DE29631C - Einrichtung zur Ausführung von Ziernähten an Nähmaschinen - Google Patents

Einrichtung zur Ausführung von Ziernähten an Nähmaschinen

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DE29631C
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Germany
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pearl
needle bar
sewing
stitch
cords
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DENDAT29631D
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J. GUTMANN in Berlin C, Alexanderstr. 1
Publication of DE29631C publication Critical patent/DE29631C/de
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04DTRIMMINGS; RIBBONS, TAPES OR BANDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D04D1/00Ropes or like decorative or ornamental elongated trimmings made from filamentary material
    • D04D1/04Ropes or like decorative or ornamental elongated trimmings made from filamentary material by threading or stringing pearls or beads on filamentary material

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 52: Nähmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. Mai 1884 ab.
Die Aufgabe, welche mit der vorliegenden Neuerung an Nähmaschinen gelöst werden soll, ist zunächst das Vorlegen zweier Fäden, Schnüre oder Litzen vor jedem Stich einer gewöhnlichen oder einer Tambourirmaschine, so dafs von jedem Stich eine Kreuzung der Vorlegefäden festgenäht wird.
Fig. ι und 2 verdeutlichen die damit entstehende Ziernaht beim Tambourirstich und auch beim Doppelsteppstich.
Den Mechanismus zur Ausführung solcher Zierstiche zeigen die Fig. 3 bis 6. Aehnlich, wie schon im Patent No. 23932, ist auch hier unten an dem Kopf der Nähmaschine ein nach unten gerichteter hohler cylindrischer Zapfen a festgemacht, durch welchen der Länge nach die Nadelstange hindurchgeht. Auf dem cylindrischen Zapfen kann ein Schnur- oder ein Kettenrad b rotiren, welches von der oberen Welle der Maschine her mittelst Schnur- oder Kettentrieb mit der Maschine bewegt wird.
Dieses Schnurrad b ist jetzt doppelt so grofs als sein Antriebsrad c auf der oberen Maschinenwelle, und so macht also das erstere nur eine Umdrehung, während das letztere zwei Umdrehungen, die Maschine also zwei Nähstiche macht.
Unter dem Rad b sitzt auf dem Zapfen a drehbar eine Scheibe d, die am Rand zur einen Hälfte dick, zur anderen Hälfte dünn ist. In irgend einer Weise sind die Schnurrolle b und die Scheibe d so mit einander verbunden, dafs sich letztere mit der ersteren umdreht.
Unter dem cylindrischen Zapfen α befindet sich auf der Nadelstange ein Ring e mit einer eingedrehten Nuth. Dieser Ring ist auf der Nadelstange nicht verdrehbar; bei einer Tambourirmaschine wird er also mit der Nadelstange bei Benutzung der Kurbel mit herumgeführt werden. Dagegen ist dieser Ring gegen die Auf- und Abwärtsbewegung der Nadelstange durch einen gabelförmigen Haken /, der in seine Nuth einfafst und unten am Ende des Zapfens α festgemacht ist, gesichert.
Auf einem Vorsprung an dem Ring e sitzen, wie die Theile einer Scheere schwingbar, die Fadenführungshebel g g'.
Die oberen Arme dieser beiden Hebel werden durch eine Schraubenfeder h gegen einander gezogen, und die Rollen ti1 am Ende dieser Arme werden so gegen die Scheibe d beiderseitig angedrückt.
Beim Umdrehen der Scheibe werden durch den dicken Theil des Randes derselben die oberen Arme der Hebel g g1 aus einander gedrückt und so die unteren Hebelarme, scheerenartig sich überschneidend, wechselseitig ihre Stellung vertauschen.
