DE962972C - Anfahrkontrolle - Google Patents

Anfahrkontrolle

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DE962972C
DE962972C DED9912A DED0009912A DE962972C DE 962972 C DE962972 C DE 962972C DE D9912 A DED9912 A DE D9912A DE D0009912 A DED0009912 A DE D0009912A DE 962972 C DE962972 C DE 962972C
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DE
Germany
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contact
circuit
relay
approach control
switched
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DED9912A
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English (en)
Inventor
Karl Weber
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Deuta Werke GmbH
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Deuta Werke GmbH
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60LPROPULSION OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; SUPPLYING ELECTRIC POWER FOR AUXILIARY EQUIPMENT OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRODYNAMIC BRAKE SYSTEMS FOR VEHICLES IN GENERAL; MAGNETIC SUSPENSION OR LEVITATION FOR VEHICLES; MONITORING OPERATING VARIABLES OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRIC SAFETY DEVICES FOR ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES
    • B60L3/00Electric devices on electrically-propelled vehicles for safety purposes; Monitoring operating variables, e.g. speed, deceleration or energy consumption
    • B60L3/12Recording operating variables ; Monitoring of operating variables
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60LPROPULSION OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; SUPPLYING ELECTRIC POWER FOR AUXILIARY EQUIPMENT OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRODYNAMIC BRAKE SYSTEMS FOR VEHICLES IN GENERAL; MAGNETIC SUSPENSION OR LEVITATION FOR VEHICLES; MONITORING OPERATING VARIABLES OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRIC SAFETY DEVICES FOR ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES
    • B60L2200/00Type of vehicles
    • B60L2200/26Rail vehicles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Sustainable Development (AREA)
  • Sustainable Energy (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)

Description

  • .Anfahrkontrolle Bei Fahrzeugen, insbesondere Eisenbahnfahrzeugen, besteht ein besonderes Interesse an der Überwachung des Anfahrzustandes. Vor allem bei elektrisch betriebenen Eisenbahnfährzeugen besteht die große Gefahr, daß die Stromwender verschmoren wenn trotz Einschaltung der Netzspannung der Fahrmotor nicht anläuft und das Fahrzeug stehenbleibt, weil dann außerordentlich hohe Ströme an eng begrenzten Stellen des ruhenden Stromwenders, nämlich unter den Bürsten, auftreten und ein Verschmoren der Lamellen bzw. eine Zerstörung des Stromwenders verursachen. Es ist naheliegend, den Fahrzustand der Lokomotive durch einen geschwindigkeitsabhängigen Drehzahlmesser od. dgl. zu überwachen. Praktische Versuche haben aber gezeigt, daß auf diesem Wege eine richtige Anfahrkontrolle nicht möglich ist, da im Augenblick der Gefahr die Geschwindigkeit praktisch gleich Null ist und in diesem Zustand meßbare Induktionswirkungen nicht erzielbar sind.
  • Die Erfindung geht demgegenüber einen anderen Weg, indem sie statt der Geschwindigkeit des Fahrzeuges den vom Fahrzeug zurückgelegten Weg zugrunde legt. Hierbei ist jedoch erforderlich, daß bereits kleinste Wege zur Anzeige gebracht werden können.
