DE966373C - Verfahren zur Herstellung stabiler, waessriger Loesungen aus einem Streptomycin und einem Sulfanilamid - Google Patents
Verfahren zur Herstellung stabiler, waessriger Loesungen aus einem Streptomycin und einem SulfanilamidInfo
- Publication number
- DE966373C DE966373C DEC7023A DEC0007023A DE966373C DE 966373 C DE966373 C DE 966373C DE C7023 A DEC7023 A DE C7023A DE C0007023 A DEC0007023 A DE C0007023A DE 966373 C DE966373 C DE 966373C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- streptomycin
- sulfanilamide
- stable
- aqueous solutions
- group
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D213/00—Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
- C07D213/02—Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
- C07D213/04—Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom
- C07D213/60—Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
- C07D213/72—Nitrogen atoms
- C07D213/76—Nitrogen atoms to which a second hetero atom is attached
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07H—SUGARS; DERIVATIVES THEREOF; NUCLEOSIDES; NUCLEOTIDES; NUCLEIC ACIDS
- C07H15/00—Compounds containing hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals directly attached to hetero atoms of saccharide radicals
- C07H15/20—Carbocyclic rings
- C07H15/22—Cyclohexane rings, substituted by nitrogen atoms
- C07H15/238—Cyclohexane rings substituted by two guanidine radicals, e.g. streptomycins
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Biochemistry (AREA)
- Biotechnology (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Genetics & Genomics (AREA)
- Molecular Biology (AREA)
- Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
Description
AUSGEGEBEN AM 1. AUGUST 1957
C 7023 IVa 130 h
Es ist bekannt, daß die wäßrigen Lösungen von Streptomycin, Dihydrostreptomycin und Salzen
dieser Verbindungen instabil sind, sich leicht verfärben und zu Ausscheidungen neigen.
Es wurde nun gefunden, daß man stabile wasserlösliche Präparate erhält, wenn man Streptomycin,
Dihydrostreptomycin oder ein Salz dieser Produkte mit einem Sulfanilamid umsetzt, das in
der N4-Gruppe durch einen Alkylrest mit mindestens einer Sulfosäuregruppe und in der N1-GrUpPe
durch einen in an sich bekannter Weise die therapeutische Wirkung in günstiger Weise beeinflussenden
Substituenten, vorzugsweise einen Rest der heterocyclischen Reihe, substituiert ist. Die gemäß
der Erfindung zu verwendenden Sulfanilamid-Derivate sind teils bereits in der Literatur beschrieben
(deutsche Patentschrift 681 684, französische Patentschrift 831 366, deutsche Patentschriften
834698, 820004), teils können sie nach bekannten Verfahren aufgebaut werden. Als Substituenten
in der N4-Gruppe kommen beispielsweise die Reste des Formaldehydbisulnts, Acetalde'hydbisulfits
und ähnlicher anderer Produkte aus Bisulfit und aliphatischen, aromatischen oder araliphatischen
Aldehyden in Betracht. Vorzugsweise soll das Kondensationsprodukt aus 1 Mol Zimtaldehyd und
2 Mol -Bisulfit für die Herstellung der gemäß der Erfindung zu verwendenden Sulfanilamid-Derivate
709 611/20
verwendet werden. Als Substituenten in der N1-GrUpPe kommen die in an sich bekannter Weise
die therapeutische Wirkung günstig beeinflussenden Substituenten, wie der Acetylrest und besonders
Reste der heterocyclischen Reihe (Pyridin, Thiazol, Pyrimidin und Thiodiazol), in Betracht.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung soll als Sulfanilamid-Komponente
das Einwirkungsprodukt von ι Mol
ίο Zimtaldehyd und 2 Mol Bisulfit auf das 6-(p-Aminobenzolsulfoyl)
-amino-2, 4-dimethyl-pyrimidin verwendet werden. Die Stabilisierung der Streptomycin-
mit der Sulfanilamid-Komponente erfolgt in Gegenwart eines Lösungs- oder Suspensionsmittels.
In den meisten Fällen empfiehlt es sich, Wasser als Lösungsmittel bzw. Suspensionsmittel
zu verwenden. Die so erhaltenen Lösungen lassen sich zu Trockenpräparaten verarbeiten, die als
solche in den Handel gebracht werden können und eine sehr gute Wirkung besitzen. Ein besonderer
Vorteil des Verfahrens liegt darin, daß die gemäß dem Verfahren der Patentanmeldung hergestellten
Lösungen sehr stabil sind, eine sehr gute Haltbarkeit und darüber hinaus eine gegenüber dem
einfachen Streptomycin wesentlich erhöhte therapeutische Wirksamkeit besitzen, da auf Grund
experimenteller und klinischer Arbeiten zwischen Streptomycin und Sulfonamiden eine synergistische
Beziehung besteht, d. h., es kommt zu einer zumindest additiven, zumeist aber potenzierten
Steigerung der Wirksamkeit.
