DE96322C - - Google Patents

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DE96322C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B23/00Flat warp knitting machines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Raschelmaschine, bei welcher zur Herstellung von Ananaswaare Zungennadeln in Verbindung mit den bekannten Abschlag- bezw. Einschliefsplatinen in Anwendung kommen, wobei die im Nadelbett in bekannter Weise auf- und abbeweglichen Zungennadeln mittelst der gewünschten Musterung entsprechend gezahnter Musterbleche abwechselnd einzeln oder in Gruppen oder alle zugleich in die Arbeitslage gehoben werden.
Die Abschlag- bezw. Einschliefsplatinen sind hierbei auf einer horizontal gegen die Nadeln vor- und zurückbeweglichen Schiene befestigt und haben den Zweck, die an den Nadeln aufgeworfenen Maschen gegen Ueberspringen über den Nadelkopf bei Herstellung von Ananaswaare zu sichern.
Durch Verwendung von solchen einzelnen beweglichen Zungennadeln im Verein mit derartigen Platinen wird die Leistungsfähigkeit derartiger Raschelmaschinen in Bezug auf Qualität und Quantität der darauf hergestellten Waare ganz bedeutend erhöht.
Die Einrichtung der Raschelmaschine ist in Fig. ι in Längsansicht und in Fig. 2 im Querschnitt dargestellt. Fig. 3 zeigt die Anordnung der Zungennadeln und der Abschlag- bezw. Einschliefsplatinen.
Fig. 4, 5 und 6 zeigen Einzelheiten der Anordnung und Bewegungsvorrichtungen der Musterbleche in Verbindung mit den Nadeln.
In den senkrechten Nadelkanälen a1 der Nadelplatte bezw. des Nadelbettes α sind die Zungennadeln b in bekannter Weise einzeln verschiebbar und werden an ihren vorstehenden Füfsen b1 (Fig. 2 und 6) von den Zähnen der Musterbleche d1 bis d6 beeinflufst.
Die Nadeln b sind mittelst vorgeschobener Lineale c gegen unbeabsichtigtes Herausfallen aus dem Nadelbett α gesichert. Die Aufwärtsbewegung der. Musterbleche d1 bis de erfolgt durch Heben der Winkelschiene e, deren Bewegung unter Vermittelung einer Hubscheibey von der Welle g aus erfolgt. Zu diesem Zwecke legt sich gegen die Hubscheibe f das freie, mit Laufrolle hL versehene Ende eines um die Achse i drehbaren Hebels h, und dieser beeinfiufst die im Maschinengestell auf- und abbewegliche, mit der Winkelschiene e verbundene Stange k.
Das Herabziehen der Nadeln b aus ihrer gehobenen Stellung erfolgt mittelst der Flacheisenschiene /.
Diese ist unmittelbar über den Nadelfüfsen b1 gelagert und durch Bügel m mit der Winkelschiene e verbunden, so dafs sie dieser bei der Abwärtsbewegung folgen mufs.
Die Musterbleche d1 bis d6 sind mittelst Schlitze ν ν1 auf Bolzen η der Winkelschiene e unter Beeinflussung von Federn w der Länge und der Höhe nach verschiebbar angeordnet, so dafs nur immer eins der Musterbleche oder auch mehrere zugleich die von den Zähnen derselben getroffenen Nadeln b 'in die Arbeitslage zu heben vermögen, während die übrigen Musterbleche in ihrer die Nadeln nicht beeinflussenden Stellung verbleiben.
Die hierzu erforderliche und der gewünschten Musterung der Waare entsprechend jeweils zu erfolgende Bewegung der Musterbleche rf1 bis de wird durch das Getriebe eines Riegelkastens ο bewirkt, welcher nach Art des Riegelkastens der Legemaschinen eingerichtet ist. Die Musterbleche d1 bis de tragen sogenannte Treiber^1 bis ρ6, auf welche die Riegel q1 bis q6 stofsen (vergl. Fig. 4 und 5).
Dadurch wird jede von der Gliederkette r hervorgerufene Verschiebung der Riegel q1 bis q6 auf die ebenfalls der gewünschten Musterung entsprechenden Musterbleche d1 bis d6 übertragen, wodurch dieselben infolge der Anordnung der schrägen Schlitze ν ν1 an den Bolzen η der Schiene e emporsteigen und vermöge des hierauf zu erfolgenden Hebens der Schiene e die von den Zähnen der Musterbleche getroffenen Nadeln beeinflussen.
