DE9629C - Neuerung an Näh- und Stickmaschinen zur Herstellung eines Doppel-Tambourir-Kreuzstichs - Google Patents

Neuerung an Näh- und Stickmaschinen zur Herstellung eines Doppel-Tambourir-Kreuzstichs

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DE9629C
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J. GUTMANN in Berlin, Alexanderstrafse 1
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    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05CEMBROIDERING; TUFTING
    • D05C7/00Special-purpose or automatic embroidering machines

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  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

1879.
__-, .-Klasse^
JULIUS GUTMANN in BERLIN. Neuerung an Näh- und Stickmaschinen zur Herstellung eines Doppel -Tambourir-Kreuzstiches.
Zusatz-Patent zu No. 1852 vom 28. November 1877.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. November 1879 ab. Längste Dauer: 29. November 1891.
Um mit der Gutmann'schen Näh- und Stickmaschine zur Herstellung des Häkel-, Zier- und Festonstiches, D. R. P. No. 1852, einen besonders festen Doppeltambourir-Kreuzstich mit zwei Fäden und auch noch mit einem dritten auf dem Stoff vorgelegten Faden ausführen zu können, dienen die folgenden Abänderungen.
Statt der beiden Nadeln, von denen die eine eine Hakennadel, die andere eine gewöhnliche Maschinennähnadel ist, werden in die abgeänderte Maschine zwei Hakennadeln eingesetzt. An Stelle des Greifers unter der Stichplatte und des ihn bewegenden Mechanismus tritt folgende Einrichtung:
Sie besteht zunächst aus einem hohlen Cylinder α, der in einem gabelförmigen Halter b aufrechtstehend unter der Stichplatte drehbar gelagert ist, und innerhalb der Gabelung, wo die Zahnstange eingreift, gezahnt ist. Am Ende der unter der Tischplatte liegenden Welle C ist vor dem Antriebsschnurrad U eine Kreuz-Curvenscheibe d befestigt, in welche ein Gleitstück des einarmigen Hebels e geführt wird. An dem oben gelagerten Hebel e ist unten die Verlängerung der Zahnstange c mit einem Gelenk befestigt, und macht eine unterbrochene hin- und hergehende Bewegung, wobei der Cylinder a gerade einhalbmal um sich selbst gedreht wird. Auf dem Cylinder ist mit einem Gelenk die runde Scheibe g mit den zwei Fadenführungshülsen angebracht. Der im rechten Winkel umgebogene Hebel / umfafst an einem Ende den Rand der Scheibe g; am anderen Ende schleift der auf dem Stift i gelagerte Hebel / auf dem Rand einer kleinen, am Ende der Welle C sitzenden excentrischen Scheibe h und wird durch die Feder m auf den Scheibenrand gedrückt.
Während der Zeit nun, in welcher der Cylinder a mit der Scheibe g keine Drehung ausführt, hebt die Scheibe h das auf ihr schleifende Hebelende hoch; das gegabelte Ende des Hebels f drückt alsdann den Rand der Scheibe g nieder und kippt diese mit ihren Fadenführungshülsen um ihr Gelenk, wie in Fig. 4.
Die Maschine arbeitet mit zwei Fäden, deren Spulen / unter der Tischplatte befestigt werden. Von den Spulen wird jeder der Fäden bei η durch eine Oese zu den Spannungsscheiben ρ und von dort durch den hohlen Cylinder a nach aufwärts, jeder durch eine der Fadenführungshülsen, und schliefslich durchLöcher über diesen durch die Stichplatte geführt. Die Spannung der Fäden wird während des Nähens durch die Federn q regulirt.
Beim Beginn des Nähens werden zunächst die aus den Löchern über den Führungshülsen in der Stichplatte herausgezogenen Fäden festgehalten. Vom zweiten Stich an hält der Stoff die durch das U-förmige Stichloch hindurch nun mit ihm verbundenen Fäden von selbst fest. Die Fäden bilden über dem Stoff jeder eine Schlinge, die in den Haken ihrer Nadeln ruht, wenn die Nadeln, wie in Fig. 5 dargestellt, ihre höchste Stellung einnehmen.
