DE649505C - UEberwendlichnaehmaschine - Google Patents

UEberwendlichnaehmaschine

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DE649505C
DE649505C DEM129616D DEM0129616D DE649505C DE 649505 C DE649505 C DE 649505C DE M129616 D DEM129616 D DE M129616D DE M0129616 D DEM0129616 D DE M0129616D DE 649505 C DE649505 C DE 649505C
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thread loop
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B1/00General types of sewing apparatus or machines without mechanism for lateral movement of the needle or the work or both
    • D05B1/08General types of sewing apparatus or machines without mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making multi-thread seams
    • D05B1/18Seams for protecting or securing edges
    • D05B1/20Overedge seams

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

  • Überwend'lichnähmäschine Es ist eine Nähmaschine bekannt, bei der eine Überwendlichnaht in der Weise hergestellt wird, daß nach dem Stich unter der Stoffbahn eine Fadenschleife gebildet, diese ausgezogen, über den Stoffrand herumgelegt und so unter die Nadel gebracht wird, daß diese beim nächsten Stich die Fadenschleife durchdringt und damit festlegt. Hierzu werden zwei sich hin und her bewegende Teile, der Schleifenfänger und der Greifer, benötigt, die sich beide seitlich an der Nadel vorbeibewegen, wobei der Greifer der Nadel die Fadenschleife so darbietet, daß die Nadel innerhalb einer seitlichen Ausnehmung des Greifers die Stoffbahn durchsticht. Demzufolge kann hier eine überwendlichnaht nur beim Vorwärts-, nicht aber beim Rückwärtsnähen, also nur in einer Vorschubrichtung hergestellt werden.
  • Nach der Erfindung wird dagegen der Schleifenfänger nach Art der bei Doppelsteppstichriähmaschinen an sich bekannten Horizontalgreifer von einer ortsfest, aber drehbar unterhalb der Stichplatte und parallel zu derselben gelagerten Scheibe gebildet, deren Drehachse parallel zur Nadel gerichtet ist und welche bei ihrer Drehung die Fadenschleife von der Nadel abnimmt, um ihren Umfang herumlegt und sie dem Greifer darbietet, der die Fadenschleife bei seiner Aqfwärtsbe-,vegung vom Schleifenfänger abnimmt und über die Stoffbahn hebt.
  • Erfindungsgemäß ist dabei der Schleifenfänger mit an sich bekannten Mitnehmerspitzen, die außerdem ein Vor- und Rückwärtsnähen ermöglichen, zum Aufgreifen der Fadenschleife und am Rande mit einem Ausschnitt versehen, durch den sich der Greifer, dessen freies Ende in bekannter Weise zwecks Durchgang der Nadel zum Vor- und Rückwärtsnähen gegabelt ist, beim Abnehmen der Fadenschleife zwischen dieser und dem Schleifenfänger hindurchbewegt.
  • Die Ausbildung des Schleifenfängers als umlaufende Scheibe gestattet die Ableitung seines Antriebs unmittelbar vom Vorschubantrieb der Maschine,-wodurch diese gegenüber der bekannten Nähmaschine vereinfacht und die Anzahl ihrer Einzelteile und ihr Verschleiß verringert wird.
  • Der sich bei der bekannten Maschine hin und her bewegende Greifer und Schleifenfänger müssen bei jedem Arbeitstakt ihre Bewegungsrichtung ändern und werden dabei entsprechend verzögert und beschleunigt. Demgegenüber läuft der Schleifenfänger beim Erfindungsgegenstand mit gleichförmiger Geschwindigkeit um, wodurch der Gang der Maschine ein ruhigerer ist und in seiner Schnelligkeit gesteigert sowie der Kraftbedarf verringert werden kann.
  • Der Erfindungsgegenstand eignet sich auch insbesondere gut für eine Nahtbildung in erheblichem Abstand von der Stoffkante, wie das z. B. bei der Vernähung von locker gewebten Teppichen für bestimmte Arbeiten erwünscht ist, wozu man bei der bekannten Nähmaschine Greifer und Schleifenfänger in ihren Abmessungen und außerdem auch ihre Hubbewegungen vergrößern mußte, wodurch die Maschine mehr Raum beansprucht.