In der britischen Patentschrift 625 663 ist ein Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen
Tabletten beschrieben, gemäß dem Streptomycin mit Sulfanilätnid oder anderen Sulfonamiden mit
freier p-ständiger Aminogruppe gemischt wird. Eine chemische Umsetzung zwischen der Streptomycin-Komponente
und den erwähnten Sulfonamiden erfolgt nicht, weil die in der britischen Patentschrift erwähnten Sulfonamide keine mit
der Streptomycin-Komponente reaktionsfähigen Gruppen enthalten. Im Gegensatz hierzu sind die
Sulfonamide gemäß der vorliegenden Erfindung so ausgesucht, daß sie mindestens eine saure Gruppe
enthalten, die in der Lage ist, mit der Streptomycin-Komponente zu reagieren.
Der technische Fortschritt, der durch das Verfahren der Erfindung erzielt wird, liegt darin, daß
gemäß dem Verfahren der Erfindung Produkte erhalten werden, die ohne Zusatz von Puffersubstanzen
bis auf I2O° erhitzt werden können, ohne daß eine Zersetzung eintritt. Dies bedeutet, daß die
gemäß dem Verfahren der Erfindung erhaltenen Lösungen sterilisierbar sind. Man kann nunmehr
also gebrauchsfertige und temperaturbeständige, streptomycinenthaltende Lösungen herstellen, die
sich längere Zeit aufbewahren lassen, wie dies für die pharmazeutische und medizinische Praxis erforderlich
ist. Gegenüber den früheren Streptomycin-Sulfonamid-Kombinationen
bedeutet dies einen wesentlichen Fortschritt.
10 g 6- [4'(y-Phenylpropylamino)-benzolsulfonamido]
-2, 4-dimethylpyrimidin-a, y-dinatriumsulf onat
werden in 60 g Wasser gelöst. Dazu gibt man noch 65 g Dihydrostreptomycinsulfat und schüttelt,
bis klare Lösung eingetreten ist. Mit etwas Natronlauge wird der pH-Wert auf 7 bis 7,2 eingestellt.
Die so erhaltene Dihydrostreptomycinlösung kann auf I2O° erhitzt werden, ohne daß eine Zersetzung
eintritt, was sowohl an der kaum merklichen Verfärbung als auch an der voll erhalten gebliebenen
biologischen Aktivität erkennbar ist.
Eine Mischung von 10 g p-(y-Phenylpropylamino)
-benzolsulfonamid - α, γ - dinatriumsulfonat und 65 g Dihydrostreptomycinsulfat wird in 60 g
Wasser gelöst. Die genau neutral eingestellte Lösung ist stabil und kann, ohne wesentliche Zersetzung
zu erleiden, sterilisiert werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Beispiel 3Man verfährt wie im Beispiel 2 unter Verwendung des Kondensationsproduktes von je 1 Mol Zimtaldehyd, Sulfathiazol und überschüssigem Natriumbisulfit.Verfahren zur Herstellung stabiler, wäßriger Lösungen aus einem Streptomycin und einem Sulfanilamid, dadurch gekennzeichnet, daß Streptomycin, Dihydrostreptomycin oder ein Salz dieser Produkte mit einem Sulfanilamid umgesetzt wird, das in der.· paraständigen Aminogruppe durch einen Alkylrest mit mindestens einer Sulfosäuregruppe und am Stickstoff der Sulfonamidogruppe durch einen in bekannter Weise die therapeutische Wirkung in günstiger Weise beeinflussenden Substituenten, vorzugsweise einen Rest der heterocyclischen Reihe substituiert ist.In Betracht gezogene Druckschriften:
Britische Patentschrift Nr. 625663.©509 627/169 12.55 (709 611/20 7. 57)
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC7023A DE966373C (de) | 1953-01-25 | 1953-01-25 | Verfahren zur Herstellung stabiler, waessriger Loesungen aus einem Streptomycin und einem Sulfanilamid |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC7023A DE966373C (de) | 1953-01-25 | 1953-01-25 | Verfahren zur Herstellung stabiler, waessriger Loesungen aus einem Streptomycin und einem Sulfanilamid |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE966373C true DE966373C (de) | 1957-08-01 |
Family
ID=7014039