  • Mit der im folgenden erläuterten Anlage ist es nun möglich, z. B. alle 5 mm; gemessen am Radumfang, d. h. also auch alle 5 mm Weg und im Bedarfsfalle bei noch geringeren Wegstrecken, jeweils einen Kontakt zu schließen und zu öffnen, der zur Auslösung einer Anzeige, z. B. zum Aufleuchten einer Anzeigelampe od.:dgl., benutzt werden kann. Aus dem Schaltrhythmus kann der Fahrer zugleich durch Abzählen etwa der Lichtblitze -den Wert der Geschwindigkeit ermitteln oder abschätzen, Wichtig ist dabei noch, daß die Prüfeinrichtung mit der Fahrzeugachse drehfest gekuppelt ist, da sonst Unsicherheiten in der Anzeige auftreten können. Besonders geeignet für die Anbringung der Meßvorrichtung ist die mit der Fahrzeugachse gekuppelte Geberachse, die einen Geber trägt, wie er an sich zur Geschwindigkeitsmessung bei Eisenbahnfahrzeugen gewöhnlich erforderlich und vorgesehen ist. Es wird daher an einer drehfest gekuppelten Geberachse ein bei Stillstand unterbrochener, bei geringster Drehung der Geberachse und -damit des Fahrmotors geschlossener Kontakt angeordnet, der im Stromkreis -einer Anzeigevorrichtung liegt, wobei vorzugsweise im gleichen Stromkreis ein Fahrschalterkontakt liegt, der in der Nullstellung des Fahrschalters unterbrochen, in der Anfahrstellung dagegen geschlossen ist. In diesem Stromkreis wird daher eine Anzeige nur daxm bewirkt, wenn einerseits der Fahrschalter sich in der Anfahrstellung befindet und wenn sich andererseits gleichzeitig der Fahrmotor wirklich dreht. Der Fahrzeugführer hat dadurch eine genaue und sehr einfache Kontrolle darüber, ob der Fahrmotor wirklich anläuft und nicht etwa durch Kurzschlußströme gefährdet ist. Diese Einrichtung zeichnet sich gegenüber bekannten, dem gleichen Zweck dienenden Einrichtungen durch besondere Billigkeit der Herstellung bei großer Zuverlässigkeit der Anzeige aus. Der dabei benutzte Geberkontakt wird zweckmäßig durch einen an der mit der Fahrzeugradachse drehfest gekuppelten Geberachse starr angebrachten Kontaktarm gebildet, der mit einem öder zwei. Gegenkontakten (letzteres für Vor- und Rückwärtsfahrt) zusammenwirkt, die am Umfang einer auf der Geberachse drehbar gelagerten Scheibe angeordnet sind. Letztere wird von dem Kontaktarm oder der Geberachse federnd so gehalten, daß der Kontäkt bei Stillstand des Fahrmotors unterbrochen, bei Drehung des Fahrmotors dagegen geschlossen ist und dabei den beweglichen Kontakt bzw. die Scheibe mitnimmt. Dabei greift an der den beweglichen Kontakt tragenden Scheibe eine Bremse, z. B. eine durch den Fahrschalter einzuschaltende Magnetbremse, an. Diese bewirkt, daß der bewegliche Kontakt mit einer gewissen Kraft zurückgehalten wird, so daß die federnde Haltekraft überwunden und der Kontakt geschlossen wird, sobald die Fahrmotorachse sich in Bewegung setzt. Die Bremskraft wird ihrerseits bei der mechanischen Mitnahme des beweglichen Kontaktes ,durch den festen Kontaktarm überwunden. Die geschilderte Kontrolle ist lediglich während des Anfahrens von Bedeutung und kann im laufenden Betrieb und bei Stillstand wieder abgeschaltet werden, ebenso wie natürlich die Bremse in der Nullstellung des Fahrschalters nicht eingeschaltet .zu wenden braucht. In einfachster Weise wird daher der Fahrschalterkontakt benutzt, um gleichzeitig den Stromkreis der Magnetbremse und den Signalstromkreis ein-und auszuschalten.
  • In einer besonderen Ausführungsform dieser Art wirkt eine elastische und drehfest gekuppelte Scheibe mit einem drehbeweglich angeordneten Topfmagnet zusammen. Der Topfmagnet wird durch Federn . gehalten und braucht nur eine geringe Drehbarkeit um wenige Winkelgrade zu besitzen. Die Spule des Topfmagneten wind beim Schließen des Fahrschalters zunächst eingeschaltet und der Topfmagnet dadurch kurzzeitig von der drehfest gekuppelten Scheibe mitgenommen. Der Stromkreis wird aber @n ständigem Wechsel durch ein Relais wieder unterbrochen, das durch einen am Topfmagneten angebrachten und bei dessen Mitnahme durch die drehfest gekuppelte Scheibe geschlossenen Kontakt .eingeschaltet wird. Der Topfmagnet fällt dadurch schnell wieder ab und stellt sich in seine Ruhelage ein, in welcher der an ihm angebrachte Kontakt unterbrochen ist. Dadurch wird aber auch das Relais wieder ausgeschaltet, und der Topfmagnet wird wieder eingeschaltet. Der Vorgang wiederholt sich `in regelmäßigem Wechsel selbsttätig: Ein von dem Relais betätigtes oder. parallel zu -einem der Kontakte oder Spulen geschaltetes Signal wird. dadurch in gleichem Rhythmus ausgelöst. Sollte der Fahrmotor aus bestimmten Gründen nochmals unerwartet zum Stillstand kommen, .so würde dies sofort dadurch angezeigt wenden, daß entweder das Licht bestehenbleibt oder kein Licht brennt, da nur bei Fahrt der federnd gehaltene Kontakt an der drehfesten Scheibe geschlossen. werden kann.