  • Ein mit der Maschine gemäß der Erfits= Jung auszuübendes Verfahren zur Herst@= Jung einer einfälligen Überwendlichnaht b@ stellt darin, daß unter und über der Stoffbahn je eine Fadenschleife gebildet und diese Fadenschleifen außerhalb der Stoffbahn in der Weise miteinander verbunden werden, daß von den zwischen zwei aufeinanderfolgenden Stichen gebildeten beiden Fadenschleifen die untere über die obere und diese alsdann über die zwischen dem letzten und dem nächsten Stich gebildete untere Fadenschleife gebracht wird usf.
  • Hierzu ist bei der Nähmaschine nach der Erfindung über der Stichplatte und parallel zu dieser ein zweiter scheibenförmiger Schleifenfänger angeordnet, und der Greifer schwingt zwischen. beiden Schleifenfängern hin und her, wobei der Greifer, welcher bei seiner Aufwärtsbewegung die vom unteren Schleifenfänger gebildete Fadenschleife mitgenommen hat, bei der nachfolgenden Abwärtsbewegung eine vom oberen Schleifenfänger gebildete Fadenschleife abnimmt und mit dieser wieder aus der unteren Fadenschleife heraustritt, die sich hierdurch über die obere Fadeilschleife legt, welche sich ihrerseits nunmehr beim Aufnehmen der nächstfolgenden unteren Fadenschleife durch den Greifer über diese legt. Zum Erfassen der Fadenschleifen sind die Schleifenfänger und der Greifer mit Mitnellmerstiften ausgerüstet.
  • Die Zeichnung stellt zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dar, und zwar zeigen: Fig. i die eine Ausführungsform in Seitenansicht, Fig.2 den Schleifenfänger von oben gesehen, Fig.3 und .l dieselben Darstellungen in anderer Stellung der beweglichen Teile, Fig.5 die andere Ausführungsform in Seitenansicht, Fig. 6 bis i i die Nahtbildung, und zwar in Fig. 9 vorwärts und in Fig. i i rückwärts nähend.
  • Unterhalb der Stichplatte 33 ist in der Nachbarschaft der Nadel i ein bei Benutzung der Maschine dauernd in Drehung befindlicher scheibenförmiger Schleifenfänger 2 angeordnet, der auf einer Welle 3 mit parallel zur Bewegungsrichtung der Nadel gerichteter Drehachse befestigt ist. Die Welle 3 wird durch Kegelräder .4 und 5 von einer Welle 6 aus angetrieben, die ihre Drehung durch ein Zahnrädergetriebe erhält, von dem in der Zeichnung nur ein einzelnes auf der Welle 6 sitzendes Rad 7 dargestellt ist. Der Schleifenfänger 2 bat auf der einen Seite einen Ausschnitt 8, der am Umfange der Schleifenfängerscheibe in zwei Spitzen 9 io endigt.- Die Anordnung dieser beiden Sitzen bezweckt, ein Nähen in entgegengesetzten Richtungen zu ermöglichen. Dem Ausschnitt 8 gegenüber ist an dem Schleifenfänger ein Ausschnitt i i angeordnet.
  • Bei der Ausführung nach Fig. i und 2 ist in einer zur Drehungsebene des Schleifenfängers 2 senkrechten Ebene ein bei 12 gelagerter Winkelhebel 13 drehbar. Der eine Arm 14 dieses Winkelhebels ist nach oben umgebogen und an seinem freien Ende 15 gegabelt. An dem anderen Arm 16 des Winkelhebels greift eine Zugstange 17 an, welche gelenkig mit dem einen Arm eines am Maschinengestell bei i9 gelagerten Winkelhebels 18 verbunden ist. Der andere Arm 2o des Winkelhebels 18 greift in einen Schlitz 25 des Kopfes 21 einer Exzenterstange 22 ein, welche von der im Kopfe der Maschine gelagerten, die Nadelstange 2.# antreibenden Welle aus angetrieben wird.
