DE968863C - Anordnung zur drahtlosen Richtungsbestimmung - Google Patents

Anordnung zur drahtlosen Richtungsbestimmung

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DE968863C
DE968863C DEI3304D DEI0003304D DE968863C DE 968863 C DE968863 C DE 968863C DE I3304 D DEI3304 D DE I3304D DE I0003304 D DEI0003304 D DE I0003304D DE 968863 C DE968863 C DE 968863C
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DE
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low
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DEI3304D
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English (en)
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Charles Frederick Al Wagstaffe
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International Standard Electric Corp
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International Standard Electric Corp
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01SRADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
    • G01S1/00Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith
    • G01S1/02Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith using radio waves

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Description

  • Anordnung zur drahtlosen Richtungsbestimmung Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur drahtlosen Richtungsbestimmung mit solchen Anordnungen, bei denen die Zeichenwellen von zwei fest angeordneten Richtantennensystemen aufgenommen werden, die so aufgebaut sind, daß ihre Richtungen maximalen Empfanges einen Winkel zueinander bilden.
  • Bei Anordnungen dieser Art, bei denen z. B. die Richtungsbestimmung durch direkte Anzeige mittels eines Kathodenstrahl-Oszillographen erfolgt, sind gewöhnlich für jedes Antennensystem getrennte Verstärkerwege vorgesehen, die dem Ablenksystem des Oszillographen zugeordnet sind. Derartige Anordnungen weisen insbesondere zwei Nachteile auf, da es einmal schwierig ist, einen genauen Abgleich zwischen zwei Verstärkerwegen zu erzielen und diesen Abgleich in bezug auf Verstärkungsgrad und Phase aufrechtzuerhalten, und weil es weiterhin praktisch unmöglich ist, eine automatische Verstärkungs regelung des Emp fangs systems durchzuführen.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zu schaffen, bei der ein einziger Verstärkerweg zur Verstärkung der Zeichen von zwei oder mehr Antennensystemen verwendet wird, so daß die obenerwähnten Schwierigkeiten in Fortfall kommen.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß unter Zuhilfenabme zweier niederfrequenter Hilfsspannungen in einer Weise gelöst, die dadurch gekennzeichnet ist, daß eine Auswertung unter Berücksichtigung sowohl der Amplituden- als auch der Phasenbeziehung dadurch ermöglicht ist, daß die beiden niederfrequenten Hilfsspannungen in starrer Phasenbeziehung zueinander stehen, daß die beiden gleichfrequenten Empfangs spannungen, vorzugsweise in der Zwischenfrequenzlage, mit je einer der beiden Hilfsspannungen moduliert werden, und daß nach gemeinsamer Verstärkung und nach Demodulation die durch die Modulation entstandenen Seitenbänder ausgesiebt, auf gleiche Frequenz gebracht und zur Richtungsanzeige ausgewertet werden.
  • Die Eindeutigkeit der Richtungsanzeige wird in bekannter Weise durch Heranziehung der Spannung einer ungerichteten Hilfsantenne hergestellt. In weiterer Ausbildung der Erfindung wird diese Empfangsspannung, vorzugsweise in der Zwischenfrequenzlage, mit einer dritten Hilfsfrequenz moduliert, die mit den beiden anderen Hilfsfrequenzen in fester Phasenbeziehung steht, und über den gleichen gemeinsamen Verstärker verstärkt, nach Demodulation wieder ausgesiebt, auf gleiche Frequenz gebracht und dazu verwendet, die Richtungsanzeige eindeutig zu machen. Die Richtungsanzeige erfolgt beispielsweise in einem Kathodenstrahl-Oszillographen.