  • Ist der Fahrmotor in endgültigem Lauf, so könnte das dauernde Flack,:rn des Signals den Lokomotivführer stören. Dieser Nachteil kann mach einem weiteren Merkmal der Erfindung dadurch behoben werden, daß das von dem beweglichen Kontakt eingeschaltete Relais mit einem zweiten Relais mechanisch verbunden ist und daß der gemeinsame bzw. kombinierte Anker ein Schrittschaltwerk bzw. ein Sperrad bei jeder Betätigung um eine Stufe weiterschaltet. Dabei ist die Einrichtung so getroffen, daß nach einem vollständigen Umlauf der Fortschaltwalze ein Kontakt geschlossen wird, der den Strom der zweiten Relaisspule einschaltet, so daß dieses Relais sich selbst hält und damit auch die weitere rhythmische Betätigung durch den Topfmagneten aufhebt. Erst wenn der Fahrschalter in seine Nullstellung zurückgeführt wund, wird der Haltestromkreis des Relais unterbrochen; dabei wird gleichzeitig durch zwangläufiges Weiterschalten der Fortschaltwalze der Haltekontakt geöffnet und die ganze Einrichtung wieder für die Anfahrkontroll.e. betriebsbereit gemacht. Sollte es vorkommen, daß bei voller Fahrt bzw. bei zu hoher Geschwindigkeit der Fahrschalter zurückgenommen wird, um nach Unterschreitung der Soll-Fahrgeschwindigkeit wieder eingeschaltet zu werden, so würde in diesem Fall die Anfahrkontrolle wieder ansprechen.
  • Da aber in diesem Fall der Fahrmotor eine hohe Geschwindigkeit besitzt, geht das Durchlaufen der Anfahrkontrolle bzw, der Schaltwalze so schnell vor ,sich, daß nur für einen kurzen Augenblick ein periodisches Signal zu beobachten ist, welches nicht als störend empfunden wird.
  • Für die Kupplung :der Meßeinrichtung bzw. des Gebers, an welcher die Meßeinrichtung angebracht ist, mit der Fahrzeugachse eignet sich am besten eine Kupplung, die zwar drehfest, im übrigen aber und vor allem in axialer Richtung nachgiebig ist. Als eine solche Kupplung kann ein bourdonrohvähnliches Federrohr benutzt werden. Ein solches R-ahr hat die erwünschte Eigenschaft, daß es sich um beträchtliche Winkel verbiegen läßt und sogar eine Parallelverschiebung der Achsen der zu kuppelnden Teile nicht nur in -Achsrichtung, sondern auch noch quer zu ihr gestattet, wobei aber weder in dem einen noch in dem arideren Fall eine Verdrehung der Kupplungsteile gegeneinander möglich ist. Gerade diese Kupplung ist daher vorzüglich geeignet, auch die kleinsten Drehbewegungen eines Fahrmotors anzuzeigen, wenn mit der Achse eine entsprechende Prüfvorrichtung verbunden ist.