  • Bei Drehung des Schleifenfängers 2 in der Richtung des in Fig.2 eingezeichneten Pfeiles wird die Fadenschleife durch die Spitze 9 erfaßt und mitgenommen. Unter dem Einfluß der Drehung des Schleifenfängers 2 und der Aufwärtsbewegung der Nadel i gleitet der Faden von der Spitze 9 ab und legt sich in die am Umfang des Schleifenfängers befindliche Rinne 23, so daß er infolge der weiteren Drehung des Schleifenfängers um dessen Umfang herumgewickelt wird, wobei er den Ausschnitt i i des Schleifenfängers überbrückt. Wenn der durch den Faden überbrückte Ausschnitt i i in eine Lage gelangt ist, in der er sich oberhalb des Greiferendes 15 befindet, so wird der Winkelhebel 13 durch die mit ihm verbundene Zugstange 17 so ausgeschwungen, daß der Arm 14 durch den Ausschnitt i i des Schleifenfängers hindurchtritt und dabei die Fadenschleife erfaßt. Die Fadenschleife wird von dem Greiferarm 14 so weit um den Stoffrand herumgelegt, bis sie von-der abwärts bewegten Nadel i, welche zwischen den Hebelschenkeln des Armes 14 hindurchtritt, durchquert wird. Auf diese Weise wird die Fadenschleife durch den von der Nadel durch den Stoff hindurchgeführten Faden festgehalten, und der Winkelhebel 13 geht in die in der Zeichnung wiedergegebene Lage zurück, worauf der beschriebene Arbeitsvorgang von neuem beginnt.
  • Wird durch eine geeignete, in der Zeichnung nicht dargestellte Einrichtung die Drehrichtung des Schleifenfängers 2 umgekehrt, so erfaßt die Spitze io die Fadenschleife, während alle übrigen Bewegungen in der beschriebenen «'eise stattfinden. Fig. 5 zeigt eine andere Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, bei welcher ebenfalls ein Schleifenfänger 2 vorhanden ist, welcher in derselben Weise wie der in Fig. i und 2 bezeichnete Schleifenfänger ausgebildet ist. An die Stelle des in Fig. i mit 15 bezeichneten Greiferhebels ist ein Hebel 26 getreten, welcher an einer in deren Lager 27 drehbaren Welle 28 gelagert ist und an seinem abgerundeten Ende 29 einen Querstift 30 trägt. Die Welle 28 trägt einen Arm 31, der durch den Lenker 32 mit dem Winkel i8 verbunden ist, der in derselben Weise wie der in Fig. i in gleicher Weise bezeichnete Winkelhebel angeordnet ist und bewegt wird.
  • Oberhalb der Stichplatte 33 ist ein zweiter rotierender Schleifenfänger 3.4 angeordnet (Fig.5), welcher drehbar auf einem feststehenden Bolzen 35 gelagert ist und mittels der Kegelräder 36 und 37 angetrieben wird. Außermittig zum rbtierenden Schleifenfänger 34 ist auf dem Bolzen 35 eine feststehende, am Umfang mit einer Rille versehene Scheibe 38 angeordnet. Am Schleifenfänger sitzt ein Stift 39. Der Schleifenfänger 34 kann auch die aus den Fig.6 bis 8 ersichtliche Form erhalten, wobei zwei Stifte 39 und 39a vorgesehen sind und die Scheibe 38 weggelassen wird.
  • Durch eine Drehung des Armes 26 wird die durch den Schleifenfänger 2 gebildete Fadenschleife angehoben, bis sie in den Bereich der Scheibe 38 oder des Schleifenfängers 34 nach Fig. 6 bis 8 gelangt, welche mit einem Ausschnitt versehen sind, der den Durchtritt des Armes 26 gestattet.
  • Nach dem Anheben der durch den Schleifenfänger 2 gebildeten Fadenschleife wird der Faden von dem Stift 39 ünd ,gegebenenfalls auch vom Stift 39a erfaßt und um die Scheibe 38 nach Fig. 5 oder den Schleifenfänger 34 nach Fig.6 bis 8 herumgelegt, wodurch oberhalb der Stoffbahn eine zweite Fadenschleife gebildet wird. Diese zweite Fadenschleife wird dann von dem Arm 26, wenn dieser sich wieder nach unten bewegt, mitgenommen und durch die von dem Fadenfänger :2 gebildete Fadenschleife hindurchgezogen. Bei der nächsten Aufwärtsbewegung des Hebels 26 wird die durch den oberen Schleifenfänger gebildete Fadenschleife freigegeben und durch den Stofftransport mitgenommen.