  • Es ist zwar schon eine direkt anzeigende Funkpeileinrichtung bekannt, bei der durch periodisch arbeitende Umschalter abwechselnd die eine und die andere Antennenanordnung an einen Empfänger nebst Gleichrichter gelegt wird und bei der der den Gleichrichter verlassende Empfangsstrom kommutiert an das Anzeigeinstrument gelegt wird. Bei dieser Einrichtung besteht jedoch der Nachteil, daß mechanisch bewegliche Teile verwendet werden müssen. Dies bringt einmal einen Verschleiß, zum anderen erscheint die Kontaktgabe für die beim vorliegenden Problem zu fordernde Genauigkeit nicht sauber genug.
  • Gleichgültig, ob die Umschaltung mechanisch oder - wie ebenfalls bekannt - auf elektronischem Wege stattfindet, ist es durch die in beiden Fällen erfolgende Zerhackung der Hochfrequenz nicht mehr möglich, eine phasenmäßige Auswertung vorzunehmen.
  • Bei einer anderen bekannten Einrichtung zur Richtungsbestimmung mit Hilfe ungerichtet arbeitender Hochfrequenzsender werden die von zwei Richtantennen aufgenommenen Zeichen gleichgerichtet und die so entstandenen Gleichspannungen den Steuergittern zweier Verstärkerröhren zugeführt, in denen nach Maßgabe dieser Gittervorspannungen die Wechselspannungen zweier Niederfrequenzgeneratoren verschiedener Frequenz verstärkt und über einen gemeinsamen Verstärker einem Anzeigegerät zugeführt werden. Auch diese Einrichtung weist die gleichen Nachteile auf, wie die eingangs besdriebenen Anordnungen. Für die beiden Wechselspannungen sind einerseits mindestens teilweise zwei Verstärkerkanäle notwendig, andererseits spielen die Phasenbeziehungen der Wechselspannungen bei der Richtungsbestimmung keine Rolle, es wird vielmehr ein reiner Amplitudenvergleich vorgenommen.
  • In der sich auf diese bekannte Einrichtung beziehenden Veröffentlichung ist ferner davon die Rede, daß die Empfangsenergie, wie es senderseitig bekannt sei, mit den Wechselspamlungen der beiden Niederfrequenzgeneratoren moduliert werde. In diesem Fall soll dann also offenbar vor der Zuführung zu den Steuergittern der genannten Verstärkerröhren nur eine Verstärkung, aber keine Gleichrichtung der Empfangsenergie stattfinden. Was hiermit gemeint ist und bezweckt wird, bleibt unklar, da nach der Modulation nur eine Verstärkung, aber keine Demodulation stattfindet und die Anzeigeorgane auf die Originalfrequenzlage der beiden nodulierçndenWechselspannungen abgestimmt sind.
  • Im übrigen gilt aber auch für diese unklare Variante mindestens einer der schon genannten Nachteile, nämlich der, daß die Phasenbeziehung zwischen den beiden ANechselspannungen völlig undefiniert ist.
  • Die Erfin(lullg wird an Hand der Zeichnungen näher erläutert.
  • In den Fig. I und 2 sind mit at, a11 und mit a2, a2, zwei Antennenpaare eines Adcock-Systems bezeichnet. In der Mitte dieser Antennenpaare ist ein fünfter Strahler 3, der zur eindeutigen Richtungsfestlegung dient, vorgesehen. Die Antennenankopplungsmittel sind mit A1, A2 und A3 bezeichnet. An diese Ankopplungsmittel schließen sich Modulatoren ilI,, 1111 und lilo an. Ferner sind noch Modulatoren ila., 1114 und 1115 vorgesehen, deren Wirkungsweise noch näher erläutert wird. Alle Modulatoren können in bekannter Weise aufgebaut sein. Die Filter F.I500, F.2000 und F.2500 dienen zur Auswahl der Frequenzen I 2000 und 2500 HZ. Die Oszillatoren 0.500 und O.2000 werden zur Schwingungserzeugung für Schwingungen von 500 und 2000 Hz benutzt. Mit BO ist ein Überlagerer eines Superhet-Empfängers bezeichnet, während IFA einen Zwischenfrequenzverstärker und D einen Gleichrichter darstellt. P und P2 sind Netzwerke zur Phasenverschiebung, während mit G1, G2 und G3 Niederfrequenzverstärker bezeichnet sind. Die Ablenkplatten des Kathodellstrahloszillographen tragen die Bezeichnungen PX und PY. Die Ausgangsleistung des Verstärkers G., wird über einen Transformator T in den Hochspannungskreis H. T. des Oszillographen eingeführt.