Beim Fallen der Gliederkette r werden die arbeitenden Musterbleche von ihrer zugehörigen, beim bisherigen Steigen derselben gespannten Feder w (Fig. 1) in ihre Ruhestellung zurückgezogen.
Erfordert die gewünschte Musterung der herzustellenden Waare ein Verstellen der Musterbleche zu einander ihrer Länge nach, so dafs ihre Zähne abwechselnd verschiedene Nadeln oder die Nadeln in wechselnden Gruppen zu treffen vermögen, dann gleiten die Musterbleche mittelst ihres waagerechten Schlitztheiles an dem Bolzen η der Winkelschiene e entlang. Der Antrieb des Riegelkastens 0 erfolgt mittelst Kettenräder s s1 und Gall'scher Kette t von der Gliedertrommel t1 des Riegelkastens u für die Legemaschinen. Als Abschlagvorrichtung sind statt der bisher gebräuchlichen festen Abschlagbleche bewegliche Abschlag- bezw. Einschliefsplatinen χ vorgesehen (vergl. Fig. 3 und 6), welche an einer Schiene x1 befestigt sind und von einer ebenfalls auf der Welle g sitzenden Hubscheibe y unter Vermittelung des Winkelhebels yly'1 in einem grofsen Kreisbogen gegen die Nadeln b vor- und zurückbewegt werden, wobei das freie, obere Ende des. Winkelhebelarmes y2 unmittelbar mit der Schiene x1 verbunden ist (vergl. Fig. 2).
Jede Abschlagplatine χ hat eine Auskehlung x2, welche verhindert, dafs bei Bildung der Ananaswaare die an den Nadeln b aufgeworfenen Maschen über die Nadelköpfe hinwegspringen ; es werden vielmehr die an den Nadeln aufgeworfenen Maschen von der Kehlung x2 der Platinen χ zurückgehalten. Infolge der einzeln beweglichen Nadeln b, welche von den Zähnen der Musterbleche (in Fig. 1 und 4 beispielsweise mit Zähnen zu je zwei und zwei Nadeln) gehoben werden, legen die Legemaschinen die Wirkfaden um die gehobenen Nadeln und bilden daselbst Maschen, während die anderen in den Einschnitten bezw.
Zahnlücken der Musterbleche liegenden Nadeln ruhen, bis sie von dem zahnlosen Blech de oder den Zähnen eines der Länge nach verschobenen Musterbleches dl bis ds erfafst werden und dann gemeinsam arbeiten. Dadurch, dafs infolge der Anordnung der gezahnten Musterbleche dl bis d5 nur ein Theil der Nadeln b unter bestimmten Abständen arbeitet, bilden sich in der Waare Erhöhungen, eben die Ananastuppen.
Wird das glatte bezw. zahnlose Blech ds gegen die Nadelfüfse bl gehoben, indem dasselbe in seinem schrägen Schlitz ν am Bolzen η der Schiene e unter Beeinflussung des Riegelkastens 0 und der Treiber ρ und unter Spannung seiner Feder w emporgleitet, so kann man, da hierdurch alle Nadeln in die Arbeitslage getrieben werden, die vorliegende Raschelmaschine auch zur Herstellung von glatter Waare von bisher unerreichter Festigkeit benutzen. Beim Fallen der Gliederkette gleitet das Blech d6 ebenso wie die übrigen Musterbleche dl bis d5 infolge der Zugwirkung der gespannten Feder w in seine Ruhestellung zurück. Die fertige Waare wird über die Abschlag- bezw. Einschliefsplatinen hinweg nach der Hinterseite der Maschine abgeführt. Infolge der Mannigfaltigkeit der wechselbaren Gliederkette, der Anzahl und Färbung der Wirkfaden und der Anzahl der Musterbleche und ihrer Gestaltung in Bezug auf Zahnbreite und Zähnezahl können unerschöpfliche Musterungen auf der beschriebenen Maschine hergestellt werden.