Bevor die Nadeln sich senken, wird der Stoff durch den gewöhnlichen Transporteur um eine Nähstichlänge fortbewegt, und es legen sich die beiden Fadenschlingen nun beim Senken und dem nächsten Stoffdurchstechen der Nadeln auf dem Stoff nieder. Zwei die Nadeln umfassende Hülsen W drücken gleichsam, wie der Stoffdrücker, auf den Stoff, ebenso wie auf die hingelegten Fadenschlingen, Fig. 4, und halten sie beim nächsten Hochgehen der Nadeln auf den Stoff fest.
Die Nadeln ziehen alsdann, den Tambourirstich bildend, eine nächste Schlinge durch die so festgehaltenen hindurch. Bevor sich dieselben indessen gesenkt haben, hat der Cylinder α mit der Scheibe g eine halbe Umdrehung gemacht, und damit sind die von den Führungshülsen nach den Stichlöchern gehenden beiden Fäden gegen einander über Kreuz gelegt worden, Fig. 6. Haben alsdann die Nadeln den Stoff durchstochen, so kippt der Hebel / die Scheibe um, und hakt dadurch die gekreuzten Fäden wechselseitig in die Haken der Nadeln ein, wie Fig. 4 zeigt. Indem- die Nadeln wieder aufwärts gehen, bilden sie aus den Fäden je eine Schlinge, die sie nach oben durchziehen.
4/7 ,
Beim ',nächsten Stich hat sich der Cylinder a um eine halbe Umdrehung zurückgedreht, die Fäden dadurch von neuem gekreuzt, und nun wechseln die Nadeln wieder mit den Fäden, so dafs, wenn diese verschiedene Farben haben, auf der Stoffoberfläche immer Stich um Stich in jeder der beiden parallel entstandenen Nähte die Farbe des Fadens wechselt. Auf der Unterseite des Stoffes liegen die beiden Fäden immer einfach gekreuzt über einander.
Der Fadenvorlegehebel B der Näh- und Stickmaschine läfst sich auch bei dieser Art des doppelten Tambourir-Kreuzstiches mit in Thätigkeit nehmen. Er ist dann dazu da, ganz in der Weise, wie bei der älteren Form der Maschine, jetzt einen dritten Faden von oben her so in Hin- und Herführung vorzulegen, dafs dieser von den gleichzeitig entstehenden beiden Nähstichen mit festgenäht wird. Die Spitzen der beiden Nadeln sind dazu ungleich lang. Der Vorlegehebel B legt seinen Faden dicht an den Faden der linken Nadel, wenn beide Nadeln in der höchsten Stellung stehen, und führt ihn in einem kleinen Bogen von links nach rechts vor die Nadel. Beide Nadeln senken sich und die längere linke Nadelspitze hält bereits die um sie sich anlegende Wendung des Vorlegefadens fest, während der Vorlegehebel ihn selbst weiter unter die noch höher stehende rechte Nadelspitze an den rechten Faden legt. Von hier wird der Faden nach vorn und von rechts, wieder nach links zurückgeleitet. Die Nadeln . senken sich inzwischen weiter, die rechte Nadel hält den sie ebenfalls umfassenden Vorlegefaden fest und so geht es abwechselnd von Stich zu Stich fort.
Es läfst sich selbst noch eine dritte Hakennadel zwischen die beiden Nadeln setzen, und von unten läfst sich durch den Cylinder α noch ein vierter Faden so führen, dafs er aus einer excentrisch auf der Scheibe g, aber noch innerhalb der Nadelstellung angebrachten Führungshülse herauskommt. Dieser vierte Faden wird jedesmal beim Kippen der Scheibe g einmal von rechts, einmal von links in die Mittelnadel eingelegt werden. Diese letztere wird demnach zwischen den Doppeltambourir-Kreuzstich einen einfachen Tambourirstich hineinnähen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Anwendung mehrerer Fadenführungshülsen unter der Stichplatte einer Nähmaschine, die sich so innerhalb jeder Nähstichperiode bewegen, dafs die von unten zugeführten Fäden gekreuzt in die Haken der Nadeln eingelegt . werden zur Herstellung eines Doppeltambourir-Kreuzstiches.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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