DE963773C - Verfahren zur Herstellung von Chrom (ó�)-chloridloesungen aus aluminothermisch gewonnenem Chrom - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Chrom (ó�)-chloridloesungen aus aluminothermisch gewonnenem ChromInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01G—COMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
- C01G37/00—Compounds of chromium
- C01G37/04—Chromium halides
- C01G37/06—Chromylhalides
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Chrom(II)-chloridlösungen aus aluminothermisch gewonnenem Chrom In dem Patent 953I64 wurden Bedingungen angegeben, nach denen eine Herstellung von Chrom,(II)-chloridlösungen aus aluminotl-armisch gewonnenem Chrom möglich ist. Eine dieser Bedingungen fordert eine möglichst kurze Auflösungszeit des Chrommetalls, die nach den Ausführungsbe#spielen bei etwa 30 Minuten :legt. Für die Einhaltung einer so kurzen Zeit ist eine bestimmte Oberfläche des Chrommetallpulv-ers erforderlich. Wenn das spröde Me - 11 im Mörser zerstoßen und auf eine Korngröße von unter 0,4 mm gebracht wird, läßt sich die Zeit von 30 Minuten bei der Auflösung ohne weiteres einhalten. Wird das Metall jedoch auf einer Mineralmühle zu mehr runden Körnern unter o,5 mm vermahlen, so erfordert die Auflösung die, dreifache Zeit, während grobstückiges Material erst in der zehnfachen Zeit die, im Unterschuß zugesetzte Salzsäure so weit neutralisiert hat, daß nur noch geringste Mengen (etwa o bis 3 g) freier Säure vorhanden sind. Bei verlängerten Auflösungszeiten ist es jedoch nach Patent 953 164 nicht möglich, blaue Chrom(II)-chlo.rid-lösungen zu erhalten, aus denen bei längerem Stehen kein schmutziggrüner Niederschlag sich absetzt.
- Es wurde gefunden, daß man das Ausfallen dieses Niederschlages bei konzentrierten Chrom (II)-chloridlösungen, bei deren Herstellung die kurze Auflösungszait nicht eingehalten werden konnte, vermeiden kann, wenn das zur Auflösung kommende Metall einer Vorbehandlung mit Flußsäure unterzogen wird. Für die Vorbehandlung genügen geringe Mengen, die maximal 1 Teil H2F2 auf Zoo Teile Chrommetall betragen und in einfachster Weise in Form einer wäßrigen, 4o%igen Flußsäure angewendet werden können. Setzt man die Flußsäure der Salzsäure bei der Auflösung des Metalls zu, so ist die Maßnahme ohne Einfluß auf die, Verhinderung der Ausfällung beim Lagern der Chrom(II)-Lösung. Wird jedoch nach der Erfindung die Flußsäure vor der Auflösung des Metalls angewandt, so erhält man auch bei verlängerten Auflösungszeiten konzentrierte Chrom(II)-chloridlösungen von blauer Farbe, die selbst bei monate; langer Lagerung keinen Niederschlag fallen lassen und bei Gehalten an freier Salzsäure bis etwa 5 g/1 keine Wasserstoffentwicklung zeigen.
- Das erfindungsgemäße Verfahren besitzt große technische Vorteile gegenüber der Arbeitsweise nach der Hauptpatentanmeldung. Als Einsatzmaterial kann nunmehr schwerer lösliches C: rommetall, z. B. gröber oder glatter gemahlenes, ja sogar grobstückiges Material verwendet werden, da die Forderung nach möglichst kurzer Auflösungsdauer durch die erfindungsgemäße Vorbehandlung des Metalls mit Flußsäure nicht mehr eingehalten zu werden braucht. Beispiel In einem Eisentopf wurden 83 g aluminothermisch gewonnenes Chrommetall, das. auf 'einer Mineralmühle auf eine Korngröße 0,5 mm gemahlen war, mit 3,5 cm3 400/0iger Fluorwasserstoffsäure D.20= 1,128 unter Rühren vermischt. Bei ' 'chtem Anwärmen der Mischung auf 4o bis 5o° C war nach etwa 1o Minuten das- Wasser der Flußsätire verdampft, und das Metallpulver besaß nunmehr einen grünen Anflug. Das vorbehandelte Metall wurde in einen 2-1-Rundkolben mit Rührer und Tropftrichter eingebracht. Der mit 21o cms Wasser beschickte Kolben. befand sich in einem auf etwa 8o° angewärmten Wasserbad, während im Tropftrichter 21o cm3 35%ige Salzsäure, angewärmt auf 5o°, vorhanden waren. Der Kolben wurde mit Stickstoff gut ausgespült und unter einem Stickstoffdruck belassen.
- Im Verlaufe von etwa 2 Minuten wurde die Salzsäure zu dem :m kräftigen Rühren gehaltenen Kolbeninhalt gegeben. Unter starker Wasserstoffentwicklung wurde das Chrommetall schnell bis auf einen Rest gelöst. Nach 1o Minuten Rührdauer -wobei die Temperatur bis auf g6° anstieg - war die Lösung im Kolben bereits blau. Die Gasentwicklung verlangsamte sich und hörte nach etwa 9o Minuten Reaktionszeit nahezu auf. Nunmehr wurde der Kolbeninhalt unter Fernhaltung des Luftsauerstoffs durch Überschichten mit Kohlenwasserstoffen wie nach der Hauptpatentanmeldung filtriert. Als Filterrückstand erh%lt man 19 g Chrommetall, das in den nächsten Ansatz gegeben wurde, und 365 em3 einer reinblaugefärbten Lösung, die insgesamt 64 g Chrommetall enthielt und nachfolgende analytische Kennzahlen besaß
Die Lösung war nach zweimonatiger Lagerung noch völlig trübungsfrei und zeigte keine Wasserstoffentwicklung.Chromgehalt . . . . . . . . . . . . 175,5 g Cr/1 Chlorgehalt (einschließlich Fluor) .. 233,2 g/1 (berechnet ads Cl) freie H Cl . . . . . . . . . . . . . . . o g/1 Reduktions-rert ... ...... Zoo "/o
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von zinkfreien, praktisch chromisalzfreien Chrom (II)-c.hloridlösungen aus aluminothermisch gewonnenem Chrom und Salzsäure nach Patent 953 164, dadurch gekemnzeichnet, -daß das Chrommetall mnt Flußsäure vorbehandelt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER13300A DE963773C (de) | 1954-01-08 | 1954-01-08 | Verfahren zur Herstellung von Chrom (ó�)-chloridloesungen aus aluminothermisch gewonnenem Chrom |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER13300A DE963773C (de) | 1954-01-08 | 1954-01-08 | Verfahren zur Herstellung von Chrom (ó�)-chloridloesungen aus aluminothermisch gewonnenem Chrom |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE963773C true DE963773C (de) | 1957-05-16 |
Family
ID=7399000
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER13300A Expired DE963773C (de) | 1954-01-08 | 1954-01-08 | Verfahren zur Herstellung von Chrom (ó�)-chloridloesungen aus aluminothermisch gewonnenem Chrom |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE963773C (de) |
-
1954
- 1954-01-08 DE DER13300A patent/DE963773C/de not_active Expired
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