  • Die Erfindung sei an Hand der Zeichnung durch einige Beispiele erläutert. Es zeigt Fig. i eine Seitenansicht, teilweise schematisch, einer mit einer Eisenbahnradachse über eine drehfeste elastische Kupplung verbundenen Geberanlage für Anfahrüberwachung, Fig. a eine Vorderansicht der Geberkontakteinrichtung nach Fig. i und das dazugehörige Stromkreisschaltbild, Fig. 3 einen drehfest gekuppelten Geber in Ver-, Bindung mit einem Topfmagneten, Fig. q. das Schaltbild für den Topfmagneten und die Signaleinrichtung, Fig. 5 die Kontakteinrichtung,des Topfmagneten. In- Fig. i ist i ein Federrohr nach Art eines Bourdonrohres, das im Gegensatz zu den Bourdonrohren an beiden Enden nicht hermetisch geschlossen zu sein braucht. Die vorhandenen öffnungen 2 können vielmehr durch je eine irgendwie befestigte, z. B. angelötete Abschlußplatte 3 bzw. q. abgedeckt sein, die z. B. mit Lagerhülsen' 5 bzw. 6 oder mit Lagerzapfen fest verbunden sein können. Im dargestellten Beispiel ist die eine Lagerhülse 5 auf die Fahrzeugradachse 7 geschoben, während die andere Lagerhülse 6 mit der Achse 8 eines Gebers j gekuppelt ist. Die Windungen des Federrohres i gestatten sowohl eine leichte Verbiegung der beiden Kupplungsonden gegeneinander als auch eine parallele VerSchiF-bung der Achsen 7 und 8 sowohl in axialer Richtung als auch quer dazu. Daher paßt sich eine solche Kupplung von selbst allen Unstimmigkeiten bei der Ausrichtung zweier Achsen an und gleicht diese aus. Eine Verdrehung -der beiden Achsen 7 und 8 gegeneinander ist dabei jedoch nicht möglich, da das Federrohr i praktisch vollständig drehfest ist.
  • Mit der Geberachse 8 starr verbunden ist ein Kontaktarm io, der mit zwei Gegenkontakten ii und 1a zusammenwirkt, die isoliert auf einer Scheibe 13 angeordnet sind. Letztere ist zweckmäßig durch ein Kugellager 14 auf der Geberachse 8 leicht beweglich gelagert, wird aber durch zwei Federn 15 und 16 vom Kontaktarm io bzw. von der Geberachse 8 federnd so gehalten, daß bei Abwesenheit sonstiger Kräfte der Kontaktarm io in der Mitte zwischen den Gegenkontakten i i und 1a spielt, so daß über diese kein Strom fließen kann. Die Scheibe 13 steht unter der Wirkung einer Magnetbremse 17, die durch eine Wicklung 18 erregt werden kann. Ferner ist in Reihe mit dem Kontakt io und den beiden zweckmäßig zueinander parallel geschalteten Gegenkontakten i i und 12 eine Signaleinrichtung i9 geschaltet. Der Magnetstromkreis und der Signalstromkreis sind zueinander parallel geschaltet und. gemeinsam über einen Fahrsclialterkontakt ao geführt, der nur in der Anfahrstellung des Fahrschalters geschlossen ist.
  • Schaltet somit zum Anfahren des nicht dargestellten Fahrmotors der Fahrer den Fahrschalter auf die erste Kontaktstufe, so wird außer dem Fahrmotorstromkreis der Fahrschalterkontaktaogeschlossen und dadurch die Magnetbremse 17, 18 eingeschaltet. Läuft der Fahrmotor- richtig an, so dreht sich über - das drehfeste Federrohr i die Geberachse 8 und damit der Kontaktarm io in der einen oder der anderen Richtung. Die Scheibe 13 mit den Gegenkontakten ii :und 12 wird jedoch durch die Magnetbremse 17, 18 festgehalten, so daß einer der Gegenkontakte ii oder 12 den Kontaktarm io berührt und damit der Strom für die Signaleinrichtung i9 eingeschaltet und eine Anzeige bewirkt wird. Bei fortschreitender Anfahrt wird die Scheibe 13 durch den gegen den Gegenkontakt i i bzw. 12 anliegenden Kontaktarm io unter Überwindung der Wirkung der Magnetbremse 17 mitgenommen und die Signalanzeige aufrechterhalten: Nach beendeter Anfahrt werden zweckmäßig durch den Fahrschalterkontakt ao der Magnet; und der Signalstromkreis wieder unterbrächen, da im Normalbetrieb der Geber g die Drehzahlanzeige bewirkt.
