϊηε und andere Stoffstück einsticht, während die von ihr geworfene Fadenschleife ν auf der einen (hier der unteren Seite des Stoffes) von einem Fänger 1I1 a2 a3 erfafst, von diesem, indem er zwischen den zu verbindenden Stoffkanten hindurchdringt, nach oben geführt und der Nadel η derart dargeboten wird, dafs letztere durch die Fadenschlinge sticht, wobei, wenn nöthig, ein Fadenlager I die Schlinge zur Seite hält, damit die Nadel mit Sicherheit hindurchgeht.
    Hierzu 1. Blatt Zeichnungen.
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