DE963773C - Verfahren zur Herstellung von Chrom (ó�)-chloridloesungen aus aluminothermisch gewonnenem Chrom - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Chrom (ó�)-chloridloesungen aus aluminothermisch gewonnenem Chrom

Info

Publication number
DE963773C
DE963773C DER13300A DER0013300A DE963773C DE 963773 C DE963773 C DE 963773C DE R13300 A DER13300 A DE R13300A DE R0013300 A DER0013300 A DE R0013300A DE 963773 C DE963773 C DE 963773C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chromium
aluminothermically
chloride solutions
production
metal
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DER13300A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Karl Buechner
Josef Meis
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ruhrchemie AG
Original Assignee
Ruhrchemie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ruhrchemie AG filed Critical Ruhrchemie AG
Priority to DER13300A priority Critical patent/DE963773C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE963773C publication Critical patent/DE963773C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G37/00Compounds of chromium
    • C01G37/04Chromium halides
    • C01G37/06Chromylhalides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Chrom(II)-chloridlösungen aus aluminothermisch gewonnenem Chrom In dem Patent 953I64 wurden Bedingungen angegeben, nach denen eine Herstellung von Chrom,(II)-chloridlösungen aus aluminotl-armisch gewonnenem Chrom möglich ist. Eine dieser Bedingungen fordert eine möglichst kurze Auflösungszeit des Chrommetalls, die nach den Ausführungsbe#spielen bei etwa 30 Minuten :legt. Für die Einhaltung einer so kurzen Zeit ist eine bestimmte Oberfläche des Chrommetallpulv-ers erforderlich. Wenn das spröde Me - 11 im Mörser zerstoßen und auf eine Korngröße von unter 0,4 mm gebracht wird, läßt sich die Zeit von 30 Minuten bei der Auflösung ohne weiteres einhalten. Wird das Metall jedoch auf einer Mineralmühle zu mehr runden Körnern unter o,5 mm vermahlen, so erfordert die Auflösung die, dreifache Zeit, während grobstückiges Material erst in der zehnfachen Zeit die, im Unterschuß zugesetzte Salzsäure so weit neutralisiert hat, daß nur noch geringste Mengen (etwa o bis 3 g) freier Säure vorhanden sind. Bei verlängerten Auflösungszeiten ist es jedoch nach Patent 953 164 nicht möglich, blaue Chrom(II)-chlo.rid-lösungen zu erhalten, aus denen bei längerem Stehen kein schmutziggrüner Niederschlag sich absetzt.
  • Es wurde gefunden, daß man das Ausfallen dieses Niederschlages bei konzentrierten Chrom (II)-chloridlösungen, bei deren Herstellung die kurze Auflösungszait nicht eingehalten werden konnte, vermeiden kann, wenn das zur Auflösung kommende Metall einer Vorbehandlung mit Flußsäure unterzogen wird. Für die Vorbehandlung genügen geringe Mengen, die maximal 1 Teil H2F2 auf Zoo Teile Chrommetall betragen und in einfachster Weise in Form einer wäßrigen, 4o%igen Flußsäure angewendet werden können. Setzt man die Flußsäure der Salzsäure bei der Auflösung des Metalls zu, so ist die Maßnahme ohne Einfluß auf die, Verhinderung der Ausfällung beim Lagern der Chrom(II)-Lösung. Wird jedoch nach der Erfindung die Flußsäure vor der Auflösung des Metalls angewandt, so erhält man auch bei verlängerten Auflösungszeiten konzentrierte Chrom(II)-chloridlösungen von blauer Farbe, die selbst bei monate; langer Lagerung keinen Niederschlag fallen lassen und bei Gehalten an freier Salzsäure bis etwa 5 g/1 keine Wasserstoffentwicklung zeigen.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren besitzt große technische Vorteile gegenüber der Arbeitsweise nach der Hauptpatentanmeldung. Als Einsatzmaterial kann nunmehr schwerer lösliches C: rommetall, z. B. gröber oder glatter gemahlenes, ja sogar grobstückiges Material verwendet werden, da die Forderung nach möglichst kurzer Auflösungsdauer durch die erfindungsgemäße Vorbehandlung des Metalls mit Flußsäure nicht mehr eingehalten zu werden braucht. Beispiel In einem Eisentopf wurden 83 g aluminothermisch gewonnenes Chrommetall, das. auf 'einer Mineralmühle auf eine Korngröße 0,5 mm gemahlen war, mit 3,5 cm3 400/0iger Fluorwasserstoffsäure D.20= 1,128 unter Rühren vermischt. Bei ' 'chtem Anwärmen der Mischung auf 4o bis 5o° C war nach etwa 1o Minuten das- Wasser der Flußsätire verdampft, und das Metallpulver besaß nunmehr einen grünen Anflug. Das vorbehandelte Metall wurde in einen 2-1-Rundkolben mit Rührer und Tropftrichter eingebracht. Der mit 21o cms Wasser beschickte Kolben. befand sich in einem auf etwa 8o° angewärmten Wasserbad, während im Tropftrichter 21o cm3 35%ige Salzsäure, angewärmt auf 5o°, vorhanden waren. Der Kolben wurde mit Stickstoff gut ausgespült und unter einem Stickstoffdruck belassen.
  • Im Verlaufe von etwa 2 Minuten wurde die Salzsäure zu dem :m kräftigen Rühren gehaltenen Kolbeninhalt gegeben. Unter starker Wasserstoffentwicklung wurde das Chrommetall schnell bis auf einen Rest gelöst. Nach 1o Minuten Rührdauer -wobei die Temperatur bis auf g6° anstieg - war die Lösung im Kolben bereits blau. Die Gasentwicklung verlangsamte sich und hörte nach etwa 9o Minuten Reaktionszeit nahezu auf. Nunmehr wurde der Kolbeninhalt unter Fernhaltung des Luftsauerstoffs durch Überschichten mit Kohlenwasserstoffen wie nach der Hauptpatentanmeldung filtriert. Als Filterrückstand erh%lt man 19 g Chrommetall, das in den nächsten Ansatz gegeben wurde, und 365 em3 einer reinblaugefärbten Lösung, die insgesamt 64 g Chrommetall enthielt und nachfolgende analytische Kennzahlen besaß
    Chromgehalt . . . . . . . . . . . . 175,5 g Cr/1
    Chlorgehalt
    (einschließlich Fluor) .. 233,2 g/1
    (berechnet ads Cl)
    freie H Cl . . . . . . . . . . . . . . . o g/1
    Reduktions-rert ... ...... Zoo "/o
    Die Lösung war nach zweimonatiger Lagerung noch völlig trübungsfrei und zeigte keine Wasserstoffentwicklung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von zinkfreien, praktisch chromisalzfreien Chrom (II)-c.hloridlösungen aus aluminothermisch gewonnenem Chrom und Salzsäure nach Patent 953 164, dadurch gekemnzeichnet, -daß das Chrommetall mnt Flußsäure vorbehandelt wird.
DER13300A 1954-01-08 1954-01-08 Verfahren zur Herstellung von Chrom (ó�)-chloridloesungen aus aluminothermisch gewonnenem Chrom Expired DE963773C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DER13300A DE963773C (de) 1954-01-08 1954-01-08 Verfahren zur Herstellung von Chrom (ó�)-chloridloesungen aus aluminothermisch gewonnenem Chrom