  • Der Schwingungserzeuger LO dient zur Erzeugung eines örtlichen Signals zur Einregelung der ganzen Einrichtung.
  • Die Arbeitsweise der ganzen Anordnung ist folgende: Die Oszillatoren O.5oo und O.200o speisen den Modulator M3, aus dessen Ausgangskreis die Modulationsfrequenzen I500 und 2500 Hz durch die Filter F.I 500 und F.2500 ausgewählt werden.
  • Die Zeichen, die über die Einrichtung A1 ankommen, gelangen in den Modulator iil, in dem siedurch den Uberlagerer BO und eine Frequenz von I 500 Hz aus dem Filter P.150o moduliert werden. Die Aus gangskomponente des Modulators 111i, die aus einer Trägerzwischenfrequenz mld den beiden Seitenbändern von I500 Hz besteht, wird dem Verstärker IFA zugeführt Ein entsprechender Vorgang wiederholt sich bei der Aufnahme der Zeichen über die Einrichtung A mit dem Unterschied, daß die zweite Modulationsfrequenz 2500 Hz statt I500 Hz beträgt, so daß am Eingange des Verstärkers IFS eine Trägerfrequenz wie oben, jedoch mit Seitenbändern entsprechend 2500 Hz auftritt. Es kann bewiesen werden, daß bei Verwendung eines geradlinigen Detektors bei D, beispielsweise einer Diode, und unter der Voraussetzung, daß die in die Modulationseinrichtungen M und M2 von den Anordnungen A und A2 einlaufenden Zeichen in Phase sind (die Energiezuführung von dem Überlagerer zu den Anordnungen M1 und 1U2 erfolgt ebenfalls in Phase), die demodulierten Ausgangsleistungen des Gleichrichters D für I500 und 2500 Hz jeweils proportional der Größe der Zeichen von A1 und A2 sind, obwohl das Verhältnis der Amplituden dieser beiden Frequenzen nicht gleich dem Verhältnis der Zeichen von A und A2 zu sein braucht.
  • Die beiden am Ausgang des Gleichrichters D abgenommenen Frequenzen 1500 und 2500 Hz werden durch die Filter F.I500 und F.2500 ausgesiebt und den Modulatoren M4 bzw. M5 zugeführt, in denen sie jeweils durch eine Frequenz von 500 Hz, die vom Oszillator 0.500 abgenommen wird, moduliert werden. Von dem Modulator 1114 wird das Produkt der Summenmodulation von 2000 Hz und von dem Modulator Ms das Produkt der Differenzmodulation von ebenfalls 2000 Hz durch Filter ausgesiebt. Die Ausgangsenergie des Modulators M4 gelangt über ein Phasennetzwerk Pt, ein Filter F.2000 und den Verstärker G3 zu dem einen Paar der Ablenkplatten der Kathodenstrahlröhre, beispielsweise PX. Die Ausgangs energie des Modulators M5 verläuft in ähnlicher Weise über ein Filter F.2000 und den Verstärker Gj zu den Ablenkplatten P Y der Kathodenstrahlröhre. In diesem Kreis ist kein Phasennetzwerk vorgesehen. Das Netzwerk P1 wird so eingestellt, daß die dadurch hervorgerufene Phasenänderung zuzüglich der Summe der Phasenänderungen in den beiden Filtern F. 1500 gleich der Summe der Phasenänderungen in den beiden Filtern F.2500 ist.