In den Fig. 7 bis 19 ist die Wirkungsweise einer solchen Raschelmaschine mit drei Musterblechen dl bis d% dargestellt. Hierbei sind zwei verschiedenfarbige Wirkfaden angenommen, von denen der weifse, mit vollen Linien gezeichnete Faden mittelst des Musterbleches rf2 und der rothe, mit strichpunktirten Linien gezeichnete Wirkfaden mittelst des Musterbleches d% verarbeitet wird. Das volle oder zahnlose Musterblech d1, welches in derselben Weise bewegt wird wie rf2 und ijf3, ist in der Zeichnung aufser Thätigkeit gedacht. Der Arbeitsgang der Maschine ist folgender: '
Von der Gliederkette r beeinflufst, gleitet das Musterblech d2 mittelst der schrägen Theile seiner Schlitze vl um die Zahnhöhe am Bolzen η der Schiene e empor und wird im waagerechten Schlitztheil in seiner Hochstellung gesichert. Hierauf wird die Schiene e mit den daran befestigten Musterblechen ds bis rf3 sowie der Schiene / gehoben und diejenigen Nadeln, welche von den Zähnen des Bleches rf2 getroffen werden, mitgenommen (Fig. 7). :
Unterdessen rückte der Einschliefsösenkamm ^ mit den hindurchgehenden Wirkfaden nach links (Fig. 9), um hierauf vor die bereits emporgekommenen Nadeln zu treten (Fig. 10). Nun gehen die Einschliefsösen ^ in ihre Ursprünge
liehe Stellung zurück (Fig. 7 und 8) und legen sich dadurch die Wirkfaden um je zwei der emporgehobenen Nadeln (Fig. 17). Ist dies erfolgt, so treten, während die gehobenen Nadeln b durch die jetzt sinkende Schiene / an ihren Füfsen b1 mit nach unten genommen werden, die Einschliefsplatinen χ vor (Fig. 11). Damit sind die Maschen gebildet und werden dieselben durch die Auskehlung λ:2 der hierauf wieder in ihre ursprüngliche Stellung (Fig. 12) zurückgehenden Platinen χ. zurückgehalten und vor Abfallen gesichert.
Während dieser Vorgänge war der mit strichpunktirten Linien angedeutete rothe Faden aufser Thätigkeit.
Nun befinden sich Nadeln b und Musterbleche dl bis ds wieder in ihrer Ruhestellung (Fig. 13 und 14) und wiederholt sich der beschriebene Vorgang so oft, als das Blech d2 von der Kette r beeinflufst wird, bezw. so oft, als es die gewünschte Musterung der herzustellenden Waare erfordert. Die Umgestaltung des rothen Wirkfadens zur Masche oder die Verschlingung desselben mit dem weifsen Wirkfaden (Fig. ig) unter entsprechendem Zusammenarbeiten der beiden Musterbleche d'2 und d3 geschieht in derselben Weise und wird mittelst des Musterbleches d3 bewirkt; Fig. 15 und 16 zeigen die in die Arbeitslage gerückte
Stellung desselben. Hierbei legen sich die rothen Wirkfaden (Fig. 18) einfach um die Nadeln.

Claims (2)

  1. Pa tent-Ansprüche:
    ι . Raschelmaschine zur Herstellung von Ananaswaare mittelst Zungennadeln in Verbindung mit Abschlag- bezw. Einschliefsplatinen, bei welcher die in bekannter Weise einzeln und senkrecht beweglichen Zungennadeln (b) von der jeweils gewünschten Musterung entsprechend gezahnten, sowohl ihrer Höhe als ' auch ihrer Länge nach beweglichen Musterblechen (d) beeinflufst und die gebildeten Maschen mittelst gegen die Nadeln vor- und zurückbewegter Einschliefs- bezw. Abschlagplatinen (x) in bekannter Weise abgeschlagen werden, wobei die an den Nadeln aufgeworfenen Maschen von der Kehlung 1*) dieser Platinen (x) zurückgehalten und dadurch vor Abfallen gesichert sind.
  2. 2. Eine Raschelmaschine der unter 1. gekennzeichneten Art, bei welcher neben Musterblechen (d) noch ein der Höhe nach stellbares, zahnloses Blech (dl) vorgesehen ist, um neben Ananaswaare auch glatte Stoffe herstellen zu können.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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