  • Durch die Erfindung wird daher die Anfahrkontrolle bei Fahrmotoren in besonders einfacher und wirkungsvoller Weise bewirkt. Die Signaleinrichtung i9 spricht .dabei bei geringster, aber auch nur bei beabsichtigter Drehbewegung an. Bei Leerlauf, wenn sich der Fahrschalter :2o in der »Aus«-Stellung befindet, erfolgt keine Anzßige.
  • Eine abgewandelte Ausführungsform der Erfindung unter Verwendung eines Topfmagneten für -die Anfahrkontrolle ist in den Fig. 3 bis 5 dargestellt. In diesen Figuren ist z wiederum.ein elastisches, aber drehfestes Federrohr, welches zur Verbindung des Gebers 9 mit der Radachse 7 des Fahrzeuges dient. Auf der drehfest gekuppelten Achse 8 befindet sich eine Scheibe :2i aus Eisen, die von einem Topfmagneten 22 angezogen werden kann. Das elastische Federrohr i wirkt dabei 'selbsttätig als Rückholfeder, die bei Unterbrechung des Stromkreises der TopfmagnetsPu.le23 die Scheibe 21 von dem Topfmagneten 22 wieder löst. Der Topfmagnet 22 ist drehbar gelagert und wird von zwei Federn 24 und 25 lose gehalten. Ein an dem Topfmagneten 22 befestigter Kontaktarm 26 steht in seiner Ruhelage zwischen zwei festen Gegenkontakten 27 und 28, ohne diese zu berühren. Wird der Stromkreis der TopfmagnetsPule 23 durch den Fahrschalterkontakt 2o geschlossen, so wird der Topfmagnet 22 und damit auch der Kontaktarm 26 von -der Radachse 7 mitgenommen, und je nach der Drehrichtung wird einer der festen Gegenkontakte 27 oder 28 berührt. Hierdurch wird der Stromkreis einer Relaisspule 29 (s. Fig. 4) geschlossen, und durch dieses Relais wird der Kontakt 30 im Stromkreis des Topfmagneten 22 wieder unterbrochen. Mit der Lösung des Topfmagneten 22 von .der Scheibe 21 geht erstere wieder in ihre Mittelstellung zurück, so daß der Kontakfarrri 26 wieder freigegeben wird. Dies bewirkt eine Entregung der Relaisspule 29 und eine erneute Schließung des Kontaktes 30, worauf sich das Spiel in ständigem Wechsel wiederholt. Das periodische Ansprechen des Relais mit der Relaisspule 29 wird durch einen Kontakt 31 auf die Signaleinrichtung 32 übertragen, die somit dem Lokomotivführer eine Anzeige für den Anfahrzustand der Lokomotive gibt.
  • Um ein ständiges Flackern des Signals während der normalen Fahrt, wo es den Lokomotivführer stören könnte, zu vermeiden, ist der Anker 33 der Relaisspule 29 mechanisch mit dem nicht näher bezeichneten Anker eines weiteren Relais 34 vereinigt und wird dazu benutzt, um bei jedem Ansprechen ein Schaltrad 35 zu betätigen., das nach Vollendung eines Umlaufes einen Kontakt 36 schließt, der den Stromkreis des Relais 34 schließt, so daß der Anker 33 danach dauernd angezogen bleibt, solange der Fahrschalterkontakt 2o geschlossen ist. Wird der Fahrschalte4 in die Nullstellung zurückgenommen, so wird die ganze Anlage stromlos, und durch das Weiterschelten des° Schaltrades 35 beim Abfall des Ankers 33 wird der Kontakt 36 wieder geöffnet, so daß die ganze Einrichtung in die Anfahrstellung zurückkehrt. Wird der Fahrschalter bei voller Fahrt kurz zurückgenommen. so wird zwar auch beim Wiedereinschalten die Anfahrkontrolle betätigt, der Umlauf des Schaltrades 35 vollzieht sich dann jedoch so schnell, (daß die kurzzeitigen, schnell aufeinanderfolgenden Signalgaben keine Stöiung für den Lokomotivführer bedeuten.