  • I,s läßt sich durch entsprechende Ausbildung der Filter und der Phasenänderungsmittel erreichen, daß die gesamte Phasenänderung in dem I500-Hz-Kreis, wenn sie auch nicht mit der Frequenz konstant bleibt, annähernd die gleiche ist, wie die für den 25oo-Hz-Kreis, zum mindesten in einem entsprechend breiten Frequenzband, beispielsweise von 50 Hz unterhalb bis 50 Hz oberhalb der Hauptfrequenzen.
  • Die beiden Frequenzen I500 Hz und 2500 Hz, die zu Modulationszweckell in den Modulatoren M1 und 1112 verwendet werden, werden nicht durch besondere, diese Frequenzen erzeugende Schwingungserzeuger, sondern durch Zwischenmodulation der Frequenzen 500 Hz und 2000 Hz im Modulator M3 erzielt. Der Schwingungserzeuger für 500 Hz wird außerdem zur Speisung der Modulatoren M4 und 111 mit verwendet.
  • Der Vorteil dieser Anordnung besteht darin, daß, wenn die von den Antennen aufgenommenen Zeichen bei ihrem Auftreffen auf die Modulatoren M1 und 112 in Phase sind, die Ausgangskreise der Modulatoren 11/I4 und M5 genau frequenz- und phasengleich sind, unabhängig davon, welche Anderungen innerhalb eines der Oszillatoren auftreten (unter Berücksichtigung der Phasenverhältnisse, die, wie oben erwähnt, bezüglich der einzelnen Filter herrschen müssen). Die Frequenz am Ausgangskreis der Modulatoren M4 und M5 ist die des Oszillators 0.2000.
  • Da die den Ablenkplatten des Oszillographen zugeführten Spannungen gleiche Frequenz und Phase haben, wird auf dem Oszillographenschirm eine gerade Linie erzeugt. Während der Einregulierung der Anordnung mit Hilfe des Oszillators LO, der Zeichen gleicher Größe und Phase den Modulatoren Mj und 312 zuführt, werden die Verstärker Gj und Ges in ihrer Verstärkung so geregelt, daß auf dem Oszillographen eine Linie entsteht, die einen Winkel von 450 mit jeder der Ablenkachsen des Oszillographen bildet. Diese Linie entspricht einem Zeichen, das in einem Winkel von 450 zu jeder der Diagonalen des Adcock-Antennensystems empfangen wird; Nach dieser Einregelung kann die Anordnung zur Richtungsbestimmung verwendet werden, da die Ablenkung, die im Verhältnis zur Zeit sinusförmig verläuft, in bezug auf die PX-Ablenkachse proportional den Zeichen von A1 und den zugehörigen Antennensystemen aj, a1, und die Ablenkung gegenüber der PY-Achse proportional den Zeichen von A2 und den Antennensystemen a2, a2, ist. Hieraus ergibt sich ohne weiteres, daß die Richtung der Linie auf dem Oszillographenschirm gegenüber einer entsprechend geeichten Skala die Richtung der aufgenommenen Strahlung angibt.
  • Um eine eindeutige Richtungsbestimmung zu erzielen, ist die zusätzliche Antenne a3 vorgesehen. Bei Verwendung eines Adcockpeilers wird hierzu ein vertikaler Leiter verwendet, der in der Mitte des aus den anderen Strahlern gebildeten Quadrates steht.