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC7023A Expired DE966373C (de) | 1953-01-25 | 1953-01-25 | Verfahren zur Herstellung stabiler, waessriger Loesungen aus einem Streptomycin und einem Sulfanilamid |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE966373C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1150677B (de) * | 1960-03-05 | 1963-06-27 | O W G Chemie G M B H | Verfahren zur Herstellung von Sulfonamidsalzen von Streptomycin |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB625663A (en) * | 1946-01-02 | 1949-07-01 | Frederick Sidney Thatcher | Therapeutic agents used in the treatment of pathogenic organisms |
-
1953
- 1953-01-25 DE DEC7023A patent/DE966373C/de not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB625663A (en) * | 1946-01-02 | 1949-07-01 | Frederick Sidney Thatcher | Therapeutic agents used in the treatment of pathogenic organisms |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1150677B (de) * | 1960-03-05 | 1963-06-27 | O W G Chemie G M B H | Verfahren zur Herstellung von Sulfonamidsalzen von Streptomycin |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE753235C (de) | Verfahren zur Herstellung waessriger Lactoflavinloesungen | |
| DEC0007023MA (de) | ||
| DE917564C (de) | Verfahren zur Herstellung von bestaendigen waessrigen Loesungen des Khellins | |
| DE431699C (de) | Verfahren zur Herstellung von haltbaren Pyrethrumextrakt-Emulsionen | |
| DE734957C (de) | Verfahren zur Herstellung von Abkoemmlingen des p-Aminobenzolsulfonamids | |
| DE838050C (de) | Verfahren zum Wasserlöslichmachen von Sulfonamiden | |
| DE633786C (de) | Verfahren zur Herstellung von Komplexverbindungen des 1, 3-Dimethylxanthins | |
| DE858455C (de) | Verfahren zur Herstellung neutraler oder schwach saurer Loesungen von substituierten Xanthinen | |
| DE629841C (de) | Verfahren zur Herstellung einer waessrigen Chininloesung fuer Injektionszwecke | |
| DE548835C (de) | Verfahren zur Herstellung haltbarer Loesungen, welche Salze des 3,6-Diaminoacridins oder des 3,6-Diamino-10-alkylacridiniums oder Doppelverbindungen solcher Salze enthalten | |
| DE862341C (de) | Verfahren zur Herstellung von waessrigen Loesungen von Derivaten des p-Aminobenzolsulfonamids | |
| DE613125C (de) | Verfahren zur Darstellung von wasserloeslichen Verbindungen der Oxydiphenylaether und deren Substitutionsprodukten | |
| DE834698C (de) | Verfahren zur Herstellung von loeslichen Verbindungen der Sulfonamidreihe | |
| DE852119C (de) | Verfahren zur Herstellung haltbarer Desinfektionsmittel, insbesondere fuer therapeutische Zwecke | |
| DE338427C (de) | Verfahren zur Herstellung von Additionsprodukten des Hexamethylentetramins | |
| AT100211B (de) | Verfahren zur Darstellung neuer organischer Arsenverbindungen. | |
| DE675674C (de) | Verfahren zur Herstellung von festen, aus der komplexen Quecksilberverbindung des salicylallylamido-essigsauren Natriums und Alkylpurinen bestehenden Molekularverbindungen | |
| DE558752C (de) | Verfahren zur Herstellung von neutralen komplexen Antimonsalzen | |
| AT151657B (de) | Verfahren zur Darstellung von Formaldehydnatriumsulfoxylaten von Arsenobenzolverbindungen. | |
| DE916645C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Salzes des Phenolphthalein-diphosphorsaeureesters | |
| DE903624C (de) | Verfahren zur Herstellung von haltbaren, injizierbaren Loesungen von 1-Phenyl-2, 3-dialkyl-4-dialkylamino-5-pyrazolonen | |
| DE275092C (de) | ||
| DE607291C (de) | Herstellung loeslicher Verbindungen der Sulfamidsaeure mit Quecksilber und Alkalimetallen | |
| DE831882C (de) | Verfahren zur Herstellung von konzentrierten, injizierbaren und unzersetzt sterilisierbaren Loesungen von Eisen-(3)-Polyoxycarbonsaeure-Komplexverbindungen | |
| DE1802162C (de) | N-(2-Methyl-3-hydroxy-5-hydroxymethyl-4-pyridylmethyliden)-homocysteinthiolacton, dessen Säureadditionssalze sowie Verfahren zu ihrer Herstellung |