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DER13300A DE963773C (de) 1954-01-08 1954-01-08 Verfahren zur Herstellung von Chrom (ó�)-chloridloesungen aus aluminothermisch gewonnenem Chrom

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE963773C true DE963773C (de) 1957-05-16

Family

ID=7399000

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DER13300A Expired DE963773C (de) 1954-01-08 1954-01-08 Verfahren zur Herstellung von Chrom (ó�)-chloridloesungen aus aluminothermisch gewonnenem Chrom

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE963773C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2614341C2 (de) Verfahren zur Laugung von Arsen und Antimon enthaltenden Erzen, metallurgischen Nebenprodukten oder Speisen
DE963773C (de) Verfahren zur Herstellung von Chrom (ó�)-chloridloesungen aus aluminothermisch gewonnenem Chrom
DE685688C (de) Verfahren zur Herstellung von Kupferrubinglaesern
DER0013300MA (de)
DE605624C (de) Verfahren zur Herstellung von Ammonsalpetersprengstoffen
DE582682C (de) Verfahren zur Gewinnung metalloxydhaltiger Sole bzw. hochdisperser Suspensionen
DE608806C (de) Verfahren zur Beseitigung des sich im Chromelektrolyten anreichernden Eisens
DE1190015B (de) Reinigungsstoff fuer Eisen- und Stahlschmelzen
DE1251295B (de) Verfahren zur Herstellung von femteiligem Urandioxyd bestimmter Teilchengroße
DE860302C (de) Verfahren zur Herstellung einer wasserfreien, oxyd- und oxychloridarmen, zinnchloruerhaltigen Salzschmelze
DE549664C (de) Verfahren zur Herstellung von roten Mineralfarben
DE557848C (de) Verfahren zur Herstellung eines Impraegnierungsmittels fuer Holz und aehnliche Faserstoffe
DE851054C (de) Verfahren zur Gewinnung von Chlor durch katalytische Oxydation von Chlorwasserstoff
AT149192B (de) Verfahren zur Herstellung von Gläsern hoher Durchlässigkeit für ultraviolette Strahlen.
DE886248C (de) Verfahren zur Herstellung eines Leuchtstoffueberzuges auf einer Glasflaeche
DE1031974B (de) Verfahren zur Herstellung von Titan
DE657218C (de) Verfahren zur Herstellung von Zirkonlegierungen
DE500584C (de) Verfahren zum Aufschliessen von Titaneisenerzen durch Behandlung mit einem Reduktionsmittel und Chlor
DE659301C (de) Herstellung von schweinfurtergruenartigen Verbindungen
DE1086440B (de) Verfahren zur Herstellung von Titan
DE487006C (de) Gewinnung von Zinn aus Legierungen und mechanischen Gemengen
DE246386C (de)
DE937045C (de) Verfahren zur Herstellung von hochdispersem, reinem Bleisulfat
DE596528C (de) Verfahren zur Herstellung von Ferrovanadin
DE528146C (de) Darstellung von Chromverbindungen