  • Die von der Antenne a3 aufgenommenen Zeichen werden über die Isopplungseinrichtung A2 dem Modulator M6 zugeführt und in gleicher Weise moduliert, wie dies für die Modulatoren M1 und M2 beschrieben wurde, lediglich mit dem Unterschied, daß die Modulationsfrequenz 2000 Ilz beträgt. Die aus der Trägerzwischenfrequenz und den beiden 2000 Hz entsprechenden Seitenbändern bestehende Komponente im Ausgange des Modulators M6 wird dem gemeinsamen Zwi schenfrequenzverstärker IFA zugeführt. Die Frequenz von 2000 Hz im Ausgange des Gleichrichters D wird durch ein Filter F.2000 ausgewählt und über den Phasenschieber P2 dem Verstärker G2 zugeführt. Die Frequenz ist an diesem Punkte die des Oszillators 2000, die außerdem den Ablenkplatten und Oszillographen zugeführt wird. Die Ausgangsenergie des Verstärkers G2 wird dem Hochspannungsspeisekreis H.T. des Oszillographen mit Hilfe eines Transformators T zugeführt. Durch geeignete Regelung des Phasenschiebers P2 kann die in den Hochspannungskreis eingeführte Spannung mit der den Ablenkplatten zugeführten Spannung phasengleich gemacht werden.
  • Durch geeigneten Aufbau des Netzwerkes P2 kann diese Phasenbeziehung über. ein breiteres Frequenzband konstant gehalten werden. Durch die Zuffih- rung dieser Spannung in den Hochspannungskreis wird erreicht, daß die Empfindlichkeit des Oszillographen periodisch derart geändert wird, daß die Länge der Linie auf dem Oszillographenschirm vom Ursprungspunkt nach einer Seite erheblich von der Länge nach der anderen Seite abweicht. Hierdurch wird eine eindeutige Richtungsbestimmung, beispielsweise entsprechend dem längeren Teil der Linie, ermöglicht. Aus dem vorhergehenden ergibt sich, daß der- zur eindeutigen Richtungsbestimmung benutzte Stromkreis dauernd in Betrieb bleiben kann, so daß sowohl die Lage als auch die eindeutige Richtung gleichzeitig angezeigt werden. Die Änderung der Hochspannung bewirkt neben der Änderung der Empfindlichkeit des Oszillographen und damit der Länge der aufgezeichneten Linie auch noch andere Anderungen der Charakteristik des Oszillographen, die sich nachteilig auf die Genauigkeit der Anzeige- bzw. die Ablesemöglichkeit auswirken. In Fig. 3 ist daher eine andere Ausführungsform dargestellt, bei der der Verstärker G2 der Fig. I auf einen Transformator T, einwirkt, dessen Sekundärseite mit einem nur in einer Richtung durchlässigen Kreis, der beispielsweise einen Metallgleichrichter R und einen Widerstand r umfaßt, verbunden ist. Der Widerstand r liegt ferner in Reihe mit der Speiseleitung für die besondere Steuerelektrode E des Oszillographen, die beispielsweise als Konzentrierungselektrode ausgebildet sein kann.
  • Durch diese Anordnung wird während der Halbperiode, in der der Gleichrichter R undurchlässig ist, die Speisespannung an der Elektrode E normal sein, und der Oszillograph arbeitet unter den normalen Bedingungen, so daß die eine Hälfte der die Richtung anzeigenden Linie aufgezeichnet wird.
  • Während der nächsten Halbperiode kann ein Strom durch den Gleichrichter R fließen, und der dadurch hervorgerufene Spannungsabfall am Widerstand r addiert sich zu der Spannung, die vom Punkt V aus der Elektrode E zugeführt wird. Die Einregelung wird dabei so getroffen, daß die zusätzliche Spannung in Größe und Richtungssinn ein Verschwinden des Punktes auf dem Oszillographenschirm herbeiführt, so daß nur die eine Hälfte der die Richtung anzeigenden Linie auf dem Schirm abgebildet wird, die gleichzeitig die Lage als auch die eindeutige Richtung anzeigt und in einfacher Weise eine Ablesung ermöglicht.
  • Die Phasenschieber P1 und P2 brauchen, wenn sie einmal eingestellt sind, nicht mehr reguliert zu werden, selbst wenn sich die Schwingungserzeuger etwas in der Frequenz ändern. Die Schwingungserzeuger können in ihrer Frequenz durch einfache bekannte Mittel konstant gehalten werden. Aus dem Adcock-Prinzip ergibt sich, daß die an den Ankopplungseinrichtungen A1 und A2 abgenommenen Zeichen entsprechend der Richtung des Zeichens in Phase oder Gegenphase sein können. Wenn sie gegenphasig sind und gleiche Größe haben, entsprechen sie einem Zeichen, das aus einer Richtung einfällt, die einen Winkel von 450 mit der Richtung einer der Diagonalen des Antennensystems-bildet.