  • Gemäß Fig. 7 hebt der Greifer 26 die vom unteren Schleifenfänger 2 gebildete Fadenschleife über den Stoffrand hoch. Wenn dann der Greifer 26 entgegen dem Uhrzeigersinn wieder nach unten schwingt, so zieht sein Stift 30 die vom oberen Schleifenfänger 34 gebildete Oberfadenschleife vom Schleifenfänger 34. ab und steckt sie in die noch von ihm getragene Unterfadenschleife hinein, wobei also die Unterfadenschleife im weiteren Abwärtsgang des Greifers 26 über diesen hinweggleitet.
  • Es wird dann vorn unteren Schleifenfänger 2 wieder eine Fadenschleife gebildet, und der Greifer 26 befindet sich dabei mit der vorher gebildeten Oberfadenschleife in der Lage nach Fig.6. Wenn sich jetzt wieder der Greifer 26 nach oben bewegt, so hebt sein Stift 3o die Unterfadenschleife ab und führt sie durch die Oberfadenschleife hindurch. In der Zwischenzeit ist auf dem Schleifenfänger 3.4 die Oberfadenschleife gebildet worden, über welche dann die Unterfadenschleife durch den Greifer 26 geschoben wird, wie bereits an Hand der Fig. 7 erläutert «-orden ist.

Claims (6)

  1. PATENTAI\TsPRÜci-i r: i. Überwendlichnähmaschine, bei der ein Schleifenfänger die Fadenschleife unterhalb der Stoffbahn von der Nadel abnimmt und einem seitlich der Stoffbahn auf und ab schwingenden Greifer zuführt, der sie über die Stoffbahn bringt, dadurch gekennzeichnet, daß der Schleifenfänger nach Art der bei Doppelsteppstichnähmaschinen an sich bekannten Horizontalgreifer von einer ortsfest, aber drehbar unterhalb der Stichplatte und parallel zu dieser gelagerten Scheibe (2) gebildet wird, deren Drehachse (3) parallel zur Nadel (i) gerichtet ist, und welche bei ihrer Drehung die Fadenschleife von der Nadel abnimmt, um ihren Umfang herumlegt und sie dem Greifer (14 bzw. 26) darbietet, der die Fadenschleife bei seiner Aufwärtsbewegung vom Schleifenfänger (2) abnimmt und über die Stoffbahn hebt.
  2. 2. Nähmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Schleifenfänger (2) mit an sich bekannten Mitnehmerspitzen (9, io) zum Aufgreifen der Fadenschleife ausgerüstet ist.
  3. 3. Nähmaschine nach Anspruch i und 2, .dadurch gekennzeichnet, daß der Schleifenfänger (2) am Rande einen Ausschnitt (ii) aufweist, durch den sich der Greifer (1.4 bzw. 26) beim Abnehmen der Fadenschleife zwischen dieser und dem Schleifenfänger (2) hindurchbewegt.
  4. 4. Verfahren zur Herstellung einer einfädigen überwendlichnaht, dadurch gekennzeichnet, daß unter und über der Stoffbahn je eine Fadenschleife gebildet und diese Fadenschleifen außerhalb der Stoffbahn in der Weise miteinander verschlungen werden, daß von den zwischen zwei aufeinanderfolgenden Stichen gebildeten beiden Fadenschleifen die untere über die obere- und diese alsdann über die zwischen dem letzten und dem nächsten Stich gebildete untere Fadenschleife gebracht wird usf.
  5. 5. Nähmaschine nach den Ansprüchen i bis 3 und zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß über der Stichplatte (33) und parallel zu dieser ein zweiter scheibenförmiger Schleifenfänger (23) angeordnet ist und der Greifer (26), zwischen beiden Schleifenfängern (2 bzw. 3q.) hin und her schwingt, wobei der Greifer (26), der bei seiner Aufwärtsbewegung die vom unteren Schleifenfänger (2) gebildete Fadenschleife mitgenommen hat, bei der nachfolgenden Abwärtsbewegung eine vom oberen Schleifenfänger (3q.) gebildete Fadenschleife abnimmt und mit dieser wieder aus der unteren heraustritt, die sich hierdurch über die obere Fadenschleife legt, welche sich ihrerseits nunmehr beim Aufnehmen der nächstfolgenden unteren Fadenschleife durch den Greifer (26) über diese legt.
  6. 6. Nähmaschine nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der bzw. die Schleifenfänger (2 bzw. 3q.) und der Greifer (26) mit Mitnehmerstiften (29, 39) ' zum Erfassen der Fadenschleife ausgerüstet sind.
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