Bei der Tambourirmaschine werden die mit diesen Führungshebeln g g1 zu kreuzenden Vorlegefäden χ und y durch die innerste Nadelstange, welche aus einem Rohr gebildet wird, von oben hinunter, dann durch einen langen, seitlichen Schlitz in den gesammten Nadelstangen theil en seitlich heraus zu den unteren Hebelarmen und endlich durch Oesen an deren Enden geführt.
Der lange Schlitz in den Nadelstangenröhren dient zugleich als Nuth für die die Drehung des Ringes e auf der Nadelstange verhindernde Feder, Fig. 4.
Es wird der ganze Vorlegeapparat mit der Nadelstange während der Kurbelbenutzung umgedreht, und so steht er immer zur Transportirrichtung der Maschine in gleichmäfsiger Stellung.
Die zu kreuzenden Fäden verlaufen in die Naht. Bei jedem Stich, den die Maschine bildet, wird durch die Wirkung der Hebel g g' eine neue Kreuzung der Fäden χ und y hervorgebracht, welche Fadenkreuzung vom Nähstich festgenäht wird.
Der Hebelmechanismus läfst sich auch in der Weise ausführen, wie es Fig. 7 und 8 kennzeichnen. Statt von ungleicher Randdicke ist die Scheibe d hier von ovaler Gestalt und die Rollen i i1 an den oberen Hebelarmen laufen auf der hohen Kante der somit symmetrisch unrunden Scheibe.
Es kann selbstverständlich die beschriebene Vorrichtung auch nur mit einem Hebel g für einen im Zickzack vorgelegten Faden benutzt werden, und so ist die Vorrichtung in den Fig. 9 und 10 an einer gewöhnlichen Singer-Nähmaschine dargestellt. Hier tritt die Vereinfachung ein, dafs die Scheibe d mit der Antriebsrolle b verschmolzen und der Ring e mit dem festen Zapfen α direct verbunden sind.
Dieselben zuletzt genannten Figuren zeigen auch, dafs mit dieser hier beschriebenen Vorrichtung Perlschnüre aufgenäht werden können. Zu diesem Zweck sind die unteren Arme der Hebel g ihrer Länge nach als Rohre gestaltet, und durch diese hindurch wird jetzt statt eines Fadens oder einer Litze eine Perlschnur geführt. Zur Vermeidung des Festhängens der Perlen sind die Einführungsöffnungen dieser Rohre trompetenartig erweitert. Bei geeigneter Abmessung aller Theile geschieht die Vorlegung der Perlschnur bei nur einem Vorleger g so, dafs neben jedem Nähstich eine Perle zu liegen kommt und der durch sie gehende Faden mit dem Stich festgenäht wird, wie dies Fig. 11 verdeutlicht.5^, Bei zwei Vorlegern wird zu jeder Seite eines jeden Stiches eine Perle gelegt.
Bei Tambourirmaschinen wird man die Perlschnüre natürlich auch' durch die Nadelstange von oben hinunter und dann zu den durch die Kurbel beweglichen Vorlegeröhren führen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Die Schwinge- und Befestigungsvorrichtung für einen oder für zwei sich scheerenartig überschneidendeVorlegefadenführungshebel^-, welche, wenn Perl- oder sonstige Zierschnüre geführt werden sollen, unten am Kopf einer Nähmaschine rohrförmig mit trompetenartig erweiterten Oeffnungen gestaltet sind, bestehend aus der unrunden oder ungleich dicken Scheibe d, welche durch ein Triebwerk auf dem festen, von der Nadelstange durchfahrenen cylindrischen Zapfen α von der oberen Maschinenwelle aus umgetrieben wird, und dem Stützring e auf der Nadelstange, der von dem festen Zapfen α aus gehalten wird und welcher bei Kurbelmaschinen das Einstellen des Vorlegeapparates zur jeweiligen Transportirrichtung vermittelt.
2. Das Aufnähen von einer oder zwei Perlschnüren in der Weise, dafs immer neben der einen Seite oder zu beiden Seiten jedes Nähstiches eine Perle zu liegen kommt und der Faden oder die Fäden der Perlschnüre in den Stich eingeschlungen werden, und zwar bei Kurbelmaschinen unter Führung der Perlen durch die hohle Nadelstange hindurch.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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