  • Die Träger der Zwischenfrequenz, die von den Modulatoren Mj und M2 erzeugt werden (unter Voraussetzung gleichmäßiger Umsetzung), heben sich in diesem Falle auf, während die Seitenbänder entsprechend den.Modulationen von I500 und 2500 Hz übrigbleiben. Dieser Zustand zeigt sich dadurch, daß auf dem Oszillographen keine Anzeige erfolgt.
  • Zur Wiederherstellung des Trägers muß eine Phasenumkehr im Ausgangskreis eines der Modulatoren, beispielsweise Mj, durch eine PhasenumschalteinrichtungSj durchgeführt werden. Um die richtige Beziehung zwischen den Phasen der Spannungen an den Platten des Oszillographen zu erzielen, muß zusammen mit der Phasenumkehr im Ausgangskreis von M1 eine entsprechende Phasenumkehr durch einen Schalter 82 in dem die Frequenz von I500 Hz zuführenden Kreis oder in einem anderen Niederfrequenzzweig des der Ankopplungseinrichtung A1 entsprechenden Kreises vorgenommen werden.
  • Bei der Einschaltung der Antennenanordnung a3 müssen ähnliche Schritte bezüglich der Phase des aus dem Modulator M6 abgenommenen Trägers und der ooo-Hz-Modulation, die dem Modulator zugeführt wird, vorgenommen werden.
  • Die Notwendigkeit der Betätigung eines oder beider Umkehrschalter S1, S2 wird in einfacher Weise dadurch angezeigt, daß nur eine kleine oder gar keine Anzeige auf dem Oszillographenschirm erfolgt Ein anderes Verfahren besteht darin, die Modulatoren Mt und M2 als abgeglichene Modulatoren aufzubauen) so daß der Träger in ihrem Ausgangskreis eliminiert ist. Der Träger wird dann von der Antenne, über den Modulator M6 zugeführt. Zur Richtungsbestimmung wird die 2000-Hz-Modulation des Oszillators O,2000 vom Modulator M6 abgetrennt. Zur Bestimmung der jeweiligen eindeutigen Richtung wird die Modulation angeschaltet.
  • Die Arbeitsweise ist im übrigen die gleiche wie oben beschrieben.
  • Bei der vorerwähnten Anordnung ist vorausgesetzt, daß die Eingangs leistung von der Antenne a3 eine Phasenverschiebung von go0 in dem Kreis hervorruft, wie dies bei Adcock-Anordnungen üblich ist.