  • Zur Vermeidung einer Störung des Lokomotivführers während der normalen Fahrt kann ferner die Einrichtung so getroffen werden, daß der vom Fahrschalter beim Einschalten geschlossene Fahrschalterkontakt 2o bei einer höheren Stufe des Fahrschalters bzw. bei dessen voller Einschaltung wieder unterbrochen wird. Ist nämlich die Lokomotive in voller Fahrt, so genügt die normale, von der Geschwindigkeit abhängige Anzeige des Gebers 9 zur Überwachung des Fahrzustandes, während bei der Anfahrt durch die neue drehfeste Kupplung und die zugehörige Schalteinrichtung eine nicht von der Geschwindigkeit, sondern vom Weg abhängige Anzeige erzielt wird.
  • Die Verwendung von Kontakten an dem drehfest gekuppelten Teil hat notwendigerweise immer noch einen kleinen Leergang zur Folge, bis nämlich überhaupt Kontakt gegeben und der Kontaktdruck genügend groß ist, um den Anzeigestromkreis zu schließen. Es ist jedoch erwünscht, bei der Anfahrt von Lokomotiven selbst die kleinsten Bewegungen noch zur Anzeige -zu bringen. Ein Mittel zur weiteren Herabsetzung der Reizschwelle besteht nun darin, statt zweier Kontakte - Kontaktarm io und Gegenkontakt r i bzw. Kontaktarm io und Gegenkontakt 12 - etwa zwei stetig veränderliche Schaltmittel, z. B. zwei Kondensatoren oder zwei Spulen, zu verwenden und diese in einer Brückenschaltung miteinander zu vergleichen. Es können also z. B. die Gegenkontakte i i , und 12 durch zwei Kondensatorplatten ersetzt werden, zwischen denen eine dritte Kondensatorplatte an Stelle des Kontaktarmes io spielt. Von der mittleren Platte wenden gegenüber den beiden äußeren Platten zwei Teilkapazitäten gebildet, die in einer an sich bekannten Brückenschaltung miteinander verglichen werden können. Die Signaleinrichtung i9 liegt dann unmittelbar oder mittelbar im Nullstromkreis der Brückenschaltung, und jede kleinste Störung :des Gleichgewichtszustandes ruft eine Anzeige hervor.
  • Statt Kondensatoren können in gleicher Weise auch Spulen oder irgendwelche anderen physikalischen Größen, Lichtstrahlen od. dgl. verwendet werden, die sich in einer Brückenschaltung messen lassen. Im Falle von Spulen kann der bewegliche Kontaktarm io einen in Umfangrichtung angeordneten Magnetkern tragen, der mit seinen Enden, .ähnlich wie bei einer magnetischen Pendeluhr, in je eine an Stelle der Gegenkontakte ii und 12 angeordnete Spule hineinragt. je nach der Stellung des Magneten zu den Spulen wird deren Induktivität sich ändern. Liegen die beiden Spulen in einer Brückenschaltung, so kann auch bei dieser Anordnung die Störung des Brückengleichgewichtes zur Anzeige gebracht «erden. Natürlich kann auch eine einzelne Kapazität, ein Widerstand, eine Induktivität usw. in einer entsprechenden Brückenschaltung gemessen werden.
  • In allen diesen Fällen ist ,die Reizschwelle nach unten praktisch unbegrenzt und hängt nur von dem Aufwand für die Brückenschaltung bzw. von der Anwendung geeigneter Verstärkungsmittel ab, so daß bereits Bruchteile von Millimetern genügen, um eine volle Anzeige für den Fahrzeugführer auszulösen.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Anfahrkontrolle, insbesondere für Eisenbahnfahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, daß ein an einer drehfest gekuppelten Geberachse (8) angebrachter, bei Stillstand unterbrochener, bei Drehung der Geberachse in Abhängigkeit von der Zurücklegung kleinster Wegstrecken geschlossener Kontakt (io, 11, 12) vorgesehen ist, der vorzugsweise in Reihe mit einem am Fahrschalter des Fahrmotors angeordneten, in der Nullstellung :des Fahrschalters unterbrochenen, in der Anfahrstellung geschlossenen Fahrschalterkontakt (2o) im Stromkreis einer Signaleinrichtung (ig) liegt.