  • Eine abgeänderte Ausführungsform ist in Fig. 4 gezeigt. Die Modulationsfrequenzen von I500 und 2500 Hz zur Speisung der Modulatoren Mt und M2 werden von den besonderen phasenstarr miteinander synchronisierten Oszillatoren O.I500 und 0.2500 abgenommen. Der Modulator M4 wird dann durch den Oszillator 0.2500 und der Modulator M5 durch den Oszillator O.I500 gespeist. Die durch die FilterF.Iooo für die Ablenkplatten des Oszillographen ausgewählte Frequenz beträgt in diesem Falle 1000 Hz. Für den Modulator M6 wird durch ein Filter eine Frequenz von IOOO Hz vom Modulator M3 abgenommen. Die Arbeitsweise der Anordnung ist die gleiche, wie bereits oben für Fig. I beschrieben, so daß eine nähere Erläuterung nicht notwendig ist.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRSCHE: 1. Anordnung zur drahtlosen Richtungsbestimmung, bei der die Zeichen mit Hilfe von zwei fest angeordneten Richtantennensystemen empfangen werden, deren Richtungen maximalen Empfangs einen Winkel zueinander bilden, und bei der die Einpfangsspannungen unter Zuhilfenahme zweier niederfrequenter Hilfsspannungen nach vorhergehender Verstärkung in einem gemeinsamen Verstärker zur Anzeige der Richtung ausgewertet werden, dadurch gekennzeichnet, daß eine Auswertung unter Berücksichtigung sowohl der Amplituden- als auch der Phasenbeziehung dadurch ermöglicht ist, daß die beiden niederfrequenten Hilfsspannungen in starrer Phasenbeziehung zueinander stehen, daß die beiden gleichfrequenten Empfangsspannungen, vorzugsweise in der Zwischenfrequenzlage, mit je einer der beiden Hilfsspannungen moduliert werden und daß nach gemeinsamer Verstärkung und nach Demodulation die durch die Modulation entstandenen Seitenbänder ausgesiebt, auf gleiche Frequenz gebracht und zur Richtungsanzeige ausgewertet werden.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch I, bei der zur eindeutigen Richtungsbestimmung die Empfangsspannung einer ungerichteten Hilfsantenne herangezogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß diese Empfangsspannung ebenfalls, vorzugsweise in der Zwischenfrequenzlage, mit einer dritten Hilfsfrequenz moduliert wird, die mit den beiden anderen Hilfsfrequenzen in fester Phasenbeziehung steht und über den gleichen, gemeinsamen Verstärker verstärkt und nach Demodulation wieder ausgesiebt, auf gleiche Frequenz gebracht und dazu verwendet wird, die Richtungsanzeige eindeutig zu machen.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Empfangsanordnung auftretenden Phasendrehungen durch Phasenschieber im Wege einer der Niederfrequenzen, die auf eine gerichtete Empfangsspannung zurückgeht. und allenfalls im Wege der auf die ungerichtete Empiangsspannung zurück gehenden Niederfrequenz kompensiert werden.
  4. 4. Anordnung nach Anspruch 2, allenfalls in Verbindung mit Anspruch 3, mit Anzeige auf einer Kathodenstrahlröhre, dadurch gekennzeichnet, daß die von der ungerichteten Antenne hergeleitete Niederfrequenz einem Transformator zugeführt wird, dessen Sekundärseite an einen nur in einer Richtung durchlässigen Stromkreis angeschlossen ist, der einen Widerstand enthält, der in Reihe mit der Spannungszuführungsleitung der Konzentrierungs- oder Steuerelektrode der Kathodenstrahlröhre liegt, um bei jeder Halbwelle eine Auslöschung des Elektronenstrahles zu erzielen.
  5. 5. Anordnung nach Anspruch 2, allenfalls in Verbindung mit Anspruch 3 und/oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Generatoren (O.5oo und 0.2000) vorgesehen sind, deren Frequenzen in einer Modulatorstufe (mm,) einander überlagert werden, um die beiden niederfrequenten Hilfsfrequenzen für dieModulation (M, undM2) der beiden gleichfrequenten Richtungsempfangsspannungen zu liefern, während für die Modulation der ungerichteten Empfangsspannung (M,) die Frequenz des einen Generators (0.2000) direkt verwendet wird, ferner dadurch gekennzeichnet, daß die Frequenz des anderen Generators (O.5oo) zur Umsetzung der beiden nach der Demodulation und Trennung gewonnenen, niederfrequenten Richtungswellen herangezogen wird, derart, daß durch Aussiebung des oberen bzw. unteren Seitenbandes alle drei niederfrequenten Wellen mit gleicher Frequenz vorliegen.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 201 496, 453293, 460271, 614586, 636058, 877o6; Jahrbuch der drahtlosen Telegraphie und Telephonie, Bd. 33, April I929, S. 138 bis 145.
DEI3304D 1937-05-28 1938-05-24 Anordnung zur drahtlosen Richtungsbestimmung Expired DE968863C (de)

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