  2. 2. Anfahrkontrolle nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an der Geberachse (8) ein Kontaktarm (io) starr angebracht ist, der mit ein oder zwei Gegenkontakten (11, 12) zusammenwirkt, die am Umfang einer auf der Geberachse (8) drehbar gelagerten Scheibe (13) angeordnet sind, die von dem Kontaktarm (io) oder der Geberachse (8) federnd so gehalten wird, daß der Kontakt (1o, 11, 12) bei Stillstand des Fahrmotors geöffnet, bei Drehung des Fahrmotors dagegen geschlossen ist und dabei .der bewegliche Gegenkontakt (Ir, 12) bzw. die Scheibe (13) mitgenommen wird.
  3. 3. Anfahrkontrolle nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der den beweglichen Gegenkontakt (i i, 12) tragenden Scheibe (13) eine Bremse, z. B. eine durch den Fahrschalter einzuschaltende Magnetbremse (17, 18) angreift, wobei vorzugsweise ein und derselbe Fahrschalterkontakt (2o) den Stromkreis der Magnetbremse (17, 18) und den Stromkreis der Signaleinrichtung (i9) steuert.
  4. 4. Anfahrkontrolle nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine drehfest gekuppelte Scheibe (21) mit einem drehfedernd gehaltenen Topfmagneten (22) zusammenwirkt, dessen Spule (23) beim Schließen des Fahrschalterkontaktes (2o) eingeschaltet und -der dadurch kurzzeitig von der drehfest gekuppelten Scheibe (21) mitgenommen wird und dessen Stromkreis in ständigem Wechsel durch ein Relais (Relaisspule 29) unterbrochen wird, das durch einen am Topfmagneten (22) angebrachten und bei dessen Mitnahme durch die drehfest gekuppelte Scheibe (21) Kontakt gebenden Kontaktarm (26) eingeschaltet und durch Entregung des Topfmagneten (22) alsbald wieder ausgeschaltet wird.
  5. 5. Anfahrkontrolle nach den Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Anker (33) des Selbstlöserelais (Relaisspule 29), der Anker eines zweiten Relais (34) mechanisch verbunden ist und daß durch den kombinierten Anker (33) ein Schaltrad (35) fortgeschaltet wird, das nach Vollendung eines Umlaufes einen Kontakt (36) schließt, der das zweite Relais (34) unter Strom setzt und dadurch so lange festhält, bis der Fahrschalter wieder ausgeschaltet wird.
  6. 6. Anfahrkontrolle nach .den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Fahrschalterkontakt (2o) bei normaler Fahrstellung des Fahrschalters wieder unterbrochen ist.
  7. 7. Anfahrkontrolle nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Anzeige der Anfahrt statt der Kontakte (1o, 11, 12) eine zwischen zwei Kondensatorp.latten spielende dritte Kondensatorplatte benutzt wird und daß das gestörte Gleichgewicht der beiden durch die mittlere Platte mit den äußeren Platten gebildeten Teilkapazitäten in einer Brückenschaltung zur Auslösung einer Anzeige dient. B.
  8. Anfahrkontrolle nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß statt der Kontakte (io, i i, 12) ein in Umfangsrichtung angeordneter Magnetkern mit seinen beiden Enden in zwei Spulen hineinragt, deren Induktivitätsänderung bei Verschiebung des Magnetkernes gegenüber den beiden Spulen durch eine Brückenschaltung zur-Anzeige gebracht wird. .
  9. 9. Anfahrkontrolle nach den Ansprüchen i bis 8, dadurch gekennzeichnet, -daß die zu überwachende Radachse (7) mit der Achse der Überwachungseinrichtung durch eine drehfeste, aber längs elastische Kupplung, z. B. ein bour@donrohrähnliches Federrohr, verbunden ist.
DED9912A 1951-07-29 1951-07-29 Anfahrkontrolle Expired DE962972C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1032386B (de) * 1955-02-24 1958-06-19 Richard Modlinger Dr Ing Vorrichtung zur UEberwachung des Anlaufs von Stromwendermotoren

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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